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MONTE-CARLO, MONACO - APRIL 16:  Roger Federer of Switzerland looks down in his match against Gael Monfils of France during day five of the Monte Carlo Rolex Masters tennis at the Monte-Carlo Sporting Club on April 16, 2015 in Monte-Carlo, Monaco.  (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Federer macht erstaunliche Aussagen über eigene Niederlagen. Bild: Getty Images Europe

Roger Federer: «Ich muss akzeptieren, häufiger zu verlieren. Aber für andere verwirkliche ich einen Traum»

Roger Federer scheint das frühe Aus in Monte Carlo weggesteckt zu haben. Er blickt optimistisch auf die Sandsaison und gewährt in einem Interview spannende Einblicke in seine Zeit nach dem Zenit.



Es ist jedem klar: Die beste Zeit von Roger Federer ist vorbei. Der Maestro sieht sich zwar selbst noch immer auf einem Level mit Novak Djokovic und Rafael Nadal. «Ich glaube, dass vor allem Djokovic, Nadal und ich etwas Spezielles haben. Wir ziehen es auf jedem Belag durch, haben körperlich, mental oder beim Spiel Extra-Kapazitäten, die uns erlauben, häufig zu gewinnen», erklärt der 33-Jährige seine Ansicht in einem ausführlichen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen

Trotzdem weiss er selbst, dass er nach 17 Jahren auf der Tour nicht mehr unwiderstehlich ist. Frühe Niederlagen wie beim Australian Open gegen Andreas Seppi können passieren und der Schweizer muss auch Monate danach zugeben: «Ich habe keine Ahnung, warum es dort so blöd gelaufen ist.»

Federers sechs Masters-Titel

French Open: Mindestens Halbfinal, Wimbledon: Saisonhighlight

Mit Niederlagen weiss Federer immer mehr umzugehen. Und sie scheinen ihn überraschenderweise nicht gross zu stören. Im Gegenteil, er spricht fast wie ein guter Samariter: «Es zeigt eine Grösse, wenn man weiterspielt, obwohl man nicht mehr jedes Turnier gewinnen kann. Für sich selbst muss man akzeptieren, häufiger zu verlieren, aber für andere verwirklicht man den Traum, noch gegen einen zu spielen. Das ist auch mein Ziel gewesen, solange ich fit bleibe.»

Man glaubt kaum, was man da liest. Der Baselbieter begründet seine Einstellung aber simpel: «Ich selbst habe früher davon profitiert, noch gegen Andre Agassi spielen zu dürfen. Er hat mir dadurch die Chance gegeben, ihn mehrmals zu schlagen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er auf der Tour geblieben ist und nicht, zack, einfach weg war.»

epaselect epa04706908 Roger Federer of Switzerland returns the ball to Gael Monfils of France during their third round match at the Monte-Carlo Rolex Masters tennis tournament in Roquebrune Cap Martin, France, 16 April 2015.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Roger Federer hat auf Sand in dieser Saison einiges vor. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

«Zack und weg» wird Federer selbst auch nicht sein. Das Ziel bleiben die Olympischen Spiele 2016. Mindestens. Davor will er aber im Sommer 2015 brillieren: «Ich hoffe, dass ich in Istanbul, Madrid und Paris richtig gut spielen kann und bei den French Open Minimum ins Halbfinale komme. Und es ist klar, dass die Rasensaison mit Halle und Wimbledon für mich das Highlight ist.»

Noch immer lockt die Weltnummer 1

Auch auf das Ranking schaut der Maestro zumindest noch mit einem Auge. Wichtig sei, dass er in der Setzliste in die Top 8 gehört, um den starken Gegnern lange ausweichen zu können. Aber auch der Thron lockt noch: «Ich gehe auf Punktejagd, um mir die Chance zu erhalten, mit ein oder zwei Grand-Slam-Turniersiegen zurück auf die erste Weltranglistenposition zu kommen.»

Was Roger Federer über sein Volley-Spiel und den Davis Cup sowie ein mögliches Doppel mit Martina Hingis denkt, gibt es genauso im ausführlichen Interview der Frankfurter Allgemeinen nachzulesen, wie den Grund, warum er nie Trainer seiner Töchter werden möchte und warum er früher den Schläger auch schon mal in den Wald geschmissen hatte.

Die bisher 17 Grand-Slam-Titel von Roger Federer

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