Sport
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Super League, 22. Runde

Lugano – Young Boys 0:1 (0:0)
Thun – Grasshoppers 1:1 (1:1)
Zürich – Luzern 1:1 (1:0)

Grasshopper Arlind Ajeti, Mitte, jubelt nach seinem Tor (1-1) mit Grasshopper Caiuby Francisco Da Silva, zweite-links, an der Seite Grasshopper Gjelbrim Taipi, rechts, im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem Grasshopper Club Zuerich, am Sonntag, 24. Februar 2019 in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Neuzugang Caiuby jubelt mit Torschütze Ajeti über den Ausgleich. Bild: KEYSTONE

Luzern beim Debüt von Häberli mit Remis gegen den FCZ – GC holt den ersten Punkt 2019



Thun – Grasshoppers 1:1

Sechs Niederlagen in Folge sind für die Grasshoppers genug. Auswärts gegen Thun, eine er besten Mannschaften der letzten Monate, holen die Zürcher ein eher überraschendes 1:1.

Der eine Punkt beseitigt die Abstiegsgefahr für die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink keineswegs, aber nach den zumeist erbärmlich schwachen Leistungen der letzten Wochen kann es ein Schritt auf dem möglichen Weg der Besserung sein. Verteidiger Arlind Ajeti glich nach knapp 20 Minuten das Thuner Führungstor von Basil Stillhart aus. Noch vor dem Ausgleich vergab Thuns Goalgetter Dejan Sorgic mit einem Foulpenalty das 2:0.

Zürich – Luzern 1:1

Luzerns neuer Trainer Thomas Häberli startet mit einem Punktgewinn auswärts gegen Cupsieger FC Zürich. Dank dem Tor von Verteidiger Lucas Alves holt der FCL auf dem Letzigrund ein 1:1. In einer spielerisch schwachen Partie gab es den Höhepunkt schon in der 8. Minute: FCZ-Stürmer Salim Khelifi zirkelte den Ball bei einem Freistoss aus 18 Metern gekonnt über die Mauer und traf via Unterseite der Latte zur Zürcher Führung.

In der Folge verwaltete der FCZ diesen Vorsprung ohne grössere Probleme. Drei Tage nach dem Europa-League-Rückspiel gegen Napoli tat der Cupsieger aber zu wenig, um das entscheidende zweite Tor zu erzielen – und wurde dafür zehn Minuten vor dem Ende bestraft. Luzerns Verteidiger Lucas Alves erzielte nach einem Corner von Christian Schneuwly mit dem Kopf den Ausgleich.

Weil der FCZ den Schalter nicht mehr umlegen konnte, stand Luzern in den Schlussminuten dem Sieg sogar näher als das Heimteam. Doch Ruben Vargas, der gefährlichste Luzerner, schoss in der 85. Minute knapp am linken Pfosten vorbei. So blieb es beim gerechten Unentschieden, das für den FC Zürich eine Enttäuschung darstellt und den FC Luzern in der Tabelle einen kleinen Schritt von der bedrohten Zone wegbringt. Die Reserve auf Platz 9 beträgt nun sieben Punkte. Vor allem aber konnten die Innerschweizer die Niederlagen-Serie stoppen, mit der sie unter René Weiler in die Rückrunde gestartet waren.

Lugano – Young Boys 0:1

Die Young Boys sicherten sich tief in der Nachspielzeit im 22. Super-League-Spiel der Saison den 19. Sieg. Jean-Pierre Nsame traf in Lugano in der 94. Minute zum 1:0-Sieg.

Das Spiel endete mit heftigen Protesten der Luganesi. Dem Treffer von Nsame sei ein Foul vorangegangen, waren sich die Tessiner Spieler sicher. Alexander Gerndt fiel unmittelbar vor dem Schuss der Berner Stürmers im eigenen Strafraum – womöglich von Thorsten Schick gefoult. Die TV-Bilder lassen kein klares Urteil zu. Schiedsrichter Alain Bieri liess die Aktion weiterlaufen und zeigte nach dem Treffer dem zu harsch protestierenden Mijat Maric die Rote Karte.

Der Ärger des FC Lugano fokussierte sich auf den Schiedsrichter. Für die späte Niederlage ist die Mannschaft aber zu einem grossen Teil selbst verantwortlich. Gleich zweimal setzte sie sich in der Nachspielzeit einem Konter aus. Die zweite Einladung nahm der Meister und Leader an. Zum wiederholten Mal in dieser Saison sicherten sich die Berner durch einen späten Treffer noch Punkte. Es war kein unverdienter Sieg, weil YB Chancen heraus spielte. Nsame, der etwas unverhofft noch zum Matchwinner wurde, hatte in der ersten Halbzeit drei grosse Möglichkeiten vergeben, darunter einen Penalty, den er in der 39. Minute übers Tor schoss.

Auch Lugano erspielte sich Chancen, in der Schlussphase sogar die besseren. Der ehemalige YB-Stürmer Alexander Gerndt scheiterte in der 82. Minute am starken Goalie David von Ballmoos, und in der 87. Minute schoss Miroslav Covilo aus guter Position übers Tor. Der Sieg war greifbar, schliesslich wurde es die siebte Niederlage in Folge gegen die Young Boys. (zap/sda)

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

FC Zürich - Luzern 1:1 (1:0)
9174 Zuschauer. - SR Klossner. -
Tore: 8. Khelifi (Freistoss) 1:0. 80. Lucas (Corner Schneuwly) 1:1.
FC Zürich: Brecher; Rüegg (83. Odey), Bangura, Maxsö, Charabadse; Hekuran Kryeziu, Sertic (78. Domgjoni); Khelifi, Zumberi (61. Winter), Kololli; Ceesay.
Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic (69. Ndenge), Sidler; Grether (65. Voca), Schulz; Vargas (86. Custodio), Christian Schneuwly, Schürpf; Demhasaj.
Bemerkungen: Zürich ohne Marchesano, Nef, Pa Modou, Andereggen, Untersee und Aliu (alle verletzt), Luzern ohne Eleke (gesperrt) sowie Juric, Kakabadse und Knezevic (alle verletzt). Verwarnungen: 32. Vargas (Foul). 35. Cirkovic (Foul). 57. Khelifi (Unsportlichkeit). 88. Schwegler (Foul). (sda)

Lugano - Young Boys 0:1 (0:0)
4071 Zuschauer. - SR Bieri. -
Tor: 94. Nsame (Schick) 0:1.
Lugano: Baumann; Mihajlovic, Maric, Kecskes, Daprelà: Vecsei (63. Brlek), Covilo, Sabbatini; Bottani (75. Sadiku); Gerndt, Carlinhos.YB: Von Ballmoos; Schick, Wüthrich, Von Bergen, Benito; Lauper; Fassnacht, Sow (81. Garcia), Aebischer; Moumi Ngamaleu (70. Assalé); Nsame.
Bemerkungen: Lugano ohne Sulmoni (gesperrt), Lavanchy und Macek ( verletzt). YB ohne Hoarau, Sulejmani, Lotomba, Camara und Mbabu (alle verletzt). 94. Rote Karte gegen Maric. Verwarnungen: 38. Sabbatini (Foul). 62. Gerndt (Foul). 85. Schick (Foul). 95. Kecskes (Reklamieren) (sda)

Thun - Grasshoppers 1:1 (1:1)
5360 Zuschauer. - SR Tschudi. -
Tore: 13. Stillhart (Tosetti) 1:0. 19. Ajeti (Kamber) 1:1.
Thun: Faivre; Glarner, Rodrigues, Sutter, Joss; Bigler (62. Fatkic), Gelmi, Stillhart; Tosetti (90. Costanzo), Sorgic, Salanovic (77. Da Silva).
Grasshoppers: Lindner; Ajeti, Diani, Rhyner; Gjorgjev (70. Cvetkovic), Kamber, Holzhauser, Goelzer; Taipi (81. Bajrami); Ravet, Caiuby.
Bemerkungen: Thun ohne Spielmann (gesperrt), Hediger, Righetti, Ferreira, Hunziker und Karlen (alle verletzt). Grasshoppers ohne Basic, Nathan, Arigoni und Sigurjonsson (alle verletzt). 15. Lindner hält Foulpenalty von Sorgic. Verwarnungen: 13. Caiuby (Reklamieren). 15. Diani (Foul). 63. Ajeti (Foul). 68. Holzhauser (Foul). 92. Glarner (Foul). (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerSuperBauer 25.02.2019 08:38
    Highlight Highlight Ouh man, hätten die Luganesi beim Gegentor sich auf das Verteidigen anstatt auf das Reklamieren konzentriert, wäre es vielleicht nie zum YB Tor gekommen. Es ist völlig in Ordnung wenn man denkt, dass ein Mitspieler gefoult wurde und man dass dann dem Schiedsrichter mitteilen oder anzeigen möchte. Aber solange die Szene noch läuft und die YB Stürmer noch am Angreifen sind muss man verteidigen und gar nichts anderes. Erst wenn es wirklich ein Tor gibt kann man sich dann beschweren. Alles andere ist meiner Ansicht nach dumm und so bringt man sich selbst um einen Punkt gegen den Leader.
  • zettie94 24.02.2019 22:49
    Highlight Highlight Kein Foul an Gerndt, Schwalbe um Entlastungsfreistoss zu provozieren.
    In den meisten Einstellungen schwierig zu sehen, bei 0:56 im verlinkten Twitter-Video von RSI ist aber ziemlich eindeutig zu erkennen, dass Gerndt eine unnatürliche Fussbewegung macht, nachdem er schon an Schick vorbei ist - genau wie wenn er vortäuschen würde, dass sein Bein an Schick hängengeblieben sei.
    Tja, wenn er stehen geblieben wäre, hätte er das Tor vielleicht verhindern können.
    • Zecke 25.02.2019 08:24
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass Gerndt so eine Aktion nötig hat. Jedoch klar kein Foul, eher am eigenen Bein angehängt und verstolpert…
  • niklausb 24.02.2019 18:13
    Highlight Highlight Man kann auch solange nicht abpfeiffen bis YB gewinnt.
    • TanookiStormtrooper 24.02.2019 22:05
      Highlight Highlight Allgemein müsste mal über die Personalie Bieri diskutiert werden. Da reihen sich jedes Wochenende Fehlentscheid an Fehlentscheid. Da hilft auch kein VAR mehr, wenn der genauso keine Ahnung hat. In der Schiedsrichterausbildung muss dringend etwas passieren. Kein Wunder lässt man unsere "Pfeifen" nicht mehr an internationale Turniere.
    • YB98 24.02.2019 22:29
      Highlight Highlight Der Konter startete noch in der 93. Minute, wieso also vorher abpfeiffen.
    • P.Rediger 24.02.2019 23:54
      Highlight Highlight Man kann auch einen eindeutigen Penalty für YB nicht geben. Schwein gehabt, aber nicht unverdient.

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