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Keiner wirkt wie ein Sieger: Isner (links) gratuliert Anderson. Bild: EPA/AFP POOL

So historisch ist Andersons Marathon-Sieg im Halbfinal gegen Isner

Kevin Anderson steht als erster Spieler im Final von Wimbledon. Der Bezwinger von Roger Federer gewinnt in 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz gegen John Isner.

13.07.18, 21:39 14.07.18, 15:37


Die längsten Matches

In der ewigen Liste der längsten Einzel-Matches der Geschichte rangiert der Halbfinal auf Rang 3.

  1. Wimbledon 2010, 1. Runde: John Isner s. Nicolas Mahut nach 11:05 h mit 6:4, 3:6, 6:7, 7:6, 70:68.
  2. Davis Cup 2015, 1. Runde: Leonardo Mayer s. Joao Souza nach 6:43 h mit 7:6, 7:6, 5:7, 5:7, 15:13.
  3. Wimbledon 2018, Halbfinals: Kevin Anderson s. John Isner nach 6:36 h mit 7:6, 6:7, 6:7, 6:4, 26:24.

An den Rekord erinnert in Wimbledon diese Plakette. Bild: AP

Länger war auch eine Doppel-Partie. Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli unterlagen 2013 in der 1. Runde den beiden Tschechen Tomas Berdych und Lukas Rosol nach 7:02 h mit 4:6, 7:5, 4:6, 7:6 und 22:24.

Der 5. Satz

Alleine der Entscheidungssatz dauert 2:55 h. Die 50 Games entsprechen rund vier Sätzen. Anderson und Isner haben also gewissermassen keinen Fünfsätzer absolviert, sondern einen Achtsätzer.

Spektakel auf dem Weg zum entscheidenden Break. Video: YouTube/Wimbledon

Der Matchball nach 6:36 h. Video: YouTube/Wimbledon

Die Asse

Gemeinsam schlagen die zwei Spieler, die beide über zwei Meter lang sind, 102 Asse. Isner entscheidet diese Statistik mit 53:49 für sich. Der Amerikaner schafft im gesamten Turnier 214 Asse und bricht so die Rekordmarke von Goran Ivanisevic, der vor 17 Jahren bei seinem Turniersieg in Wimbledon zwei Asse weniger geschlagen hatte.

Andersons Ausdauer

Schon beim Viertelfinal-Coup gegen Roger Federer muss Kevin Anderson in die Verlängerung. Der fünfte Satz gegen den Schweizer ist aber vergleichsweise ein Sprint: Anderson gewinnt ihn mit 13:11. Die Partie dauert 4:14 h.

Mehr Erlösung als Euphorie: Anderson nach seinem Final-Einzug. Bild: EPA

Für Anderson ist es der zweite Grand-Slam-Final der Karriere. Im vergangenen Herbst unterlag der 32-Jährige aus Johannesburg Rafael Nadal im Endspiel der US Open 3:6, 3:6, 4:6.

Nach 97 Jahren steht erstmals wieder ein Südafrikaner im Wimbledon-Final. Brian Norton schien ebenfalls ein Marathon-Mann zu sein: 1921 unterlag er Bill Tilden 6:4, 6:2, 1:6, 0:6, 5:7.

Andersons Mitgefühl

«Bitte entschuldigt, dass ich mich nicht mehr freuen kann», meint der Sieger völlig ausgepumpt. «Ich hoffe, das ist ein Zeichen für die Grand-Slam-Turniere, dies zu ändern.» Anderson plädiert dafür, dass auch im fünften Satz ein Tiebreak entscheidet.

Zwei, die sich kennen und mögen: Anderson und Isner. Bild: AP

«Es tut mir wahnsinnig leid für John», sagt Anderson weiter. «Er hat mich meine ganze Karriere lang gepusht.»

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 13.07.2018 23:43
    Highlight Das ist wirklich bireweich. Die Regelung ist für alle schlecht: für die Spieler, für die Zuschauer, für die Organisatoren. Vorteile sehe ich nicht.

    Dazu kommt, dass ein dermassen ausgekotzter Sieger in der nächsten Runde einen Nachteil hat. Das ist auch für die Zuschauer nicht besonders spannend.

    Finde die meisten Regeln im Tennis wirklich gut und sinnvoll, aber das Open-End-Spielen im fünften Satz von GS-Turnieren ist einfach nur doof!
    23 17 Melden
  • Segi 13.07.2018 22:20
    Highlight Was eine langweilige Art Tennis zu spielen. Jeder Spieler gewinnt seine Aufschlagsspiele und am Ende entscheidet die Ausdauer. Schade, dass solche Aufschlagsriesen zurzeit so erfolgreich sind.
    36 16 Melden
    • DingoAteMyBaby 14.07.2018 00:02
      Highlight Zurzeit? Immer mehr werden es sein, leider...
      2 2 Melden

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