Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Cup, Final

Basel – Sion 3:0 (0:0)

Basel's players celebrate with the trophy after winning the Swiss Cup final soccer match between FC Basel 1893 and FC Sion at the stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Thursday, May 25, 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Da ist das Ding! Nach dem Meistertitel holt der FC Basel auch den Cup. Bild: KEYSTONE

«Ein unbeschreibliches Gefühl, den Mythos FC Sion bezwungen zu haben»

Im 14. Final ging es schief: Der Cup-Mythos des FC Sion ist futsch! Die Walliser unterliegen dem FC Basel in Genf mit 0:3 und verlieren erstmals einen Cupfinal. Die Basler feiern nach dem Meistertitel auch den Cupsieg.



» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Beim 14. Final ging es schief. Der FC Sion unterliegt dem FC Basel in Genf 0:3 und verliert erstmals einen Cupfinal. Für den Schweizer Meister ist es der insgesamt zwölfte Cupsieg und der erste nach zuletzt drei verlorenen Finals.

Damit tritt der Basler Coach Urs Fischer als Doublegewinner ab. Dies war zuletzt dem Deutschen Heiko Vogel vor fünf Jahren gelungen. Fischer hat in seiner zweijährigen Zeit in Basel somit drei von vier möglichen Titeln geholt.

abspielen

Captain Delgado stemmt den Pokal in die Höhe. Video: streamable

Basel verdiente sich den Sieg in einer spielerisch schwachen und weitgehend emotionsarmen Partie vollauf. Der FCB war von Beginn weg dominant und geriet nach der 2:0-Führung in der letzten halben Stunde nicht mehr in Gefahr, den Vorteil aus der Hand zu geben.

Die Stimmen zum Basler Sieg:

Renato Steffen (FC Basel):

«Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, den Mythos FC Sion bezwungen zu haben. Dass wir den 14. Triumph der Walliser verhindern konnten, verdanken wir unserer konzentrierten Mannschaftsleistung. Ich habe Sion eigentlich stärker erwartet. Jetzt freue ich mich darauf, mit unseren Fans den Titel feiern zu können.»

Michael Lang (FC Basel):

 «Wir haben nach dem 2:0 nichts mehr anbrennen lassen. Aber ein 2:0 ist immer ein gefährliches Resultat, doch nach meinem Tor zum 3:0 war alles klar. Im Gegensatz zu von vor zwei Jahren waren wir heute von Beginn an hundertprozentig parat, auch wenn es in den letzten Spielen nicht einfach war, die Konzentration hochzuhalten.»

«Heute haben wir nicht gewonnen. Deshalb haben wir den Cup auch nicht verdient.»

Christian Constantin (FC Sion)

Das Wallis am Boden zerstört

Matias Delgado (FC Basel):

 «Dieser Cupsieg ist etwas ganz Spezielles für mich, weil es mein erster ist mit Basel. Und dies gegen einen Gegner, der eine so ruhmreiche Cup-Geschichte aufweist. Ich freue mich auch für Präsident Bernhard Heusler, dass er mit dem Gewinn des Doubles abtreten darf.»

Statt einem Walliser Aufbäumen gab es zwei Minuten vor dem Ende sogar noch eine Zugabe im Form einer Direktabnahme Michael Langs zum 3:0. Letztlich genügte dem FC Basel eine durchschnittliche Leistung, um den Cup-Mythos der im Final scheinbar unbezwingbaren Walliser zu beenden und sich für die gegen den FC Sion erlittenen Niederlagen aus den Jahren 1982 und 2015 zu revanchieren.

abspielen

Lang trifft kurz vor Schluss herrlich zum 3:0. Video: streamable

Sion zeigte sich im Vergleich zu den letzten schwachen Auftritten in der Meisterschaft nicht verbessert. Im gesamten Spiel kamen die Walliser zu keinem einzigen richtig gefährlichen Abschluss. Sie waren, was in einem Cupfinal niemand von ihnen erwartet hatte: von A bis Z ohne Chance.

Von Sion kommt 90 Minuten lang nichts

Vielleicht illustriert nichts besser den desolaten Nachmittag des FC Sion als die Entstehung der ersten beiden Basler Tore, welche die Partie bis zur 62. Minute entschieden. Beim 1:0 rutschte der Sittener Aussenverteidiger Pa Modou aus und ermöglichte Mohamed Elyounoussi den Konter, den letztlich Basels Captain Delgado nach einem Zuspiel von Seydou Doumbia erfolgreich abschloss.

abspielen

Unglücksrabe Pa Modou rutscht aus und Delgado bringt Basel kurz vor der Pause in Führung. Video: streamable

Vor dem zweiten Treffer konnte Sions Innenverteidiger Elsad Zverotic den Ball nicht kontrollieren, der Basler Traoré lenkte den Ball auf das Tor und erwischte Keeper Mitrjuschkin zwischen den Beinen.

abspielen

Traoré stochert den Ball zum 2:0 ins Netz. Video: streamable

Während der FC Basel über 90 Minuten ausspielte, was ihn über die ganze Saison auszeichnete, Solidität und Effizienz nämlich, kam Sion auch deshalb nicht auf Touren, weil die Pfeiler des letzten Cupsieges nicht in Form waren: Flügel Carlitos trat wegen einer Oberschenkelzerrung erst ein, als es schon 0:2 stand. Mittelstürmer Moussa Konaté musste vor der Pause lange gepflegt werden und kämpfte anschliessend handicapiert, und Veroljub Salatic verletzte sich nach der Pause am Kopf und schleppte sich in der letzten halben Stunde mit einem dicken Verband über die Runden.

Unterdessen in Sion ...

Das Telegramm

Basel - Sion 3:0 (0:0)
Stade de Genève, Genf. - 26'500 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 47. Delgado (Doumbia) 1:0. 62. Traoré (Steffen) 2:0. 89. Lang (Janko) 3:0.
Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Akanji, Traoré; Xhaka, Zuffi (93. Fransson); Elyounoussi, Delgado (80. Serey Die), Steffen; Doumbia (88. Janko).
Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Zverotic, Ziegler, Pa Modou (63. Carlitos); Karlen (70. Bia), Salatic, Constant; Akolo (79. Léo), Konaté, Adao.
Bemerkungen: Basel ohne Bua (verletzt), Sion ohne Mveng (verletzt). Verwarnungen: 37. Salatic. 44. Doumbia. 77. Lang. 79. Xhaka. 95. Lüchinger (alle Foul). (pre/sda)

Alle Schweizer Cupsieger seit 1990

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

Link zum Artikel

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

Link zum Artikel

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

Link zum Artikel

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

Link zum Artikel

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

Link zum Artikel

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

Link zum Artikel

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

Link zum Artikel

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

Link zum Artikel

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

Link zum Artikel

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

Link zum Artikel

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

Link zum Artikel

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

Link zum Artikel

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

Link zum Artikel

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

Link zum Artikel

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

Link zum Artikel

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

Link zum Artikel

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

Link zum Artikel

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

Link zum Artikel

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

Link zum Artikel

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

Link zum Artikel

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

Link zum Artikel

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

Link zum Artikel

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

Link zum Artikel

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

Link zum Artikel

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

Link zum Artikel

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

Link zum Artikel

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

Link zum Artikel

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

Link zum Artikel

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

Link zum Artikel

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

Link zum Artikel

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

Link zum Artikel

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Alle gegen Trump: Demokraten treten an zum ersten TV-Duell

Link zum Artikel

Wer in Europa am meisten Dreckstrom produziert – und wie die Schweiz dasteht

Link zum Artikel

25 Bilder von Sportstars, die Ferien machen

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Apps pimpst du dein Smartphone zum Büro für unterwegs

Link zum Artikel

Holland ist aus dem Häuschen, weil diesem Schwimmer gerade Historisches gelang

Link zum Artikel

Schneider-Ammanns Topbeamter gab vertrauliche Infos an Privatindustrie weiter

Link zum Artikel

Weshalb die Ära Erdogan jetzt schneller vorübergehen könnte, als du denkst

Link zum Artikel

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

17
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Apfelstrudel 25.05.2017 21:05
    Highlight Highlight Hab das Spiel nicht gesehen. Was haben die Baselfans da hinter dem Tor vom Wankdorf geschrieben?
  • sapperlord 25.05.2017 20:05
    Highlight Highlight Basel ist Cupsieger und keinen interessierts.

  • stayhome 25.05.2017 19:38
    Highlight Highlight Laaaaaaaangweilig...
  • The fine Laird 25.05.2017 19:09
    Highlight Highlight Hu-käärs!
  • c_meier 25.05.2017 18:16
    Highlight Highlight was ist das für ein Stadion-DJ... We are the Champions VOR der Pokalübergabe....
  • GhettoGünther 25.05.2017 17:48
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der die bisler fans nerven?
    • Asmodeus 25.05.2017 18:06
      Highlight Highlight Ziemlich ja.

      Mich nervt höchstens, dass die Fanfarben der Basler mittlerweile schwarz sind und nicht mehr rot/blau.

      Aber das hat nix mit dem Spiel zu tun. Da waren die Sion-Fans nerviger :)
    • heinigers 25.05.2017 18:28
      Highlight Highlight Bravo, sion fans..gute verlierer..nicht..fackeln aufs feld werfen..will niemand sehen..
  • Taggart 25.05.2017 17:42
    Highlight Highlight 2018 bitte weder Sion noch Basel im Cupfinal, dann gibt es ein richtig spannendes Mätchli.
    • Leon1 25.05.2017 17:56
      Highlight Highlight Google doch bitte das mit dem St.Galler Zuschauerschnitt nochmal. Tabellenplatz und Zuschauertreue korrelieren nur bedingt.
    • äti 25.05.2017 18:03
      Highlight Highlight @domsh, genau, mit Chind und Chegel und viel Spass. Null Security, zero Polizei. Eifach en schöne, tolle Match.
  • bibaboo 25.05.2017 17:02
    Highlight Highlight Ich prophezeie: Suchy wird die Basler in der 94. Minute - obwohl nur 3 min Nachspielzeit - nach einem ungerechtfertigten Freistoss aus einer Offsideposition zum Sieg köpfeln.
    • G.G. 25.05.2017 18:05
      Highlight Highlight Fake news.
  • Blitzableiter 25.05.2017 16:15
    Highlight Highlight "Genf, wir scheissen auf dich" aber sie alle nehmen den Weg nach Genf auf sich und besuchen den Final im Stade de Geneve. Totaler Fail. Zeigt wie beschränkt und blöd diese "Fans" sind.
  • leu84 25.05.2017 16:03
    Highlight Highlight War wohl nichts mit der Nationalhymne zum Cupfinal. Da hat der SFV als Veranstalter verschlafen
    • Cpt Halibut 26.05.2017 08:30
      Highlight Highlight Gott sei Dank
  • Calvin Whatison 25.05.2017 15:05
    Highlight Highlight Stimmung aufgeladen! Hoffen wir mal, dass das nicht eskaliert Warum kann so etwas nicht friedlich über die Bühne gehen.? Versteh's echt nicht.😔

Timm Klose: «Ferien waren ein Grund zum Weggehen, zum Saufen und zum Fressen»

Timm Klose tauscht Party in den Ferien gegen Sommertraining, verlängert trotz Verletzung beim Aufsteiger Norwich und verteilt Bussen an die Mitspieler mit Witz. Damit ist der Wechsel zum FC Basel für mindestens ein weiteres Jahr vertagt.

Warum trainieren Sie alleine in Basel und waren nicht mit der Nati in Portugal?Timm Klose: Ich leide seit Dezember an einer kleinen Blessur am Knie mit einer Faszienvernarbung. Das wurde so schmerzhaft, dass es keinen Sinn ergeben hätte, mit der Schweizer Nati zur Nations League zu fahren. Stattdessen mache ich in Basel Reha.

Wie sind Sie mit Trainer Vladimir Petkovic verblieben?Wir haben telefoniert. Ich habe ihm erklärt, dass ich wegen dem Knie wenig gespielt habe und wir haben zusammen …

Artikel lesen
Link zum Artikel