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World Tour Finals, 2. Gruppenspiel
N. Djokovic – S. Wawrinka 6:3 6:0
T. Berdych – M. Cilic 6:3 6:1
Wurden Wawrinkas Sinne beim Einmarsch in die Arena etwas vernebelt?
Wurden Wawrinkas Sinne beim Einmarsch in die Arena etwas vernebelt?
Bild: Getty Images Europe
Weltnummer 1 deklassiert Stan

Wawrinka nach dem Debakel gegen Djokovic: «Ich habe keine Erklärung»

Nur kurz darf Stanislas Wawrinka mit einem Sieg gegen Novak Djokovic liebäugeln. Nach einem frühen Break verliert der Romand diskussionslos 3:6, 0:6. Unterkriegen lässt sich der Romand deswegen aber nicht.
12.11.2014, 23:0713.11.2014, 09:21

Stan Wawrinka hat an den ATP-Finals in London eine empfindliche Niederlage kassiert. Der Romand unterlag in seinem zweiten Gruppenspiel dem Weltranglisten-Ersten und Titelverteidiger Novak Djokovic 3:6, 0:6, hat aber weiterhin Chancen auf die Halbfinal-Qualifikation.

Am Ende ging alles sehr schnell, zu schnell für Stan Wawrinka, der im 19. Duell mit Djokovic seine empfindlichste von insgesamt 16 Niederlagen kassierte. Nachdem der Serbe für den Gewinn des ersten Satzes noch 41 Minuten gebraucht hatte, entschied er den zweiten in 22 Minuten mit 6:0 für sich.

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Ganze sieben Punkte gestand der Titelverteidiger im zweiten Durchgang seinem Gegenüber zu, dem sichtlich der Glauben fehlte, an diesem Abend gegen die Weltnummer 1 etwas ausrichten zu können. Mit einem herrlichen Vorhandwinner beendete Djokovic nach 65 Minuten die Partie und sorgte dafür, dass erstmals in der Geschichte des Masters die ersten acht Begegnungen in zwei Sätzen entschieden wurden.

Wawrinka bleibt zuversichtlich

«Er hat sehr viele unerzwungene Fehler gemacht. Es war sicher nicht sein Tag. Er war nicht einmal nahe an seiner Bestform», sagte Djokovic nach der Partie. «Ich habe nach dem Fehlstart aber auch sehr gut gespielt.»

Die Statistiken zum Spiel.
Die Statistiken zum Spiel.
bild: screenshot srf

Wawrinka wusste nach dem Spiel noch nicht so recht, was er von seiner Darbietung halten sollte. «Ich habe keine Erklärung. Novak ist einfach in einer ausgezeichneten Verfassung. Das ging ziemlich schnell, nicht schön.»

Den Kopf lässt Wawrinka nach seiner Schlappe aber nicht hängen. «Auch wenn ich heute getötet worden bin, ich habe noch immer gute Chancen, mich für den Halbfinal zu qualifizieren. Ich muss mich jetzt einfach voll und ganz auf das Spiel gegen Cilic fokussieren.»

Starker Start, doch dann kippt das Spiel

Eine Stunde vor Djokovics verwandeltem Matchball hatte nichts auf eine einseitige Partie hingedeutet. Die Partie in der mit knapp 18'000 Zuschauern fast voll besetzten O2-Arena im Osten Londons hatte für Wawrinka ausgezeichnet begonnen.

Bereits im ersten Game schaffte der Australian-Open-Sieger im dritten Anlauf das Break, das er dank einem seinerseits abgewehrten Breakball zu bestätigen vermochte, womit er nach zwölf Minuten 2:0 in Führung lag. Danach kippte aber das Spiel.

Wawrinka stand gegen Djokovic an diesem Abend auf verlorenem Posten.
Wawrinka stand gegen Djokovic an diesem Abend auf verlorenem Posten.
Bild: AFP

Djokovic gewann 17 der nächsten 18 Ballwechsel und sorgte damit für eine Vorentscheidung im ersten Satz, auch wenn der Romand noch zwei Satzbälle abzuwehren vermochte. Vor allem beim Service bekundete Wawrinka Probleme, konnte er doch nur 45 Prozent der Punkte nach seinem ersten Aufschlag für sich entscheiden. Nach dem zweiten Service verbuchte der Lausanner sogar nur jeden vierten Ballwechsel für sich.

Aufgrund der Niederlage verpasste Wawrinka die erste Gelegenheit, sich den Platz in der Runde der letzten vier zu sichern. Die Chancen der Weltnummer 4, auch bei seiner zweiten Masters-Teilnahme in die Halbfinals vorzustossen, sind aber trotz der deutlichen Niederlage weiterhin intakt.

Federer braucht eine Niederlage von Djokovic

Gewinnt Wawrinka seine abschliessende Partie am Freitag gegen den bislang enttäuschend auftretenden Marin Cilic, gegen den der Schweizer sieben von neun Partien gewonnen hat, dürfte er aller Wahrscheinlichkeit nach die Gruppe als Zweiter beenden, da Djokovic auch in seinem letzten Gruppenspiel gegen Tomas Berdych haushoher Favorit ist.

Wer soll Novak Djokovic in dieser Form nur schlagen? Roger Federer vielleicht?
Wer soll Novak Djokovic in dieser Form nur schlagen? Roger Federer vielleicht?
Bild: Getty Images Europe

Djokovic ist weiterhin ohne Satzverlust, seit er Ende Oktober zum ersten Mal Vater geworden ist. Der 27-Jährige kam gestern zu seinem 29. Sieg in der Halle in Folge, dem zwölften in Serie in der O2-Arena. Und mit einem weiteren Sieg am Freitag zum Abschluss der Vorrunde gegen Berdych könnte sich Djokovic die Nummer 1 im ATP-Ranking Ende Jahr definitiv sichern, zum dritten Mal nach 2011 und 2012. (pre/si)

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