Sport
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Super League, 10. Runde

Grasshoppers – Lugano 2:1 (2:1)

Thun – Zürich 2:2 (0:1)

Xamax – Sion 1:1 (1:1)

Grasshopper Raphael Holzhauser, links, trifft gegen Luganos Torhueter David Da Costa, rechts, zum 2:0 Tor im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Lugano im Letzigrund, am Sonntag, 7. Oktober 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Holzhauser lässt Da Costa beim 2:1 keine Chance. Bild: KEYSTONE

GC gibt Rote Laterne an Xamax ab – Kololli-Doppelpack reicht dem FCZ nicht zum Sieg

Der FC Zürich verpasst es, den Patzer von Leader YB ausnützen. Im Verfolgerduell mit Thun müssen sich die Zürcher trotz 2:0-Führung noch mit einem Remis zufrieden geben. GC feiert gegen Lugano einen erlösenden dritten Saisonsieg.



Grasshoppers – Lugano 2:1

Die Grasshoppers geben den letzten Platz dank eines 2:1-Sieges gegen Lugano ab. Eine gute erste Hälfte reicht zu drei Punkten, die Tessiner konnten bei Fabio Celestinis Debüt nicht überzeugen.

Eine Halbzeit lang spielt GC so, wie sich das Coach Thorsten Fink wohl in etwa vorstellt. Geweckt vom frühen 0:1 entwickeln sie viel Zug auf das Tor. Und bereits nach gut 20 Minuten hatten sie die Partie gewendet. Zunächst verleitet Jeffren mit einer raffinierten Flanke Luganos Miroslav Covilo zu einem Eigentor (11.), wenig später verwertet Raphael Holzhauser einen Foulpenalty, den er selber herausgeholt hatte, zur Führung.

Lugano bekundet im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Fabio Celestini grosse Mühe. Das 1:0 ist ein Antrittsgeschenk von GC-Goalie Heinz Lindner, der einen Rückpass durch die Hände gleiten lässt und Mattia Bottani auf dem Präsentierteller serviert. Mehr gibt es von den Tessinern in der ersten Hälfte nicht zu sehen.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison bauen die Grasshoppers aber nach der Pause deutlich ab. Ganze zwei Torschüsse erarbeiten sich die Zürcher; einer davon ist ein Foulpenalty, den Captain Runar Sigurjonsson an den Pfosten setzt (66.). Damit leitet er die beste Phase Luganos ein. Die Tessiner, die GC nach Punkten aufschliessen lassen müssen, agieren aber zu wenig präzise und druckvoll, um den nun wieder wankenden Rekordmeister zu bestrafen. Richtig nahe am Ausgleich sind sie einzig bei einem Pfostenschuss des kurz zuvor eingewechselten Valon Fazliu zwölf Minuten vor Schluss. 

«Wir haben vieles relativ gut gemacht», fand Lugano-Coach Celestini. «Es sind Details und die kleinen Fehler, die wir abstellen müssen.» Und so reichte es GC nach zuletzt zwei Niederlagen zum dritten Saisonsieg und zum Platztausch mit dem neuen Schlusslicht Xamax.

Grasshopper Jeffren Suarez jubelt mit der Mannschaft im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Lugano im Letzigrund, am Sonntag, 7. Oktober 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die GC-Spieler freuen sich über den dritten Saisonsieg. Bild: KEYSTONE

Thun – Zürich 2:2

Nach dem Erfolg in der Europa League gegen Ludogorez Rasgrad scheint der FCZ die gute Stimmung für einen Sieg in der Meisterschaft nutzen zu können. Zuletzt jedoch ist das Unentschieden zwischen den beiden Mannschaften, die der breiten Gruppe der distanzierten Verfolger von Leader YB angehören, gerecht.

Neuzugang Benjamin Kololli gehört in den letzten Spielen des FCZ meistens zu den Besten. Der frühere Lausanner trifft in Thun erstmals für seinen neuen Klub in der Super League – sogar zweimal. Der Effort wird jedoch nur mit einem Punkt belohnt. Die Thuner zeigen nach dem 0:2 eine rasche und prächtige Reaktion mit sehenswerten Toren des eingewechselten Dennis Salanovic und von Goalgetter Dejan Sorgic, der beim 1:4 gegen die Young Boys wegen einer Verletzung gefehlt hatte.

Abseits der vier Tore haben die Zürcher die beste Chance aus dem Spiel heraus. Aber Stürmer Assan Ceesay verpasst nach 34 Minuten allein vor Goalie Guillaume Faivre das sicher scheinende 2:0. Andererseits haben die Zürcher Glück, als Innenverteidiger Umaru Bangura nach einer Freistossflanke von Matteo Tosetti mit einem Kopfball den Innenpfosten des eigenen Tores trifft. In der Nachspielzeit vergibt Sorgic mit einem verzogenen Schuss aus guter Position das Thuner Siegestor.

Eine wichtige Szene ereignet sich nach knapp 20 Minuten. Bangura stoppt Marvin Spielmann vor der Strafraumecke mit einem rüden Foul. Spielmann war in vollem Lauf und hätte einen freien Korridor zum Tor gehabt. Bangura wiederum hatte keine Möglichkeit, an den Ball zu kommen. Für dieses Notbremse-Foul, bei dem sich der Thuner leicht hätte verletzen können, hätte Schiedsrichter Lionel Tschudi die Rote Karte ziehen können.

Für den FCZ ist das Schlussresultat für diese Saison atypisch. Zuvor sind erst einmal – beim 4:0 zwischen YB und Zürich – in einem Match mit dem FCZ mehr als drei Tore gefallen. Die Zürcher selber haben nun zum vierten Mal zwei Tore erzielt. Zwei Tore reichen der Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin zuvor immer zum Sieg – ausser gegen Thun. 

Zuerichs Benjamin Kololli, Mitte, Torschuetze zum 0-1, jubelt mit seinen Kollegen, beim Fussballspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem FC Zuerich, am Sonntag, 7. Oktober 2018, in der Stockhorn-Arena in Thun. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Benjamin Kololli ist derzeit einfach nicht zu bremsen. Bild: KEYSTONE

Xamax – Sion 1:1

Murat Yakin und der FC Sion können den Schwung nach der guten Darbietung beim 3:1-Sieg in Luzern nicht weiterziehen. Bei Aufsteiger Neuchâtel Xamax reicht es den Wallisern nur zu einem 1:1. Beide Tore auf der Maladière fallen innerhalb von acht Minuten in der ersten Halbzeit. Sions Verteidiger Ermir Lenjani verwertet einen wunderbaren Steilpass des Teenagers Bastien Toma über gut 30 Meter, und der Neuenburger Goalgetter Raphaël Nuzzolo trifft nach einem Rückpass von der Grundlinie von Max Veloso.

Die meiste Zeit jedoch neutralisieren sich die beiden Mannschaften. Yakin schickt die gleichen elf Spieler wie in Luzern auf den Platz und wählt erneut das 3-5-2 respektive – in der defensiven Variante – das 5-3-2. Der Neuenburger Trainer Michel Decastel hatte dies vorweggenommen und antwortet erfolgreich mit der gleichen Taktik.

Resultatmässig hat sich der Aufsteiger von der Serie von fünf Niederlagen erholt. Aus den letzten drei Spielen haben fünf Punkte herausgeschaut. Die Abwehr liess sich in dieser Zeit nur noch zweimal bezwingen. In den ersten sieben Runden hatte Xamax 20 Tore kassiert.

In der Schlussphase der ereignisarmen Partie rettet Torhüter Laurent Walthert den Neuenburgern einen Punkt, wie er das schon beim 0:0 in Zürich gegen den FCZ mit vielen Paraden getan hatte. Diesmal rettet er nach 76 Minuten gegen Sions Verteidiger André Neitzke im Anschluss an einen Freistoss des erneut eingewechselten Pajtim Kasami.

Die Xamax-Choreo vor dem Spiel:

Die Telegramme

Grasshoppers - Lugano 2:1 (2:1)
3600 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 6. Bottani (Gerndt) 0:1. 11. Covilo (Eigentor/Flanke Jeffren) 1:1. 21. Holzhauser (Foulpenalty/Foul an Holzhauser) 2:1.
Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Ajeti, Cvetkovic, Doumbia; Sigurjonsson, Holzhauser (92. Zesiger); Jeffren (83. Taipi), Bajrami, Ngoy (90. Pinga); Djuricin.
Lugano: Da Costa; Yao, Sulmoni, Daprelà; Carlinhos, Covilo (69. Brlek), Masciangelo (76. Crnigoj); Sabbatini, Vecsei; Bottani (72. Fazliu), Gerndt.
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Rhyner, Nathan, Bahoui, Basic und Tarashaj, Lugano ohne Mihajlovic, Piccinocchi, Kecskes, Maric und Baumann (alle verletzt). 66. Sigurjonsson schiesst Foulpenalty an den Pfosten. 79. Pfostenschuss Fazliu. Verwarnungen: 15. Djuricin (Foul) und Da Costa (Unsportlichkeit). 20. Yao (Foul). 26. Bottani (Foul). 82. Sabbatini (Foul).

Thun - Zürich 2:2 (0:1)
5526 Zuschauer. - SR Tschudi.
Tore: 28. Kololli (Rüegg) 0:1. 57. Kololli (Odey) 0:2. 59. Salanovic (Kablan) 1:2. 62. Sorgic (Fatkic) 2:2.
Thun: Faivre; Kablan, Gelmi, Sutter, Facchinetti; Fatkic (83. Hunziker), Hediger, Stillhart (34. Bigler); Tosetti (56. Salanovic), Sorgic, Spielmann.
Zürich: Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Pa Modou; Palsson, Hekuran Kryeziu; Rodriguez (83. Winter), Domgjoni, Kololli; Ceesay (53. Odey).
Bemerkungen: Thun ohne Glarner (gesperrt), Karlen, Costanzo, Joss und Righetti (alle verletzt). Zürich ohne Marchesano, Khelifi, Aliu, Kempter, Rohner, Sauter (alle verletzt) und Sarr (krank). 32. Kopfball von Bangura an den Pfosten des eigenen Tores. Verwarnungen: 20. Bangura (Foul), 43. Bigler (Foul), 50. Kololli (Foul), 52. Kablan (Foul), 81. Pa Modou (Foul).

Neuchâtel Xamax - Sion 1:1 (1:1)
6336 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 29. Lenjani (Toma) 0:1. 37. Nuzzolo (Veloso) 1:1.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Gomes, Oss, Huyghebaert; Fejzulahi (40. Tréand), Pickel, Doudin, Kamber; Veloso (78. Di Nardo), Nuzzolo (92. Karlen), Ramizi.
Sion: Fickentscher; Ndoye, Nietzke, Raphael (46. Song); Maçeiras, Kouassi, Toma, Lenjani; Fortune (75. Adryan), Itaitinga (61. Kasami), Djitté.
Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Ademi, Djuric, Kone, Le Pogam, Santana, Sejmenovic und Xhemajli (alle verletzt). Sion ohne Abdellaoui, Acquafresca, Angha, Carlitos, Grgic, Kukeli und Mitryushkin (alle verletzt). Verwarnungen: 91. Di Nardo (Foul), 91. Kasami (Foul). (pre/sda)

Die Tabelle

Bild

bild: screenshot srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 07.10.2018 18:06
    Highlight Highlight 11 Punkte, das heisst 4 Niederlagen für YB, 4 Siege für FCZ/FCB und YB ist wieder weg von der Tabellenspitze.

    Als Basler in Zürich sag ich klar, lieber FCZ oder GC als YB, doch noch lieber der FCB. Bin langsam wieder zuversichtlicher als auch schon. Weiter so, die CL tut YB gut!
    • Jonas Schärer 07.10.2018 19:56
      Highlight Highlight 😂🤣😂🤣 träum weiter Elchlein... und dann viel Spass bei der harten Landung in der Realität

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