Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Super League, 28. Runde

Young Boys – Thun 5:1 (4:0)

Basel – Lugano 1:1 (0:0)

Sion – Luzern 2:2 (1:1)

YBs Guillaume Hoarau, links, trifft gegen Thuns Torhueter Guillaume Faivre zum 2:0 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Thun, am Sonntag, 7. April 2019, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Guillaume Hoarau ist mit seinen Saisontreffern Nummer 17 und 18 YB-Mann des Spiels. Bild: KEYSTONE

YB nimmt Thun komplett auseinander – Lenjani erzielt schnellstes Super-League-Tor

Die Young Boys nähern sich dem zweiten Meistertitel in Folge weiter mit grossen Schritten an. Sie deklassieren im Derby Thun mit 5:1. Die Partien Sion gegen Luzern (2:2) und Basel gegen Lugano (1:1) enden unentschieden.



YB – Thun 5:1

Das Berner Derby beginnt mit zwei Paukenschlägen: Bereits in der 3. Minute foult Thun-Verteidiger Stefan Glarner YB-Stürmer Roger Assalé im Strafraum penaltywürdig, doch der Pfiff bleibt aus. YB ist's egal: Nur 90 Sekunden später heisst es trotzdem 1:0 für den Leader. Guillaume Hoarau bedient nach einem Fassnacht-Einwurf Djibril Sow, der sofort abzieht und flach ins lange Eck trifft.

YB powert gleich weiter und zieht bis zur Pause bereits auf 4:0 davon:

Nach der Pause nimmt YB etwas Tempo aus dem Spiel und so kommt Thun gleich nach Wiederbeginn zu einigen guten Chancen. Nach einer Fehlerkette in der YB-Abwehrt trifft Dennis Salanovic in der 51. Minute zum 1:4, doch der Meister schlägt bald zurück. Hoarau stellt nach gut einer Stunde mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags den 5:1-Endstand her. YB hat danach noch chancenlos den höchsten Saisonsieg einzufahren (bislang 7:1 gegen Basel), doch die Berner zeigen sich gnädig mit dem Kantonsrivalen.

Basel – Lugano 1:1

Der FC Basel ist gegen Lugano lange die bessere Mannschaft, holt am Ende aber nur einen Punkt. Der eingewechselte Armando Sadiku bringt die Gäste mit einem Traumtor in der 68. Minute entgegen dem Spielverlauf in Führung, wenig später gelingt FCB-Captain Marek Suchy nach einem Eckball der Ausgleich. Der FCB-Captain profitiert von einer Unsicherheit von Luganos Ersatzgoalie David Da Costa.

In der Schlussphase haben beide Team noch die Chance zum Siegtreffer, doch in der 90. Minute trifft Albian Ajeti nur die Latte und wenig später köpft Fabio Daprela haarscharf daneben.

Eine Schrecksekunde gibt es in der 28. Minute: Nach einem Zusamenstoss im Strafraum mit mit Eder Balanta bleibt Lugano-Goalie Noam Baumann bewusstlos am Boden liegen. Bald steht der junge Keeper jedoch wieder und will sogar weiterspielen, in Absprache mit dem Teamarzt nimmt ihn Trainer Fabio Celestini aber vom Platz.

Die Schrecksekunde in Basel. quelle: teleclub

Der FC Basel ist nach dem 1:1 weiterhin seit dem 2. Dezember ungeschlagen. Das ist das Positive aus Basler Sicht nach dem fünften Heim-Remis der Saison. Weniger erfreulich ist, dass der FCB zuhause in dieser Saison in gleich vielen Fällen (7) nicht als Sieger vom Platz gegangen ist, wie er gewonnen hat. Gegen Lugano war der FCB zwar überlegen, in Strafraumnähe aber oft ideenlos.

Basels Marek Suchy, links, erzielt das 1:1 gegen Luganos Torhueter David Da Costa, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC Lugano im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 7. April 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Suchy trifft zum 1:1 für Basel. Bild: KEYSTONE

Sion – Luzern 2:2

Beim 2:2 gegen Sion gibt der FC Sion nach drei Siegen in Serie erstmals wieder Punkte ab. Beim unterhaltsamen 2:2 zuhause gegen Luzern gehen die Walliser schon nach zehn Sekunden durch Ermir Lenjani in Führung. Ruben Vargas und Blessing Eleke kehren die Partie zwischenzeitlich, ehe Roberts Uldrikis in der 65. Minute zum Schlussresultat ausgleicht.

Das Blitztor von Lenjani gegen Luzern. quelle: teleclub

Lenjanis Treffer zum 1:0 ist das schnellste Super-League-Tor aller Zeiten. Er muss sich den Rekord allerdings mit dem früheren Sion-Spieler Moussa Konaté teilen. Auch Konaté hatte am 18. März 2015 gegen St. Gallen (3:0) nach zehn Sekunden getroffen. Lenjanis Treffer könnte aber noch etwas schneller zustande gekommen sein. Der Ball überquert die Linie just als der Sekundenzeiger auf zehn wechselte.

Im Kampf um die hinteren Europacup-Plätze bleibt es nach dem 2:2 höchst spannend. Zwischen dem Dritten (Thun) und dem Achten (Lugano) liegen noch fünf Punkte. Luzern und Sion, die ein Spiel weniger absolviert haben, liegen in der Mitte.

Joie du defenseur valaisan Ermir Lenjani, apres le premier but lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Sion et le FC Luzern ce dimanche 7 avril 2019 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Lenjani beweist einmal mehr seine Topform. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Young Boys - Thun 5:1 (4:0)
27'695 Zuschauer. - SR San.
Tore: 5. Sow (Hoarau) 1:0. 11. Hoarau (Schick) 2:0. 22. Lauper (Benito) 3:0. 39. Moumi Ngamaleu (Fassnacht) 4:0. 51. Salanovic 4:1. 61. Hoarau (Benito) 5:1.
Young Boys: Von Ballmoos; Schick, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow (59. Gaudino), Lauper, Moumi Ngamaleu (67. Nsame); Assalé (82. Garcia), Hoarau.
Thun: Faivre; Glarner, Sutter, Rodrigues; Kablan, Bigler, Karlen, Schwizer (71. Sorgic); Stillhart (46. Fatkic); Salanovic (79. Da Silva), Spielmann.
Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu (gesperrt) und Sulejmani (verletzt). Thun ohne Hediger und Tosetti (beide verletzt). 81. Lattenschuss Nsame. Verwarnungen: 21. Stillhart (Foul), 66. Camara (Foul).

Basel - Lugano 1:1 (0:0)
21'533 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 67. Sadiku (Sabbatini) 0:1. 75. Suchy (Ajeti) 1:1.
Basel: Omlin; Xhaka, Cömert, Suchy, Petretta; Balanta, Kuzmanovic (68. Frei); Van Wolfswinkel, Campo (68. Zuffi), Okafor (83. Zhegrova); Ajeti.
Lugano: Baumann (30. Da Costa); Lavanchy, Sulmoni, Maric (64. Carlinhos), Daprelà; Sabbatini; Vécsei, Covilo, Crnigoj; Bottani (46. Sadiku); Gerndt.
Bemerkungen: Basel ohne Bua und Stocker (beide rekonvaleszent) und Riveros (nicht im Aufgebot). Lugano ohne Fazliu, Macek und Piccinocchi, Yao (verletzt). 90. Kopfball an die Latte von Ajeti. Verwarnungen: 24. Xhaka (Foul). 41. Cömert (Foul). 58. Crnigoj (Foul). 81. Sadiku (Foul). 93. Balanta (Foul).

Sion - Luzern 2:2 (1:1)
9800 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 1. (0:10) Lenjani (Uldrikis) 1:0. 9. Vargas (Schürpf) 1:1. 63. Eleke (Schneuwly) 1:2. 65. Uldrikis (Lenjani) 2:2.
Sion: Fickentscher; Mveng, Kouassi, Neitzke, Morgado; Toma, Grgic; Fortune (72. Philippe), Kasami (58. Ndoye), Lenjani (81. Baltazar); Uldrikis.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Voca, Schulz; Vargas, Schneuwly (77. Demhasaj), Schürpf (80. Ndenge); Eleke.
Bemerkungen: Sion ohne Maceiras (gesperrt), Carlitos, Djitté, Maisonnial, Mitrjuschkin und Raphael (alle verletzt). Luzern ohne Knezevic und Schmid (beide verletzt). 55. Fickentscher lenkt Kopfball von Vargas an den Pfosten. Verwarnungen: 26. Cirkovic (Foul). 45. Eleke (Foul). 71. Uldrikis (Foul). 74. Neitzke (Foul). 89. Toma (Foul).

Die Tabelle

Bild

Bild: srf

GC, Basel und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Meister

Das sind die Nati-Einsätze unserer Stars

Play Icon

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

Link zum Artikel

Die «Nacht von Sheffield» – Köbi Kuhn sorgt für den grössten Skandal der Nati-Geschichte

Link zum Artikel

Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

Jörg Stiel stoppt den Ball an der EM mit Köpfchen – weil er es kann

Link zum Artikel

Elf kleine Schweizer liegen 0:2 zurück und sorgen dann für Begeisterung in der Heimat

Link zum Artikel

Im Heysel-Stadion werden 39 Menschen zu Tode getrampelt

Link zum Artikel

Filipescu macht den FC Zürich in Basel in der 93. Minute zum Meister

Link zum Artikel

Cabanas fordert Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link zum Artikel

Märchenprinz Volker Eckel legt GC mit 300-Millionen-Versprechen aufs Kreuz

Link zum Artikel

Der «entführte» Raffael wird zum Fall für die Polizei – und muss ein Nachtessen blechen

Link zum Artikel

Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Beaudin 08.04.2019 07:29
    Highlight Highlight warum hat Basel immer diesen Schiri Bonus ?
    • Switch_on 08.04.2019 08:03
      Highlight Highlight Ist das ironisch gemeint oder auf das Spiel bezogen? Ich kann beim besten Willen keine fragwürdige Szene sehen?
    • Jonas Schärer 08.04.2019 11:04
      Highlight Highlight Notbremse = rote Karte ist bekannt?!?
    • Switch_on 08.04.2019 13:10
      Highlight Highlight Ok sollte man rot geben.

      Aber von Bonus zu sprechen ist übertrieben. Sieh das aberkannte Tor in Luzern. Und das nur weil Herr Zibung gemotzt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maxi 07.04.2019 18:11
    Highlight Highlight wie kann man bei einer notbremse den spieler nicht vom Platz stellen?
    • Pümpernüssler 07.04.2019 18:55
      Highlight Highlight Das dürfen nur die Super League Schiris 🤣
    • Jonas Schärer 07.04.2019 22:27
      Highlight Highlight Einfach nur peinlich... eine klarer Szene für eine Notbremse gibt es kaum.

Ex-Profi Frontino nach Rücktritt mit 29: «Der Lohn ist Horror, es ist lächerlich»

Den ganz grossen Sprung hat er nie geschafft: Gianluca Frontino, einst als Riesentalent gehandelt, verbrachte den Grossteil seiner Karriere in der Challenge League. Ein Gespräch über die Schönheit des Spiels, hinterhältige Manager und Horror-Löhne in der Challenge League.

Schaffhausen. Hier ist Gianluca Frontino zur Welt gekommen, hier hatte er beim FC Schaffhausen seine beste Zeit. Hier erzählt mir Frontino von seiner Karriere. Von einer paradoxen Welt in der Challenge League, wo man fussballerisch ein Niemand ist und dennoch von Fremden als «Hurensohn» bezeichnet wird. Eine Liga, in welcher die Vereine verlangen, sich als Musterprofi zu verhalten, und dennoch Löhne an der Grenze zum Existenzminimum bezahlen.

Im März hast du in einem Interview nach deinem …

Artikel lesen
Link zum Artikel