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epa06969385 Swiss tennis player Roger Federer (C) addresses the media during media day inside Armstrong stadium at the 2018 US Open Tennis Championships at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 24 August 2018.  EPA/JASON SZENES

Roger Federer sprach in New York über die Davis-Cup-Reform und Gerard Piqués Pläne. Bild: EPA/EPA

«Er muss aufpassen, was er sagt»: Roger Federer kritisiert Gerard Piqués Pläne

Nach seinem Auftaktsieg bei den US Open äussert sich Roger Federer zur Davis-Cup-Reform von Barcelona-Fussballer Gerard Piqué und wehrt sich für seinen Laver Cup.

simon häring / Aargauer Zeitung



Die Weisheit ist nicht neu: Wer zahlt, der befiehlt. Und im Fall der Davis-Cup-Reform, die dem Tennisweltverband ITF über 25 Jahre drei Milliarden Dollar einbringt, ist das die von Fussballer Gerard Piqué präsidierte Kosmos-Gruppe. Zwar soll die Final-Woche mit 18 Teilnehmern im ersten Jahr nach neuem Format Ende November stattfinden, doch jüngst machte Piqué in einem Interview mit der französischen Zeitung «Le Figaro» klar, dass sich das ändern soll.

Mehr zu Piqué und zum Davis Cup:

Auf seiner Agenda steht die Verschiebung des Termins in den September. Sein Argument: Der Davis Cup solle ein Wettbewerb sein, wie ihn die Spieler wünschen. Und diese haben sich während eines Treffens in Wimbledon klar dafür ausgesprochen, dass der Davis Cup nicht im November stattfinden soll. So sagte Alexander Zverev jüngst, er wolle lieber in den Malediven am Strand liegen, statt für Deutschland die Davis-Cup-Trophäe zu jagen.

Federer: «Es werden spannende Monate»

Das Problem: Im September findet der Laver Cup statt. Veranstalter sind die Agentur Team 8, bei der Roger Federer Teilhaber ist, Tennis Australia, der amerkanische Tennisverband USTA und der Schweiz-Brasilianer Jorge Paulo Lemann, der es als Bierbrauer zum Milliardär schaffte.

«Für uns Tennis-Spieler ist es schon komisch, einen Fussballer in unserer Welt zu haben.»

Roger Federer

Federer, der dem Davis Cup zuletzt die kalte Schulter zeigte, ist in den Diskussionen damit befangen. Er sagt: «Es werden spannende Wochen. Gut ist, dass alle miteinander reden.»

ZUR ZUSAGE VON WAWRINKA UND FEDERER ZUM DAVIS CUP GEGEN HOLLAND STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 24. JULI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Swiss Davis Cup Team captain Severin Luethi, left, and tennis players Roger Federer, center, and Stanislas

Federer gewann 2014 mit der Schweiz den Davis Cup, trat aber seit 2015 nicht mehr für sein Land an. Bild: KEYSTONE

Doch er macht auch kein Geheimnis daraus, dass ihn Piqués Vorstoss irritiert. «Um ehrlich zu sein: Für uns Tennis-Spieler ist es schon komisch, einen Fussballer in unserer Welt zu haben. Darum muss er vorsichtig sein, was er wie sagt.» Ihm sei es wichtig, dass es kein Piqué-Cup werde, der den Davis Cup verdrängt. «Jeder will sein Ding verteidigen. Und jeder weiss besser, was das beste für den Sport ist: der Davis Cup, der Laver Cup, die ATP, die Spieler.»

Piqué verhandelt mit der ATP

Positiv sei, dass der Dialog angestossen worden sei. «Damit man erfährt, was die Bedürfnisse der anderen sind. Man sitzt gemeinsam an einem Tisch und tauscht sich aus», das sei positiv, sagt Federer, der zwar noch nicht mit Piqué persönlich geredet hat, mit dessen Manager Tony Godsick aber in Wimbledon informelle Gespräche geführt hat. Doch für den Laver Cup, bei dem zwar Geld zu verdienen ist, aber keine Weltranglistenpunkte vergeben werden, wird es eng.

Spanish soccer player Gerard Pique, center, sits in the Royal Box on Centre Court on the third day at the Wimbledon Tennis Championships in London, Wednesday July 4, 2018. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)

Gerard Piqué dieses Jahr in der Royal Box in Wimbledon. Bild: AP/AP

Piqué steht seit Monaten in Verhandlungen mit der Profi-Vereinigung ATP. Sein Ansinnen: Die Kosmos-Gruppe entrichtet Lizenzgebühren und erhält im Gegenzug den Wunschtermin im September und kann Punkte für die Weltrangliste verteilen. Der für Januar 2020 geplante World Team Cup würde dadurch ebenfalls hinfällig. Das alles sind Argumente, mit denen Federers Laver Cup, der 2017 erstmals ausgetragen wurde, nicht mithalten kann.

«Chum jetz, Roger, tritt ändlich zrugg!»

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • länzu 30.08.2018 07:08
    Highlight Highlight Aufpassen muss vor allem Roger Federer, dass er sich da nicht vergaloppiert. Der Laver Cup wurde erst einmal ausgetragen, ist also noch gar nicht traditionell. Der Davis Cup hat zwar jetzt ein neues Format, ist aber sehr traditionell. Wer der Besitzer ist, spielt da absolut keine Rolle.
    Falls es Terminkonflikte gibt, wird der Davis Cup ganz bestiimmt Voorang haben. Federer hin oder her.
    1 0 Melden
  • 77 Angels 29.08.2018 20:26
    Highlight Highlight Piqu(é)ante Pläne! Hoffentlich federt Roger ihm eins ...
    6 0 Melden
  • Yakari 29.08.2018 15:29
    Highlight Highlight Wieso reisst ihr die Headline so aus dem Kontext? So hört es sich an wie eine Drohung.
    111 0 Melden
    • Hayek1902 29.08.2018 20:16
      Highlight Highlight Wegen clicks = geld, deshalb auch die buzzfeed-artigen titel zu no-news-artikeln
      23 0 Melden
  • zaphod67 29.08.2018 15:12
    Highlight Highlight Tolle Schlagzeile. "Er muss aufpassen, was er sagt" ist ja genau das gleiche wie "Er muss aufpassen, was er wie sagt", gell.
    112 0 Melden
  • wasps 29.08.2018 12:30
    Highlight Highlight Das liebe Geld.
    99 1 Melden
    • Simon Probst 29.08.2018 15:49
      Highlight Highlight ...und wer guckt in die röhre? richtig!
      8 4 Melden
    • 77 Angels 29.08.2018 20:28
      Highlight Highlight Heute sind es Flachbildschirme und keine Röhren mehr! Aber hallo!
      4 4 Melden

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

Die Siegerehrung zog sich in die Länge. Roger Federer dankte allen - in englisch, französisch und schweizerdeutsch. Er verdrückte am Ende Freudentränen und meinte, er sei der glücklichste Mensch der Welt. Federer war bewegt und bewegte die Massen. «Es ist immer sehr emotional hier», so Federer.

In seiner Dankesrede blieb Federer bei den Offiziellen hängen. Bei jenen Leuten, die hinter den Kulissen arbeiten - wie beispielsweise den Verantwortlichen fürs «Hawkeye» - das «Adlerauge», das die …

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