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FILE - In this July 6, 2008, file photo, Switzerland's Roger Federer, left, and Spain's Rafael Nadal pose with their trophies after Nadal defeated Federer in the Men's Singles final at the Wimbledon tennis tournament in London. Go back 15 years, to the start of Wimbledon in June 2003, Federer was 21 and had not yet reached No. 1 in the ATP rankings. Nadal hadn't hadn't even entered a major tournament in 2003. These days, he trails only Federer in the all-time men's Grand Slam standings, with 17 of his own, including No. 11 at the French Open just this month. (AP Photo/Anja Niedringhaus, File)

Beim Wimbledon-Final 2008 schlug Nadal Federer im wohl besten Spiel der Tennis-Geschichte. Bild: AP/AP

Ob sich Nadal den Wimbledon-Traumfinal gegen Federer wünscht? «Ich bin doch nicht blöd»

Nach dem traditionellen Ruhetag steht in Wimbledon der «Super Monday» mit sämtlichen Achtelfinals der Männer und Frauen an. Die Chancen auf einen Traumfinal Roger Federer gegen Rafael Nadal sind weiter intakt.



Zehn Jahre nach ihrem epischen Final, den der Schweizer 7:9 im fünften Satz verlor, dominieren Roger Federer und Rafael Nadal erneut die Tennisszene. Auf Rasen haben sie seit damals nie mehr gegeneinander gespielt, umso mehr hoffen die Tennisfans auf eine Neuauflage. Nicht so allerdings Nadal: «Ich bin doch nicht blöd», machte die Weltnummer 1 am Samstag nach seinem Einzug in die Achtelfinals klar. «Wenn ich in den Final käme, wären das natürlich tolle News. Aber dann würde ich lieber gegen einen einfacheren Gegner spielen.»

Tatsächlich macht Federer auch mit 36 Jahren und 11 Monaten wieder einen unwiderstehlichen Eindruck. In den ersten drei Runden schaffte kein Gegner in einem Aufschlagspiel des Baslers mehr als zwei Punkte. Seit dem Halbfinal vor einem Jahr gegen Tomas Berdych hat er 67 Mal in Folge seinen Service gehalten. Die erste Woche verlief für Federer ideal. Er hatte einfache Matches, überhaupt keinen Stress und konnte sich so ideal vom happigen Programm in Stuttgart und Halle mit neun Spielen in zwölf Tagen erholen.

epa06869317 Roger Federer of Switzerland celebrates his win over Jan-Lennard Struff of Germany in their third round match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 06 July 2018. EPA/NIC BOTHMA EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Roger Federer wurde in der ersten Woche in Wimbledon nicht wirklich gefordert. Bild: EPA/EPA

Aber Federer weiss auch: Die schwierigen Gegner kommen erst noch. Nicht unbedingt Adrian Mannarino im Achtelfinal (14.00 Uhr Schweizer Zeit), aber der bislang ebenfalls überzeugende Südafrikaner Kevin Anderson im Viertelfinal oder der Kanadier Milos Raonic im Halbfinal, beides enorm starke Aufschläger. Mit Vorjahresfinalist Marin Cilic verlor allerdings ein potenziell gefährlicher Kontrahent bereits in der 2. Runde.

Perfekte erste Woche ist keine Garantie

Federer erreichte die zweite Woche in Wimbledon bereits zum neunten Mal ohne Satzverlust. «Nur» viermal gewann er dann allerdings auch den Titel. 2008 (gegen Nadal) und 2014 (gegen Novak Djokovic) verlor er im Final, 2011 (gegen Jo-Wilfried Tsonga) im Viertel- und vor zwei Jahren im Halbfinal (gegen Raonic).

Dennoch scheint ein Traumfinal zwischen Federer und Nadal realistischer denn je, auch wenn der Spanier seit 2011 nie mehr über die Achtelfinals hinauskam. Diesmal kommen ihm aber auch die meteorologischen Bedingungen entgegen. Seit Wochen leidet England unter Trockenheit und Hitze. In der zweiten Woche werden die Courts deshalb immer mehr Hartplätzen mit hoch abspringenden Bällen ähneln. Ideal für Nadal, der zudem immer wieder betont, dass er bei Sonnenschein viel lieber spielt.

epa06794329 Rafael Nadal of Spain (L) reacts with Juan Martin Del Potro of Argentina after winning their men’s semi final match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 08 June 2018.  EPA/YOAN VALAT

Im Viertelfinale könnte es zum Duell zwischen Nadal und Del Potro kommen. Bild: EPA/EPA

Ab Viertelfinal werden aber auch für den zweifachen Wimbledonsieger die Hürden höher: Zunächst wohl Juan Martin Del Potro, der als einziger Spieler neben Federer und Nadal noch keinen Satz abgegeben hat, dann vielleicht der wieder erstarkte Djokovic. (zap/sda)

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