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Stan Wawrinka of Switzerland, left, and Daniil Medvedev of Russia shake hands after their Men's Singles Match on the opening day at the Wimbledon Tennis Championships in London Monday, July 3, 2017.(KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hier ist der Russe noch artig unterwegs: Medwedew nach seinem Sieg gegen Stan Wawrinka.  Bild: KEYSTONE

Münz-Eklat in Wimbledon: Wawrinka-Bezwinger Medwedew verhöhnt Schiedsrichterin

Daniil Medwedew hat in Wimbledon für einen Eklat gesorgt: Der Russe, der in der zweiten Runde trotz einer Führung noch ausschied, entlud seinen Frust an der Schiedsrichterin und warf ihr Münzgeld vor den Stuhl.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Am Vortag hatte er die Tennis-Welt noch mit seinem sensationellen Sieg in der Auftaktrunde in Wimbledon gegen Stan Wawrinka überrascht, wenige Stunden später sorgte Daniil Medwedew für bizarre Szenen: Der 21-Jährige fragte während des fünften Satzes seiner Zweitrundenpartie gegen Ruben Bemelmans frustriert beim zuständigen Turnierdirektor nach, ob man die Stuhlschiedsrichterin Mariana Alves austauschen könne. Sein Wunsch wurde dem Russen, der mit einigen Entscheidungen des Referees nicht einverstanden gewesen war, allerdings ausgeschlagen. Die Partie wurde auf Court Nr. 16 ausgetragen, auf dem das Hawk-Eye-Kamerasystem nicht installiert ist.

«Ich war enttäuscht und frustriert nach dem Spiel. Schiedsrichter machen Fehler, Spieler auch. Es war eine Dummheit, die ich getan habe.»

Daniil Medwedew

Nachdem Medwedew, der derzeit auf Platz 49 der Weltrangliste geführt wird, den entscheidenden fünften Durchgang trotz einer 2:0-Führung in Spielen noch aus der Hand gegeben und das Match gegen den 124. des ATP-Rankings schliesslich 4:6, 2:6, 6:3, 6:2, 3:6 verloren hatte, verlor er endgültig die Nerven: Angekommen an seiner Spielerbank griff Medwedew sich sein Portemonnaie aus der Tennistasche und suchte Münzgeld daraus. Anschliessend warf er das Kleingeld vor den Arbeitsplatz der Stuhlschiedsrichterin.

Medwedews höchst unsportliche Aktion.

«Werde mich entschuldigen»

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel entschuldigte sich Medwedew zwar. «In der Hitze des Gefechts habe ich einen Fehler gemacht. Das tut mir leid. Ich werde mich bei der Schiedsrichterin entschuldigen, sobald ich sie sehe», sagte er: «Ich war enttäuscht und frustriert nach dem Spiel. Schiedsrichter machen Fehler, Spieler auch. Es war eine Dummheit, die ich getan habe.»

Dennoch wird er wohl mit Sanktionen rechnen müssen. «Das muss jetzt beurteilt werden und ich werde die Strafe akzeptieren», sagte Medwedew.

Bereits im vergangenen Jahr war der Rechtshänder durch skandalöses Verhalten aufgefallen. Im Rahmen des Challenger-Turniers in Savannah (Georgia) hatte Medwedew bei einer Niederlage gegen Donald Young einen rassistischen Kommentar über seinen schwarzen Kontrahenten und den schwarzen Referee losgelassen. Auch damals war er wegen Schiedsrichterentscheidungen gegen ihn verärgert gewesen. Seinerzeit wurde er umgehend vom Turnier ausgeschlossen. (Ist/rst)

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Video: srf

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Konterbier 06.07.2017 00:45
    Highlight Highlight ziemlich unsympathisch aber immerhin entschuldigt er sich.
  • Shin Kami 05.07.2017 23:35
    Highlight Highlight Seit wann ist es negativ dem Schiri Trinkgeld zu geben?
  • Wehrli 05.07.2017 23:12
    Highlight Highlight Wenn das Ego grösser ist als die Hose, dann passieren solche Sachen ...
  • gnp286 05.07.2017 22:10
    Highlight Highlight Ich bin mir jetzt irgendwie über die Bedeutung nicht im klaren, wenn man jemandem Münzen vor die Füsse wirft :D Aus dem Kontext nehme ich an, dass man so seine Abneigung oder Verachtung zum Ausdruck bringt... Aber was heisst das genau und woher kommt das?
    • Tepesch 05.07.2017 22:57
      Highlight Highlight Vielleicht eine Anspielung auf die 30 Silberlinge die Judas für den Verrat an Jesus bekam. Aber genau weiss ich es auch nicht.
    • The oder ich 05.07.2017 23:02
      Highlight Highlight Er wollte wohl damit andeuten, die Schiri sei gekauft.

      #meineinterpretation
    • Ralph Steiner 05.07.2017 23:04
      Highlight Highlight Hätte ich jetzt auch so gedeutet.

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