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Third place Swiss driver Sebastien Buemi, Nissan e.dams, competes during the race at the Bern E-Prix, the eleventh stage of the ABB FIA Formula E championship, in Bern Switzerland, Saturday, June 22, 2019. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Sébastien Buemi rast über den Berner Asphalt. Bild: KEYSTONE

Bern normalisiert sich nach dem Formel-E-Weekend wieder – jetzt beginnt die Aufarbeitung



Nach dem Formel-E-Rennen in Bern beginnt sich das Stadtleben allmählich zu normalisieren. Grosse Teile der temporären Infrastruktur sind mittlerweile abgebaut, die Mehrzahl der Verkehrsbeschränkungen ist aufgehoben.

Zu den Ausnahmen gehört die Bernmobil-Linie 12, die auch am Montag via Ostring geführt werden musste. Die besonders stark genutzte Linie 10 verkehrt seit Montagvormittag wieder nach Fahrplan, wie Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer auf Anfrage sagte.

Bis Anfang nächster Woche dürften praktisch alle Spuren des Autorennens aus dem Stadtbild verschwunden sein, sagte Stephan Oehen, Mediensprecher der Organisatoren. Was dann noch bleibe, seien Reifenspuren auf dem Asphalt als eine Erinnerung an das grosse Rennwochenende.

Das Gastspiel der Formel E sorgte in Bern für gemischte Reaktionen. Sie reichten von scharfer Ablehnung, wie sie sich etwa an einer Demo im Vorfeld des Rennens zeigte, bis zu Faszination und Freude am Renntag selber. Nach Angaben der Organisatoren soll der Swiss E-Prix rund 130'000 Interessierte angezogen haben.

Spectators watch the Bern E-Prix race, the eleventh stage of the ABB FIA Formula E championship, in Bern Switzerland, Saturday, June 22, 2019. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Event lockte über 100'000 Zuschauer an. Bild: KEYSTONE

Bericht nach den Sommerferien

Veranstalter und Stadt haben mittlerweile die Aufarbeitung des Weekends in Angriff genommen. «Der Evaluationsprozess hat begonnen», sagte Stephan Oehen im Namen der Organisatoren. Man sei im Austausch mit den Behörden und wolle der Berner Stadtregierung nach den Sommerferien einen Bericht vorlegen. Ob die Stadt diesen Bericht veröffentlichen werde, sei ihr überlassen.

Auch die Stadt Bern weist darauf hin, dass die Auswertung des Grossanlasses etwas Zeit brauche. Walter Langenegger, der Leiter des Informationsdienstes, liess auf Anfrage offen, wann der Gemeinderat ein öffentliches Fazit ziehen wird.

Für Unmut sorgten bei den Organisatoren Vandalenakte während der Velo-Demo vom Donnerstag und womöglich auch zu einem anderen Zeitpunkt. Logo-Bänder der Sponsoren wurden weggerissen, zudem sollen Fernseh- und Stromkabel durchschnitten worden sein.

Die Organisatoren beziffern den Sachschaden auf 400'000 Franken. Ob sie Anzeige erstatten werden, ist weiter unklar. Die Frage sei «Teil der gesamten Evaluation», sagte Oehen am Montag. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fiu 25.06.2019 15:03
    Highlight Highlight schon Lustig, in Zürich wiederholen Sie es nicht und jetzt auch bei euch. Warum wohl?
  • Geo1 24.06.2019 13:50
    Highlight Highlight Für mich als Anwohner haben die Veranstalter jeglichen Kredit verspielt. Sie hätten es mit einer besseren Kommunikation und Organisation in der Hand gehabt, die Einschränkungen für die Anrainer so gering wie möglich zu halten. War ihnen wohl nicht so wichtig. Politisch ist eine Wiederholung des Events in Bern nicht zuletzt deshalb wohl undenkbar. Traurig bin ich darüber nicht. Ich bezweifle, dass die Veranstalter für ein nächstes Mal dazulernen würden.
    • DerHans 24.06.2019 14:15
      Highlight Highlight Hat man ihnen schon ein Care Team geschickt? Sie müssen ja schwere seelische Schäden davon getragen haben! Wir haben es verstanden. Sie und noch ein paar tausend (wenn überhaupt) haben es nicht toll gefunden... Jedoch stehen ihnen 100‘000 Vorort und noch ein paar Tausend am TV entgegen die Freude daran hatten.
    • sheshe 24.06.2019 14:28
      Highlight Highlight @Geo, kannst du denn mal sagen, wo du genau wie beeinträchtigt warst? Gem. diverser Infos gab es einen Infoabend, Shuttlebusse etc. Man liest unterschiedliche Berichte von Anrainern, aber es gibt auch sehr positive Stimmen.

      Was hätte man denn wie besser machen sollen, konkret?
    • Geo1 24.06.2019 14:57
      Highlight Highlight @sheshe: Man hat sich nur nicht an die an der Infoveranstaltung kommunizierten Versprechen gehalten. Bei den „Shuttlebussen“ handelte es sich um einfache Golfkarts. Für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, nicht zu gebrauchen. Konkret hätte man sich etwa an die Abmachungen mit Bernmobil halten und den Zugang zum Quartier besser managen müssen, um nur zwei Beispiele zu nennen.
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