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Sport-News

Wenn Tour de France, dann nur mit Zuschauern +++ Olympia 2021 ohne Biles?

Die wichtigsten Kurznews aus der weiten Welt des Sports.



Wenn Tour de France, dann nur mit Zuschauern

Ob die Tour de France stattfinden kann, steht in den Sternen. Klar ist aber, dass sie nicht ohne Zuschauer durchgeführt wird. Tour-Chef Christian Prudhomme erteilte entsprechenden Gedankenspielen, die jüngst Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu aufgeworfen hatte, eine Absage. In der Diskussion sei vielmehr eine Verschiebung des Rennens.

Noch wird aber am Starttermin 27. Juni in Nizza festgehalten. Der Veranstalter ASO hat sich als Deadline für den Entscheid den 15. Mai gesetzt. (ram/sda/dpa)

Olympia-Teilnahme von Biles nach Verschiebung nicht sicher

Turnstar Simone Biles lässt eine Teilnahme bei den um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen in Tokio offen. «Mental wird es herausfordernd, sich ein weiteres Jahr durchzukämpfen», sagte die 23-jährige Amerikanerin der Nachrichtenagentur AP. Den Fuss vom Gas zu nehmen und neu zu starten sei schwer, weil «ich dabei war, den Tank zu leeren. Nun müssen wir Wege finden, ihn wieder zu füllen». Biles ist vierfache Olympiasiegerin und 19-fache Weltmeisterin. (ram/sda/dpa)

Simone Biles smiles after getting her gold medal at the gymnastics U.S. Championships, Saturday, Aug. 23, 2014, in Pittsburgh. Biles captured her second straight national title on Saturday night. (AP Photo/Keith Srakocic)

Bild: AP

Bayern München büsst Boateng

Bayern München hat Jérôme Boateng gebüsst. Der Verein bestrafte den Verteidiger, weil er sich trotz der geltenden Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte.

Boateng soll am Dienstag ohne Genehmigung seines Arbeitgebers München verlassen haben. Über die Höhe der Busse ist nichts bekannt. Das Geld soll Spitälern in München zugute kommen. (dab/sda)

Bayern's Jerome Boateng jumps for a header next to Augsburg's Florian Niederlechner during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern Munich and FC Augsburg in Munich, Germany, Sunday, March 8, 2020. (AP Photo/Matthias Schrader)

Bild: AP

Wimbledon fällt 2020 aus

Das Coronavirus sorgt für die Absage eines weiteren Sport-Grossanlasses. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon kann wegen der Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Verschiebung wurde im Kreis der Organisatoren zwar ins Auge gefasst, konnte aber als Option nicht umgesetzt werden. Wegen der Verlegung der Olympischen Sommerspiele ins kommende Jahr wäre ein neuer Termin im August möglich gewesen. Demgegenüber stand aber auch die Frage im Raum, ob die Corona-Pandemie zu jenem Zeitpunkt einen normalen Betrieb zugelassen hätte.

Weiter nach hinten hätte das Turnier nicht verschoben werden können, da die Rasenplätze bei tieferen Temperaturen und mehr Schatten schnell rutschig werden. Zudem werden die Tage dannzumal kürzer, was auch die zur Verfügung stehende Zeit fürs Spielen beeinflussen würde. Mit Ausnahme der beiden grössten Plätze mit schliessbaren Dächern verfügen die Courts in Wimbledon über kein Flutlicht. Das seit 1877 ausgetragene Turnier konnte zuvor einzig während der zwei Weltkriege nicht stattfinden. (ram/sda)

Keine Fussball-Länderspiele im Juni

Die UEFA hat nach einer Videokonferenz mit seinen 55 Mitgliedern keinen neuen Zeitplan für seine Wettbewerbe vorgegeben. Das Exekutivkomitee entschied aber, dass im Juni weder Länderspiele noch die Playoff-Partien für die EM 2020 stattfinden sollen.

Die Spiele der Champions League und der Europa League bleiben wie bis anhin auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Achtelfinal ist mit dem FC Basel noch ein Schweizer Klub vertreten. Gemäss einem ZDF-Bericht wurde bei der Videokonferenz auch über die Möglichkeit diskutiert, den Europacup bis mindestens im Juli pausieren zu lassen. Damit hätten die nationalen Ligen mehr Zeit, ihre Meisterschaften zu beenden. (ram/sda/dpa)

Weissrussische Fans rufen zum Boykott auf

Fangruppen zweier weissrussischer Fussballvereine haben ihre Anhänger dazu aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie nicht mehr zu den Spielen zu gehen. Die Fans des Klubs Njoman Hrodna schrieben auf Instagram: «Uns fällt der Entscheid sichtlich schwer, das Team nicht weiter unterstützen zu können. Aber die Gesundheit der Menschen ist das Wichtigste.»

Ähnlich äusserte sich die Fangruppe von Schachzjor Salihorsk. Die Spiele sollten erst dann wieder besucht werden, wenn es die epidemiologische Situation zulasse. An die Anhänger auch anderer Sportarten appellierte sie: «Gehen Sie nicht ins Stadion, und setzen Sie sich keinem übermässigen Risiko aus. Überlegen Sie, ob Ihr freier Tag die Gesundheit Ihrer Kinder und Eltern dies wert ist.» Trotz breiter Kritik aus dem Ausland laufen die Fussballspiele der nationalen Meisterschaft weiter. Auch in anderen Sportarten gibt es Wettkämpfe. Präsident Alexander Lukaschenko hat die Gefahr einer Ansteckung bisher stets heruntergespielt. (ram/sda)

Andrea Iannone für 18 Monate gesperrt

Der in der MotoGP fahrende Andrea Iannone ist wegen Dopings für 18 Monate gesperrt worden. Der Italiener war im November 2019 bei einem Test im Zuge des vorletzten WM-Rennens, dem Grand Prix von Malaysia, positiv auf das anabole Steroid Drostanolon getestet worden. Seine noch nichts rechtskräftige Sperre läuft bis zum 16. Juni 2021.

Das im WADA-Regulativ aufgeführte Strafmass für ein Erstvergehen mit Anabolika sieht eine Sperre von vier Jahren vor. Das abgeschwächte Urteil der Disziplinarkommission des Internationalen Motorrad-Verbandes steht wohl im Zusammenhang mit Iannones Begründung für sein Fehlverhalten. Der Italiener führt den positiven Befund auf den Verzehr von kontaminiertem Fleisch zurück. Er hat angekündigt, das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten. (ram/sda)

FILE -- In this Oct. 27, 2017 file photo Italy's MotoGP rider Andrea Iannone steers his Suzuki during the first practice session of the Malaysia MotoGP at the Sepang International circuit in Sepang, Malaysia. Iannone was provisionally suspended after testing positive for a steroid, the International Motorcycling Federation announced on Tuesday, Dec. 17, 2019, after a failed test came from a urine sample collected at the Malaysian Grand Prix on Nov. 3. (AP Photo/Vincent Thian)
Andrea Iannone

Bild: AP

Force India wird zu Aston Martin

Der Formel-1-Rennstall Racing Point firmiert in der nächsten Saison wie erwartet unter einem neuen Namen. Die Equipe geht dannzumal als Werkteam des Automobil-Herstellers Aston Martin an den Start.

Treibende Kraft hinter den Umstellungen ist der kanadische Unternehmer Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance derzeit Stammfahrer bei Racing Point ist. «Wir sehen die Formel 1 als eine zentrale Säule der globalen Marketingstrategie», sagte Geschäftsmann Stroll. Er hatte zuvor eine erhebliche Summe in den Aston-Martin-Konzern gepumpt. (abu/sda)

Pit crew work on the car of Racing Point driver Sergio Perez of Mexico during the Formula One pre-season testing session at the Barcelona Catalunya racetrack in Montmelo, outside Barcelona, Spain, Friday, Feb. 28, 2020. (AP Photo/Joan Monfort)

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Wiederaufnahme in Spanien im Juli mit Geisterspielen?

Der TV-Rechteinhaber von Spaniens La Liga rechnet mit einem Neustart der Meisterschaft im Juli und ausschliesslich mit Geisterspielen. La Liga ist wegen der Corona-Krise seit dem 10. März unterbrochen, elf Runden sind noch ausstehend. «Ich glaube nicht, dass es allzu schwierig ist, elf Partien in zwei Monaten zu absolvieren», sagte Jaume Roures, Geschäftsführer der Mediengruppe Mediapro.

Allerdings steht dieser Plan auf wackligen Beinen, wie Roures zugab. «Wenn ein Spieler zum Beispiel am 20. Juli positiv getestet wird, können wir das Handtuch werfen und uns von dieser Saison verabschieden. Wir müssen alles dafür tun, um so etwas zu vermeiden, aber wenn es passiert, ist die Party vorbei.» Ein Saisonabbruch würde laut Roures einen Verlust von 700 Millionen Euro zur Folge haben. (abu/sda)

epa08276085 Real Madrid's Marcelo (L), jokes with Luka Modric (2L), Casemiro (2R) and Mendy (R) during the training of the team held at Valdebebas Sports Complex in Madrid, Spain, 07 March 2020. Real Madrid will face Real Betis on their Spanish LaLiga soccer match on 08 March 2020.  EPA/JAVIER LIZON

Bild: EPA

DAZN stoppte Zahlungen an Sport-Ligen

Der Streaming-Anbieter DAZN hat angeblich den diversen Sport-Ligen in seinem Portfolio mitgeteilt, für abgesagte oder verschobene Events nicht zu bezahlen. Das berichtete das «Sports Business Journal». DAZN wolle kein Geld mehr überweisen, weil aufgrund der Corona-Krise im Moment keine Klarheit darüber bestehe, wann die betreffenden Wettbewerbe fortgesetzt werden könnten.

In den vergangenen Tagen tauchten bereits Berichte auf, wonach der Streaming-Dienst viele Abonnenten verloren habe. DAZN zeigt in der Schweiz unter anderem Spaniens La Liga oder die deutsche Bundesliga sowie ausserhalb des Fussballs unter anderem die nordamerikanische Profiligen NBA, NFL und MLB. (abu/sda/apa/reu)

epa07405818 Italian Veronica DiQuattro, the DAZN Executive Vice President for Southern and Eastern Europe, poses for an interview with Spanish news agency EFE on the occasion of her visit to Madrid, Spain, 01 March 2019. During the interview, DiQuattro stated that sports live streaming service DAZN, from the Perform Group, aims to lead the transformation of how sport events are watched in Spain and did not rejected the possibility of incorporating Spain's LaLiga soccer matches to its programming, but for that an agreement with current LaLiga rights owner Telefonica is needed. DAZN will start operating in Spain with motorcycling events, Premier League soccer matches and Euroleague basketball matches from the next season.  EPA/NICO RODRIGUEZ

Bild: EPA/EFE

NBA verhandelt mögliche Szenarien für Gehaltskürzungen

In der NBA haben Verhandlungen über die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Spieler begonnen. Nach Informationen des amerikanischen TV-Senders ESPN würde jede Partie der Qualifikation, die wegen der Pandemie nicht mehr gespielt werden kann, die Basketballer aus der stärksten Liga der Welt etwa ein Prozent ihres Jahreseinkommens kosten.

In den Verhandlungen soll demnach vor allem geklärt werden, wie Spielern, beginnend mit der Gehaltsrunde Mitte April, schon weniger bezahlt werden kann. Vermieden werden soll, dass die Profis zunächst weiter komplett bezahlt werden und der NBA am Ende Geld zurückgeben müssen.

Im Tarifvertrag der NBA mit der Spielergewerkschaft NBPA ist nach Angaben von ESPN bereits geregelt, dass Spieler auf Gehalt verzichten, sollten Partien wegen höherer Gewalt nicht ausgetragen werden können. Eine Pandemie fällt in diese Kategorie. Die NBA pausiert wegen des Coronavirus seit dem 11. März. (abu/sda/dpa)

Crews remove a basketball hoop from the court after the Dallas Mavericks defeated the Denver Nuggets in an NBA basketball game on Wednesday, March 11, 2020 at American Airlines Center in Dallas. The NBA has suspended its season â??until further notice

Bild: AP

Dirk Nowitzki spendet durch seine Stiftung Geld in Corona-Krise

Der ehemalige deutsche Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki engagiert sich in der Coronavirus-Krise und hilft im Norden von Texas sozialen Einrichtungen mit Spenden.

Der ehemalige NBA-Profi bei den Dallas Mavericks hat über seine US-Stiftung, die Dirk Nowitzki Foundation, unter anderem 100'000 Dollar an die «North Texas Food Bank» gespendet. Laut Mitteilung auf der Stiftungs-Homepage vom Dienstag wolle Nowitzki seiner Rolle als Vorbild gerecht werden. (abu/sda/dpa)

Der ehemalige deutsche Basketballprofi Dirk Nowitzki (links) zeigt ein Herz für die Opfer des Coronavirus.  Hier im Bild mit dem früheren US-Präsidenten Barack Obama. (Archivbild)

Bild: EPA

NFL-Playoffs neu mit 14 statt 12 Teams

Die Teambesitzer der National Football League haben sich auf eine Reform der Playoffs geeinigt. In der Top-Liga des American Football werden ab der kommenden Saison 14 statt 12 der insgesamt 32 Teams in die K.o.-Runde einziehen.

Die Aufstockung der Teams in der Knockout-Phase zieht derweil eine weitere Anpassung nach sich. Neu erhalten nur noch die beiden besten Teams der regulären Spielrunde, die Leader der NFC und AFC, in den Playoffs ein Freilos. Bislang wurde dies den jeweils beiden besten Teams gewährt. Die Aufstockung ist die erste Playoff-Reform seit 1990, als von zehn auf zwölf Teams erhöht worden war. (ram/sda/dpa)

Fussballer-Gewerkschaft sorgt sich um Weissrussen

Die internationale Gewerkschaft der Fussballprofis (FIFPro) zeigt sich darüber besorgt, dass trotz der Corona-Pandemie in Weissrussland weiter Fussball gespielt wird. Das sei nicht nachvollziehbar, sagte Europa-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann. Das Land ist das einzige in Europa, in welchem die Profiliga nicht pausiert. Fans in den Stadien hätten zwar am vergangenen Wochenende Desinfektionsgel für die Hände bekommen, aber nur wenige Schutzmasken getragen, sagte Baer-Hoffmann.

Der in Weissrussland engagierte österreichische Fussballer Darko Bodul hatte die Aufnahme der Meisterschaft als «schockierend» bezeichnet. «Als wir hörten, dass die Liga startet, war es ein harter Schlag», sagte er gegenüber dem Onlineportal «Laola». Baer-Hoffmann sagte, auch wenn die FIFPro in Weissrussland keine Mitgliedsgewerkschaft habe, werde er nun «Lobbyarbeit» betreiben, damit weitere Vorsichtsmassnahmen beim Fussball ergriffen werden. (ram/sda/dpa)

NHL-Kollegen ehren Josi

Mit Roman Josi sorgt in der NHL trotz des Unterbruchs ein Schweizer für positive Nachrichten. Der 29-jährige Berner wird von Mitspielern und Konkurrenten zum drittbesten Verteidiger der Liga gewählt. Von den 520 Stimmen der NHL-Profis gingen nicht ganz zehn Prozent auf das Konto des Captains der Nashville Predators.

Einzig Victor Hedman (37,88 Prozent) von den Tampa Bay Lightning und John Carlson (21,35 Prozent) von den Washington Capitals erhielten mehr Zuspruch als Josi. Im Vorjahr hatte der Schweizer noch Platz 5 belegt. Von allen NHL-Verteidigern war Josi bis zum Unterbruch der zweitproduktivste Skorer, mit 16 Toren und 49 Assists in 69 Spielen.

Die Auszeichnung als bester Stürmer sicherte sich Connor McDavid von den Edmonton Oilers vor seinen beiden Landsmännern Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) und Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche). (ram/sda)

FILE - In this Sept. 21, 2018, file photo, Nashville Predators defenseman Roman Josi plays against the Tampa Bay Lightning during an NHL preseason hockey game Friday, Sept. 21, 2018, in Nashville, Tenn. The Predators see no reason to make any major changes to a roster that won the franchise's first Presidents' Trophy, not with a group that has been so very close to that elusive Stanley Cup the past two seasons.

Bild: AP

FIFA verspricht Hilfszahlungen

Die FIFA hat angesichts des Ausmasses der Coronavirus-Krise finanzielle Hilfe für Verbände, Vereine und Spieler angekündigt. Der Fussball-Weltverband bestätigte einen Bericht der «New York Times», der den Plan zur Einführung eines Notfallfonds öffentlich machte. «Die FIFA befindet sich in einer starken finanziellen Situation und es ist unsere Pflicht, alles zu tun, um ihnen in ihrer Not zu helfen», schrieb die FIFA in einem Communiqué. Derzeit prüft die FIFA Möglichkeiten, «um die Fussballgemeinschaft auf der ganzen Welt zu unterstützen».

Eine Summe für die Hilfsaktion nannte die FIFA noch nicht. Die Reserven des Weltverbandes belaufen sich auf derzeit rund 2,5 Milliarden Franken. «Das genaue Format und die Einzelheiten dieser Unterstützung werden derzeit in Absprache mit den FIFA-Mitgliedsverbänden, den Konföderationen und anderen Interessengruppen geprüft und erörtert», hiess es. Die «New York Times» hatte von einem Hilfspaket «über mehrere hundert Millionen Dollar» geschrieben. (ram/sda)

epa08334979 (FILE) - The FIFA logo on display prior to the FIFA Council meeting at the Home of FIFA in Zurich, Switzerland, 14 October 2016 (re-issued on 31 March 2020). The world governing body FIFA will set up a fund to assist competitions and players which have run into financial trouble because of the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic, media reports stated on 31 March 2020.  EPA/ENNIO LEANZA *** Local Caption *** 53067573

Bild: EPA

MSK Zilina ist am Ende

Die Corona-Krise hat in der Slowakei jetzt den ersten Spitzenklub in die Pleite getrieben. Der Traditionsverein MSK Zilina musste Konkurs anmelden – und gab «uneinsichtigen Spielern» dafür die Schuld. Wie die Klub-Führung auf der Homepage des Vereins mitteilte, hätten sich die Spieler geweigert, nach der Einstellung des Spielbetriebs vorübergehend auf Teile ihres Gehalts zu verzichten.

Deshalb sei nichts anderes übrig geblieben, als die 17 teuersten Profis sofort zu entlassen. Der Verein könne sich ihre Gehälter unter den Krisenbedingungen einfach nicht mehr leisten, hiess es in der Mitteilung. Dass der Klub nach der vorläufigen Pleite einen Neuanfang plant, schloss die Vereinsführung nicht aus. (ram/sda/dpa)

Bundesliga könnte im Mai mit Geisterspielen weitergehen

Der Spielbetrieb in Deutschlands Bundesliga und der 2. Bundesliga bleibt wegen der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fussball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu. Ursprünglich war die Pause bis zum 2. April angesetzt worden.

Falls möglich, plant die DFL den Spielbetrieb am ersten Mai-Wochenende mit Geisterspielen wieder aufzunehmen und die Saison zu Ende zu bringen. Dies ist beim heutigen Video-Meeting der 36 Klub-Bosse aus der ersten und zweiten Bundesliga bestimmt worden. Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist völlig offen. In Deutschland gelten aufgrund der Pandemie zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben, die auch über den April hinaus Bestand haben könnten.

«Zuallererst, und das ist nach wie vor keine Frage, geht es um die Kontrolle der Ausbreitung des Virus und insbesondere um den Schutz von Risikogruppen», sagte DFL-Chef Christian Seifert auf einer Pressekonferenz. «Das bleibt auch noch einige Zeit so.» Es werde aber mit Hochdruck daran gearbeitet, «wie wir nach dieser Krise wieder aufstehen und weiterarbeiten können.» (pre/zap)

So geht es mit der Bundesliga weiter:

Ajax löst Vertrag mit Nouri auf

Ajax Amsterdam hat den Vertrag mit Abdelhak Nouri (22)aufgelöst, will sich aber weiter um seinen am Gehirn verletzten Ex-Spieler kümmern. Der niederländische Mittelfeldspieler war am 8. Juli 2017 im österreichischen Zillertal bei einem Testspiel gegen Werder Bremen zusammengebrochen und hatte einen Herzstillstand erlitten.

Aus einer mangelhaften Versorgung resultierten dauerhafte Hirnschäden, da das Gehirn Nouris über längere Zeit nicht mit Sauerstoff versorgt war. Seither hat Ajax weiter den Lohn gezahlt, nun läuft Nouris Vertrag aber aus. Der niederländische Rekordmeister steht mit dessen Familie wegen einer Lösung für die Zukunft in Kontakt. Nach Jahren im Spital befindet sich Nouri daheim in einem für seine Bedürfnisse adaptierten Raum.

«Wir akzeptieren unsere Verantwortung und Verpflichtung für die Konsequenzen daraus», hatte Ajax-Geschäftsführer Edwin van der Sar schon 2018 eine Mitverantwortung des Klubs eingestanden. (sda/apa/reu)

Eintracht-Sportchef Bobic gibt Corona-Entwarnung

Eintracht Frankfurts Sportdirektor Fredi Bobic gibt Entwarnung bei den vier Teammitgliedern, deren Coronavirus-Test positiv war. «Es geht ihnen wirklich sehr gut, sie waren alle schnell über den Berg. Einer von den vier hat gar nichts mitbekommen», sagte der 48-Jährige im Interview mit hessenschau.de. Zwei Spieler und zwei Betreuer des Bundesligaklubs sind betroffen.

Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League war am 12. März unter Ausschluss der Öffentlichkeit Eintracht Frankfurt daheim dem FC Basel mit 0:3 unterlegen. Die medizinische Abteilung des FCB hatte nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls bei der Eintracht Kontakt mit den Amtskollegen in Frankfurt aufgenommen. Vom Klub aus der Super League wurde bislang kein Coronavirus-Fall gemeldet. (sda/dpa)

Ironman-Legende Badmann auf Gran Canaria blockiert

Die sechsfache Ironman-Weltmeisterin Natascha Badmann (53) und ihr Lebenspartner Toni Hasler sind wegen der Coronavirus-Pandemie an ihrem langjährigen Trainingslager-Domizil Gran Canaria blockiert. «Trotz bezahlten Flügen sitzen wir wie beispielsweise andere Rad-Touristen wegen entsprechenden Streichungen fest. Und langsam wird es ungemütlich, weil auch die Versorgungslage für die Menschen hier nicht mehr absolut gewährleistet scheint», sagte Hasler gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Badmann und Hasler befinden sich aktuell auf einem kleineren privaten Anwesen in der Region von Maspalomas in einer Art Zwangs-Isolation. Sie dürfen sich nur auf dem Anwesen ohne Einschränkungen bewegen. Denn Spaziergänge oder Outdoor-Training werden mit beträchtlichen Bussen geahndet, weil in ganz Spanien seit gut zwei Wochen der mit einer Ausgangssperre verbundene Notstand herrscht. (sda)

Anlage des US Open wird wegen Corona umfunktioniert

Auf dem Gelände des US Open gibt es demnächst 350 temporäre Spital-Betten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York.

Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von täglich 25'000 Essenspaketen genutzt werden. Verteilt werden diese unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder. (dab/sda/dpa)

The partially open new retractable roof allows a ribbon of light into Arthur Ashe Stadium at the Billie Jean King National Tennis Center, in the Queens borough of New York, Tuesday, Aug. 2, 2016. Mother Nature will no longer be a problem at the U.S. Open as the U.S. Tennis Association unveiled the new retractable roof over Arthur Ashe Stadium. (AP Photo/Richard Drew)

Bild: AP/AP

NBA fördert Blutplasma-Behandlungen gegen Coronavirus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützt die NBA den Ansatz von Wissenschaftlern, Patienten mit dem Blutplasma von Menschen zu behandeln, die die Infektion überstanden haben. Neben einer Geldspende in Höhe von 100'000 Dollar an ein entsprechendes Projekt hat die NBA auch ihre Spieler um Hilfe gebeten. Basketballer, die die Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben, sollen sich eine Blut- und Plasmaspende überlegen. Ob diese Methode, die nicht neu ist, hilft, ist allerdings nicht erwiesen. (pre/sda)

Fans watch the fourth quarter of an NBA game between the Dallas Mavericks and the Denver Nuggets on Wednesday, March 11, 2020 at American Airlines Center in Dallas. The NBA has suspended its season â??until further notice

Bild: AP

Ex-CBF-Präsident wegen Corona aus Haft entlassen

Der in den USA inhaftierte ehemalige brasilianische Fussballfunktionär José Maria Marin kann unter anderem wegen der Ausbreitung des Coronavirus entlassen werden. Das ordnete ein Gericht in New York am Montag an. Nach Berichten brasilianischer Medien nutzte die Verteidigung die Covid-19-Pandemie, das fortgeschrittene Alter (87) und die gesundheitlichen Probleme als Argumente für eine vorzeitige Freilassung. Bezirksrichterin Pamela Chen in New York stimmte dem Eilantrag der Marin-Anwälte unter den angeführten Argumenten am Montag zu. Zudem habe Marin bereits rund 80 Prozent seiner Strafe abgesessen und «gelte nicht als gewalttätig», erklärte sie.

Der Ex-CBF-Präsident war im Dezember 2017 zu 41 Monaten Haft verurteilt worden wegen Verbrechen aus seiner Zeit an der Spitze des Brasilianischen Fussballverbandes zwischen 2012 und 2015: organisierte Kriminalität, Betrug und Geldwäscherei. Im Mai 2015 gehörte Marin zu jenen Funktionären, die in einem Hotel in Zürich festgenommen wurden, was den grossen Fifa-Skandal auslöste. (pre/sda)

*** ARCHIV *** RIO DE JANEIRO, RJ - 17/09/2014: CBF Praesident Jose Maria Marin spricht waehrend der Kaderbekanntgabe fuer den Classico das Americas. (Alvinho Duarte/Fotoarena/EQ Images) SWITZERLAND ONLY

Bild: Fotoarena

Vauclairs 3 wird nicht mehr vergeben

Der HC Lugano ehrt Julien Vauclair für seine grossen Verdienste für den Verein und wird seine Rückennummer 3 zurückziehen. Der Verteidiger hatte nach dem abrupten Saisonende im Alter von 40 Jahren seine Aktivkarriere beendet. Der gebürtige Jurassier ist der achte Lugano-Spieler, dessen Trikotnummer unters Hallendach der Resega gezogen wird. Nach seinem Rücktritt vom Spitzensport wird er im Klub die Rolle des Chef-Scouts übernehmen.

Vauclair wechselte 1997 aus der Romandie nach Lugano und hielt dem Klub mit Ausnahme eines dreijährigen Abstechers nach Nordamerika (1 NHL-Spiel, 236 AHL-Spiele) stets die Treue. In 20 Saisons mit dem HC Lugano bestritt er 939 Meisterschaftsspiele und wurde zweimal Schweizer Meister. Er nahm an drei Olympischen Spielen und elf Weltmeisterschaften teil und gehörte 2013 zum Schweizer Team, das in Stockholm die WM-Silbermedaille gewann. Obendrein wurde Vauclair ins Allstar-Team des Turniers gewählt. (pre/sda)

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden:

UEFA bespricht Saison-Fahrplan am Mittwoch

Die UEFA wird am Mittwoch den möglichen internationalen Fahrplan wegen der Coronavirus-Krise besprechen. Der Dachverband lud die Generalsekretäre der 55 Mitgliedsverbände für Mittwochmittag zu einer Videokonferenz ein. Bei der Diskussion gehe es um die Wettkämpfe für Nationalmannschaften und Klubs auf europäischer Ebene sowie Angelegenheiten wie Spielerverträge und das Transfersystem. Zwei eingesetzte Arbeitsgruppen prüfen derzeit unter anderem mögliche Optionen, um die Wettkämpfe zum Abschluss zu bringen. Die UEFA hatte bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.

Wegen der Coronavirus-Krise sind alle europäischen Klub-Wettbewerbe ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, in der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden. (pre/sda)

Leichtathletik-WM erst 2022

World Athletics begrüsste die Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio in den Sommer 2021 und kündete zugleich an, dass die Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Eugene auf das Jahr 2022 verlegt werden. «Dies gibt unseren Athleten die Zeit, die sie brauchen, um wieder ins Trainings- und Wettkampf-Geschehen zu finden. Jeder muss flexibel und kompromissbereit sein, und zu diesem Zweck arbeiten wir jetzt mit den Organisatoren der Leichtathletik-WM in Oregon an neuen Terminen im Jahr 2022.» Die Titelkämpfe in Eugene sollten ursprünglich vom 6. bis 15. August 2021 stattfinden.

Lobende Worte für den Entscheid des IOC fand auch der Weltverband der Schwimmer. Die FINA ist vom IOC-Beschluss direkt betroffen, denn die vom 16. Juli bis 1. August 2021 in Fukuoka geplanten Weltmeisterschaften fallen in die neu festgelegten Olympia-Wochen. «Die FINA wird sich nun mit dem OK der Schwimm-WM, mit Interessenvertretern wie Athleten, Trainern, nationalen Verbänden, Fernsehpartnern und Sponsoren beraten, um die geeignetste Lösung zu finden», schrieb die FINA in einem Communiqué. (pre/sda)

A pedestrian strolls past a poster on the outside of Hayward Field in Eugene, Ore., on Thursday, April 16, 2015, depicting international  athletes and national flags. The poster was used for the IAAF World Junior Championships held at the venue in 2014. The IAAF has awarded the 2021 world athletics championships to Eugene, the first time the event will be held in the United States. (Andy Nelson/The Register-Guard via AP)

Bild: AP/The Register-Guard

Barcelona-Spieler verzichten auf 70% des Gehalts

Die Spieler des FC Barcelona haben sich darauf entschieden, während der Coronavirus-Krise und der deshalb entstandenen Fussball-Pause auf 70% ihres Lohnes zu verzichten. Dies gab Superstar Lionel Messi auf Instagram bekannt.

«Der Wille war bei uns immer da, den Lohn zu kürzen, wir verstehen, dass es sich um einen Ausnahmezustand handelt», so Messi. Zudem rief er seine Follower dazu auf, die Hoffnung trotz der schwierigen Situation nicht zu verlieren: «Wir werden bald aus dieser Situation rauskommen, wir werden es gemeinsam schaffen.»

Bereits zuvor hatten die Katalanen im Kampf gegen das Coronavirus ihre Vereinsanlagen den Behörden zur Verfügung gestellt und der katalanischen Regierung 30'000 Schutzmasken geliefert. Messi selbst spendete eine Million Euro für ein Spital in Barcelona und eines in seiner Heimat Argentinien. (dab/sda/apa)

Barcelona's Lionel Messi applauds during the Spanish La Liga soccer match between Real Madrid and Barcelona at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, Sunday, March 1, 2020. (AP Photo/Manu Fernandez)
Lionel Messi

Bild: AP

Sommerspiele werden am 23. Juli 2021 eröffnet

Die wegen der Coronavirus-Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio werden am 23. Juli kommenden Jahres eröffnet und enden am 8. August. Auf diesen Termin einigten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat an einer Exekutivsitzung des Organisationskomitees.

Die Sommerspiele sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres stattfinden, die Eröffnung der Paralympics war für 25. August geplant gewesen. Der Grossanlass war vor einer Woche wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie ins 2021 verlegt worden. Die zentralen Fragen rund um die beispiellose Verschiebung des grössten Sportereignisses der Welt soll eine Krisengruppe beantworten. (dab/sda/dpa)

Tokyo 2020 Organizing Committee President Yoshiro Mori drinks a cup of water during the Tokyo 2020 Executive Board Meeting in Tokyo, Japan Monday, March 30, 2020.  Mori said Monday he expects to talk with IOC President Thomas Bach this week about rescheduling the games for next year. (Issei Kato/Pool Photo via AP)
Yoshiro Mori

Bild: AP

Fussballer verlieren deutlich an Wert

Laut dem Internationale Zentrum für Sportstudien in Neuenburg (CIES), das von der FIFA unterstützt wird, zieht die Coronavirus-Krise für Klubs und Spieler eine beträchtliche Wertminderung nach sich. So wird der globale Transferwert der Spieler um 28 Prozent zurückgestuft. Das heisst von aktuell 32,7 Milliarden Euro auf 23,4 Milliarden Euro.

Als krasses Beispiel verringert sich den Berechnungen zufolge der Transferwert von Paul Pogba, dem französischen Weltmeister in den Reihen von Manchester United, von 65 auf 35 Millionen Euro. Allerdings fliessen in diese Bewertung neben der Coronavirus-Krise auch die Vertragsdauer sowie die zuletzt gezeigten Leistungen ein. (pre/sda)

Manchester United's Paul Pogba applauds the fans as he takes part in the warm up prior to the start of the English Premier League soccer match between Manchester United and Leicester City at Old Trafford, in Manchester, England, Friday, Aug. 10, 2018. (AP Photo/Jon Super)

Bild: AP/AP

Handtuch von Kobe Bryant für 33'000 Dollar versteigert

Ein Handtuch, das der tödlich verunglückte Basketball-Superstar Kobe Bryant bei seinem letzten Spiel in der NBA benutzt hatte, wird für 33'000 Dollar versteigert.

Mit dem über die Schultern gehängten weissen Handtuch hatte Bryant am 13. April 2016 seine Abschiedsrede als NBA-Profi gehalten, nachdem er unmittelbar zuvor die Lakers mit 60 Punkten zu einem 101:96-Heimsieg über Utah Jazz geführt hatte.

Bryant war am 26. Januar dieses Jahres bei einem Hubschrauberabsturz nordwestlich von Los Angeles ums Leben gekommen. Er holte in seiner 20-jährigen Laufbahn fünf NBA-Titel mit den Lakers und gewann bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 jeweils die Goldmedaille mit dem US-Team. (dab/sda/apa/afp)

epa08167881 (FILE) Kobe Bryant reacts during the Great Britain and USA Basketball national teams match in the Manchester Arena, Manchester, Britain, 18 July 2012 (reissued 26 January 2020). According to media reports former US basketball player Kobe Bryant has died in a helicopter crash in Calabasas, California, USA on 26 January 2020. He was 41.  EPA/PETER POWELL . *** Local Caption *** 50434729

Bild: EPA

SFL-Boss Schäfer hofft auf Fussball ab Juni

Claudius Schäfer, der Geschäftsführer der Swiss Football League, bekräftigte in einem Interview gegenüber der «NZZ» erneut, alles daran setzen zu wollen, die Saison trotz der Corona-Pandemie zu beenden. Dafür gebe es strukturelle und finanzielle Gründe, so Claudius Schäfer. «Und wir möchten in gewissem Optimismus leben. Wir sehen durchaus Chancen, auch wenn wir keine Virologen sind und die Vorhersagen unterschiedlich lauten. Aber wir erachten es als positives Zeichen, dass Japan plant, im Mai wieder mit dem Fussballbetrieb anzufangen. Japan ist uns bei Ausbreitung und Bekämpfung des Coronavirus wohl einige Wochen voraus.»

Aktuell dauert das Veranstaltungsverbot in der Schweiz bis zum 19. April. «Wenn ich davon ausgehe, dass es verlängert wird, gibt es ein Szenario, bei dem wir irgendeinmal im Juni wieder beginnen könnten», sagt Schäfer. Er geht davon aus, dass einige Super-League-Teams mangels Einnahmen Bundeshilfe beantragen. Betreffend dem künftigen Modus soll in den nächsten zwei Monaten Klärung geschaffen werden. «Im Sommer 2021 laufen die TV-Verträge aus, für die neuen Verträge braucht es ein Ausschreibungsprozedere, und dafür wiederum benötigen wir Klarheit betreffend Modus. Diese Klärung werden wir in den nächsten zwei Monaten schaffen.» (ram/sda)

Claudius Schaefer, CEO Swiss Football League SFL, informiert waehrend einer Medienkonferenz ueber das weitere Vorgehen in den Fussball-Meisterschaften als Folge des Coronavirus, am Montag, 2. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

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Wenn der Glaube zum Feind der Vernunft wird, schnappt die Sektenfalle zu

Im Alltag sind Vernunft und Verstand wichtige Instrumente, um das Leben erfolgreich zu meistern. In sektenhaften Gemeinschaften werden sie aber unterdrückt.

Mitglieder von strenggläubigen Gruppen fallen aus allen Wolken, wenn ihre Gemeinschaft als Sekte eingestuft wird: «Ich, ein Sektenanhänger? Das ist völlig absurd», antworten sie aus tiefster Überzeugung. Sekten sind in ihren Augen alle anderen Bewegungen, aber doch nicht ihr eigene.

Zur religiösen oder ideologischen Überzeugung – «wir sind auserwählt und vertreten den einzig wahren Glauben» – kommt die gefühlsmässige Konditionierung. Frisch rekrutierte Gläubige erleben in der Regel …

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