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An die Waffen: Der Bundesrat senkt das Mindestalter für Jungschützen

Eine junge Schuetzin beim Knabenschiessen auf dem Zuercher Albisguetli am Samstag, 13. September 2014, in Zuerich.(KEYSTONE/Ennio Leanza)

Jugendliche für den Schiesssport begeistern: Jungschützin beim Knabenschiessen. 
Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat senkt das Mindestalter für die Jungschützenkurse per 2016 auf 15 Jahre. Bislang musste mindestens 17 sein, wer zu den zum grössten Teil staatlich finanzierten Kursen zugelassen werden wollte.

Die Senkung war ein Anliegen der Schützenvereine und des Schweizerischen Schiesssportverbandes (SSV). Es gehe darum, das Interesse für sportliches Schiessen früh zu wecken, sagte VBS-Sprecher Renato Kalbermatten gegenüber dem Blick. Den Jungschützen werde Disziplin und Sicherheitsbewusstsein beigebracht.

Skepsis erntet das Vorgehen bei Sicherheitspolitikern: Laut der Zeitung hält etwa GLP-Nationalrat Beat Flach (AG) «nicht viel davon, die vormilitärische Ausbildung zu forcieren». SP-Nationalrätin Chantal Galladé (ZH) findet es gar «total daneben», dass «Jugendliche mit Steuergeldern am Sturmgewehr ausgebildet werden». Die Schützenvereine dagegen versprechen sich davon mehr Nachwuchs.

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    Alle Leser-Kommentare
  • sentir 24.11.2015 10:31
    Highlight Highlight Um Disziplin und Sicherheitsbewusstsein im Strassenverkehr zu fördern, wird neu die Fahrprüfung ab 16 Jahren eingeführt und vom Bund bezahlt. Nur so bekommen wir dann erfolgreichere Töff- und Autorennsportler.
    Und; nein, dahinter steckt nicht die Autolobby...
  • Hackphresse 24.11.2015 09:05
    Highlight Highlight Krieg ich dann den Verkehrskurs auch vom Staat bezahlt? Merzedes haben ja auch ein Visier 😉 das würde ich dann geltend machen.
    Echt jetzt STEUERFINANZIERTE Jungschützenkurse für halbwüchsige in (von Steuern sowieso befreiten) VEREINEN???
    Mir lupfts dä Deckel! Die sollen das gefälligst selber (also die ELTERN!!) bezahlen! Steuergeld soll wenn schon für CH-Kulturell aussterbende Freizeit-Vereine genutzt werden oder für Nützliche dinge wie Spitäler oder Imkereien genutzt werden.
    • Sponge Bob 24.11.2015 17:31
      Highlight Highlight Dann können Sie zufrieden sein: Die Schiessvereine sind seit weit mehr als hundert Jahren fester Bestandteil der Schweizer Kultur und gehören zu den vom Aussterben bedrohten Freizeitvereinen, nützlich sind sie auch: sie bieten soziale integration, Sportausbildung, Steigerung der Wehrkraft Helvetias, u. a. m.
    • Hackphresse 24.11.2015 18:42
      Highlight Highlight Sponge Bob
      Ich revidiere meine Meinungen nur zu gern. Aber nicht ohne das mich jemand mit Fakten konfrontiert und ich diese Studiert habe.
      Hier im Artikel gehts ja um Jungschützenkurse für Minderjährige. Von denen habe ich auch Werbung bekommen vor dem Militärischen Orientierungstag als ich Volljährig war.
      Entweder bieten Schützenvereine diese Dienstleistung gratis an um Werbung für sich zu machen oder verlangen etwas dafür wenns denen ums Geld verdienen geht.
      Aber von den Steuerzahlern bezahlt, das geht einfach nicht.
      Der Staat verteilt überall schon genug Geld wos nicht nötig ist.
  • koks 24.11.2015 08:54
    Highlight Highlight die schweizer rechtskonservativen wie die amerikaner, die glauben auch, dass es sicherer wird im land, wenn jeder inkl. kinder eine waffe mit sich herum trägt.
    • Sponge Bob 24.11.2015 17:27
      Highlight Highlight Wo gibt es mehr Überfälle von Dschihadisten, in den waffenliberalen U.S.A. oder in den waffenrestriktiven Staaten Westeuropas?
      Sieha da! Keine Dschihadisten-Todesschwadronen in den U.S.A. Liberale Waffengesetze sind unter dem Strich eben ein wirksamer Schutz vor Terror.
    • Hackphresse 24.11.2015 20:36
      Highlight Highlight Schlechter vergleich Sponge Bob.
      In den Waffenliberalen USA gibts fast jeden Monat eine Schulschiesserei oder sonst was mit mehreren Toten.
      Und solange sich Säuglinge erschiessen weil Eltern den leichten Umgang mit Waffen Pflegen und ihr Zeug überall rumliegen lassen bin ich froh über die Gesetze bei uns. Waffen gehören in dafür ausgebildete Hände und nicht in den Supermarkt wie in den USA.
    • Sponge Bob 24.11.2015 22:52
      Highlight Highlight @Hackfesse: Sie sagen es selber: Das Problem ist bei Missbrauch nicht die Waffe, oder das Recht eine zu haben.
  • Philboe 24.11.2015 08:37
    Highlight Highlight Ich bin ja sonst kein Freund von Frau Galladé aber in diesem Punkt hat Sie Recht. Staatlich subventionierte Schützenvereine welche zusätzlich noch vom Obligatorischen profitieren sind fast schon ein Witz. Wenn die Jugendlichen Disziplin und Sicherheitsbewusstsein lernen sollen dann von den Eltern aber sicher nicht von einem 60 Jährigen der nach Vier Bier noch ein Sturmgewehr bedienen will
    • Philboe 24.11.2015 09:35
      Highlight Highlight Schon klar frei erfunden. Man sieht es ja überhaupt nicht jeweils am obligatorischen oder feldschiessen. Ach ja Raron VS war dieses Jahr ja auch noch. Betreffend dem Sicherheitsbewusstsein wäre Ich mir nicht so sicher. Gut vielleicht sind es ja nur unsere lokalen Schützenvereine und an anderen Orten der Schweiz sieht es anders aus
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 24.11.2015 07:52
    Highlight Highlight Ouhja! Genau im richtigen Moment :-P
  • stefstef 24.11.2015 07:42
    Highlight Highlight Das ist inetwa das kontraproduktivste was man tun kann. In einer Zeit wie dieser, wo sinnlos Menschen erschossen werden in Kriegen und Terrorakten, die 15jährigen zu lehren eine Sturmgewehr zu benutzen. Sport hin oder her.
    • Sponge Bob 24.11.2015 15:10
      Highlight Highlight Im Gegenteil, es ist das Zweitbeste, was man zur Vorbeugung gegen Terrorismus tun kann. Man lerne von Israel und drücke jedem eine Maschinenpistole in die Hand, der sie tragen kann. Wenn auch nur jeder zwölfte im Bataclan eine Waffe auf sich getragen hätte, dann wäre die Zahl der Todesopfer um ein Vielfaches kleiner gewesen. Sich lammfromm zum Abschlachten hinstellen ist das Allerdümmste in diesen Zeiten, wo es hundertfach mehr Terroropfer als Amokopfer gibt. Aufrüsten ist angesagt! Ich habe meine Waffe schon, wann haben Sie endlich eine? Oder hoffen Sie sich als Konvertit retten zu können?
    • stefstef 24.11.2015 16:07
      Highlight Highlight Ich habe mich wohl verlesen. "Aufrüsten ist angesagt" - ist das ihr ernst? Wollen Sie auf Waffengewalt wirklich mit Waffengewalt antworten? Solches Gedankengut wird nur zu einem führen: Noch mehr Gewalt, noch mehr Hass und Ängste. Ich wünsche den Menschen, dass sie endlich aufwachen können. Eine friedliche Welt ist möglich.
    • Sponge Bob 24.11.2015 17:15
      Highlight Highlight @stefstef: Gewalt lässt sich nur mit Gewalt bekämpfen. Der Holocaust ist Beweis dafür. Es gibt Feinde, die zwingen einen zur Wahl: töten oder sterben. Im Bataclan hatten sie keine Wahl, weil sie unbewaffnet waren. Die Zeiten ungetrübten Friedens sind traurigerweise vorbei. Wir sind zum Kampf auf Leben und Tod herausgefordert. Der Staat kann uns nicht vor Terror schützen, weil seine Interventionen zu langsam sind. Also muss jeder den Staat schützen helfen: Waffentragpflicht für alle Rechtschaffenen! Dann kann der Staat, das sind wir alle, sofort zurückschlagen und die Opfer sind weniger.
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