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epa06285840 Lazio Chairman Claudio Lotito puts a flower wreath at the synagogue in Rome, Italy, 24 October 2017. Lazio Chairman Claudio Lotito led a delegation including players Wallace and Felipe Anderson to lay flowers at Rome's synagogue after some of the club's ultra fans used Anne Frank's image to insult followers of city rivals AS Roma.  EPA/CLAUDIO PERI

Lazio-Boss Claudio Lotito legt heute Blumen bei einer Synagoge in Rom nieder. Bild: EPA/ANSA

Wieso in Italiens Fussballstadien aus dem Tagebuch der Anne Frank vorgelesen wird

Am Sonntag haben Anhänger von Lazio Rom im Olympiastadion anti-semitische Aufkleber hinterlassen. Als Reaktion darauf wird es in allen Ligen Italiens eine Schweigeminute geben mit der Lesung einer Passage aus dem Tagebuch von Anne Frank.



Mit der Schweigeminute soll das jüngste Vorkommnis von Antisemitismus verurteilt und weiter an den Holocaust erinnert werden, heisst es in einer Mitteilung des italienischen Fussballverbands. Das Tagebuch der in einem Konzentrationslager der Nazis umgebrachten, 15-jährigen Jüdin Anne Frank ist eines der wichtigsten Werke der Holocaust-Literatur.

FILE - In this Nov. 29, 1998 file photo, Lazio fans display banners from the stands reading

Lazio-Anhänger sorgen schon seit Jahren mit rechtsradikalen Parolen für Aufsehen: «Auschwitz ist eure Heimat, die Öfen sind eure Häuser», richteten sie einst den Rivalen der AS Roma aus. Bild: AP

Die im Olympiastadion aufgefundenen Aufkleber zeigen Anne Frank im Trikot des verhassten Rivalen AS Roma. Ausserdem wurden von Lazio-Fans antisemitische Slogans hinterlassen. Die Anhänger des Klubs waren schon in der Vergangenheit öfters mit rassistischen Parolen negativ ausgefallen.

Lazios Präsident Claudio Lotito kündigte an, dass er Fahrten ins Konzentrationslager nach Auschwitz organisieren wolle. So will er vor allem die jüngeren Fans des Klubs daran erinnern, das Geschehene nicht zu vergessen. (ram/sda/apa)

Mit Liebe und Humor gegen Nazi-Schmierereien

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Video: srf

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Typisch italienisch startet die Serie A mit fünf 0:0 in die Saison

16. September 1979: Was für ein lascher Auftakt in die neue Spielzeit! In der Serie A mischen die Abwehrreihen vorzüglichen Beton an. In acht Spielen gibt es nur einen Sieger und insgesamt fallen bloss sechs Tore.

Italiens Fussball hat seit Jahrzehnten einen Imageschaden. Spätestens seit Helenio Herrera mit Inter Mailand in den 60er-Jahren den Catenaccio perfektioniert hat, gilt in unserem südlichen Nachbarland die Devise: Hinten muss die Null stehen.

Zwar hat sich dies in der Zwischenzeit geändert; heute fallen in der Serie A im Durchschnitt etwa gleich viele Tore wie in England und Spanien. Doch im Herbst 1979 ist man von den 2,68 Toren pro Spiel in der Saison 2017/18 noch weit entfernt. In der 1. Runde …

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