Sport
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Masters-1000-Turnier, 2. Runde

J. Chardy – R. Federer 1:6, 6:3, 7:6

A. Murray – M. Granollers 6:2, 7:5

J. Melzer – M. Cilic 6:2, 6:7, 6:3

ROME, ITALY - MAY 14:  Roger Federer of Switzerland waves to the crowd after losing to Jeremy Chardy of France during day four of the Internazionali BNL d'Italia tennis 2014 on May 14, 2014 in Rome, Italy.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Masters-1000-Turnier in Rom

Bereits out! Vierfach-Papa Federer verliert Krimi gegen Chardy nach vergebenem Matchball

Roger Federer ist erstmals seit 2010 wieder im ersten Spiel eines Masters-1000-Turnier gescheitert. Eine Woche nach der Geburt seiner zweiten Zwillinge Leo und Lenny unterliegt der Schweizer dem Franzosen Jérémy Chardy mit 6:1, 3:6, 6:7.



«Es ist einfach unglücklich, dass ich wegen eines Passierballs keine weitere Gelegenheit bekomme, in dieser Woche zu spielen.»

Roger Federer.

– Erst am Dienstag war Roger Federer in Rom angekommen, nach einem kurzen Training stand gegen Jérémy Chardy heute bereits wieder der erste Ernstkampf an. Trotz seinem Marathon-Programm mit der Geburt der zweiten Zwillinge Leo und Lenny und der Betreuung der ersten Zwillinge Myla und Charlene war beim Baselbieter zunächst keine Müdigkeit zu erkennen.

Da deutete noch nichts auf die Niederlage hin

– Federer erwischte einen Glanzstart und holte sich den ersten Satz in nur 24 Minuten mit 6:1. Er servierte stark und verwertete zwei seiner vier Breakchancen. Chardy half allerdings auch kräftig mit. Die französische Weltnummer 47 produzierte bei zwei Winner ganze zwölf unerzwungene Fehler.

«Der Wind machte es schwierig. Man konnte so weniger Risiko auf sich nehmen.»

Roger Federer an der Pressekonferenz.

– Im zweiten Durchgang riss beim Schweizer bei teils starkem Wind der Faden komplett. Während Chardy seine Fehlerquote minimieren konnte, missriet Federer fast alles: 20 Unforced Errors! Im ersten Game konnte er das Break noch knapp verhindern, im zweiten Aufschlagspiel musste er seinen Service schliesslich abgeben. Chardy hielt den Vorsprung mehr oder weniger souverän und so musste der dritte Satz die Partie entscheiden.

Switzerland's Roger Federer returns the ball to France's Jeremy Chardy during the Rome tennis Masters on May 14, 2014 at the Foro Italico in Rome.   AFP PHOTO / ANDREAS SOLARO

Federer war gegen Chardy zu oft in der Defensive. Bild: AFP

– Dort konnte sich Federer zwar wieder leicht steigern, doch Chardy spielte gross auf und diktierte das Tempo beinahe nach Belieben. Beim Stand von 2:2 holte sich der Franzose das Break und schien damit den Sieg schon in der Tasche zu haben.

– Doch der «Maestro» schlug noch einmal zurück, er schaffte das Re-Break zum 4:4 und überstand beim 5:5 und 30:30 noch einmal eine heikle Situation. Es ging ins Tiebreak, wo Chardy aber wieder die besseren Nerven hatte. Nach 2:06 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball. Sinnbildlich für das Spiel war Chardys Winner bei Matchball Federer bei 5:6 im Tiebreak. Seine Vorhand flog gerade noch übers Netz.

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Der vergebene Matchball von Federer. Gif: Youtube/GooaalComTV

– Zuletzt hatte Federer 2010 ebenfalls in Rom gegen Ernests Gulbis sein Auftaktspiel in einem Masters-1000-Turnier verloren. Weil er sich im vergangenen Jahr erst im Final gegen Rafael Nadal geschlagen geben musste, verliert der Baselbieter 590 Weltranglisten-Punkte.

Bild

Die Statistiken zum Spiel. Bild: tennistv.com

– Für Chardy ist es einer der grössten Erfolge seit längerer Zeit. Letztmals hatte er beim Australian Open 2013 einen Top-Ten-Spieler geschlagen (Juan Martin Del Potro). In dieser Saison hat er seit Mitte Februar auf der ATP-Tour nie mehr zwei Runden überstanden.

Trotdem Optimismus bei Federer

Federer blickt trotz dem enttäuschenden Abstecher nach Rom positiv in die nähere Zukunft und auf das am Sonntag in einer Woche beginnende French Open: «Alles ist unter Kontrolle. Ich fühle mich körperlich und mental gut. Es ist einfach unglücklich, dass ich wegen eines Passierballs keine weitere Gelegenheit bekomme, in dieser Woche zu spielen.» Nun kehre er so schnell wie möglich zur Familie zurück.

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