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Auch Mitte 2019 dominieren immer noch die «alten» Herren Federer, Nadal und Djokovic. Bild: keystone

Der Dreikampf der Topfavoriten – auch in Wimbledon dominiert die «Alte Garde»

In der ersten Wimbledon-Woche schieden bei den Männern zwar die Hälfte der Top-Ten-Spieler aus, die Favoriten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal gerieten aber nie in Gefahr.



Es würde überraschen, wenn einer der drei auf dem Weg in die Halbfinals scheitern würde.

Der Rekordmann

Die 21. Wimbledon-Teilnahme, der 17. Einzug in die Achtelfinals, der 350. Sieg an einem Grand-Slam-Turnier: Roger Federer sorgte auch in der ersten Woche des Turniers im All England Lawn Tennis Club für weitere Einträge in die Rekordbücher. Es sind aber nicht diese Marken, die den 20-fachen Grand-Slam-Champion wirklich interessieren. «In der ersten Woche kann man ein Grand-Slam-Turnier nicht gewinnen, sondern nur verlieren.»

epa07699688 Roger Federer of Switzerland celebrates winning against Lucas Pouille of France in their third round match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 06 July 2019. EPA/WILL OLIVER EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

«V wie victory!» – so will sich Roger Federer auch in der zweiten Woche nach jedem Match verabschieden. Bild: EPA

Auf dem Rasen von Wimbledon, der sich jedes Jahr etwas anders anfühlt, hat es schon manche Überraschung gegeben. «Die ersten beiden Partien sind immer die schwierigsten», so Federer. «Man kann schnell in Panik verfallen.» Er selbst liess sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn seine Rückhand noch nicht nach Wunsch funktioniert. Besonders mit der Leistung in der 3. Runde gegen Lucas Pouille zeigte sich Federer zufrieden: «Ich wusste, dass es der erste richtige Test wird.»

Die Favoriten

Neben Federer unterstrichen auch Rafael Nadal und Novak Djokovic ihre Ambitionen auf den Turniersieg. Der Titelverteidiger aus Serbien wurde in der ersten Woche mehr mit Problemen neben als auf dem Platz konfrontiert. Der Konflikt im Spielerrat, den Djokovic präsidiert, sorgte ebenso für Gesprächsstoff wie die Tatsache, dass der Serbe mit dem verurteilten und aus dem Rat zurückgetretenen Justin Gimelstob weiterhin engen Kontakt pflegt. Auf den Satzverlust in der 2. Runde gegen den Polen Hubert Hurkacz reagierte die Weltnummer 1 souverän.

epa07697635 Novak Djokovic of Serbia celebrates winning against Hubert Hurkacz of Poland during their third round match at the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 05 July 2019. EPA/NIC BOTHMA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Djokovic steht ohne Mühe in der zweiten Woche. Bild: EPA

Am meisten zu überzeugen vermochte Rafael Nadal. Den Härtetest gegen Nick Kyrgios in der 2. Runde, die bislang attraktivste Affiche des Turniers, bestand der Spanier mit Bravour, dem zweimaligen Halbfinalisten Jo-Wilfried Tsonga liess er in der 3. Runde keine Chance. «Ich bin froh, dass ich nach der schwierigen Auslosung den Weg in die zweite Woche gefunden habe», sagte Nadal. Er kennt die Tücken des Turniers aus eigener Erfahrung. «Jeder Tag hier ist ein Kampf.»

epa07699312 Rafael Nadal of Spain in action against Jo-Wilfried Tsonga of France during their third round match at the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 06 July 2019. EPA/WILL OLIVER EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Rafael Nadal tritt bislang extrem dominant auf. Bild: EPA

Das Programm am Manic Monday

Es kommt nur selten vor, dass Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic alle am selben Tag spielen. Am heutigen «Manic Monday» in Wimbledon ist dem aber so. Ab 14 Uhr steht Nadal auf dem Centre Court im Einsatz. Federer spielt dann das dritte Spiel auf dem gleichen Platz. Ungefähr zeitgleich mit Federer wird auch Djokovic im Einsatz stehen.

Zudem spielen heute bei den Frauen auch noch Weltnummer 1 Ashleigh Barty, Simona Halep und Serena Williams.

Das komplette Programm findest du hier.

Die Newcomer

Die Bilder blieben haften. Als Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas am ersten Turniertag versuchten, ihr Ausscheiden zu erklären, war ihnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Der 22-jährige Deutsche und der 20-jährige Grieche sind die Vorreiter der nächsten Generation, müssen sich aber weiter gedulden. Auch die beiden 23-jährigen Russen Karen Chatschanow (ATP 9) und Daniil Medwedew (ATP 13) scheiterten frühzeitig.

epa07687547 Stefanos Tsitsipas of Greece in action against Thomas Fabbiano of Italy during their first round match at the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 01 July 2019. EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Stefanos Tsitsipas musste in Wimbledon eine Enttäuschung hinnehmen. Bild: EPA

Weniger bekannte Talente bannten sich den Weg durch das Tableau. Ugo Humbert, 21-jährig aus Metz, hatte vor Wimbledon gerade einmal eine Partie an einem Grand-Slam-Turnier gewonnen. Oder Matteo Berrettini (ATP 20), der Gstaad-Sieger 2018. Der 23-jährige Römer bestätigte seine starken Resultate der Vorbereitungsturniere in Stuttgart (Sieg) und Halle (Halbfinal). Als Belohnung für ihren Effort winkt den beiden nun ein Duell gegen Djokovic (Humbert) und Federer (Berrettini).

Italy's Matteo Berrettini falls to the ground as he celebrates after beating Argentina's Diego Schwartzman in a Men's singles match during day six of the Wimbledon Tennis Championships in London, Saturday, July 6, 2019. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Liegt schon auf dem Rasen wie ein Champion: Federer-Gegner Matteo Berrettini. Bild: AP

Die Spezialisten

Die Beschaffenheit des Rasens war eines der grossen Themen der ersten Woche. Viele sagten, dass das Spiel noch einmal langsamer geworden sei, was laut Nadal an den schwereren Bällen liegt. «Ich bin überzeugt, dass dies Absicht ist», sagte der Kanadier Milos Raonic. Das Spiel auf Rasen habe sich deutlich verändert, dies sehe man auch an der Siegerliste. «Es spielt sich hier nicht mehr schneller als an einem der anderen Grand-Slam-Turniere», so der Wimbledon-Finalist von 2016.

epa07692380 Milos Raonic of Canada in action against Robin Haase of the Netherlands during their second round match at the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 03 July 2019. EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Aufschlagriese Milos Raonic findet in Wimbledon zu alter Form zurück. Bild: EPA

Mit Raonic und Sam Querrey schafften zwei Aufschlagspezialisten den Sprung in die Achtelfinals. Der Amerikaner ist nach seiner Bauchmuskelverletzung, die ihn drei Monate ausser Gefecht gesetzt hat, auf dem Weg zurück. Nach der Final-Qualifikation in Eastbourne gab er in Wimbledon nur in der Startrunde gegen Dominic Thiem einen Satz ab. Der 31-Jährige hatte 2017 in Wimbledon mit dem Halbfinal-Einzug den grössten Erfolg der Karriere gefeiert. (abu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Max Dick 08.07.2019 12:48
    Highlight Highlight Das heute wir für Federer alles andere als eine einfache Sache. Grosser Aufschläger, der sehr gut auf Rasen ist. Gefährlicher als es dann Nishikori in einem allfälligen VF wäre.
  • Mova 08.07.2019 11:13
    Highlight Highlight Ich vermute, der Sieg geht über die zwei Jüngeren Alten, Nadel und Djokovic. Bei Federer ist es zu kompliziert geworden, hält sein Körper, seine Backhand, generell die Fehlerquote. Das Spiel der anderen zwei ist einfacher, einfach einmal mehr rüber.
    • Chääschueche 08.07.2019 11:38
      Highlight Highlight Wir werden sehen ;)

      Nadal ist auf Rasen nicht wirklich ein Konkurrent für Federer.

      Ichh mache mir eher sorgen falls Federer gegen Djokovic im Final steht.
    • Max Dick 08.07.2019 13:01
      Highlight Highlight Die Frage betreffend dem Körper stellt sich wohl mehr bei Nadal. Dessen Körper ist einiges älter - wenn auch nicht nach Geburtsdatum.
      Ich würds mal so sagen: An einem durchschnittlichen Tag ist Djokovic Favorit gegen alle, und Federer ist es gegen Nadal (auf Rasen). Hat einer der Beteiligten einen schlechten Tag oder sehr guten Tag, ist natürlich alles möglich. Wenn es überhaupt alle drei soweit schaffen.
  • wasps 08.07.2019 10:58
    Highlight Highlight Das ist schon krass. Aber die drei haben neben abnormal viel Talent halt auch die richtige Einstellung zu ihrem Beruf. Die Leben für das Tennis.

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