Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Serena Williams argues with the chair umpire during a match against Naomi Osaka, of Japan, during the women's finals of the U.S. Open tennis tournament at the USTA Billie Jean King National Tennis Center, Saturday, Sept. 8, 2018, in New York. (Photo by Greg Allen/Invision/AP)

Serena Williams legt sich mit Schiedsrichter Carlos Ramos an und bezeichnet ihn als «Dieb». Bild: Greg Allen/Invision/AP/Invision

Eklat am US-Open-Final – hatte Serena Williams recht oder nicht? 



Sowas sieht man selten im Tennis-Sport. Schiedsrichter-Entscheide werden zwar immer wieder diskutiert, aber dass sie spielentscheidend sind, kommt kaum je vor.

Anders gestern Abend. Serena Williams wurde wegen wiederholten Regelverstössen ein Game abgezogen. Und das im Finale des US Open, in einem der wichtigsten Matches überhaupt. 

Am Ende verlor die 23-fache Grandslam-Siegerin mit 2:6, 4:6 und verpasste somit den Major-Rekord. Siegerin wurde Naomi Osaka. Ob der japanische Youngster auch ohne den Game-Abzug triumphiert hätte, wird für immer unbeantwortet bleiben.

Busse für Williams

Serena Williams ist für ihr Fehlverhalten im Final vom US Open mit einer Busse von 17'000 Dollar bestraft worden. Die 36-jährige Amerikanerin hatte während der Zweisatz-Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka drei Verwarnungen kassiert: für das Coaching ihres Trainers auf der Tribüne (4000 Dollar), für das Zertrümmern ihres Rackets (3000 Dollar) und für die Beleidigung von Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos (10'000 Dollar). (abu/sda)

Sicher ist: Die erst 20-Jährige spielte überragend und liess sich auch durch die hitzige Stimmung im Arthur-Ashe-Stadion nicht aus der Ruhe bringen.

Fest steht auch: Die unterlegene Serena Williams verhielt sich gegenüber der 16 Jahre jüngeren Kontrahentin stets fair und bewies bei der Siegerehrung grosse Klasse. 

Dafür erhielt Williams auch nach der Partie von der WTA-Präsidentin grosses Lob.

Was sich die US-Amerikanerin aber während der Partie erlaubte, war mehr als nur streitbar. 

Doch was war passiert?

Zunächst erhielt Williams eine Verwarnung wegen Coachings. Die Trainer dürfen im Tennis keine taktische Anweisungen geben, auch keine Handzeichen machen. Doch genau das tat ihr Coach Patrick Mouratoglou, wie wir in folgendem Video-Ausschnitt sehen können: 

Play Icon

Patrick Mouraoglou gibt Williams Handzeichen. Video: YouTube/JustTennis

Der Trainer räumte später gegenüber «ESPN» denn auch ein, dass er versucht habe, Zeichen zu geben. Serena Williams habe diese aber nicht gesehen. Zudem sei das eigentlich ganz normal, er sei noch nie für das bestraft worden.

Nach dem Match twitterte Mouratoglou, der Star des Spiels sei wieder mal der Schiedsrichter gewesen.

Fakt ist: Der Schiedsrichter hatte mit der Verwarnung recht. Dass Williams die Anweisungen nicht gesehen hat, ist aber ebenfalls sehr gut möglich.

Play Icon

Serena Williams beschwert sich bei Schiedsrichter Ramos.  Video: streamable

Die 37-Jährige legte sich immer wieder mit dem Unparteiischen an und sagte diesem, dass sie nie betrügen würde. «Ich habe eine Tochter. Ich cheate nicht.» Sie verlange eine Entschuldigung. 

Indiskutabel ist die zweite Verwarnung. Diese erhielt Williams, weil sie ihr Racket zertrümmerte. Die Bilder sprechen eine eindeutige Sprache: 

Serena Williams slams her racket on the court during the women's final of the U.S. Open tennis tournament against Naomi Osaka, of Japan, Saturday, Sept. 8, 2018, in New York. (AP Photo/Julio Cortez)

Serena Williams zerschmettert ihren Schläger.  Bild: AP/AP

Als der Schiedsrichter Carlos Ramos ihr darauf einen Punkt abzog, brannten bei Williams die Sicherungen durch. Sie ging erneut auf Ramos zu und schimpfte: «Du bist nicht nur ein Lügner, sondern auch noch ein Dieb.»

Der Schiedsrichter reagierte erneut, sprach die dritte Verwarnung aus und zog der Amerikanerin ein ganzes Aufschlagspiel ab. Plötzlich stand es nicht mehr 3:4 im zweiten Satz, sondern 3:5. Das Publikum und Serena Williams kochten.

Doch der Schiedsrichter handelte bei allen drei Entscheidungen gemäss dem Reglement. 

Williams erklärt sich

Dennoch ist die Sache nicht ausgegessen. Denn Serena Williams legte an der Pressekonferenz nach. Sie beschuldigte den Schiedsrichter des Sexismus. Einem Mann hätte er nie ein Game abgezogen, wenn er ihn als «Dieb» bezeichnet hätte:

«Ich weiss nicht. Man kann natürlich nicht in der Zeit zurückgehen. Ich kann nicht hier sitzen und sagen, dass der Schiedsrichter kein Dieb ist, denn er hat mir ein Spiel gestohlen. Ich habe männliche Spieler gesehen, die andere Schiedsrichter noch ganz anders bezeichnet haben. Ich kämpfe hier für Frauenrechte, für die Gleichberechtigung von Frauen. Dass er mir ein Spiel genommen hat, weil ich ‹Dieb› gesagt habe, war aus meiner Sicht sexistisch. Er hat noch nie einem Mann ein Spiel weggenommen, weil der ‹Dieb› gesagt hat. Das bekomme ich nicht in den Kopf.»

Serena Williams

Play Icon

Die ganze Pressekonferenz von Serena Williams. Video: YouTube/ESPN

Unterstützung erhielt Serena Williams nach der Partie etwa vom ehemaligen Top-10-Spieler James Blake. Er schrieb auf Twitter, dass er bereits schlimmere Sachen gesagt habe und dafür nicht bestraft worden sei.

Bei Williams schien sich in den letzten Wochen viel Frust angestaut zu haben, der nun rausplatzte. So wurde ihr zum Beispiel verboten, an den kommenden French Open den Catsuit zu tragen, weil sie mit diesem Outfit den Sport nicht respektiere. Auch die Verwarnung gegen Alizé Cornet, weil diese kurz ihr Shirt drehte während des Spiels, konnte Williams nicht verstehen, wie sie gestern zu Protokoll gab. 

«Ich werde weiter für Frauen kämpfen, für uns kämpfen. Alizé Cornet etwa sollte auf dem Platz ihr Shirt ausziehen dürfen, ohne bestraft zu werden. Das ist abscheulich! Das, was ich erdulden muss, ist ein Beispiel für die nächste Person, die ihre Emotionen ausdrücken will, um eine starke Frau zu sein. Nach heute werden sie es dürfen. Vielleicht hat es nicht für mich funktioniert, aber es wird für die nächste funktionieren.»

Serena Williams

(cma)

Die Tennisspielerinnen mit den meisten Grand-Slam-Siegen – seit Beginn der Open Era

Das könnte dich auch interessieren:

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Das Hut-Interview mit Stan Wawrinka

Play Icon

Video: watson/Angelina Graf

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

88
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bergy37 10.09.2018 11:25
    Highlight Highlight Über die erste Verwarnung wegen Coaching darf man sicherlich diskutieren, die Frage ist ob Serena das gesehen hat, Handzeichen macht aber grundsätzlich jeder Trainer, teilweise auch unbewusst. Die zweite und dritte Verwarnung sind nicht zu diskutieren. Der Schiedsrichter hielt sich strikt an das Regelwerk - es wäre schön, bei den Herren eine ähnliche Leistung der Refs zu sehen, ich denke hier an Zeitspiel bei den Aufschlägen gewisser Herren...
    4 0 Melden
  • Livia Peperoncini 09.09.2018 20:29
    Highlight Highlight Solche Pöbeleien sind für die Drama-Queen doch keine Seltenheit. Am US Open 2009 sagte sie im Halbfinale gegen Kim Clijsters einer Linienrichterin "Ich bringe dich um", nur weil diese einen Fussfehler anzeigte. Am meisten ärgert mich aber ihre Heuchelei während der Siegerfeier. Ihre Psychospielchen, um das Publikum auf ihre Seite zu bringen, zieht sich ja durch ihre ganze Karriere und weil jetzt gerade Sexismus in ist zieht sie jetzt diese Karte. Das nächste Mal ist es dann wieder die Rassismuskarte.
    77 5 Melden
  • Yogi Bär 09.09.2018 19:24
    Highlight Highlight Nein, Regeln sind auch für Serena gültig. Für mich hat dies weder mit Rassismus noch mit Frauenfeindlichkeit zu tun, eher mit Unsportlichkeit oder Unfairness ihrerseits zu tun!
    58 1 Melden
  • Dingsda 09.09.2018 19:03
    Highlight Highlight Da ging wohl das Testosteron mit ihr durch. :P
    100 10 Melden
  • Judge Dredd 09.09.2018 18:45
    Highlight Highlight @FrancoL, kann es sein, dass sie ein Serena Williams Fan sind? 😉
    27 3 Melden
  • Dirk Leinher 09.09.2018 18:12
    Highlight Highlight Nur weil andere nicht die gerechte Strafe nach Reglement erhielten, kann man für sich doch nicht das gleiche "Unrecht" einfordern.
    55 6 Melden
  • Luke1879 09.09.2018 17:08
    Highlight Highlight McEnroe wurde für ähnliche Vergehen einst disqualifiziert. Darüber hätte man gestern auch nachdenken können...
    Play Icon
    57 3 Melden
    • Citation Needed 09.09.2018 20:44
      Highlight Highlight Hehe, McEnroe, das Enfant terrible! Allerdings hatte Agassi mal einem Ref den Finger gezeigt, ungestraft. Und Rackets sind auch schon oft welche zerdeppert worden, an eine Strafe dafür erinnere ich mich grad nicht. Hab das Match aber nicht gesehen, weiss also nicht, wie ich Serenas Aussagen bewerten würde. Gut ist, dass Sie der Gegnerin gegenüber stets fair war!
      5 7 Melden
    • Adrian Buergler 09.09.2018 20:54
      Highlight Highlight @Citation Needed: Racket zertrümmern gibt eigentlich immer eine Strafe. "Racket abuse" ist ein offizielles Delikt im Tennis Code of Conduct. Allerdings hat es natürlich nicht immer die gleichen Folgen. Wenn der Spieler/die Spielerin sich zuvor nichts zu Schulden kommen lassen hat, gibt es nur eine Verwarnung. Gab es zuvor schon eine Verwarnung gibt es dann auch Punktabzug.
      29 0 Melden
    • Citation Needed 09.09.2018 22:28
      Highlight Highlight Adrian: ich bezweifle nicht, dass der Ref reglementskonform handelte. Ich erinnere mich aber an andere, die es nicht taten, bei gleichen oder happigeren Vergehen (gemäss Beschreibung, Match wie gesagt nicht gesehen). Der Begriff ‚Racket Abuse‘ ist ja auch irgendwie süss..
      🙂
      1 9 Melden
  • Mova 09.09.2018 16:50
    Highlight Highlight Habe das Spiel gesehen. Serena hatte null Brot, wenn der Ball von ihr weg sprang, sie war einfach zu langsam und unbeweglich. Mit etwas mehr Spielerfahrung hätte Osaka Serena noch mehr demontiert.
    47 5 Melden
  • JonathanFrakes 09.09.2018 16:48
    Highlight Highlight Die Verwarnung wegen des Coachings ist ein Witz, da dies im Normalfall nie geahndet wird. Und dies in einem GS-Final. Da kann ich den Ärger von Serena verstehen. Die 2 anderen Verwarnungen sind aber absolut korrekt, deshalb darf sie sich hier nicht beklagen!

    Und hier mit Sexismus zu kommen, ist einfach nur peinlich. Die Damen sind den Männern beim Preisgeld bei den GS-Turnieren gleichgestellt, obwohl das Interesse und damit die Sponsorenbeiträge deutlich kleiner sind.
    93 11 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 17:39
      Highlight Highlight Was hat jetzt nun Preisgeld mit dem gleich behandeln zu tun? Spielst Du Tennis und schaust Du auch mit einem gewissen Interesse Tennis? Wenn Du also ein Spiel von Fognini oder Kyrgios schon mal in voller Länge Geschäft hast, dann kannst Du mir einmal sagen WANN einer der beiden einen Spielabzug bekommen hat. Und ich bin mir sicher, dass die Wortwahl der beiden, deren Gesten und zertrümmerte Rackets bei weitem das Verhalten von Serene topen. Es geht um den angewandten Massstab bei der Ahnung von Unsportlichkeiten, nicht um das Preisgeld, ausser man möchte von der Thematik ablenken.
      17 90 Melden
    • JonathanFrakes 09.09.2018 18:41
      Highlight Highlight @FrancoL: Was gleiches Preisgeld mit Gleichbehandlung zu tun hat? Seriously? Ja, ich spiele selber Tennis und verfolge das Geschehen seit Kindheit intensiv. So weit ich weiss hat Gulbis mal einen Spielabzug bekommen. Und er ist ja ein Mann, soweit ich weiss ;) Kyrgios wurde mal 2 Monate gesperrt für unsportliches Verhalten, Fognini bekam eine saftige Busse + Sperre auf Bewährung für einen Ausraster.
      53 4 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 18:50
      Highlight Highlight @Jonathan; Du bist gut informiert, würde sagen mit bewussten Abstrichen; Was genau ist passiert damit Fognini eine saftige Busse und eine Sperre bekam? Nicht einfach etwas erzählen, den ganzen Sachverhalt inkl über 2 Dutzend Verwarnungen an Fognini und einer Aussprache, die gar nichts brachte, mit den Beteiligten war der Hintergrund. Nicht einfach erzählen, weil man selber Tennis spielt. Habe ich ja auch nicht angeführt obwohl ich gute 35 Jahre Tennis gespielt habe und dies auf nicht gerade niedriger Stufe. Wir können gerne über die Karriere von Fognini sprechen, aber bitte mit allen Ecken.
      8 60 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Openyourmind 09.09.2018 15:56
    Highlight Highlight Was uns die SRF Kommentatoren nicht gesagt haben, vermutlich weil die es selber gar nicht wissen... Osakas Coach Aleksandar Bajin (the one with the YONEX T-Shirt in the first row) war jahrelang Serenas „Hitter“, Freund und Co-Trainer... kein Wunder kennt Osaka wie gegen Serena gespielt werden soll! Sie hat verdient gewonnen!

    https://www.nytimes.com/2008/08/28/sports/tennis/28serena.html
    32 9 Melden
  • Ruggedman 09.09.2018 15:18
    Highlight Highlight Das Publikum war auch grosse Klasse. Gratulation!
    29 13 Melden
  • My Senf 09.09.2018 14:46
    Highlight Highlight Racket zertrümmert?

    Wie viele hate McEnroe zertrümmert?!

    Und alle wollten ihn spielen sehen...
    23 84 Melden
    • mukeleven 09.09.2018 15:31
      Highlight Highlight mr hydes ausraster auf dem platz waren/sind ‚legendär‘!
      ... und eigentlich vermiss ich das heute im tennis-sport. 😋
      31 3 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 15:49
      Highlight Highlight Das Racket zertrümmert ist das eine, die Ausdrücke mit denen er Schiedrichter und Linienrichter und wenn es sein musste auch den Platzverantwortlichen bedachte kaum zum abdrucken. Aber man muss nicht soweit zurückblicken; Fognini, Kyrgios sind nicht viel weniger heftig als JMc.
      31 13 Melden
  • hueberstoebler 09.09.2018 14:44
    Highlight Highlight und natürlich kommt wieder die sexismus-keule... wo schon nicht? wird langsam langweilig...
    137 15 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 15:13
      Highlight Highlight Hier aber nicht ganz unberechtigt. Wer in den letzten Jahren Tennis geschaut hat, der weiss dass Männer da eher glimpflicher davon kommen und wer selbst Tennis spielt und die Coachies etwas beobachtet der weiss dass sowohl beim Herren- als auch beim Damentennis schon ordentlich Zeichen gegeben werden.
      27 147 Melden
  • YvesM 09.09.2018 14:18
    Highlight Highlight Naomi Osaka hat mir sehr gut gefallen. Hoffentlich sehen wir mehr von dem Tennis in naher Zununft. Den ersten Satz dominiert und das letzte Game souverän gespielt. Eine würdige Siegerin!
    114 1 Melden
  • Adumdum 09.09.2018 14:17
    Highlight Highlight Ich kann sie verstehen - sie ist jetzt Mama, von einem Mädchen, und macht sich Gedanken in was für einer Welt sie mal aufwächst. Alice Cornet, dann das Verbot Serena‘s Bodysuits bei Roland Garros (während in Sportarten wie Beach Volleyball es eine offizielle Regel für Maximale Quadratzentimeter des Bikinis gibt... Kein Scherz). Da schiesst man vielleicht schon mal übers Ziel hinaus.

    Coaching Verbot Regel ist auch ein Scherz.
    30 142 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 15:16
      Highlight Highlight Danke, es ist erfrischend deine Zeilen zu lesen. Ich finde es nicht gut was Serena abgezogen hat, aber verständlich und wenn sie von unterschiedlichen Massstäben spricht dann trifft sie ins Schwarze.
      31 96 Melden
    • capture 09.09.2018 16:04
      Highlight Highlight Doch, Scherz. Der Bikiniparagraph ist seit 2012 Geschichte.

      https://rp-online.de/sport/andere/weltverband-schafft-bikini-pflicht-ab_aid-13714551
      47 2 Melden
    • Jol Bear 09.09.2018 17:22
      Highlight Highlight "... und macht sich Gedanken in was für einer Welt sie mal aufwächst." Bezüglich Sport ist nicht zu hoffen, in einer Welt, wo Schiedsrichter beleidigt werden und deren Entscheide nicht akzeptiert werden. Ramos hat alles regelkonform entschieden. Und wenn andere Schiedsrichter von den Regeln abweichen, dann ist das nicht ein Vergehen von Ramos. Serena soll sich über die Ungleichbehandlung beim Coaching also bei WTA und ATP beschweren.
      48 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2sel 09.09.2018 14:11
    Highlight Highlight Sie hat nun mal gegen das Reglement verstossen und wurde dafür sanktioniert. Das ganze dann noch in die Ecke "Frauenfeindlich", "sexismus" etc. zu ziehen ist einfach nur peinlich...
    124 21 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 15:25
      Highlight Highlight Also Dir ist es nicht peinlich, dass man im Männertennis einen anderen Massstab anwendet als bei den Damen?
      Schau Dir einmal einen Match von Fognini an und dann kannst Du weiter berichten. Übrigens bei Fognini ist auch das Coaching sehr interessant, ist es übrigens auch bei Kyrgios.
      So stellt sich zB auch die Frage wie gelangweilt und beleidigt darf zB ein Kyrgios auf dem Platz herum stolpern und zeigen dass er alle inkl dem Schiedsrichter A...löcher findet, das ist doch auch grobes unsportliches Verhalten.
      22 102 Melden
    • LebeauFortier 09.09.2018 17:24
      Highlight Highlight Ja hei, bloss, weil die Schiris bei Kyrgios und Fognini die Regeln nicht so strikt anwandten, wird dieser Schiri - der ja wirklich nix falsches gemacht hat - kritisiert?

      Habe mal eine Busse wegen Falschparken bekommen. Das ist nicht fair, weil andere fürs gleiche Vergehen bekommen haben.

      Und oh, nein halt: Ich kenne sogar Frauen, die nicht gebüsst wurden! Somit ist meine Busse sicher sexistisch begründet! Unglaublich, die fiese Polizei!
      56 9 Melden
    • P. Hodel 09.09.2018 18:13
      Highlight Highlight Der FrancoL kennt wohl nur Fognini und Kyrgios.
      Anders ist es nicht zu erklähren, wesshalb er immer nur diese beiden als Beispuele anführt...
      19 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • LebeauFortier 09.09.2018 14:08
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe: Der Schiedsichter hat Ihr ein Game abgezogen, das sei offenbar ein Novum und bei den Herren noch nie passiert. Aber das würde ja bedeuten, dass Ihre Gegnerin - ebenfalls ein Weibchen - ein Game gutgeschrieben bekommen hat. Und das ist somit bei den Herren ebenfalls noch nicht vorgekommen. Während die eine um eine Game erleichter wurde, wurde die andere um eines bereichtert. Im Durchschnitt stimmt‘s also. Wo ist denn hier der Sexismus? Hat irgend ein Mann Profit daraus geschlagen? Ich versteh‘s echt nicht. =(
    84 27 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 15:27
      Highlight Highlight Bei der Ungleichbehandlung im Damen- und Herrentennis.
      15 85 Melden
    • LebeauFortier 09.09.2018 16:08
      Highlight Highlight Ja aber eben: Falls die eine tatsächlich überdurchschnittlich hart behandelt wurde, wurde die andere dementsprechen überdurchschnittlich bevorteilt. Das Gleichgewicht besteht also.
      31 10 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 16:43
      Highlight Highlight Also wenn ich Dir eine verpasse und Jemand zum Bier einlade dann ist das ausgeglichen?
      16 59 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness_3 09.09.2018 13:33
    Highlight Highlight Objektiv betrachtet ist Serena Williams eine ganz schlechte Verliererin. Es ist ja nicht das erste Mal, dass sie gegenüber eines Schiedsrichters oder eines Linienrichters die Fassung verloren hat. Der Schiedsrichter hat regelkonform gehandelt, Punkt! Es ist doch unglaublich, dass der Schiedsrichter nicht mehr an der Rangverkündigung teilnehmen kann! Noch was zum Publikum: Was für grösstenteils unfaire Fans auf den Rängen sassen. Statt die Leistung der Japanieren zu würdigen, wurde sogar während der Zeremonie gepfiffen, ganz schwach!
    107 5 Melden
  • Nevermind 09.09.2018 13:31
    Highlight Highlight Was für ein Theater. Wie schön war Tennis noch mit McEnroe, Lendl etc.
    Da hat nachher wenigstens keiner geheult und man hat den Zirkus genossen.
    42 3 Melden
  • Laborchef Dr. Klenk 09.09.2018 13:26
    Highlight Highlight Schon toll dieser Sexismus: Wenn man sonst keine Argumente mehr hat, kann man es noch immer auf ihn schieben.

    Ein Affront gegenüber all jenen, die sich echtem Sexismus ausgesetzt sehen. Die Verwendung von Begriffen wie Sexismus oder Rassismus bei solchen Nichtigkeiten nehmen den Begriffen die Ihnen zustehende Gewichtung.
    89 5 Melden
  • tschoo 09.09.2018 13:24
    Highlight Highlight Alle Verwarnungen waren gerechtfertigt. Was in früheren Spielen verwarnt wurde oder eben nicht spielt keine Rolle, ebenfalls nicht ob sie das Coaching überhaupt mitbekommen hat (hat sie). Zudem war das Straf-Game bei Aufschlag Osaka, war also auch kein zusätzliches Break. Den einzigen, denen man was vorwerfen kann, sind Serena und ihr Coach. Ich war so happy, als Osaka gewann, ein grosser Titel war nach ihrer Leistung (insb. auch in Indian Wells) sowieso überfällig.
    70 6 Melden
    • LIARO 09.09.2018 16:15
      Highlight Highlight Top comment👍

      ❤️➕❤️❤️❤️...
      22 4 Melden
  • 00892-B 09.09.2018 13:21
    Highlight Highlight Sie hatte unrecht. Wie die SRF-Kommentatoren gut erklärt haben, ist es irrelevant, ob sie die Handzeichen des Coachs überhaupt gesehen hat. Das Coaching war Tatsache und sie ist für ihre Box verantwortlich.

    Mmn ist es auch absolut irrelevant, inwiefern Männer in der Vergangenheit den Umpire ungestraft schlimmer beschimpft haben sollen. Der Umpire arbitriert das Spiel im hier und jetzt & setzt die Regeln um. Es war nicht so, dass er mit ungleichen Ellen gemessen hat.

    Aber was soll's, sie hatte auch keine Einsicht für den Punkteabzug 2009, als sie die Linienrichterin physisch bedroht hatte.
    83 4 Melden
    • ChikiES 09.09.2018 14:58
      Highlight Highlight Soso...also wenn Männern das machen oder gemacht haben ist es irrelevant?? Schon witzig nicht? Sobald mal eine starke Frau ihre Meinung kundtut oder sich nicht "tussenhaft" verhält, wird sie automatisch schlecht gemacht...Aber neeeein...ist ja kein Sexismus...
      12 107 Melden
    • vescovo 09.09.2018 15:33
      Highlight Highlight @ChikiES
      Den Schiedsrichter als Dieb zu bezeichnen, ist eine Beleidigung. Es ist anschliessend in seinem Ermessen, das zu bestrafen oder nicht. Ob andere Schiris vor ihm anders gehandelt haben, spielt keine Rolle.
      Mmn hat er sie zu Recht verwarnt. Warum muss ein Schiri alles über sich ergehen lassen? Stellt euch vo ER hätte Diebin zu IHR gesagt.
      67 3 Melden
    • LIARO 09.09.2018 16:23
      Highlight Highlight @chikiEs
      Es artet langsam in einer Debatte über Sexismus aus..
      19 2 Melden
  • namib 09.09.2018 13:19
    Highlight Highlight Der Schiedsrichter hat sich - im Gegensatz zu Serena Williams - nach den Regeln verhalten. Ob andere für ähnliche Vergehen bestraft wurden tut nichts zur Sache. Für den Link zu Sexismus braucht es eine enorme Fantasie!
    Und wenn wir schon von "Dieb" sprechen: Williams hat Osaka mit ihrem Verhalten den verdienten Lohn für eine Topleistung gestohlen.
    215 7 Melden
    • Adumdum 09.09.2018 13:40
      Highlight Highlight Tut sehr viel zur Sache - Stell dir vor du bekommst für ein Foul beim Fussball die rote Karte, alle anderen für das genau gleiche nur die Gelbe. Immer. Oder die gelbe - und alle anderen immer nur eine mündliche Warnung. Fouls passieren immer - Regeln sind sehr oft Auslegungssache, aber wenn es einen besonders trifft, andere nachweislich nicht, nicht in Ordnung, oder?
      14 74 Melden
    • namib 09.09.2018 16:06
      Highlight Highlight Lieber Adundum, erstens wurden diverse andere Tennisprofis noch härter bestraft (McEnroe genauso wie Arriens, Henman und einmal sogar Agassi). Sie haben nicht nur ein Game verloren, sondern wurden mitten im Match disqualifiziert. Zweitens interessiert es niemanden, ob die anderen auch bestraft werden. Wennder Schiri mein Foul ahndet, dann ist das regelkonform. Egal ob mein Gegenspieler vorher auch Fouls verübt haben, die nicht geahndet wurden. Nervt vielleicht, aber ist so.
      38 1 Melden
  • andrew1 09.09.2018 13:18
    Highlight Highlight Wenn sich bis jetzt noch kein profispieler so schlecht verhalten hat wurde halt dafür auch noch nie ein game abgezogen. So einfach ist das. Wenn man schon "die dunkelgelbe karte" hat mit 2 verwarnungen sollte man sich halt etwas zurück nehmen und nicht weitere regelverstösse begehen und danach jammern. Zudem zählt die sexismus karte per se nicht. Das strafgame kam ja einer anderen frau zu gute. Alles in allem ein schlechter auftritt.
    123 10 Melden
    • Adumdum 09.09.2018 13:42
      Highlight Highlight Genau, so hat sich bisher noch nie einProfispieler verhalten 😊 McEnroe, Kyrgios, hunderte anderer...
      20 45 Melden
    • LIARO 09.09.2018 14:48
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • romiZH 09.09.2018 13:16
    Highlight Highlight Habe das Spiel gesehen und finde, dass der SR richtig gehandelt hat. Das Problem bei SW war, dass sie sich nach der ersten Verwarnung nicht mehr eingekriegt hat. Auch wenn ihr Coach sagt, dass solche Sachen normalerweise nicht bestraft werden, so muss er und auch SW wissen, dass sie bestraft werden können... Der SR hätte es ihr vielleicht noch erklären können, wieso. Aber er hat nichts falsch gemacht und die PR danach hat gezeigt, dass SW einfach eine schlechte Verliererin ist. Es erinnert mich auch an den Match gegen TB in Roland Garros 2015. Glückwunsch an NO, die hat super gespielt!
    83 8 Melden
  • dany1991 09.09.2018 13:16
    Highlight Highlight Die Grösse eines Sportlers zeigt sich auch beim Verlieren. Serena Williams ist ein erfolgreicher Champion mit unsymphatischem Charisma.
    111 9 Melden
  • Dsign 09.09.2018 12:50
    Highlight Highlight Wäre es kein GS-Final hätte ich als Ramos die Serena vom Platz gestellt. Sie hat der Japanerin ihren ersten GS-Gewinn zur Sau gemacht, da halfen auch die «fairen» Worte an der Siegerehrung nicht drüber hinweg. Alle Welt schreibt über den Eklat beim Spiel aber niemand über die Topleistung von Osaka – schade!
    621 27 Melden
    • LIARO 09.09.2018 13:22
      Highlight Highlight Ich hatte das Gefühl das Osaka sich schämte als Winner vom Platz zu gehen..
      41 2 Melden
  • fadnincx 09.09.2018 12:50
    Highlight Highlight Was erwartet Sie, wenn Sie den Schiedsrichter beschimpft, das Racket zerstört und sich unerlaubt coachen lässt? Dass das ganze unbestraft bleibt?
    Und dann das ganze auf Sexismus zu beziehen? Eine sehr schlechte Verliererin!
    735 55 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 13:25
      Highlight Highlight Eine schlechte Verliererin wäre sie, wenn sie die Gegenerin runter macht, den Schiedsrichter, der hier wohl kaum Fingerspitzengeühl zeigt, so anzugehen geht nicht würde aber bei jedem Mann kaum ein Spielabzuug geben. Ich habe ja viele Spiele gesehen mit noch viel ausfälligeren Aussagen und Gesten gegenüber dem Schiedsrichter und nie gab es ein Gameabzug.
      Coachen ist nicht erlaubt, aber es wird mit vielen Tricks gemacht, bei vielen Partien, die Tricks sind mannigfaltig zB eine Trainerbank die unterschiedlich aufsteht um anzuzeigen was der Spieler machen muss, gesenkter oder abgedrehter Kopf...
      14 88 Melden
    • SchweizAbschaffen 09.09.2018 13:39
      Highlight Highlight Nein.

      Sie erwartet, dafür NICHT ANDERS sanktioniert zu werden als Männer.

      Hast Du (+120 Herzli) das echt nicht verstanden, beim lesen des Artikels?
      13 76 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 14:46
      Highlight Highlight @SchweizAbschaffen; Ist doch immer herrlich zu sehen wie beim Verlangen einer Gleichbehandlung dann alle den Ausraster "verurteilen" und nicht den unterschiedlichen Massstab.

      Es geht der Serena um den Massstab nicht um das Sanktionieren und da hat sie mehr als nur recht.
      Bei RF oder Nadal habe ich noch nie eine Sanktion wegen Coaching gesehen, obwohl da auch wacker kommuniziert wird, aber was soll's, wer blind ist bleibt blind.
      16 50 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • w'ever 09.09.2018 12:34
    Highlight Highlight sie hat wohl recht damit, dass bei einem mann oder anderem tennis spieler, noch nie ein game abgezogen wurde. denn generell sollte das coaching bestraft werden.
    das serena aber mit der sexismus-keule um sich wirft finde ich mehr als peinlich.
    806 62 Melden
    • Favez 09.09.2018 13:08
      Highlight Highlight "..noch nie ein Game abgezogen wurde"
      John McEnroe sagt dir was?
      Der hat den Turnierdirektor beleidigt und das Match direkt verloren, weil es die dritte Verwarnung war. Also kein Game Abzug sondern Disqualifikation.
      Und auch Games wurden ihm schon abgezogen.
      Die Sexismus-Diskussion ist wirklich völliger Quatsch.

      133 6 Melden
    • BigE 09.09.2018 13:15
      Highlight Highlight Die Frage ist, was ist es denn? Einem Mann wird es bei gleichem Verhalten nicht abgezogen, ihr als Frau kedoch schon.....
      13 98 Melden
    • FrancoL 09.09.2018 13:18
      Highlight Highlight Kurze Frage; wenn man einem Mann wie Du sagst nie ein Game abgezogen hätte, dann ist dieser Abzug bei Serena was genau?
      11 64 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

«Es war eine Kopfsache»: Federer schlägt Thiem souverän und bleibt im Halbfinal-Rennen

Mit einem überzeugenden 6:2-6:3-Sieg gegen den Österreicher Dominic Thiem wahrte Roger Federer an den ATP Finals in London seine Chancen auf die Halbfinalqualifikation.

Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Trat Federer am Sonntag gegen den Japaner Kei Nishikori noch unsicher und äusserst fehlerhaft auf, ergriff er gegen Thiem sofort die Initiative, fand schnell seinen Rhythmus, schaffte früh ein Break und liess den Österreicher in der Folge nie mehr ins Spiel kommen.

Je zwei Breaks pro Satz waren klarer Ausdruck der deutlichen Überlegenheit des 37-jährigen Schweizers. Nach nur 66 Minuten nutzte er seinen zweiten Matchball und wahrte so seine Chancen auf …

Artikel lesen
Link to Article