Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweizer Cup, Achtelfinal

Köniz – Luzern 1:2 n. P. (1:1, 0:0)
Zürich – St.Gallen 2:1 (1:0)

27.10.2016; Zuerich; FUSSBALL SCHWEIZER CUP - ZUERICH - ST.GALLEN;
Silvan Hefti (St.Gallen) Roberto Rodriguez (Zuerich) 
(Andy Mueller/freshfocus)

Mindestens auf Augenhöhe: der FC Zürich (Roberto Rodriguez, l.) gegen den FC St.Gallen (Silvan Hefti). Bild: freshfocus

Der FCZ verschärft die St.Galler Krise weiter – ist Zinnbauer gegen Thun noch Trainer?

St.Gallen fand auch im Cup nicht aus dem Tief. Der Letzte der Super League schied im Achtelfinal beim Challenge-League-Leader FC Zürich mit einem 1:2 aus. Luzern musste gegen Köniz im Penaltyschiessen zittern.



» Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen!

Dass von den St.Gallern in der aktuellen Verfassung kein Champagner-Fussball zu erwarten ist, davon konnte man ausgehen. Dass sie gegen einen Gegner aus der Challenge League eine Taktik spielen, die primär aufs Verhindern von Toren ausgerichtet ist, überraschte doch.

Albjan Ajeti, die Sturmspitze, stand auf verlorenem Posten, der FCSG blieb bis zum Anschlusstreffer in der 89. Minute ohne richtige Torchance. Als dieser kurz vor Ablauf der 90 Minuten ein Zuspiel des vorgepreschten Marco Aratore einschieben konnte, keimte trotzdem kurz noch etwas Hoffnung auf.

abspielen

Der späte St.Galler Treffer. Video: streamable

Das Team von Joe Zinnbauer war defensiv etwas stabiler als zuletzt, undurchlässig war es aber auch für einen Unterklassigen nicht. Einmal führte eine Lücke zum 0:1, in der Schlussphase ein herrlicher Schlenzer Antonio Marchesanos zum 0:2. Beim 1:0 hatte Dzengis Cavusevic nach einem Einwurf im Strafraum plötzlich Platz, der Slowene schoss an den Pfosten, Oliver Buff reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller.

abspielen

Der schöne Schlenzer von Marchesano. Video: streamable

In dieser Fassung, die an jene des FCZ im Vorjahr erinnert, sind vom FC St.Gallen keine Grosstaten zu erwarten, das erhoffte und benötigte Erfolgserlebnis blieb auch im Cup aus. Das 1:2 gegen den FCZ war die dritte Niederlage in Folge, der letzte Sieg, ein 2:1 gegen Thun, datiert vom 20. September. Und genau gegen diese Thuner geht es am Sonntag in der Super League.

«Da müssen drei Punkte her!», sagte Joe Zinnbauer im TV-Interview. Der Trainer zeigte sich nach der Cup-Niederlage enttäuscht, konnte aber dem Defensivverhalten seines Teams auch Positives abgewinnen: «Wir haben wenig zugelassen, aber vorne leider auch wenig zustande gebracht.»

27.10.2016; Zuerich; FUSSBALL SCHWEIZER CUP - ZUERICH - ST.GALLEN;
Trainer Uli Forte (Zuerich) Trainer Joe Zinnbauer (St.Gallen) 
(Andy Mueller/freshfocus)

FCZ-Trainer Uli Forte (l.) hatte mehr Freude am Spiel als Joe Zinnbauer. Bild: freshfocus

Der 46-jährige Deutsche kann sich glücklich schätzen, Dölf Früh zum Präsidenten zu haben. Doch irgendwann wird auch dessen Engelsgeduld aufgebraucht sein. Wer am Sonntag bei den Ostschweizern an der Seitenlinie stehen wird, werden wir noch sehen.

Luzern schlägt Köniz

Der FC Luzern zittert sich nach einem 1:1 nach 120 Minuten mit einem 5:4 im Penaltyschiessen bei Promotion-League-Klub Köniz in den Cup-Viertelfinal. Der FC Luzern hatte in Köniz eigentlich alles im Griff. Kurz nach der Pause brachte Markus Neumayr, der torgefährlichste Mann auf dem Platz, die Zentralschweizer beim Promotion-League-Vertreter verdient in Führung.

27.10.2016; Koeniz; Fussball Helvetia Schweizer Cup - FC Koeniz - FC Luzern: Luzerner jubeln nach dem Penaltyschiessen. (Christian Pfander/freshfocus)

Die Erleichterung bei den Luzernern mit Torschütze Neumayr (3. v. r.) direkt nach dem Penaltyschiessen. Bild: Christian Pfander/freshfocus

Danach ging das Team von Trainer Markus Babbel, das in der Super League in eine veritable Krise geraten ist, aber äusserst fahrlässig mit seinen Torchancen um. Vier Minuten vor Schluss wurde Luzern prompt bestraft. Mylord Kasai, ein Spieler aus der Juniorenbewegung von Xamax, gelang der Ausgleich für Köniz. Die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Nach neun erfolgreichen Schützen versagten bei Osmani die Nerven. Der Könizer schoss den zehnten und letzten Elfmeter über das Tor.

(sda/drd)

Die Telegramme

Zürich – St.Gallen 2:1 (1:0)
7629 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 18. Buff (Cavusevic) 1:0. 82. Marchesano (Schönbächler) 2:0. 89. Ajeti (Aratore) 2:1.
Zürich: Vanins; Brunner (46. Stettler), Alesevic, Kecojevic, Voser; Sarr, Kukeli; Winter (79. Schönbächler), Buff (60. Marchesano), Rodriguez; Cavusevic.
St.Gallen: Stojanovic; Hefti, Haggui, Gelmi, Schulz (79. Bunjaku); Wiss (67. Gaudino); Aratore, Toko, Aleksic, Wittwer (70. Tafer); Ajeti.
Bemerkungen: Zürich ohne Nef (gesperrt), Bangura, Brecher, Sadiku, Yapi (verletzt), Favre und Kleiber (nicht im Aufgebot). St.Gallen ohne Chabbi, Cueto, Gouaida, Herzog, Lang und Leitgeb (nicht im Aufgebot). 18. Pfostenschuss Cavusevic (Buff verwertet den Abpraller). Verwarnungen: 19. Wiss (Foul). 24. Buff (Foul). 87. Cavusevic (Unsportlichkeit).

Köniz – Luzern 1:1 n. V. (1:1, 0:0)
Luzern 5:4-Sieger im Penaltyschiessen
1500 Zuschauer. - SR Pache.
Tore: 52. Neumayr (Hyka) 0:1. 86. Kasai 1:1.
Penaltyschiessen: Kryeziu 0:1. Schubert 1:1. Marco Schneuwly 1:2. Miani 2:2. Grether 2:3. Herensperger 3:3. Neumayr 3:4. Henzi 4:4. Christian Schneuwly 4:5. Osmani 4:5 (über das Tor). Luzern: Omlin; Grether, Costa (74. Knezevic), Affolter, Lustenberger; Rodriguez (78. Christian Schneuwly), Kryeziu, Neumayr, Hyka; Marco Schneuwly, Itten (98. Thiesson).
Bemerkung: 112. Pfostenschuss von Hyka. (sda)

David gegen Goliath: Die grössten Cup-Sensationen

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 28.10.2016 08:13
    Highlight Highlight Die Ostschweiz weint 😭
  • bobi 28.10.2016 06:48
    Highlight Highlight Gegen Thun schon. Danach aber nicht mehr 😋 Hopp Thun
  • JonSerious 28.10.2016 00:03
    Highlight Highlight ..habe das Spiel zwar nicht gesehen, aber ich glaube, der FCZ spielt einfach in einer anderen Liga..

    🤓 😜
    • Androider 28.10.2016 06:50
      Highlight Highlight Witze über den FCZ finde ich etwas 2.-klassig 🤔😉

Der Schweizer Fussball ist zurück! Diese 7 Dinge sind uns besonders aufgefallen

Seit Freitag laufen nach fast vier Monaten Corona-Pause Super League und Challenge League wieder. Wir haben aus den ersten Spielen des Restarts einige Erkenntnisse gezogen.

Und plötzlich ist der Dreikampf nur noch ein Zweikampf. Während St.Gallen (sehr souverän) und YB (mit Ach und Krach) zum Restart der Super-League-Saison Siege feierten, gab es für den FC Basel eine bittere Niederlage in Luzern. Das Team von Marcel Koller liegt nun bereits acht Punkte hinter dem Spitzenduo.

Zwar sind noch satte zwölf Runden zu spielen, in denen viel passieren kann. Doch die jüngsten Leistungen der Basler dürften den Fans kaum Hoffnung machen, dass es noch für einen …

Artikel lesen
Link zum Artikel