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Schwarz auf Weiss: Federer ist nicht mehr die Nummer 1 (aber wohl nur vorübergehend)



Der ATP-Computer zeigt Schwarz auf Weiss, was seit dem Aus in Miami gegen Thanasi Kokkinakis klar war: Der aktuell beste Tennisspieler der Welt heisst nicht mehr Roger Federer, sondern Rafael Nadal.

Roger Federer, of Switzerland, goes to the net against Thanasi Kokkinakis, of Australia, during the Miami Open tennis tournament, Saturday, March 24, 2018, in Key Biscayne, Fla. (AP Photo/Lynne Sladky)

Das war nix: Roger Federer bei seiner Niederlage in Miami. Bild: AP/AP

Sechs Wochen nachdem ihn sein Turniersieg in Rotterdam wieder auf den Thron gebracht hatte, musste Federer den Platz an der Sonne wieder räumen, obwohl Nadal die Turniere in Indian Wells und Miami wegen seiner Oberschenkelverletzung verpasste.

In den nächsten Monaten könnte es genau umgekehrt gehen. Federer kehrt erst auf die Rasensaison Mitte Juni in Stuttgart auf die Tour zurück – und dennoch sind seine Chancen, seinen Rekord von 308 Wochen als Nummer 1 weiter auszubauen, hervorragend.

JAHRESRUECKBLICK 2017 - SPORT - Spain's Rafael Nadal celebrates winning his tenth French Open title against Switzerland's Stan Wawrinka in three sets, 6-2, 6-3, 6-1, during their men's final match of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Sunday, June 11, 2017. (KEYSTONE/AP Photo/Christophe Ena)

Nadal nach seinem French-Open-Sieg 2017. Bild: AP

Bis und mit dem French Open muss Nadal 4680 seiner aktuell 8770 Punkte ersetzen. Das sind Turniersiege in Paris (2000 Punkte) Monte Carlo, Madrid (je 1000) und Barcelona (500) sowie der Viertelfinal in Rom (180). Ausser in der italienischen Hauptstadt (13. bis 20. Mai) kann er sein Konto also nicht mehr äufnen.

Der Abstand zu Federer beträgt aber nur 100 Punkte. Anders gesagt: Gewinnt der Spanier in Monte Carlo, Barcelona oder Madrid nicht, ist Federer in der folgenden Woche wieder an der Spitze.

Keine Gefahr von hinten

Von hinten droht vorerst kein Gefahr. Die ersten Verfolger Marin Cilic, Alexander Zverev und Grigor Dimitrov schwächelten zuletzt alle und weisen 3600 und mehr Punkte Rückstand auf Federer auf. Mittelfristig dürfte die aktuelle Nummer 6, Juan Martin Del Potro, der heisseste Kandidat sein, um das Duo Nadal/Federer an der Spitze abzulösen.

John Isner holds the trophy after defeating Alexander Zverev, of Russia, in the final at the Miami Open tennis tournament, Sunday, April 1, 2018, in Key Biscayne, Fla. Isner won, 6-7 (4), 6-4, 6-4. (AP Photo/Lynne Sladky)

John Isner bei seinem grössten Triumph. Bild: AP/AP

Den grössten Sprung im aktuellen Ranking machte John Isner. Der auch bereits 32-jährige Amerikaner verbesserte sich dank seinem grössten Erfolg in Miami um acht Plätze auf Rang 9. (sda)

Federers Erfolgsrezept – die wissenschaftliche Erklärung

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Video: srf

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«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

Die Siegerehrung zog sich in die Länge. Roger Federer dankte allen - in englisch, französisch und schweizerdeutsch. Er verdrückte am Ende Freudentränen und meinte, er sei der glücklichste Mensch der Welt. Federer war bewegt und bewegte die Massen. «Es ist immer sehr emotional hier», so Federer.

In seiner Dankesrede blieb Federer bei den Offiziellen hängen. Bei jenen Leuten, die hinter den Kulissen arbeiten - wie beispielsweise den Verantwortlichen fürs «Hawkeye» - das «Adlerauge», das die …

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