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Schwer gestürzter Marc Gisin wird mit der Rega in die Schweiz geflogen



Der in der Weltcup-Abfahrt im norditalienischen Val Gardena schwer gestürzte Marc Gisin ist am Samstagabend mit der Rega in die Schweiz geflogen worden. Sein Zustand ist nach Informationen der Verantwortlichen von Swiss-Ski stabil.

Über den Gesundheitszustand und mögliche Verletzungen des Engelbergers wurden keine Angaben gemacht. Mehr Klarheit wird das medizinische Bulletin bringen, das nach weiteren Untersuchungen für den Sonntagnachmittag angekündigt worden ist.

Gisins Zustand sei stabil, hatte die Gazzetta dello Sport am Nachmittag berichtet, nachdem der 30-Jährige länger bewusstlos war und für den Abtransport mit dem Helikopter intubiert werden musste. Später wollen die italienischen Journalisten gehört haben, dass sich Gisin einen Bruch im Becken zugezogen habe, sowie vier gebrochene Rippen und eine Kopfverletzung. Er müsse aber nicht operiert werden.

Der Horror-Sturz im Video

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Video: YouTube/Goals & Highlights

Swiss-Ski machte zur Art der Verletzung keine Angaben. Gisins Zustand sei so stabil, dass die Rega ihn noch heute Abend für weitere Untersuchungen in die Schweiz fliegen könne, liess der Verband verlauten. Eine genaue Diagnose erwarte man dann morgen Nachmittag.

Was vielen Skirennsport-Fans nach dem ersten Schock in Erinnerung kam: Gerade erst hatte Marc Gisin in einer von der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) veröffentlichten Kolumne beschrieben, wie sich das Stürzen anfühlt.

Gisins Kolumne, die von den aktuellen Ereignissen überschattet wird, ist online verfügbar. Er schreibt darin, dass Stürze im Skirennsport zum «Berufsrisiko» gehörten.

«Man lernt bei den ersten Ski-Versuchen als kleiner Knirps sehr schnell, damit umzugehen. Stürze sind sogar massgeblich dafür verantwortlich, dass ich gelernt habe, Ski zu fahren. Umfallen, aufstehen, daraus lernen, weiterfahren. Als Leistungssportler muss man immer und immer wieder an seine Grenzen gehen, um Fortschritte zu machen. Grenzen, die in unserem Fall teilweise auch durch Stürze aufgezeigt werden.»

quelle: nzz.ch

Der heutige Sturz erinnerte an jenen von Kitzbühel vor knapp vier Jahren, im Januar 2015 in Kitzbühel. Gisin war in jenem Super-G an der Hausbergkante gestürzt und hatte sich dabei ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. An den Folgen jener Verletzung hatte der Innerschweizer in den folgenden zwei Wintern – unter anderem wegen – zu leiden.

Der Engelberger hatte 2009 im Ski-Weltcup debütiert. In seinen ersten zwei Wintern flog er dreimal in die Auffangnetze am Pistenrand – in Lake Louise, Bormio und Gröden.

Mit dem Kopf aufgeschlagen

Bei der heutigen Abfahrt in Gröden hatte Gisin nach einem Verschneider das Gleichgewicht verloren und war abgehoben. Er wurde in die Luft geschleudert, prallte hart auf und blieb bewusstlos liegen.

Der Schweizer wurde sofort von Sanitätern versorgt, ein Rettungshubschrauber landete später neben dem Verunglückten auf der Saslong-Piste. Wenig später flog ihn der Hubschrauber ins Spital von Bozen.

(dsc)

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    Alle Leser-Kommentare
  • w'ever 15.12.2018 18:52
    Highlight Highlight in erster Linie mal gute Besserung.
    Kann mir jemand erklären, wieso die Abfahrer keine Helme tragen, die auch das Gesicht schützt?
    • Mia_san_mia 15.12.2018 20:24
      Highlight Highlight Brauchen sie nicht.
    • Lümmel 15.12.2018 21:14
      Highlight Highlight Warum so viele Blitze. Finde die frage berechtigt.
    • c_meier 15.12.2018 22:03
      Highlight Highlight in den 90ern trugen soweit ich mich erinnere einige so Motorradhelme mit Skibrille.
      ist wohl auch persönlich welchen Helm man nützen möchte.
  • Adam Gretener (1) 15.12.2018 18:45
    Highlight Highlight Habe meine Vater genau so verloren, vor meinen Augen intubiert und plötzlich war er weg. Hoffe Marc geht es bald wieder besser und er kann zu seiner Familie zurück.
  • marsel 15.12.2018 18:19
    Highlight Highlight Gute Besserung 😔
    Es ist eigentlich schon bedenklich, dass viele junge Menschen regelmässig schwer verunfallen im Skirennsport. Gleichwohl eine faszinierende Sportart - wohl auch wegen dem hohen Risiko, das die Athleten eingehen.
    • Echo der Zeit 15.12.2018 21:26
      Highlight Highlight Um das geht es - wer am schnellsten im Ziel ist. Das kommt davon - unweigerlich. Faszinieren schon - wurde aber Kritischer seit Ulrike Maier in eine Zeitmessvorrichtung geprallt ist.

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