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Super League, 20. Runde

YB – St.Gallen 2:0 (1:0)

Luzern – Lausanne 2:1 (2:0)

YBs Guillaume Hoarau , rechts, trifft gegen St. Galler Torhueter Dejan Stojanovic zum 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen, am Samstag, 3. Februar 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Guillaume Hoarau trifft für YB in der ersten Halbzeit zum 1:0. Bild: KEYSTONE

YB macht den ersten von 17 Schritten zum Titel souverän – Luzern siegt glücklich

Die Young Boys lancieren die zweite Tranche der Super League mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg gegen St.Gallen. Im zweiten Samstagsspiel setzt sich Luzern gegen Lausanne 2:1 durch.



YB – St.Gallen 2:0

St.Gallens erster Auftritt unter neuer Vereinsleitung war ernüchternd. Das Beste am Match bei den Young Boys war aus Ostschweizer Sicht das Resultat. Ein 0:5 hätte es werden können, ein 0:2 wurde es.

Anfang Oktober hatte St.Gallen im Stade de Suisse 1:6 verloren. Wer hinter dem jetzigen 0:2 einen gewissen Fortschritt erkennen will, irrt sich. Im Herbst hatten die Ostschweizer in einigen Phasen gut mitgespielt. Sie hatten damals verschiedene Male Pech im Abschluss und kamen mit dem klaren Resultat schlecht weg.

Die Highlights der Partie.

In den 90 Minuten zu Beginn des Frühlingspensums jedoch war nicht eine einzige gute Torchance auszumachen – und eine auch noch so kurze Phase der Dominanz schon gar nicht. Als der wieder ganz fit wirkende Guillaume Hoarau nach 28 Minuten per Kopf eine Freistossvorlage von Miralem Sulejmani, dem wohl besten Spieler auf dem Platz, verwertete, war die Partie im Grunde schon entschieden. Sulejmanis Abstaubertor kurz nach der Pause hätte es nicht mehr gebraucht.

Nach dem 0:1 und erst recht nach dem 0:2 schienen sich die St.Galler in die Niederlage zu fügen. St.Gallens Trainer Giorgio Contini wird sich möglicherweise dafür rechtfertigen müssen, wieso er potentielle Fixstarter oder gar Leistungsträger wie Karim Haggui, Yannis Tafer, Andreas Wittwer, Nassim Ben Khalifa und Stjepan Kukuruzovic nicht einmal ins Aufgebot genommen hatte.

Die Mannschaften erscheinen im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen, am Samstag, 3. Februar 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

YB ist bereit für die Rückrunde. Bild: KEYSTONE

Luzern – Lausanne 2:1

2:1 zuhause gegen Lausanne, gegen das die letzten vier Heimspiele allesamt verlorengegangen waren: Genau so hatte sich der FC Luzern den Neustart unter Trainer Gerardo Seoane vorgestellt.

Die letzten sechs Minuten hätten die ganzen aus Luzerner Sicht positiven Eindrücke zunichte machen können. Benjamin Kololli – mit seinem dritten Tor in drei Spielen nacheinander – verkürzte nach 88 Minuten mit einem Weitschuss zum 1:2 und traf nur Sekunden danach ebenfalls aus grösserer Distanz die Unterkante der Latte. So gesehen, mussten die Luzerner ihren mehr als verdienten Erfolg erzittern.

Die Highlights der Partie.

Die einzige weitere Chance der Waadtländer vor dem abschliessenden Furioso vergab nach 75 Minuten der kurz vorher eingewechselte Debütant Enzo Zidane. Omlin wehrte den Schuss des Franzosen aus spitzem Winkel mit einer tollen Parade ab. Es wäre ein Traumdebüt für Zidane gewesen. Lausanne enttäuschte ansonsten über weite Strecken. Von den Neuzugängen Alexander Fransson und Simone Rapp beispielsweise war kaum etwas zu sehen. Trainer Fabio Celestini wird nach den diversen Wechseln im Kader in der Winterpause möglicherweise noch etwas Zeit benötigen, um wieder ein funktionierendes Ensemble zusammenzustellen.

Jubel beim FC Luzern mit Luzerns Hekuran Kryeziu, links, und Luzerns Ruben Vargas, rechts, nach dem Tor zum 1-0 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und FC Lausanne-Sport am Samstag, 3. Februar 2018, in der Swissporarena in Luzern.  (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Die Tabelle

Bild

Die Telegramme

Young Boys - St. Gallen 2:0 (1:0)
16'647 Zuschauer. - SR San.
Tore: 28. Hoarau (Sulejmani) 1:0. 47. Sulejmani (Bertone) 2:0.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Sulejmani (85. Moumi Ngamaleu), Bertone, Sow, Fassnacht (91. Aebischer); Hoarau (88. Nsame), Assalé.
St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Wiss, Musavu-King; Aratore, Toko, Barnetta, Sigurjonsson (69. Aleksic), Gönitzer (81. Muheim); Babic (69. Buess), Itten.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo (gesperrt) und von Ballmoos (verletzt). St. Gallen ohne Ajeti und Lüchinger (beide gesperrt). Verwarnungen: 21. von Bergen (Foul), 29. Assalé (Foul), 40. Gönitzer (Foul), 40. Barnetta (Reklamieren), 85. Wiss (Foul), 90. Aleksic (Reklamieren).

Luzern - Lausanne 2:1 (2:0)
11'373 Zuschauer. - SR Klossner.
Tore: 1. Rodriguez (Juric) 1:0. 37. Schneuwly (Kryeziu) 2:0. 88. Kololli 2:1.
Luzern: Omlin; Grether, Schmid, Schulz, Lustenberger; Voca, Kryeziu; Vargas (65. Kutesa), Schneuwly, Rodriguez (75. Demhasaj); Juric (84. Ugrinic).
Lausanne: Castella; Marin (83. Gétaz), Rochat, Monteiro; Maccoppi (68. Zidane), Schmid, Fransson, Pasche (68. Geissmann), Kololli; Zeqiri, Rapp.
Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Schwegler, Custodio und Schindelholz (alle verletzt). Lausanne ohne Manière, Zarate, Dominguez (alle verletzt) und Margiotta (nicht qualifiziert). 41. Schulz trifft bei einer Abwehr den Pfosten des eigenen Tores. 90. Lattenschuss Kololli. Verwarnungen: 16. Vargas (Foul), 20. Rapp (Foul), 27. Juric (Unsportlichkeit), 37. Rodriguez (Reklamieren), 83. Schmid (Schwalbe).

Der Liveticker von YB – St.Gallen zum Nachlesen:

Liveticker: 3.2.18: YB - St.Gallen

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Young Boys
2:0
Logo
St.Gallen
LogoM. Sulejmani 47'
LogoG. Hoarau 28'
Luzern - Lausanne
Auch in Luzern ist die Partie vorbei. Luzern siegt am Ende verdient, aber in der Schlussphase auch glücklich. Die Innerschweizer damit jetzt sechs Punkte vor Schlusslicht Sion. Zumindest für 24 Stunden.
93'
Entry Type
Das Spiel ist aus. YB gewinnt souverän und hat gezeigt, dass die Nerven nicht flattern. Zumindest noch nicht. 16 Partien fehlen noch bis zum ersehnten Titel. Das freut natürlich unseren Nico, der morgen (vermutlich) keine bösen Sprüche hören muss. Aber vermutlich gibt's die trotzdem. Die Berner hätten hier noch viel höher siegen können, ja müssen. St.Gallen auf jeden Fall offensiv erbärmlich heute. Hinten war's passabel.
92'
Entry Type
- Young Boys
rein: M. Aebischer, raus: C. Fassnacht
Drei Wechsel in sieben Minuten bei YB.
92'
Noch einmal Freistoss für YB kurz nach der Mittellinie.
90'
Die reguläre Spielzeit ist um. Drei Minuten gibt's oben drauf.
Luzern - Lausanne
Lattenschuss von Kololli! Sehr viel Glück jetzt für Luzern.
88'
Entry Type
- Young Boys
rein: J.P. Nsamé, raus: G. Hoarau
Hoarau, Torschütze zum 1:0 darf früher runter. Torschützenleader Nsamé kommt noch für 2 Minuten.
Luzern – Lausanne
Kololli trifft von der Strafraumgrenze zum 1:2 für Lausanne. 88 Minuten sind gespielt. Könnte nochmals heiss werden in Luzern.
85'
Entry Type
- Young Boys
rein: M. Ngamaleu, raus: M. Sulejmani
Erster Wechsel bei YB. Ngamaleu kommt für Sulejmani, der heute wohl beste Berner. Allerdings hätte er auch noch zwei Tore mehr beisteuern oder einleiten können.
81'
YB lässt hier gar nichts mehr anbrennen. St.Gallen absolut chancenlos in dieser zweiten Halbzeit.
79'
Wieder vergibt YB das 3:0 leichtfertig. Sulejmani will passen, statt zu schiessen. Das gibt dann Eckball statt Tor.
77'
Sulejmani mit einer einstudierten Freistossvariante. Er spielt kurz und zielt dann den Abpraller aufs Tor. So der Versuch.
Luzern - Lausanne
Wenig los in Bern. Darum nochmals der Blick nach Luzern. Enzo Zidane hätte sein Debüt nach 5 Minuten fast mit einem Traumtor gekrönt. Mit der Brust nimmt er den Ball herrlich an, die Direktabnahme pariert dann aber Omlin mirakulös.
68'
Entry Type
- St.Gallen
rein: R. Buess, raus: B. Babic
Und auch Roman Buess darf noch 20 Minuten ran.
68'
Entry Type
- St.Gallen
rein: R. Sigurjonsson, raus: D. Aleksic
Doppelwechsel bei St.Gallen. Aleksic kommt.
67'
Auch YB wird ein Tor aberkannt. Hoarau feiert sich schon kurz als Torschütze, dann wird der Treffer aber zurückgenommen. Ein Foul an Stojanovic war der Grund.
Luzern – Lausanne
Wir blicken nochmals kurz nach Luzern. Dort fiel kein Tor, dafür kam ein Spieler: Enzo Zidane debütiert in der 68. Minute in der Super League. So kam der Sohn von Zinédine Zidane überhaupt in die Romandie.</i>
64'
YB zieht wieder an. Die Berner hier dem 3:0 viel näher als St.Gallen dem 1:2. Die Ostschweizer in Halbzeit 2 noch ohne Schuss aufs Tor.
61'
Freistoss für YB. Bertone und Sulejmani stehen aus 25 Metern bereit. Es ist Sulejmani, ders versucht. Stojanovic aber ohne Probleme.
60'
Assalé tanzt King schwindlig, aber zum Abschluss kommt er nicht.
58'
YB lässt St.Gallen jetzt etwas mehr Platz. Die Espen weiterhin bemüht, aber eine Torchance hab ich mir noch nicht auf meinem Zettel notiert.
56'
Sulejmani mit der nächsten Chance. Dieses Mal versucht er es aus spitzem Winkel. Der Ball weit daneben.
52'
Das war zu kompliziert. Sulejmani steht alleine vor Stojanovic, will es dann aber zu schön machen und legt den Ball in die Mitte, dort kommt Hoarau nicht richtig an den Ball. Schwach gespielt.
52'
Mal wieder Abstoss bei Wölfli. Immerhin eine Ballberührung für ihn.
50'
Was soll St.Gallen jetzt noch machen? Die Ostschweizer werden nach dem 0:2 weiter in die Defensive gedrängt. Hier muss ein ordentlicher Ruck durch die Equipe, falls sie nicht noch mehr Tore kassieren wollen.
47'
Entry Type
- 2:0 - Young Boys - M. Sulejmani
Traumstart für YB. Bertones Schuss lässt Sotjanovic schlecht abprallen, Sulejmani ist zur Stelle und erhöht auf 2:0. Das ist schon das 9. Tor des Mittelfeldspielers, der heute wiedermal brilliert.
46'
Entry Type
Pause in Bern. YB liegt hier sehr verdient vorne. Aber wie schon erwähnt: St.Gallen ist nicht ganz so schlecht. Solange der Unterschied nur ein Tor beträgt, kann immer was passieren.
43'
St.Gallen für einmal über längere Zeit im Ballbesitz. Aber die Abwehrmaschen der Berner sind zu eng.
40'
Entry Type
- St.Gallen - S. Gönitzer
Jetzt auch erstmals Gelb gegen St.Gallen. Gönitzer triffts.
39'
YB bisher sehr souverän. Der Leader zumindest in diesem ersten Spiel 2018 nicht nervös. St.Gallen wehrt sich nach Kräften und kann bei diesem Spielstand noch immer auf einen erfolgreichen Konter hoffen.
34'
Auf der Gegenseite für einmal St.Gallen. Itten schiebt ein, aber der Stürmer stand an der Strafraumgrenze knapp im Abseits. Richtiger Entscheid.
34'
Assalé stürmt in den Strafraum, aber dann fehlt der krönende Abschluss. Die Führung bisher mehr als verdient.
33'
Nächster YB-Freistoss. Dieses Mal ist es Sulejmani von der anderen Seite. Sein Ball findet den Kopf von Hoarau nicht.
Luzern – Lausanne
Christian Schneuwly erhöht in der 32. Minute mit einem Schuss aus 25 Metern. Der Ball aber noch abgefälscht und damit unhaltbar. 2:0 für Luzern.
29'
Entry Type
- Young Boys - R. Assalé
Gelb gegen den Knipser der Berner.
28'
Entry Type
- 1:0 - Young Boys - G. Hoarau
Tor für YB! Freistoss aus dem Halbfeld und dann ist Guillaume Hoarau per Kopf zur Stelle. Herrlich.
YBs Guillaume Hoarau , rechts, trifft gegen St. Galler Torhueter Dejan Stojanovic zum 1:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen, am Samstag, 3. Februar 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
24'
St. Gallen versucht zu kontern. Aratore aber kann nicht reüssieren. Auf der Gegenseite wird Mbabus Flanke immer länger, doch Stojanovic klärt.
21'
Entry Type
- Young Boys - S. von Bergen
Erste Gelbe Karte der Partie.
20'
Sulejmani rutscht an einer Hereingabe vorbei. Das 1:0 liegt hier in der Luft.
15'
Noch immer das gleiche Bild: St.Gallen wartet, YB sucht die Lücke. Keeper Stojanovic jetzt aber praktisch nicht mehr geprüft.
Die zwei sind natürlich auch im Stadion.
St. Gallens Praesident Matthias Hueppi, links, und sein Sportchef Alain Sutter im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen, am Samstag, 3. Februar 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
8'
YB weiter klar spielbestimmend. St.Gallen igelt sich ein.
Luzern - Lausanne
Luzern übrigens ist der Traumstart geglückt: Francisco Rodriguez trifft bei der Seoane-Premiere schon in der 2. Minute zum 1:0. Bei Lausanne sitzt Enzo Zidane vorerst auf der Bank.
2'
Nächste heisse Szene im SG-Strafraum. Assalé reklamiert Handspiel. Sein Ball springt Wiss an den Rücken. Das war nichts.
1'
32 Sekunden und wir sehen die erste Grosschance von YB. Sulejmani ist es am Ende, der aber an Stojanovic scheitert, welcher heute überraschend das Tor hütet. Das wäre ein Start nach Mass gewesen.
1'
Entry Type
Los geht's! Die Rückrunde läuft.
Aufstellungen
Bei YB sitzt Nsamé nur auf der Bank, dafür läuft Hoarau auf. Nicht dabei ist Sanogo, der eine Gelbsperre absitzt.
Die neue Einlaufhymne der Berner
Neuerdings rappen Wurzel 5 YB aufs Stadion. Die neue Einlaufhymne heisst «Hie» (Hier, für Nichtberner).
Die Spieler kommen auf das Feld
Eine schöne Choreographie der Berner, welche ihre Lieblinge 48 Tage nach Ende der Vorrunde in der Rückrunde willkommen heissen.
Die Mannschaften erscheinen im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC St. Gallen, am Samstag, 3. Februar 2018, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Noch ein bisschen Statistik
Der bislang letzte Sieg der Ostschweizer in Bern geht auf den März 2005 zurück, ist also bald 13 Jahre alt.
Contini vor dem Spiel
«Die Ausgangslage ist nicht schwieriger als sonst. Wir treten mit einer Portion Mut hier an und nach einer guten Vorbereitung.»
Die Startelf von YB

Die Startelf von St.Gallen

Unser Nico glaubt an den Titel
Die Liebeserklärung von Nico an YB. Und warum die Berner das Double holen: hier.
YB und die Ruhe vor dem Sturm auf den Titel
Endlich, darf man sagen, endlich wird der Kampf um den Schweizer Meistertitel nicht wieder ein Monolog des FC Basel. Zu verdanken ist dies den Young Boys, einem ernsthaften Herausforderer.

Das Geschehen um eine beliebige Mannschaft herum kann immer auf unterschiedliche Art gedeutet werden. Ist viel los, gibt es in der Winterpause zahlreiche Mutationen im Kader wie beim FC Basel, kann dies als positiv oder als negativ gedeutet werden. Bleibt alles ganz ruhig wie in der zu Ende gehenden Winterpause bei den Young Boys, kann man von einer förderlichen Kontinuität sprechen, aber ebenso von Routine, die träge macht.

Welche Deutung für YB die richtige ist, sagte Sportchef Christoph Spycher an einer Medienorientierung im Stade de Suisse in Bern. «Wir sind zufrieden mit den Vorbereitungen. Unsere erste Priorität war es, das Kader zusammenzuhalten. Das ist uns gelungen. In der Mannschaft herrscht eine grosse Vorfreude. Die Spieler sind bereit, den Weg mit uns weiterzugehen, bis zum Ende.»

Dieses Ende heisst Meistertitel. Es wäre der erste für YB seit 32 Jahren. Aus dem heutigen Kader waren damals erst Marco Wölfli, Steve von Bergen und Guillaume Hoarau auf der Welt - und noch keiner von ihnen im schulpflichtigen Alter.

Nur Wölfli - er rückt für die meiste Zeit der Rückrunde nach der Schulterverletzung von David von Ballmoos wieder zum Torhüter Nummer 1 auf - war schon dabei, als die Young Boys 2010 im Saisonfinale letztmals den möglichen Meistertitel im Duell mit Basel verspielten. Damals entstand die Wortschöpfung «veryoungboysen». Durch Pech und Unvermögen gibt man etwas sicher Geglaubtes im letzten Moment aus der Hand. Zwei Jahre vorher, in der Saison 2007/08, waren die Berner ebenfalls auf dem Zielstrich von Basel auf den 2. Platz gedrückt worden. Die meisten heutigen YB-Spieler sind unbelastet, haben keine derart traumatischen und prägenden Niederlagen erlebt. Warum sollten sie sich im Frühling 2018 von etwas beeindrucken lassen, das sie höchstens vom Hörensagen kennen?

Eine Angst vor dem Versagen ist auch bei den älteren Spielern nicht anzumerken. Captain Steve von Bergen sagt, er freue sich sehr auf die anstehenden Aufgaben, besonders auf den Zweikampf mit Basel. Auf den Cupwettbewerb angesprochen - YB wird Basel im Halbfinal empfangen -, kommt der Romand sogar ins Schwärmen. Er sagt auch, wie begeistert er darüber sei, dass sich im Kader derart viele junge Spieler hervortun. In der Abwehr ist Von Bergen geradezu von Youngsters umzingelt. Sie heissen Kevin Mbabu, Kasim Nuhu und Jordan Lotomba. Nur Loris Benito als Stammkraft auf der linken Seite ist ein wenig älter. «Das ist phantastisch», sagt Von Bergen, mit 34 Jahren der Doyen unter den Feldspielern. «Zudem haben wir weiter vorne ja auch viele Junge.»

Vorbelastet ist Trainer Adi Hütter. Allerdings im gegenteiligen Sinn. Mit Salzburg wurde er als Spieler viermal und als Trainer einmal - 2015, vor dem Wechsel zu den Young Boys - österreichischer Meister. Hütter zeigt allen Respekt vor den Fähigkeiten und den Möglichkeiten des Serienmeisters Basel. Er sagt aber auch mit nicht arrogantem Selbstbewusstsein: «Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können. Ja, wir wollen Meister werden, aber Basel wird auf jeden Fall ein schwieriger Gegner sein. Wir haben jetzt zwei Punkte Vorsprung. Also sind wir praktisch gleich weit. Wenn man aber, wie wir im Herbst, nach 16 von 19 Runden Erster ist, will man auch nach 36 Runden Erster sein.

Hütter vergleicht die Kräfteverhältnisse im Schweizer Fussball mit den ihm bekannten Verhältnissen in Österreich, wo Salzburg in den letzten Jahren oft Meister wurde - und Rapid Wien fast ebenso oft Zweiter. Hütter sieht auch YB als Herausforderer. «So gesehen», sagt Hütter, «ist Basel Salzburg und YB Rapid.»

Seit letztem April, als er sich einer Hüftoperation unterziehen musste, konnte Goalgetter Guillaume Hoarau nie mehr sein ganzes Können zeigen. Im September wurde er von einer Oberschenkelprellung erneut zurückgeworfen. Deshalb könnte die kurze Winterpause und die Vorb

Rekordtorschützen der Super League (Stand 15.01.2018)

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