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Masters-1000-Turnier in Schanghai, Achtelfinals

S. Wawrinka – M. Cilic 7:5 6:7 6:4
N. Djokovic – F. Lopez 6:2 6:3
R. Nadal – M. Raonic 6:3 7:6
A. Murray – J. Isner 6:7 6:4 6:4​

SHANGHAI, CHINA - OCTOBER 15:  Stan Wawrinka of Switzerland returns a shot against Marin Cilic of Croatia during their men's singles third round on day 5 of Shanghai Rolex Masters at Qi Zhong Tennis Centre on October 15, 2015 in Shanghai, China.  (Photo by Kevin Lee/Getty Images)

Stan Wawrinka zeigt gegen Marin Cilic einmal mehr Nehmerqualitäten.
Bild: Getty Images AsiaPac

Wawrinka freut sich auf Nadal, ärgert sich in Schanghai aber über die Organisatoren: «Der Spielplan ist einfach nur lächerlich»

Stan Wawrinka hat in Schanghai seinem Ruf als Marathon-Mann einmal mehr alle Ehre gemacht. Der Romand erreicht im Duell zweier Grand-Slam-Champions durch ein 7:5, 6:7 (7:9), 6:4 gegen Marin Cilic die Viertelfinals.



Dass die Partie letztlich 174 Minuten dauerte, hatte sich Stan Wawrinka auch etwas selber zuzuschreiben. Gegen Ende des zweiten Satzes hatten ihm einmal drei und einmal zwei Punkte zum Matchgewinn gefehlt, im Tiebreak hatte er sogar einen Matchball, den der hoch aufgeschossene Kroate aber abwehren konnte. Insgesamt hatte der Romand in der intensiven Partie gegenüber dem US-Open-Sieger 2014 ein ganz leichtes Plus.

Bild

Die Statistiken zum Spiel.
bild: screenshot tennistv.com

Obwohl er sich Ende des ersten Satzes einmal hatte an der Schulter behandeln lassen müssen, blieb Wawrinka bis zuletzt physisch präsent und liess seinen Widersacher viel laufen. Zu viel, wie sich herausstellen sollte, Wawrinka liess sich den neunten Sieg im elften Duell nicht mehr nehmen. Gleichzeitig war es sein 50. Sieg des Jahres und der – erst – 10. auf Stufe ATP-Masters-1000.

Im Gegensatz zu den Grand Slams, wo er mit 21:3 eine herausragende Bilanz aufweist, die einzig von Novak Djokovic übertroffen wird (27:1), hat die Weltnummer 4 in der zweitwichtigsten Turnierserie heuer nur mässig überzeugt, nach dem Erreichen des dritten Viertelfinals lautet die Bilanz nun immerhin 10:7.

SHANGHAI, CHINA - OCTOBER 15:  Stan Wawrinka of Switzerland receives a massage during his match against Marin Cilic of Croatia during the men's singles third round on day 5 of Shanghai Rolex Masters at Qi Zhong Tennis Centre on October 15, 2015 in Shanghai, China.  (Photo by Kevin Lee/Getty Images)

Wawrinka muss sich im ersten Satz an der Schulter behandeln lassen, doch sie hält.
Bild: Getty Images AsiaPac

Wawrinkas Ärger

Als Wawrinka um 22 Uhr 30 in der vor kurzem von der ATP eingeführten Mixed Zone zum Interview erschien, war er dennoch nicht in Champagnerlaune. Der Spielplan für heute, der ihn um 15 Uhr Lokalzeit schon wieder auf den Platz beordert, hatte ihm arg auf den Magen geschlagen: «Es ist ein weiterer wichtiger Sieg für mich und ich bin froh, dass ich mich erneut durchgesetzt habe, ohne mein bestes Tennis zu spielen. Der Spielplan ist aber einfach nur lächerlich.»

Am Freitag trifft Wawrinka um 9 Uhr Schweizer Zeit zum 15. Mal auf Rafael Nadal. Der Spanier führt im Head-to-Head zwar 12:2, Wawrinka hat aber die letzten beiden Duelle für sich entschieden. Er sieht keinen Favoriten für die Partie: «Rafa hat hier sehr gut gespielt, Ich habe einiges von seinen Spielen gesehen. Ich werde vor allem um einiges besser aufschlagen müssen.» Erschwerend kommt hinzu, dass sich Wawrinka von den sehr schnellen Bedingungen auf dem Grandstand innert Kürze an die Verhältnisse im Centre Court gewöhnen muss.

Rafael Nadal of Spain celebrates winning his men's singles tennis match against Milos Raonic of Canada at the Shanghai Masters tennis tournament in Shanghai, China, October 15, 2015. REUTERS/Aly Song

Rafael Nadal hat seinen Aufwärtstrend bestätigt.
Bild: ALY SONG/REUTERS

Nadal befindet sich nach einem für ihn bislang sehr enttäuschenden Jahr im letzten Saisonviertel im Aufwind. Er erreichte in der Vorwoche in Peking das Endspiel, in dem er gegen Djokovic allerdings chancenlos blieb und bestätigte die positive Tendenz in Schanghai durch aufeinanderfolgende Erfolge gegen die Aufschlaggiganten Ivo Karlovic und Milos Raonic. Beide Male setzte sich Nadal im Tiebreak des Entscheidungssatzes durch.

Mit Raonic besiegte er erstmals seit 20 Monaten (Roger Federer am Australian Open 2014) wieder einen Top-10-Spieler auf Hartplatz. «Viele dieser engen Partien hatte ich vorher verloren», freut sich der Mallorquiner, der in den beiden finalen Tiebreaks bei eigenem Service keinen einzigen Punkt abgab.

Auf den Sieger von Wawrinka gegen Nadal wartet im Halbfinal mit Jo-Wilfried Tsonga (knapper Dreisatzsieg gegen den Federer-Schocker Albert Ramos) oder Kevin Anderson, der Kei Nishikori ausschaltete, in jedem Fall ein Angriffsspieler. In der oberen Tableauhälfte duellieren sich Topfavorit Novak Djokovic und Bernard Tomic sowie Andy Murray und Tomas Berdych. (pre/si)

Alle Turniersiege von Stan Wawrinka

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Alle Turniersiege von Stan Wawrinka
quelle: ap / darko bandic
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