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Stockschlag und gefährlicher Check in Bandennähe – müsste es hier Sperren geben?

28.03.18, 18:54 28.03.18, 19:06


Nach dem ersten Spieltag der Playoff-Halbfinals, respektive des Playout-Finals wurde vom Schweizerischen Eishockeyverband (SIHF) ein Verfahren eingeleitet. Klotens Denis Hollenstein wurde für einen Stockschlag gegen Ambris Diego Kostner für ein Spiel gesperrt und gebüsst. Kloten akzeptierte das Urteil jedoch nicht und legte Rekurs ein.

Doch der Fall Hollenstein ist eigentlich nur ein Nebenschauplatz. Im Playout-Final gibt es noch eine weitere Szene, die Diskussionen aufwirft. Klotens Morris Trachsler checkt Michael Ngoy aus einer gewissen Distanz von hinten in die Bande.

Trachslers Check im Video. Video: streamable

Ueli Schwarz, Experte im TV-Studio von MySports sagt: «Klar verhält Ngoy sich in dieser Situation nicht geschickt. Aber Trachsler zieht mit vier bis fünf Metern Anlauf den Check voll durch.»

«Eine grosse Strafe und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der einen Gegenspieler von hinten mit hohem Stock angreift, mit dem Stock checkt, körperlich angreift, stösst, schlägt oder auf irgendeine Weise von hinten derart gegen die Bande schleudert, dass der Spieler nicht in der Lage ist, sich gegen diesen Angriff zu schützen.»

IIHF-Regelwerk, Regel 606 B - Check von hinten

Tatsache ist: Trachsler hätte den Check nicht ausführen müssen. Er hätte die Zeit und die Möglichkeit gehabt, auszuweichen. Tatsächlich trifft er denn Ambri-Spieler auch nicht voll,sondern eher seitlich. Dennoch kann es als Check von hinten interpretiert werden, der mit fünf Minuten plus Spieldauer hätte bestraft werden müssen – der Klotener erhielt zwei plus zehn Minuten. Auch über ein Disziplinarverfahren und eine allfällige Sperre hätte der Center sich wohl nicht beklagen können.

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Strittige Szene zwischen SCB und ZSC

Die zweite Strittige Szene spielt sich im Playoff-Halbfinal zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions ab. SCB-Verteidiger Ramon Untersander haut ZSC-Stürmer Lauri Korpikoski den Stock zwischen die Beine. Der Berner kommt dabei ohne Strafe davon, aber für den früheren Schiedsrichter Nadir Mandioni ist klar: «Das hätte fünf Minuten plus Spieldauer geben müssen.»

Gegen Ramon Untersander wurde wie gegen Morris Trachsler seitens der SIHF bislang kein Verfahren eröffnet. Janos Kick, Kommunikationschef des Verbands meint auf Anfrage von watson: «Zu den Gründen von Nichteröffnungen von Verfahren nehmen wir keine Stellung.» (abu)

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  • 3%Ich weiss es nicht.

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TS87 28.03.2018 21:50
    Highlight Kann nicht verstehen wie so eine Aktion von Untersander nicht bestraft wirt.

    Dieser Verband ist nur lächerlich
    59 6 Melden
    • mandioni 29.03.2018 06:55
      Highlight Sieht der Schiedsrichter diese Aktion kann er nur Restausschuss, sprich grosse Strafe, aussprechen.
      Gemäss Regelbuch Spieldauer oder Matchstrafe.
      Selbstverständlich gehören solche Aktionen nicht auf dem Eis. Da hier keine Verletzung ist eine Matchstrafe mit aut. Spielsperre zu hoch.
      1 13 Melden
    • chandler 29.03.2018 07:56
      Highlight Ich habe immer noch nicht verstanden wieso Sperren nur bei Verletzungen gerechtfertigt sein sollen. Es wird grundsätzlich ziemlich willkürlich gesperrt/ein Verfahren eröffnet, das kann meiner Meinung nach nicht so weiter gehen.
      11 0 Melden
    • Simon Probst 29.03.2018 08:59
      Highlight es soll leute geben, die sagen wegen dem *hust*-bonus ;)
      8 4 Melden
    • TS87 29.03.2018 16:18
      Highlight Ist den Kostner von Ambri verletz?
      Wenn nein wiso wirt Holenstein gespert?
      0 4 Melden
  • hockey_guru 28.03.2018 20:49
    Highlight Kloten scheint langsam aber sicher die Nerven zu verlieren.. ( Hollenstein, Trachsler..)
    Schlechtes Signal der Flughafenstädter....
    40 11 Melden
  • Lümmel 28.03.2018 19:56
    Highlight Der Eiercknacker von Ambühl gegen Senteler , ich glaube letzte Saison wars, gab weder eine Strafe noch eine Busse oder eine Sperre. Ich kanns heute noch nicht fassen.
    Mal schauen wie man diese Saison mit so einer Tätlichkeit umgeht.
    82 11 Melden
    • Troxi 28.03.2018 20:23
      Highlight Die einzige Aktion die Konsequenten hatte war doch Holdenaktions bei Schneeberger oder irre ich mich? Bezüglich Eierknacker sieht es diese Saison nicht besser aus, im Artikel ist die entsprechende Szene von Bern Zürich vorhanden.
      29 6 Melden
    • Scrj1945 28.03.2018 21:15
      Highlight Wie lange will man eiegntlich noch auf ambühl wegen dieser aktion rumhacken? Sie war falsch ja sie war unfair ja, aber sie war letzte saison und gut ist
      14 26 Melden
    • Lümmel 28.03.2018 21:50
      Highlight @Troxi: Das könnte sein. Gab das damals nicht irgendwie 7 Spielsperren für Holden?
      3 9 Melden
    • goldmandli 28.03.2018 22:03
      Highlight Konnte das nichtahnden der Ambühlaktion damals auch nicht glauben. Eine derart unsportliche und unfaire Aktion muss geahndet werden, vielleicht sogar mit einer sperre. Zaugg hatte die Aktion damals übrigens maximal als 2 Minuten beurteilt. Mal schauen, was er jetzt dazu sagt.
      14 5 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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