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Roger Federer verteilt Autogramme: Kinder haben bei ihm Vorrang. Bild: KEYSTONE

Roger Federer über Privatsphäre: «Ich verstehe, wenn mich Fans fotografieren, aber ...»

Selbst Roger Federer geht der Rummel um seine Person manchmal zu weit. Dann nämlich, wenn die Menschen ungefragt Fotos von einem seiner vier Kindern schiessen.

09.06.18, 13:04 10.06.18, 08:45

Simon Häring / aargauer zeitung



Er schickt seine Kinder in die öffentliche Skischule in der Lenzerheide, schaut beim Skirennen zu, besucht mit ihnen die Fasnacht, fährt im Drämmli und steht in der Seebadi in Richterswil im Kanton Zürich für ein Glacé an. Nein, Tennis-Spieler Roger Federer versteckt seine vier Kinder Myla, Charlene sowie Leo und Lenny wirklich nicht. Und doch: die Privatsphäre seiner Kinder ist ihm heilig, wie er jüngst im Gespräch mit seinem Sponsor «Credit Suisse» sagte.

Die Federer-Kinder Myla Rose, Lenny, Charlene Riva und Leo 2018 in Australien. Bild: EPA/TENNIS AUSTRALIA

«Wenn du öffentlich deine Meinung äusserst, kannst du viele Menschen vor den Kopf stossen.»

Roger Federer

Handys könnten ein echtes Problem sein. «Ich verstehe, wenn Fans ihre Telefone rausholen, um ein Foto von mir zu machen, sie sehen mich ja vielleicht nie wieder und wollen diese Gelegenheit nutzen. Aber was mich als Familienmensch nervt, ist, wenn jemand ein Bild von meinen Kindern macht, ohne zu fragen», sagt Federer. Generell zeigten die Menschen aber viel Verständnis, vor allem in der Schweiz. Er könne selber steuern, wie viel er preis gebe.

Federers Chance auf die Nummer 1

Zudem erklärte Federer, warum er nicht oder nur sehr zurückhaltend zu politischen Themen Stellung beziehe. Es gebe viele Dinge, von denen andere mehr verstehen würden als er. «Ich muss nicht alles wissen. Wenn du öffentlich deine Meinung äusserst, kannst du viele Menschen vor den Kopf stossen. Darum gibt es Dinge, über die ich öffentlich nicht rede.» Dinge auch, von denen er sagt, sie würden zu seinem Privatleben gehören.

Die vielen Gesichter des «Maestros»

Übrigens hat Federer eine klare Prioritätenliste, wenn es ums Verteilen von Autogrammen geht. Danach gefragt, ob er wirklich alle Menschen gleich behandle, sagte er: «Ganz ehrlich? Nein! Ich habe eine klare Hierarchie: Kinder haben Vorrang, wie auch Menschen mit einer Beeinträchtigung.» Aber klar: Alle Anhänger seien wichtig. Er schätze es, dass sie ihm rund um die Welt nachreisen, um ihn bei Turnieren zu unterstützen.

Federer trainiert am Sonntag erstmals in Stuttgart. Sein erstes Spiel nach zehnwöchiger Wettkampfpause bestreitet er am Mittwoch, 13. Juni. Beim Rasenturnier der ATP250-Kategorie war Federer im Vorjahr nach einem Freilos in der zweiten Runde nach vergebenem Matchball am Deutschen Tommy Haas gescheitert. Gewinnt Federer das Turnier, übernimmt er unabhängig vom Ausgang der French Open wieder die Führung in der Weltrangliste.

«Chum jetz, Roger, tritt ändlich zrugg!»

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • InfinityLoop 09.06.2018 22:23
    Highlight So ihr Fans😉.....wen man nett fragt und nicht nervig ist klappt es auch.War nie ein Fan von ihm....aber die freundlichkeit von ihm hat mich umgehauen.Und das obwohl ich der grösste Fan bin von einem der ihm schon einige der grössten Niederlagen eingebracht hat.Toller Mensch.Einfach fragen.Ein nein ist ein nein und Kinder sind bei jedem tabu...
    17 7 Melden
  • Chrigi-B 09.06.2018 18:43
    Highlight Grande Roscheee! Die anderen Berühmtheiten sollen doch bitte auch die Klappe halten. A la Im Privatjet um die Welt reisen und uns über den Klimawandel belehren.
    9 24 Melden
  • meine senf 09.06.2018 15:32
    Highlight Auf das Foto der Kinder hätte man in diesem Aussage-Zusammenhang ruhig verzichten können ...
    186 14 Melden
  • Filii Fornicatricum 09.06.2018 14:13
    Highlight Das gute Image der Marke "Federer" könnte ja Schaden nehmen. Ein Mann ohne Ecken und Kanten..
    45 194 Melden
    • falang 09.06.2018 15:19
      Highlight Darum schlägt er ja auch Bälle!!!! 🎾 Die haben auch keine Ecken und Kanten!
      166 9 Melden
  • Francis Begbie 09.06.2018 12:48
    Highlight Der hat damals viele Menschen vor den Kopf gestossen. Aus rein egoistischen Motiven:
    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/551ae23bab5c379052002510
    Nur hat man Ihm wohl verziehen oder will sich nicht mehr daran erinnern... Roger ist halt so perfekt...
    52 246 Melden
    • Marlon Mendieta 09.06.2018 13:02
      Highlight Sehe keine politische Äusserung im Artikel?
      Du schon?
      109 17 Melden
    • Francis Begbie 09.06.2018 13:24
      Highlight Dann halt nur in der einen Fotoüberschrift - er erwog damals, falls die Steuergerechtigkeitsinitiative angenommen worden wäre, aus der Schweiz wegzuziehen.
      26 100 Melden
    • Philu 09.06.2018 13:24
      Highlight Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es steht klar im Artikel, dass er die Aussage nicht selbst getätigt hat, sondern ein Vertrauter. Solange er es nicht selbst öffentlich gesagt hat, ist es ein reisserischer Artikel.
      155 14 Melden
    • Urs-77 09.06.2018 13:25
      Highlight Was hat das jetzt damit zu tun?
      62 12 Melden
    • Favez 09.06.2018 13:25
      Highlight Habe deinen verlinketen Artikel gelesen. Federer sagt dort gar nichts sondern "ein Vertrauter des Stars". Und der sagt nicht dass Fedi weggezogen wäre bei einer Annahme der Steuerinitiative sondern dass er es sich überlegt hätte. Ob das stimmt, wissen wir nicht.
      102 17 Melden
    • ingmarbergman 09.06.2018 13:57
      Highlight und selbst wenn. Es ist ein freies Land. Jeder darf selber entscheiden, wo er wohnen möchte.
      Ich würde genau aus dem Grund nie in den Aargau ziehen (hohe Steuern, und schlechte Leistung die man dafür kriegt).
      49 28 Melden
    • Hayek1902 09.06.2018 14:51
      Highlight So what? Wenn sich ihre Miete drastisch erhöht, wären Sie ein Idiot, wenn Sie einen Wegzug nicht zumindest in erwägubg ziehen. Ist das selbe Prinzip. Federer ist Sportler,er verdient sein Geld als Teil der Unterhaltungsindustrie und seine Stärken sind Tennis und wahrscheinlich nicht internationale Finanzökonomie oder die Problematik der Verhältnismässigkeit von Polizeieingriffen, dementsprechend sehe ich nicht ein, wieso man von ihm öffentliche Aussagen zu Politik oder Wirtschaft erwarten soll. Ich frage auch nicht Arno del Curto, wenn ich wissen will, wie man die Nahostkonflikte lösen könnte.
      61 14 Melden
  • kleiner_Schurke 09.06.2018 12:45
    Highlight Ich kennen keine bekannte Persönlichkeit die mit einer derart positiven Image rüberkommt. Federer ist einfach rund um 100% durch und durch sympathisch.

    Und wenn im Ausland mal irgendeiner die Schweiz nicht kenn, dann sage ich nicht mehr Cheese, nein Federer, die Rektion ist immer gleich, ahhhh, yes.
    322 118 Melden
    • EvilBetty 09.06.2018 17:33
      Highlight So kann man «dämliches Dauergrinsen» auch beschreiben...
      26 73 Melden
    • kleiner_Schurke 09.06.2018 18:42
      Highlight Ich sehe nun echt nicht was daran dämlich sein soll....
      19 6 Melden
    • Favez 10.06.2018 00:56
      Highlight ...sagte EvilBetty und grinste dämlich.
      28 3 Melden
    • äti 10.06.2018 11:47
      Highlight @schurke, gehe mit dir einig. Allerdings suche ich schon längst ein Produkt wo er nicht Werbung macht. ;)
      4 1 Melden
  • birdiee 09.06.2018 12:44
    Highlight Endlich wieder Tennis schauen...
    Lets go Roger lets go!
    121 86 Melden

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