Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04960928 (FILE) A file picture dated 04 October 2013 of FIFA President Joseph Blatter following a FIFA Executive Committee meeting in Zurich, Switzerland. Major FIFA sponsors McDonald's and Coca-Cola on 02 October 2015 called for Joseph Blatter to resign as president of the scandal-hit world football governing body with immediate effect. The call comes after Swiss authorities announced a criminal investigation into the 79-year-old Blatter who has led FIFA since first being elected in 1998.  EPA/ENNIO LEANZA *** Local Caption *** 51960643

Joseph Blatter klärt auf: Die WM 2022 hätte eigentlich in der USA stattfinden sollen, doch dann kam Sarkozy. 
Bild: ENNIO LEANZA/EPA/KEYSTONE

Blatter haut Sarkozy in die Pfanne: Der frühere Präsident Frankreichs soll die WM in Katar arrangiert haben

Der gesperrte FIFA-Präsident Joseph Blatter räumt in einem Mediengespräch ein, dass die Vergabe von Fussball-Weltmeisterschaften schon immer offen für geheime Absprachen und betrügerische Deals war.



«Wenn Sie nur wenige Leute in einem Wahlgremium haben, können Sie das gar nicht verhindern. Das ist unmöglich», sagte Blatter der «Financial Times». Als Beispiel dafür nannte er in dem Gespräch weitere Details zu der hochumstrittenen Vergabe der WM 2022 an das Golfemirat Katar. Er bestätigte noch einmal, dass die WM-Endrunde 2022 eigentlich in den USA stattfinden sollte. «Hinter den Kulissen war alles klar. Es war diplomatisch bereits ausgemacht, dorthin zu gehen», so der 79-Jährige.

Nach einem Treffen des Kronprinzen von Katar mit dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy sowie UEFA-Chef Michel Platini wurde diese Absprache jedoch noch einmal gekippt - «aufgrund der Intervention von Mr. Sarkozy», wie Blatter nun erstmals im Detail behauptet.

FILE - In this Friday, May 29, 2015 file photo, FIFA president Sepp Blatter after his election as President, left, is greeted by UEFA President Michel Platini, right, at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland.   Taking a dictatorial approach to his role as FIFA president, Sepp Blatter lashed out at the ethics committee for being “against me” and criticized his 90-day ban as being “total nonsense.”  Blatter, who was suspended along with Michel Platini, made the comments during a wide-ranging and stinging interview published Wednesday Oct. 28, 2015 by Russian state news agency Tass.  (Patrick B. Kraemer/Keystone via AP, File)

Platini agierte im Sinne von Sarkozy. 
Bild: AP/KEYSTONE

«Eine Woche vor der Wahl bekam ich einen Telefonanruf von Platini, und er sagte mir: 'Ich bin nicht mehr länger auf deiner Seite, weil mein Staatschef mir gesagt hat, wir sollten die Interessen Frankreichs berücksichtigen'», erzählte Blatter. «Ausserdem sagte er (Platini) mir, dass das nicht nur eine Stimme betrifft, sondern dass er eine ganze Gruppe von Stimmen hat».

Bei der Abstimmung im Dezember 2010 setzte sich Katar am Ende mit 14:8 Stimmen im FIFA-Exekutivkomitee gegen die USA durch. (si/dpa/cma)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

Die ganze Welt ist entsetzt! Katar und Russland kriegen den Zuschlag für die Fussball-WM

03. Dezember 2010: Die Empörung am Tag nach der WM-Vergabe an Russland und Katar ist gross. Aus allen Rohren schiessen die Medien gegen Sepp Blatter und seine FIFA. Besonders harsch ist die Kritik in England.

Am Freitagmorgen des 3. Dezember 2010 gibt es in England nur ein Thema: die FIFA und Sepp Blatter. Selten wehte einem Schweizer auf der britischen Insel so viel Hass entgegen wie an jenem Dezembertag. Keine Zeitung, kein Pubgespräch, in dem der FIFA-Boss und seine Organisation unbescholten davonkommen. 

Rückblende: Zürich, Donnerstagabend, 2. Dezember 2010, kurz nach 17 Uhr: Die englische Delegation rund um Prinz William, David Cameron und David Beckham traut ihren Augen nicht. Vor …

Artikel lesen
Link to Article