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Gleich prallen sie aufeinander: Takakeisho (links) fordert Tokushoryu. bild: nhk world

Aussenseiter Tokushoryu wird zum Leicester City des Sumo-Ringens



Mit ihm hatte vor dem Turnier niemand gerechnet: Underdog Tokushoryu gewinnt das grosse Neujahrsturnier der Sumo-Ringer in Tokio. Es war ein grandioser Erfolg, ähnlich dem Meistertitel von Leicester City in der Premier League 2016. Denn der Maegashira setzte sich durch, obwohl er an letzter Stelle gesetzt war. Den unerwarteten Triumph bewerkstelligte er mit einem finalen Sieg über Takakeisho, es war sein 14. in 15 Kämpfen.

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Der entscheidende Kampf. Video: YouTube/Tochi Sumo

Für den 1,81 m grossen und 188 Kilogramm schweren Tokushoryu ist der Erfolg der grösste seiner Karriere. Ein Moment, der den zarten Kern des harten Kolosses zum Vorschein bringt. Minutenlang lässt der 33-Jährige seinen Emotionen freien Lauf und weint Tränen des Glücks.

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Tokushoryu erhält einen Pokal, der der Sportart gerecht wird. Video: YouTube/Jason's All-Sumo channel

Dass Sumoringer derart Emotionen zeigen, kommt selten vor. «Vielleicht habe ich etwas gar viel geweint, aber im Moment fühlte ich einfach nur, wie der ganze Druck von mir abfiel», sagte der Champion zur Agentur Kyodo. «Ich schwebe gerade auf Wolke sieben.»

Die Siegerparade für den Champion.

«Ich war der am tiefsten gesetzte Teilnehmer, also hatte ich nichts zu verlieren. Ich gab alles, was ich hatte», verriet Tokushoryu sein Erfolgsrezept. Den Erfolg widmete er seinem Trainer, von dessen Tod er während des Turniers erfahren hatte. Für ihn zu siegen, habe ihn zusätzlich motiviert. (ram)

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