Sport
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Super League, 32. Runde

Young Boys – Luzern 2:1 (0:0)

Lausanne – Grasshoppers 0:1 (0:1)

Berner Fans feiern nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Unmittelbar nach Schlusspfiff beginnt in Bern der totale Wahnsinn. Bild: KEYSTONE

«Das werde ich mein Leben lang nicht vergessen» – die Stimmen zum YB-Meistertitel 

Vom 24. Mai 1986 bis zum 28. April 2018 musste man in Bern auf einen Meistertitel der Young Boys warten. Mit einem 2:1-Sieg gegen Luzern im ausverkauften Stade de Suisse stellen die Berner den verdienten Triumph sicher.



YB – Luzern 2:1

» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

In der 89. Minute brechen im mit 31'120 Zuschauern ausverkauften Stade de Suisse in Bern alle Dämme. Der französisch-kamerunische Stürmer Jean-Pierre Nsame trifft im Anschluss an einen Corner und der Vorlage von Guillaume Hoarau zum 2:1 und das Warten der Berner. Es ist der Beginn der grossen Partynacht in der Bundeshauptstadt.

Die YB-Meisterfeier:

Wenige Sekunden nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Stephan Klossner war das Terrain geflutet und überflutet mit gelbschwarzen Fans, die ihre Freude in den vom Petardennebel abgedeckten Abendhimmel schrien. Die Spieler waren unter den Aberhunderten von Fans nicht auszumachen. Der Speaker musste darauf aufmerksam machen, dass der Rasen diesen Frühling auch noch für den Match gegen Lugano am 17. Mai und für den Cupfinal am 27. Mai gebraucht werde.

YB und seine Fans haben zu Leiden, bis der Titel unter Dach und Fach ist. Zwar verzeichnet das Heimteam ein klares Chancenplus, doch weder Roger Assalé, noch Sékou Sanogo oder Nsame gelingt vorerst das erlösende 2:1.

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Nsame schiesst YB in der 89. Minuten zum Mitel. Video: streamable

Den 0:1-Rückstand durch einen sehenswerten Freistoss von Christian Schneuwly egalisierten die Berner dank einem Penalty-Geschenk des Schiedsrichters, einen neuerlichen Rückstand verhinderte Torhüter Marco Wölfli, der beim Stand von 1:1 in der 76. Minute den Foulpenalty von Valeriane Gvilia an die Latte lenkte. Der 35-jährige Solothurner wird somit zum grossen Helden.

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Der traumhafte Freistoss von Schneuwly zum 1:0 für YB. Video: streamable

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Der Ausgleich durch 1:1-Hoarau per Penalty. Video: streamable

Das Spiel erinnerte an eine gewisse Partie YB – Luzern, an die von den noch aktiven Bernern nur noch Marco Wölfli zurückdenken kann. Im Frühling 2008 hatten die Young Boys im Fernduell gegen Basel um den Meistertitel alle Vorteile auf ihrer Seite, als sie daheim gegen Luzern 0:1 verloren.

Damals erzielte der nur kurze Zeit für den FCL tätig gewesene Franzose Faysal El Idrissi vier Minuten nach der Pause mit einem Weitschuss bei der ersten und einzigen Torszene der Innerschweizer das 0:1. Die Young Boys hatten vorher und nachher Chancen für einen Kantersieg, aber sie verloren. Diesmal hätte sich das Gleiche abspielen können, doch es kam ganz anders. Das Glück hat YB endlich gefunden!

Die Stimmen:

Penalty-Killer Marco Wöfli:

«Es waren drei wichtige Punkte, die wir geholt haben (lacht). Nein, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Es ist unglaublich, was wir geleistet haben, schaut euch diese Stimmung an. Keine Ahnung, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll.»

Bild

König von Bern! Marco Wölfli wird auf Händen getragen. bild: screenshot srf

Torjäger Guillaume Hoarau:

«Genau deshalb übt man den Job als Fussballprofi aus. Es ist gewesen, wie im Film. Bern, ich liebe dich!»

Trainer Adi Hütter:

«Erst einmal freue ich mich, dass wir diesen Fluch von 32 Jahren beendet haben, dass wir das Wort «veryoungboysen» speziell in diesem Jahr hinter uns gelassen haben. Ich denke es nicht nur, ich weiss es, dass wir verdienter Meister 2018 sind. Es war ein absoluter Krimi heute, Luzern hat uns alles abverlangt. Wölfli hält uns im Spiel, vorher muss Assalé das Tor machen, dann schiesst Nsame das entscheidende Tor. Es sind unglaubliche Emotionen, das werde ich mein Leben lang nicht vergessen.»

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Adi Hütter wie man ihn kennt: Ruhig und sachlich. bild: screenshot srf

Meisterschütze Jean-Pierre Nsame:

«Es ist unglaublich, verrückt. So viele Jahre der Arbeit, es ist wunderbar. Es war ein gemeinsames Stück Arbeit, wir haben Bemerkenswertes geleistet und dafür das ganze Jahr gearbeitet.»

Thorsten Schick:

«Am ersten Tag der Vorbereitung haben wir gesagt, dass es ist unser grosses Ziel ist, Meister zu werden. Wir haben jeden Tag hart dafür gearbeitet. Dann hast du so ein Spiel, vor dieser Kulisse – und der Spielverlauf war verrückt, unglaublich. Es geht nur über das Kollektiv. Jean-Pierre ist dafür das beste Beispiel. Er schoss Tor um Tor in der Hinrunde, sitzt dann auf der Bank – und schiesst uns heute zum Titel.»

Christian Fassnacht:

«Es ist unmöglich, die Gedanken einzuordnen. Es ist überwältigend, unbeschreiblich. Wer dieses Drehbuch geschrieben hat, ist ein ganz Grosser.»

So feiert YB den ersten Meistertitel seit 32 Jahren

Lausanne – GC 0:1

Im Kampf gegen den Abstieg gelingt den Grasshoppers beim Debüt von Trainer Thorsten Fink ein Befreiungsschlag. Der Rekordmeister siegt beim Tabellenletzten Lausanne-Sport 1:0. Den Treffer des Abends in der Pontaise erzielt Stürmer Kenan Kodro in der 81. Minute.

Für den Bosnier, der bereits beim 4:3 gegen Lugano am letzten Wochenende der Matchwinner gewesen war, ist es das sechste Saisontor. Dank dem Sieg bauen die Grasshoppers ihren Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf sieben Punkte aus

L'entraineur zuerichois Thorsten Fink, centre, celebre la victoire avec le milieu zuerichois Nedim Bajrami, droite, a la fin de la rencontre de football de Super League entre le FC Lausanne-Sport, LS, et le Grasshopper Club Zuerich, GC, ce samedi 28 avril 2018 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Thorsten Fink freut sich über den ersten Sieg im ersten Spiel als GC-Trainer. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Young Boys - Luzern 2:1 (0:0)
31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Klossner.
Tore: 48. Schneuwly (Freistoss) 0:1. 52. Hoarau (Foulpenalty) 1:1. 89. Nsame (Hoarau) 2:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Fassnacht, Aebischer (88. Schick), Sanogo, Sulejmani (91. Moumi Ngamaleu); Hoarau, Assalé (75. Nsame).
Luzern: Omlin; Grether, Knezevic, Schmid; Gvilia (80. Schulz), Voca, Custodio (78. Ugrinic), Lustenberger; Schneuwly, Schürpf; Vargas (70. Demhasaj).
Bemerkungen: Young Boys ohne Bertone (gesperrt), Sow und Von Ballmoos (beide verletzt). Luzern ohne Kryeziu (gesperrt), Cirkovic, Schwegler, Lucas und Juric (alle verletzt). 76. Wölfli lenkt Foulpenalty von Gvilia ans Lattenkreuz. Verwarnungen: 59. Mbabu (Foul), 62. Custodio (Foul), 72. Benito (Foul), 84. Schneuwly (Foul).

Lausanne-Sport - Grasshoppers 0:1 (0:0)
4524 Zuschauer. - SR San.
Tor: 81. Kodro (Djuricin) 0:1.
Lausanne-Sport: Castella; Loosli, Monteiro (46. Marin), Rochat, Gétaz; Kololli, Geissmann, Cabral (84. Zeqiri), Zidane; Margiotta (69. Zarate), Rapp.
Grasshoppers: Lindner; Lika (74. Cvetkovic), Bergström, Rhyner, Doumbia; Sainsbury; Pusic, Bajrami (84. Taipi); Jeffrén (60. Andersen), Djuricin, Kodro.
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Manière, Dominguez, Pasche (alle verletzt) und Schmid (nicht im Aufgebot), Grasshoppers ohne Basic, Lavanchy (beide verletzt), Avdijaj und Vilotic (beide nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 45. Doumbia (Foul). 45. Monteiro (Foul). 77. Zidane (Foul). 89. Sainsbury (Foul). 94. Taipi (Spielverzögerung).

Die Tabelle

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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Es reicht.

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