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Prozess gegen Paralympic-Star

Pistorius plädiert auf nicht schuldig – Zeugin belastet ihn schwer

War es Mord oder ein fataler Irrtum? Oscar Pistorius muss sich ab heute vor Gericht in Pretoria für den Tod seiner Freundin Reeva Steenkamp verantworten.



Er war der Vorzeigeathlet des Behindertensports. Der Erste, der es als beinamputierter Sportler mit den Nichthandicapierten aufnahm. Heute morgen nun wurde ein neues Kapitel im Leben des Oscar Pistorius aufgeschlagen. Pistorius wird der Prozess gemacht. Er soll seine Freundin erschossen haben. 

Als erste Zeugin wurde Michelle Burger aufgerufen. Die Nachbarin, die 177 Meter Luftlinie von Pistorius' Haus entfernt wohnt, belastet den Sportler schwer. Sie gibt an, in der Tatnacht Schreie einer Frau gehört zu haben. «Sie rief um Hilfe», sagte Burger. Auch ein Mann habe geschrien. Dann habe sie vier Schüsse gehört. Diese Darstellung lässt den Schluss zu, dass Pistorius wusste, auf wen er schiesst und seine Freundin absichtlich erschossen hatte.

Gleich zu Prozessbeginn plädierte der Südafrikaner auf nicht schuldig. Der 27-Jährige beteuerte erneut, er habe seine Freundin Reeva Steenkamp für einen Einbrecher gehalten und in Panik geschossen.  

Die Anklage wirft Pistorius vor, Reeva Steenkamp in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres nach einem Streit in seinem Haus in Pretoria vorsätzlich erschossen zu haben. Pistorius droht im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe von bis zu 25 Jahren. (Die wichtigsten Fakten zum Prozess finden Sie hier). 

Zahlreiche Verwandte des Angeklagten im Gerichtssaal

Die Sitzung begann, nach Angaben des Gerichts wegen der Abwesenheit eines Übersetzers, mit 90 Minuten Verspätung. Zudem soll eine Frau versucht haben, dem Gericht neues Entlastungsmaterial über Pistorius zu übergeben. 

Im voll besetzten Gerichtssaal sassen zahlreiche Verwandte und Freunde des 27-jährigen Angeklagten und des Opfers. Zu Beginn wollte der Staatsanwalt die Anklage verlesen. Erstmals überhaupt trafen am Montag im Gerichtssaal der Angeklagte und die Mutter des Opfers, Jane Steenkamp, zusammen. Die 67-Jährige sass schwarz gekleidet in der ersten Reihe. Sie hatte in einem Interview betont, sie wolle "Pistorius in die Augen sehen". Als Pistorius den Gerichtssaal betrat, schaute er meist zu Boden, wirkte ernst und bedrückt. (meg/sda)

Weitere Informationen über den Prozess folgen.

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