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SFV-Präsident Peter Gilliéron zu Doppelbürger-Diskussion: «Man kann Liebe nie befehlen»

Alex Miescher, Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbandes, hat mit seinen Aussagen, dass die Schweiz künftig keine Doppelbürger mehr in der Nationalmannschaft will, für Chaos gesorgt. Verbands-Präsident Peter Gilléron entschuldigt sich nun für seine Aussagen. Im Interview erklärt er, wie der Verband wirklich zum Thema steht:

Etienne Wuillemin / Nordwestschweiz



Kannten Sie den Inhalt von Alex Mieschers Interview vor der Publikation?
Peter Gilliéron: Nachdem das Interview autorisiert worden ist, konnte ich noch kurz drüber lesen.

Haben Sie mit dem Gedanken gespielt, die Publikation zu verhindern?
Nein, das hätte auch nichts gebracht. Es wäre wohl auch sehr schwierig geworden. Hätte ich eingegriffen, wären die Folgen wohl auch nicht überall goutiert worden.

Hätten Sie die Publikation verhindert, wenn Sie früher Kenntnis gehabt hätten?
Auch wenn die Frage hypothetisch ist: Wahrscheinlich schon.

Etienne GILLIERON

Peter Gilléron entschuldigt sich für die Aussagen seines Verbandskollegen. Bild: LAURENT GILLIERON

Aus welchen Gründen?
Weil ich dachte, dass vieles von dem, was Alex Miescher sagte, falsch verstanden werden könnte. Aber auch, dass die Dimension des Interviews überhöht würde und die positiven Absichten unseres Generalsekretärs missgedeutet würden. Mit Verlaub: Das hat sich dann ja alles auch bewahrheitet.

Mieschers Aussagen sind unmissverständlich, wenn er sagt: „Mit Doppelnationalitäten schaffen wir Probleme.“ Welche Aspekte des Interviews wurden falsch verstanden?
Er hat viel Einordnendes und Weiterführendes auch noch gesagt. Es ist aber der allgemeine Eindruck entstanden, dass wir angeblich keine Doppelbürger wollen, wir diese nicht gern haben und nur noch Fussballer wollen, die ausschliesslich den Schweizer Pass haben. Das entspricht jedoch überhaupt nicht der Haltung des Verbandes.

Hat das Konsequenzen für Alex Miescher?
Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen die Analyse vornehmen, wie wir das nach einer Endrunde immer tun. Alex Mieschers Interview hat insofern Konsequenzen, als dass wir auch die Rollenverteilung in der Verbandsspitze noch etwas genauer überprüfen werden als vielleicht vor zwei Jahren nach der EURO in Frankreich.

Welche Reaktionen haben Sie auf Mieschers Vorstoss erhalten?
Die Spieler haben mit Ausnahme von Granit Xhaka, der ein Interview gab und sich dabei am Schluss gar versöhnlich zeigt, nicht gross reagiert.  Wir sind von verschiedenen Stellen auf unterschiedlichen Wegen proaktiv auf die Spieler zugegangen und haben ihnen mitgeteilt, dass es sich bei den publizierten Aussagen nicht um die Meinung des Verbandes handelte. Das wichtigste in dieser Situation ist, dass wir uns entschuldigen und die Aussagen bedauern, sollte ein falscher Eindruck entstanden sein.

Wie kann es sein, dass der Generalsekretär so unbedarft handelt? Was hat ihn dazu bewogen?
Ich habe natürlich mit ihm darüber gesprochen. Seine Absicht war gut und positiv. Er wollte sich abermals für die Doppelbürger in unserem A-Team einsetzen, die schnell in die Kritik geraten, wenn es dem Team nicht top läuft. Es ist einfach falsch rausgekommen. Es ist wie bei einem Spieler, der einen Fehlpass spielt. Alex Miescher wollte nicht Doppelbürger und Doppelbürgerinnen diskreditieren. Er wollte das Thema aufs Tappet bringen, damit man sich damit auseinandersetzt. Das hat nicht wunschgemäss funktioniert, dafür entschuldigen wir uns und bedauern die Aussagen.

Befürchten Sie einen Kollateralschaden nach den Äusserungen von Alex Miescher?
Ich glaube nicht, dass alles kaputt gegangen ist. Ja, manchmal braucht es wenig für einen Imageschaden. Man kann das Passierte nicht ungeschehen machen. Aber wir können sagen: Tut uns aufrichtig Leid, es war ein Fehler. Entschuldigt bitte. Die Integration und Förderung von allen Fussballern, egal woher sie kommen, ist für uns ein wichtiges Leitprinzip im Verband – und dazu stehen wir. Wir leisten auf vielen Stufen sehr gute Arbeit, darum sollte man jetzt auch nicht gleich alles schlechtreden.

Haben Sie mit Alex Miescher darüber geredet, ob es sinnvoll wäre, wenn er seinen Posten zur Verfügung stellen würde?
Nein, ich habe das Gespräch nie in diese Richtung geführt. Weil ich die Überzeugung hatte, dass er es gut gemeint, aber schlecht durchgeführt hatte. Einen Fussballer, der halt in Gottes Namen einen schönen öffnenden Pass spielen will, diesen aber ins Out setzt, den stellt man deswegen auch nicht gleich vom Platz. Ich habe mit ihm ernsthaft geredet und gespürt, wie sehr bedauert, was aus der guten Absicht geworden ist.

Dabei ist das Doppelbürgertum absolut vernachlässigbar. Seit etwa 20 Jahren betreibt der Verband eine professionelle Ausbildung. In diesen 20 Jahren haben sich mit Mladen Petric und Ivan Rakitic nur zwei Spieler für eine andere Nationalmannschaft entschieden, die für die Schweiz ein Gewinn gewesen wären.
Ich bin da weit gehend einverstanden. Nur werden wir immer wieder kritisiert, wenn sich ein Doppelbürger gegen die Schweiz entscheidet. Effektiv haben wir sehr wenige Spieler verloren, die für uns einen Verlust bedeuten. Was auch auf die gute Arbeit des Verbandes zurückzuführen ist.

Der Verband könnte in dieser Sache durchaus selbstbewusster auftreten.
Das tue ich durchaus. Ich trete sehr selbstbewusst auf, weil ich auch so fühle. Aber jetzt ist auch der Zeitpunkt, sich zu entschuldigen und zu sagen: Wir sind froh und stolz, dass so viele Doppelbürger für die Schweiz spielen wollen. Das ist das wichtigste.

Wie kommt man aus dieser Sache raus? Bereits im September trifft man sich wieder, begegnen die Spieler Alex Miescher.
Wir werden dieses nächste Zusammentreffen sicher vorbereiten. Das und die Rollenverteilung und die Zuständigkeiten werden wir schon bald gemeinsam besprechen.

Brüskiert dürfte sich auch Trainer Vladimir Petkovic fühlen, der sogar drei Pässe hat.
Ich weiss, dass sich der Trainer von dieser Diskussion nicht betroffen fühlt.

Was macht Sie da so sicher?
Das Doppelbürgertum ist ein latentes Thema. Die Diskussion ist nicht allein durch Alex Miescher angezettelt worden. Das weiss auch Vladimir Petkovic. Letztlich ist es immer positiv, wenn man Fragen stellt, diese offen diskutiert.

Wie würden Sie die Beziehung zwischen dem Nationalteam und der Bevölkerung beschreiben?
Das ist eine gute Frage. Sie beschäftigt mich sehr. Manchmal habe ich das Gefühl, das Verhältnis ist gespalten. Man freut sich nach Siegen, bisweilen fast zu euphorisch, stellt dann aber sofort Fragen, wenn es nicht wunschgemäss läuft. Trotzdem denke ich, die grosse Mehrheit unseres Landes steht hinter dieser Nationalmannschaft und unterstützt diese. In der lateinischen Schweiz ist diese Unterstützung noch etwas grösser.

Im vergangenen November gab es in der Barrage die Pfiffe gegen Haris Seferovic. Was haben diese in Ihnen ausgelöst?
Ich habe mich geärgert über die Pfiffe. Und mir natürlich Gedanken gemacht darüber. Klar ist: Es ist wichtig, dass die Leistung auf dem Platz stimmt. Ich bin schon zu lange im Fussball, um nicht zu wissen, dass alles besser geht, wenn der Erfolg da ist. Und dass man alles in Frage stellt, wenn der Erfolg ausbleibt. Im Fussball ist diese Abhängigkeit gross. Und hat einen direkten Einfluss auf das Verhältnis zwischen dem Team und dem Volk.

Die Aussagen über die Doppelbürger waren doch auch ein Eingeständnis, dass das Verhältnis nicht ganz unbelastet ist. Wir sehen darin einen Versuch, mehr Nähe und Identität zu schaffen. Das ging schief. Wie sieht der nächste Versuch aus?
Es ist kein Versuch mehr geplant oder angedacht. Aber wenn wir von den Pfiffen sprechen – sie betrafen ja nicht nur Haris Seferovic, sondern in der Vergangenheit auch Spieler, die keine doppelte Nationalität haben. Wir müssen das gründlich analysieren. Aber manchmal kann man dem Fan tatsächlich nicht vorschreiben, wie er denken muss. Das ist nicht so einfach. Liebe kann man nie befehlen.

Zurück zum Sport. Warum haben Sie Nationaltrainer Vladimir Petkovic unmittelbar nach dem WM-Aus eine Job-Garantie gegeben?
Wie definieren Sie eine Job-Garantie? Haben wir ihm einen Vertrag bis 2037 gegeben?

Switzerland head coach Vladimir Petkovic, right, and Switzerland's Stephan Lichtsteiner, left, at the end of the match during the group E match between Brazil and Switzerland at the 2018 soccer World Cup in the Rostov Arena in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Die Arbeit des Nationaltrainers Vladimir Petkovic wird vom Verband nicht in Frage gestellt. Bild: AP/AP

Nein, aber bis Ende 2019. Wir haben nicht gesagt: Unbeschränkt.
Egal, es ist trotzdem keine Job-Garantie. Wir haben den Vertrag im letzten August verlängert, weil wir von seiner Arbeit überzeugt sind. Und ich erinnere daran, dass es Länder gibt, die Nationaltrainer mit längeren Verträgen ausstatten. Und bei der WM früher ausgeschieden sind.

Wir sagen das wertfrei. Aber: Warum sagten Sie, der Trainer sei gar kein Thema bevor Sie überhaupt seine Analyse gehört haben?
Nein, Moment, wir haben es noch viel früher gemacht, im letzten August. Mit anderen Worten: Wir hätten auch an Petkovic festgehalten, wenn wir uns gar nicht für die WM qualifiziert hätten. Weil wir von seiner Arbeit überzeugt sind und wir eine Fortsetzung wünschen.

Alex Miescher hat angetönt, dass er im Vorfeld des WM-Achtelfinals das Gefühl hatte, es stimme etwas nicht im Team. Hatten Sie denselben Eindruck? Und wie kann das künftig verhindert werden?
Inwiefern das so war, kann ich nicht direkt und sauber beantworten. Aber auch das gehört in die gründliche Analyse.

2006 verlor die Schweiz den WM-Achtelfinal gegen die Ukraine, 2018 ist sie im Achtelfinal gegen Schweden gescheitert. Zweimal also gegen den schwächsten verbliebenen Gegner im Tableau. Man kann also sagen: Die Schweiz ist in 12 Jahren keinen Schritt weiter. Ist Ihnen das ein Dorn im Auge oder auch ein bisschen egal, weil es ja immerhin der Achtelfinal war.
Wenn man mir 2006 gesagt hätte: Die Schweiz kann Weltmeister werden, aber danach verschwindet sie von der Bildfläche. Oder aber: Die Schweiz kommt in den Achtelfinal und qualifiziert sich danach drei Mal in Serie für eine WM, zum Teil auch wieder mit Achtelfinal, dann hätte ich im langfristigen Interesse des Verbandes ganz klar gesagt, ich nehme die zweite Variante. Für uns ist Konstanz sehr wichtig.

Wenn wir 2006 Weltmeister geworden wären, wäre das wohl schon ziemlich in Vergessenheit geraten. Es ist also kein Stillstand, sondern etwas, das wir uns immer wieder erarbeiten müssen. Die WM-Qualifikation ist keine Selbstverständlichkeit. Und drei Achtelfinals an grossen Endrundenturnieren in Folge  sind eserst recht nicht.

Es gäbe ja auch die Möglichkeit für einen Ausreisser nach oben, ohne zuvor und danach von der Bildfläche zu verschwinden.
Selbstverständlich. Und klar: Auch der Präsident hätte sich über einen Viertelfinal-Einzug gefreut. Nur, es gibt auch ein paar andere Teams, die dasselbe wollen. Ich erinnere, alle der 32 Teams stellten Ansprüche und wollten weiterkommen. Ich weiss, man hat es schon oft gehört, aber ich wiederhole es trotzdem gerne: Ich war in Italien, nachdem sich unsere Nachbarn nicht qualifiziert hatten. Es war ein Gejammer.

Ich traf die Holländer, ich traf den Präsidenten des Deutschen Fussball Bundes, habe mit allen geredet. Ich weiss, es ist nicht gut, wenn man sich an den Niederlagen der anderen labt, das tue ich auch nicht, aber ich muss einfach sagen: Es können nicht alle Weltmeister werden. Nur einer. Und am Ende wird nur dieses Team alles richtig gemacht haben. (aargauerzeitung.ch)

Schweizer Fans vor dem WM-Achtelfinal gegen Schweden

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Video: srf/SDA

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

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58
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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wasps 14.07.2018 13:45
    Highlight Highlight Wie kann man die Aussagen von Miescher falsch verstehen? Er redete ja nicht Chinesisch. Oder ist er einfach nur ein Plauderi, den man eh nicht Ernst nehmen sollte? Ziemliches herumgeeiere des gutmütigen Herrn Präsidenten. Zeit zum Abtreten?
    5 0 Melden
  • winglet55 14.07.2018 09:55
    Highlight Highlight Lieber SFV; Liebe kann man nicht kaufen, das stimmt, leider aber ist Intelligenz auch nicht käuflich erwerbbar.
    10 2 Melden
  • rodolofo 14.07.2018 07:56
    Highlight Highlight Miescher wurde also "falsch verstanden"...
    Oh nein, wir haben ihn sehr wohl verstanden!
    Er hat uns gesagt, dass es dem SBV in erster Linie UM GELD geht!
    Weil ein "Doppelbürger" später ev. für die Nationalmannschaft seiner Zweite Heimat spielen könnte, soll er sich bereits vor seiner Fussballer-Ausbildung für die Nation entscheiden, welche ihm die Ausbildung mitfinanziert!
    - "Wer zahlt, befielt!"
    - "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"
    - "Der Kunde ist König!"
    lauten die Prinzipien der opportunistischen und Charakterschwachen "Richtigen Schweizer".
    Alle Andern folgen ihrem Herzen...
    21 4 Melden
  • *sharky* 14.07.2018 00:02
    Highlight Highlight Es gibt da einen gewissen Herrn Bernhard Heusler....
    und zu dieser Miescher Publikation hätte er bestimmt gesagt;
    Tja, wer weiss, vielleicht tut er sich irgend wenn einmal diesen Job an, wäre für den CH-Fussball ein absoluter Glücksfall.

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    5 3 Melden
  • MaskedGaijin 13.07.2018 21:16
    Highlight Highlight SFV 😂😀🙄
    10 2 Melden
  • Noblesse 13.07.2018 19:47
    Highlight Highlight Das ist nur peinlich. Ich stehe voll zu diesen kosovostämmigen Spieler. Ohne die wären wir nirgends. Und jetzt weiss ich auch, wie man den "Adler" macht. COOL! Weiter alles ausbilden. Ist einer top spielt er für Helvetia. Ist einer weniger gut für den Kosovo. Und alle haben was davon! FAMILIE XAKA BEWEIST ES! Wo ist das Problem? Bei den SFV-Rassisten vielleicht?
    49 29 Melden
    • rodolofo 14.07.2018 08:02
      Highlight Highlight Die "Rechtsnationalen" sehen erfolgreiche Entwicklungs-Zusammenarbeit nicht gern, weil solche Erfolge ihre Ideologie wirkungslos machen.
      Und diese Ideologie lautet folgendermassen:
      "Wir müssen Alles für uns behalten und Alles selber machen, weil wir die Allerbesten sind!"
      Unsere Fussball-Nationalmannschaft beweist das Gegenteil: Nur wenn wir offen sind und über die Landes-Grenzen hinaus mit anderen Menschen zusammenarbeiten, können wir auch als Nation erfolgreich sein und gedeihen!
      Mehr Staatliche Gelder in die Entwicklungszusammenarbeit!
      17 6 Melden
  • dho 13.07.2018 18:45
    Highlight Highlight Die Hauptakteure: Ein Schwätzer, der sich zu Dingen äussert, die ihn nichts angehen. Und ein Feigling, der vom Schwätzer in eine Ecke gedrängt wurde aus der sich nicht heraus traut, sich windet und windet ... ladiladila (siehe Interview mit Herrn Gillieron). Das Bühnenbild einer multikulturellen Welt, in der die Kids schon 20 Jahre WEITER sind. Der Schwätzer und der Feigling werden am Sonntagabend stolz darauf sein, dass eines der Kids (der Mann aus Möhlin) im Final stand (ausgebildet vom SFV). Titel des Theaters: DIE PENNER.
    20 17 Melden
  • Pius C. Bünzli 13.07.2018 18:22
    Highlight Highlight Ich weiss nicht ganz was Nationalstolz mit alles für seine Mannschaft geben zu tun haben sollte. Verstehe schon wieso dies für viele schwer zu Verstehen ist, die Meisten verstehen schon nicht wieso man auch als "Ur-Schweizer" die Nationalhymne aus Prinzip nicht mitsingen will..
    30 8 Melden
  • kuwi 13.07.2018 17:56
    Highlight Highlight Kommunikation ist eine Kunst, die nicht jeder beherrschen kann. Eigentlich schade, denn Miescher‘s Statement zur Doppeladler-Affäre hat mir persönlich gut gefallen. Dass ausgerechnet er nun einen solchen Blackout hat, wundert mich schon ein wenig.
    16 2 Melden
  • Nelson Muntz 13.07.2018 17:49
    Highlight Highlight Mal was anderes: gabs zur WM eigentlich ein 3. Trikot? Wenn ja, welche Farbe?
    9 12 Melden
  • Gsnosn. 13.07.2018 17:43
    Highlight Highlight Aus einer sichere Quelle, mit Bezug zur Nati in Russland, ist die Stimmung im Team schlecht.
    17 17 Melden
    • Gsnosn. 13.07.2018 17:45
      Highlight Highlight Es gibt kein Wir sondern nur Ich, viel Neid im Team und kein Bock auf die Spiele
      22 19 Melden
    • The greatest man who ever inhaled oxygen 13.07.2018 18:38
      Highlight Highlight Meinst du das ernst? Wenn das so ist erkläre es mal genauer, bin nämlich deinem Kommentar noch misstrauisch, könnte es mir aber durchaus vorstellen, gerade nach dem Serbien Spiel das manche Spieler sich fragten warum gewisse kaum Emotionen gezeigt haben gegen CRC und SWE.
      11 8 Melden
    • Nelson Muntz 13.07.2018 19:22
      Highlight Highlight Die Oma vom Coiffeur vom Bruder des Nachbarn kennt wohl eine Hotelangestellte in Togliatti...
      27 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beaudin 13.07.2018 17:35
    Highlight Highlight Die Doppelader Spieler sollten sich entschuldigen
    42 62 Melden
    • Fabio74 13.07.2018 20:11
      Highlight Highlight Wofür uund warum?
      20 22 Melden
    • Walser 13.07.2018 21:00
      Highlight Highlight Weil sie diese Situation für Ihre politische Propaganda missbraucht haben. Noch nicht begriffen? Kosovo hat nicht den Doppeladler im Wappen! Schon bemerkt?
      13 20 Melden
    • Fabio74 13.07.2018 21:46
      Highlight Highlight @walser und warum so gehässig?
      Als ob eine Entschuldigung irgendwas ändern würde!
      Die meisten sind längst zur Tagesordnung übergegangen. Lappalie abgehakt und Leben ihr Leben weiter
      Es sind die Rechtsnationalen die seit Wochen geifern, motzen, jammern und fordern.
      Nur Anerkennen als Schweizer tut ihr sie dann immer noch nicht
      18 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Göschene-Eirolo 13.07.2018 17:03
    Highlight Highlight Wenn Miesić (Miescher) seinen Arbeitsplatz räumt, dann kann er auch gleich seinen Busenfreund Bingić (Bingesser) "Blick"Sport-Chefredakteur Bingesser - mit in die Wüste nehmen. Denn der hat denselben Stuss wie Miescher rausgelassen.
    26 21 Melden
  • RacKu 13.07.2018 16:52
    Highlight Highlight Naja. In einer Demokratie sollte der Volkswillen gehört und wenn nicht verwerflich, befolgt werden. Ich habe den Eindruck (nicht empirisch belegt) dass der Wunsch besteht eine homogene Nati als representatives Abbild der Gesellschaft zu schaffen. Entsprechend sollte in der Start-11 nie mehr als 25% Spieler mit Migrationshintergrund stehen. ;-)
    20 77 Melden
    • swisskiss 13.07.2018 18:58
      Highlight Highlight RacKu: Zum Glück ist nicht der Volkswillen entscheidend, wer in der Nati aufläuft. Sonst müssten mindestens 3 Frauen, ein Rätromane, ein Veganer und ein Rollstuhlfahrer in der Startelf stehen.
      42 5 Melden
    • Fabio74 13.07.2018 20:12
      Highlight Highlight Wurde abgestimmt oder ist das der Wunsch von rechts aussen?
      13 8 Melden
    • Fulehung1950 13.07.2018 21:24
      Highlight Highlight Ich bin da nicht so sicher, ob die „Eidgenossen“ diese Abstimmung gewinnen würden. Ich bin fast sicher, dass die Schweizer begreifen, dass es im Sport um Erfolg geht und nicht um Politik.

      Wenn wir den Rechten folgen würden, hätten wir mit Andorra und Gibraltar wohl Mühe. Wollen wir das, wieder in die Zeit zurückkehren, wo ein 1-2 gegen Österreich ein „Acht7ngserfolg“ war, aber die Turniere bereits nach 3 Spieltagen der Quali abgehackt waren?

      Ich will das nicht! Ich will, dass die Besten, die für die Auswahl des SFV auflaufen können, das auch tun. Egal welchen Hintergrund sie haben.
      14 6 Melden
  • Hans Jürg 13.07.2018 16:40
    Highlight Highlight Keine Konsequenzen für MiesCHer?
    Schlecht.
    28 21 Melden
  • fczzsc 13.07.2018 16:22
    Highlight Highlight Fan Probleme jedes Wochenende; dieser eigenartige Entscheid, den Cupfinal nach Bern zu geben und jetzt das...
    Mit Verlaub, diese Herren beim Verband sind lupenreine Amateure.
    Wenn sie Eier hätten, sollten Gilliéron und Miesch rücktreten.
    Es ist aber zu befürchten, dass im gleichen Takt weitergewurstelt wird...
    23 13 Melden
  • Phipsli 13.07.2018 15:54
    Highlight Highlight
    Miescher ehemaliger Militärberufspilot ist ja nicht irgendein Staff-Mitglied vom SFV sondern Generalsekretär. Der SVF hat zum Leitsatz:
    "Für mehr und besseren Fussball! Für alle, in der ganzen Schweiz!" Miescher mache dem Schweizer Fussball einen gefallen und trete ab, umso früher umso besser.
    36 13 Melden
  • Alterssturheit 13.07.2018 15:48
    Highlight Highlight Einen Verbandsjob in Verbänden mit gewissem Prestige, vermutlich gutem Einkommen, der Aussicht auf schöne Reisen und das Kennenlernen von interessanten Menschen, etc. wird wohl keiner freiwillig aufgeben sondern versuchen, das Problem "auszusitzen".
    (oder er lässt sich mit einer ausgehandelten Abfindung "davonjagen").
    24 3 Melden
  • leu84 13.07.2018 15:45
    Highlight Highlight Auch wenn ein Doppelbürger den zweiten Pass abgibt, zählt er für manche immer noch als Doppelbürger. Andererseits kann man ein Teil seiner Wurzeln trotz Passabgabe nicht vergessen machen. Mindestens so lange bis die letzte Nonna verstorben ist. Auch ein Özil war wohl ohne türkischen Pass mehr Türke als man dachte.
    51 3 Melden
  • sherpa 13.07.2018 15:41
    Highlight Highlight Vergessen wir nicht, dass Ch.Blocher in einem Tele Blocher Interview zu diesem Thema. erwähnt hat, dass eingebürgerte keine eigentliche Schweizer seien. Blocher würde demzufolge mit seiner Meinung ganz gut in den Vorstand des SFV passen, da hätte er das für ihn so nötige Umfeld, welches er offenbar braucht.
    40 16 Melden
    • Scalina58 13.07.2018 16:29
      Highlight Highlight aber dann ist Chr. Blocher selber kein richtiger Schweizer!?! seine Vorfahren waren auch Deutsche aus BWB und wurden dann eingebürgert!

      wie nennt er sich heute? ein Eidgenosse !!! aber andere Eingebürgerte sind nicht mal richtige Schweizer??
      37 6 Melden
  • Lowend 13.07.2018 15:34
    Highlight Highlight Wenigstens steht am Sonntag mit Ivan Rakitić der erste in der Schweiz, genauer in Möhlin, geborene Spieler in einem WM-Final und dass sollte doch eigentlich auch mal Grund zur Freude sein!

    Der Grund für diesen Erfolg liegt aber eher bei den vielen Menschen, die auf Klubebene als Juniorentrainer u.ä. tätig sind, denn im Gegensatz zur Verbandsspitze bis hinauf zu den geldgierigen FIFA- und UEFA-Funktionären, leisten diese Klubs und Trainer täglich hervorragende und sehr oft unbezahlte Arbeit für den Fussballsport.
    55 16 Melden
    • w'ever 13.07.2018 16:15
      Highlight Highlight Frage:
      Rakitic ist zwar in der Schweiz geboren, aber spielt für Kroatien. so weit so gut.
      aber ist er doppelbürger? musste er seinen schweizer pass abgeben?
      9 25 Melden
    • ed lover dance 13.07.2018 16:30
      Highlight Highlight Oliver Neuville ist auch in der Schweiz geboren und stand 2002 im WM-Finale.
      36 2 Melden
    • Lowend 13.07.2018 17:06
      Highlight Highlight Stimmt schon ed lover dance. Oliver Neuville wuchs im Tessin auf, aber er liess sich nie einbürgern und besass daher nie eine Schweizer Staatsbürgerschaft, sondern eine Deutsche durch seinen Vater und einen Italienische durch seine Mutter.

      So viel einfach zur Genauigkeit und ein schönes Beispiel, wie durch Auslassung von Fakten auch Fake-News entstehen könnten. ;-)

      https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Neuville
      10 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • länzu 13.07.2018 15:13
    Highlight Highlight Herr Gilléron, erlösen Sie uns von sich und von Herrn Miescher. Zugunsten des Schweizer Fussballs. So Sesselfurzer braucht es höchstens bei der FIFA.
    52 17 Melden
  • Sloping 13.07.2018 15:10
    Highlight Highlight Der Verband hat sich an und nach der WM höchst unprofessionell verhalten: Die Brisanz des Serbien Spieles im Voraus völlig unterschätzt. Kein Briefing der Spieler, wo aber auch Petko versagt hat. Dann keine offene Kommunikation nach dem Doppeladler und ein Herunterspielen eben dieser Aktionen vor der Strafe der FIFA. Schliesslich die Beleidigung von Offiziellen im Stadion und als Höhepunkt noch Mieschers Alleingang zur Unzeit, als der Kessel nach dem schwachen Auftritt gegen die Schweden sowieso schon am Dampfen war. Ein House Cleaning ist da angesagt.
    198 20 Melden
  • grind 13.07.2018 15:06
    Highlight Highlight es kann nur eine konsequenz geben: RAUS!!!!
    54 21 Melden
  • You will not be able to use your remote control. 13.07.2018 15:04
    Highlight Highlight Bedauert dieser Miescher eigentlich, dass am Sonntag der erste Schweizer Fussballer einen WM Finale bestreitet?
    149 50 Melden
  • therealest 13.07.2018 15:03
    Highlight Highlight Ttzzz, würde aber langsam Zeit.....
    11 14 Melden
  • Fulehung1950 13.07.2018 15:00
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade, wie blöd man sein muss, um in der heutigen Zeit der Diskussionen um Migranten nicht ermessen zu können, welche Aussenwirkung erzielt wird.
    47 20 Melden
  • BigMic 13.07.2018 15:00
    Highlight Highlight Und wann fliegt er?
    43 22 Melden
  • tomdance 13.07.2018 14:58
    Highlight Highlight Wie lange hat es gedauert, bis der Verbandspräsident etwas zum Thema gesagt hat? Das spricht meines Erachtens eben auch Bände.
    63 8 Melden
    • Ketchum 13.07.2018 23:39
      Highlight Highlight Und was er sagt: Falsch verstanden worden, blabla ...
      3 0 Melden
    • Ketchum 13.07.2018 23:41
      Highlight Highlight "... und die positiven Absichten unseres Generalsekretärs missgedeutet würden. Mit Verlaub: Das hat sich dann ja alles auch bewahrheitet."

      So ein Käse!
      2 0 Melden
    • Ketchum 13.07.2018 23:43
      Highlight Highlight Aber Sportverbände funktionieren immer so. Männerklüngel, in denen man sich die schönen Reisli und guten Hotels gönnt
      3 1 Melden
  • Valon Behrami 13.07.2018 14:56
    Highlight Highlight Danke! Miescher, geh jetzt endlich.
    48 22 Melden
  • LeoAlvaro 13.07.2018 14:50
    Highlight Highlight Miescher sollte sich überlegen seinen Platz freiwillig zu räumen...
    204 70 Melden
    • Triumvir 13.07.2018 14:55
      Highlight Highlight Ich würde eher fordern, dass dieser Mann weg muss. Punkt.
      45 23 Melden
    • Therealmonti 13.07.2018 16:28
      Highlight Highlight Wenn Miescher nicht freiwillig geht, soll er gegangen werden. Und Gilliéron kann auch gleich seinen Hut nehmen.
      13 9 Melden

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