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World number one tennis player Roger Federer of Switzerland, right, and teammate Marco Chiudinelli, left, speak together during the first training session before their Davis Cup World Group Play-offs 1st round against Serbia, in Geneva, Switzerland, on Monday, September 18, 2006. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Kennen sich schon ewig: Chiudinelli und Federer 2006 im Training. Bild: KEYSTONE

Lieber Roger … Ein Brief an meinen guten Freund

Marco Chiudinelli ist Ex-Tennisprofi und Freund von Roger Federer seit Kindheitstagen. Zu seinem neusten Erfolg an den Australian Open schreibt er ihm einen Brief.

Marco Chiudinelli



20: Seit gestern steht diese Zahl im Herren-Tennis für eine neue Bestmarke an gewonnenen Grand-Slam-Titeln und einmal mehr warst es Du, lieber Roger, welcher dieses neue Kapitel in die Tennis-Geschichtsbücher schrieb. Bezeichnenderweise schafftest Du diesen gewaltigen Meilenstein genau an demselben Ort, wo Du vor 14 Jahren dank Deinem ersten Australian-Open-Titel zum ersten Mal den Weltranglistenthron erklommen hattest.

In den vier Stunden, die Du gestern zwischen dem Betreten der Rod Laver Arena und dem Verlassen derselben mit dem Siegerpokal im Arm verbrachtest, konnten die Zuschauer einmal mehr sehen, warum Du der grösste Champion bist, den der Tennissport je gesehen hat.

epa06481356 A handout photo made available by Tennis Australia shows Roger Federer of Switzerland posing with his trophy in the men's locker room after winning the men's final match against Marin Cilic of Croatia at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 29 January 2018.  EPA/FIONA HAMILTON/TENNIS AUSTRALIA  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Federer mit seinem Schatz Norman. Bild: EPA/TENNIS AUSTRALIA

Einerseits zeigtest Du über weite Strecken Dein unglaubliches Schlagrepertoire, welches umfassender und beeindruckender ist als alles Vergleichbare in unserem Sport. In der Mitte des Matches demonstriertest Du dann Deinen enormen Kampfgeist und Deine unvergleichliche Gabe, in schwierigen und brenzligen Situationen meist einen Ausweg zu finden.

Und zum Ende bei der Siegerehrung hast Du Deinen Emotionen freien Lauf gelassen und versuchtest gar nicht erst zu verstecken, wie sehr Du den Tennissport liebst und wie viel Dir dieser Sieg bedeutet.

In diesem Moment des Triumphs fandest Du in Deiner Siegerrede wie immer die richtigen und respektvollen Worte sowohl für die Veranstalter und Fans wie auch für den unterlegenen Finalgegner. Auch diese Eigenschaften eines Gentlemans sind ein wesentlicher Faktor, dass Du von allen als dieser grösste Champion angesehen wirst.

Switzerland's Marco Chiudinelli, left, watched by his double partner, Roger Federer, right, returns the ball to Nertherlands' Thiemo De Bakker, top left, and Matwe Middelkoop, top right, during their double match of the Davis Cup World Group Play-off round match between Switzerland and Netherlands, at the Palexpo, in Geneva, Switzerland, Saturday, September 19, 2015. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Davis-Cup-Doppel: Chiudinelli und Federer. Bild: KEYSTONE

Dass wir Tennisfans all dies noch erleben dürfen, haben wir nebst Deinen unglaublichen spielerischen Fähigkeiten vor allem auch Deiner unbändigen Liebe zum Tennis zu verdanken, welche Dir seit Januar 2017 ein solch starkes und unwiderstehliches Comeback ermöglichte.

Denn seien wir ehrlich: Zum Zeitpunkt Deiner Knieoperation vor 2 Jahren traute Dir fast niemand mehr eine Rückkehr als Grand-Slam-Champion zu. Du hättest es Dir einfach machen können und Dich mit damals 34 Jahren und 17 Grand-Slam-Titeln zur Ruhe setzen können.

Aber Du akzeptiertest diesen harten Rückschlag und nahmst die Challenge an, welche so ein Comeback immer mit sich bringt. Anstatt Dich damals zu hinterfragen, tanktest Du damals abseits des Tennisplatzes im Kreise Deiner Familie neue Energie und erlangtest in dieser Zeit eine bewundernswerte Lockerheit, welche es Dir heute erlaubt, Dein beeindruckendes Comeback noch mehr zu geniessen.

Als Dein Freund weiss ich vor allem Deine Ehrlichkeit, Deine Treue und Deine Bescheidenheit zu schätzen und dass Du ungeachtet Deiner vielen Erfolge immer der Gleiche geblieben bist. Als Tennisfan bin ich Dir aber vor allem dafür dankbar, dass Du die Kraft und die Motivation gefunden hast, mit Deinem Comeback nochmals allen, auch Dir selber, zeigen zu wollen, dass man sich auch in hohem Sportleralter noch verbessern und seine Sportart dominieren kann.

Und zusammen mit Millionen von Fans wünsche ich Dir, dass die Zahl 20 spätestens im Sommer nach Wimbledon bereits wieder der Vergangenheit angehören wird.

Roger Federer gewinnt das Australian Open 2018

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Calisthenics 29.01.2018 12:41
    Highlight Highlight Marco! Nun hast Du mich wieder zum Weinen gebracht.

    Es gibt nichts schöneres auf der Welt als Freunde zu haben die mit dir durch gute und schlechte Zeiten gehen.


    #besteverplayer #brosforever #goat Frederer
  • Christian Mueller (1) 29.01.2018 10:47
    Highlight Highlight Und wenn er mal in Basel auch seine Steuern zahlen würde, nicht in Binningen oder Valbella, dann würde sogar ich ihn akzeptieren... Andere wären als 'Wirtschaftsflüchtlinge' beschumpfen worden.
    • bokl 29.01.2018 11:23
      Highlight Highlight Warum in Basel? Hält er sich mehrheitlich in Basel auf? Wenn er mehr in Valbella als Basel residiert, ist er zurecht dort gemeldet.

      Als Steuerflüchtling könnte man ihn bezeichnen, wenn er seinen offiziellen Wohnsitz nach Dubai verlegen würde.
    • Charlie Brown 29.01.2018 11:25
      Highlight Highlight Hat RF je in Basel gelebt? Oder warum sollte er in Basel Steuern bezahlen?
    • N. Y. P. D. 29.01.2018 11:54
      Highlight Highlight Leute, wir schweben noch auf Wolke 7.

      Dieses Bünzligeschwafel gehört frühestens am nächsten Montag in diese Kommentarspalten..

      So, jetzt freut euch wieder

      #RF4Wimbledon2018
      #RF4USOpen2018
      #Tennisgott
      #Chumjetzt
  • Bruno Wüthrich 29.01.2018 09:32
    Highlight Highlight «Aus der Schweiz, überall auf der Welt geliebt.» - So ungefähr lautete der Satz über Roger Federer in der Rede des Hauptsponors. Federer ist der beste Botschafter der Schweiz. Seine Marke strahlt stärker als unsere Uhren-, Käse, Schokoladen- und Fremdenverkehrsindustrie zusammen in die Welt hinaus.
    Dass RF entgegen aller Prognosen dieses Comeback schaffte, lässt seinen Stern noch heller strahlen. Er ist ein wahrer Champion und einer der grössten Sportler aller Zeiten weltweit. Sein Wert für die Schweiz ist unbezahlbar. - Gross, grösser, Federer!
    • Bruno Wüthrich 29.01.2018 10:41
      Highlight Highlight Da gibt es nichts zum runter kommen. Es geht ums Strahlen. Es geht um die PR für unser Land. Von Roger Federers weltweiten Bekanntheit profitiert die Schweiz. Und damit auch viele Branchen, die ihre Produkte exportieren. Es profitieren selbst Firmen und Branchen, für die RF nicht direkt Werbung macht.
      Natürlich: Gäbe es diese Branchen und Firmen nicht, würde auch die PR nichts nützen. Doch die Marke RF kennt man in der Welt besser als jede Schweizer Uhren-, Schokoladen- oder Käsemarke. Auch der Tourismus profitiert. Viele Menschen weltweit wissen dank RF von der Existenz der Schweiz.
    • Lamino 420 29.01.2018 10:45
      Highlight Highlight Nein, du solltest die Augen öffnen.😵 Federer ist das beste Aushängeschild der Schweiz! Würde dir Nestlé besser passen?
    • Lamino 420 29.01.2018 13:01
      Highlight Highlight Und was ist mit Nestlé? Ist dir nicht klar, was Nestlé macht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 29.01.2018 08:43
    Highlight Highlight Marco,
    Du solltest unserem Held noch mitteilen, dass er zuerst diese App instalieren muss, um Deinen Brief lesen zu können😄..

    #RF4weindoch

Die Familie hat ihren Papa und Ehemann wieder – wie Federer sich von Wimbledon erholt

Erstmals in seiner Karriere verliert Roger Federer einen Grand-Slam-Final, in dem er einen Matchball nicht nutzen kann. Er unterliegt Titelverteidiger Novak Djokovic mit 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13. Geknickt ist nicht nur er, sondern seine ganze Familie.

Fast fünf Stunden hatte sich Roger Federer mit Novak Djokovic duelliert, am Ende deutlich mehr Punkte gewonnen, zwei Matchbälle gehabt – doch zum dritten Mal nach 2014 und 2015 verlor er gegen den Serben einen Wimbledon-Final. Es ist auch der erste seiner 31 Grand-Slam-Finals, den Federer nach Matchball verliert.

In der Geschichte des Tennis gab es das erst zehn Mal – letztmals 2004 in Roland Garros, als der Argentinier Guillermo Coria seinem Landsmann Gaston Gaudio unterlag. In Wimbledon gab …

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