Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
*** ARCHIV *** Roger Federer (Sui) et Stanislas Wawrinka , Indian Wells, 11.3.2015, Tennis BNP Paribas Open. (Antoine Couvercelle/Panoramic/EQ Images) SWITZERLAND ONLY

Roger Federer und Stan Wawrinka treffen in der Nacht auf Mittwoch zum 25. Mal aufeinander. Bild: Tennismag/Panoramic

Vor dem 25. Fedrinka-Duell – Stan unterstützt Roger in der «Causa Djokovic»

Auf dem Platz treffen Roger Federer und Stan Wawrinka in Indian Wells in der Nacht auf Mittwoch (2 Uhr Schweizer Zeit) aufeinander. Daneben verbünden sich die Schweizer gegen Novak Djokovic.

simon Häring / ch media



Während Roger Federer beim 6:4, 7:5 gegen den Deutschen Peter Gojowczyk (29, ATP 85) nur im zweiten Satz echte Gegenwehr hatte, benötigte Stan Wawrinka in Indian Wells 3:24 Stunden, um den Ungar Marton Fucsovics (ATP 31) mit 6:4, 6:7, 7:5 niederzuringen. Dabei wehrte der Romand im spektakulären dritten Satz nicht weniger als elf von zwölf (!) Breakchancen ab. Hinterher sprach er denn auch von einem «komplett verrückten Spiel». Die Belohnung: das 25. Duell gegen Roger Federer in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.

Nur gerade drei der bisherigen Duelle konnte Wawrinka für sich entscheiden, allesamt auf Sand. Sein letzter Erfolg gegen den Baselbieter, 2015 in den Viertelfinals der French Open, liegt allerdings bereits vier Jahre zurück. Die letzten fünf Begegnungen entschied Federer für sich, unter anderem den denkwürdigen Halbfinal bei den Australian Open 2017. Bei seinem Comeback nach halbjähriger Pause hatte er beinahe eine 2:0-Satzführung noch aus der Hand geben müssen.

abspielen

Die Highlights des Indian-Wells-Final von 2017. Video: streamable

abspielen

Wawrinka nennt Federer ein «Arschloch». Video: streamable

Entsprechend vorsichtig äussert sich Federer vor dem Schweizer Gipfeltreffen: «Es ist schwierig, so früh im Turnier gegen Stan antreten zu müssen. Die ganze Welt weiss, was er kann.» Er wünsche sich, dass der Romand, der sich in diesem Jahr wieder in die Top 40 der Weltrangliste gespielt hat, bald wieder unter die Top 20 oder gar in die Top Ten vorstosse. Vor anderthalb Jahren war Wawrinka noch als Nummer 3 klassiert.

So oft sie gegeneinander gespielt haben, so sehr verbinden sie die gemeinsamen Erfolge: 2008 holten sie in Peking Olympia-Gold im Doppel, sechs Jahre später bescherten sie der Schweiz vor der Rekordkulisse von 27 488 Zuschauern den ersten Sieg im Davis Cup. Obschon ihre Liebe für den Wettbewerb inzwischen abgeflaut ist, haben sie sich zum Teil dezidiert gegen die Reformen ausgesprochen.

Federer vs. Wawrinka – die bisherigen Duelle

Auch in der aktuellen Debatte um die Absetzung von Chris Kermode als Präsident der Profispieler-Vereinigung ATP vertreten sie die gleiche Meinung. Wawrinka sagte: «Es ist eine traurige Nachricht für das Tennis. Ich bin nicht damit einverstanden.» Es sei für ihn überraschend, er fordere Erklärungen.

Federer: «Schwer verständlich»

Ähnlich äusserte sich Roger Federer, der den Spielerrat zuvor während Jahren präsidiert hatte. Er bemängelte die fehlende Kommunikation. Er habe Djokovic um ein Gespräch gebeten. Dieser habe ihm aber beschieden, «leider keine Zeit» zu haben. Djokovic habe ihn auf den nächsten Tag vertröstet. Auf jenen Tag, an dem der Entscheid bereits gefällt war. «Das ist für mich natürlich schwer verständlich», zitierte ihn der «Tages-Anzeiger». Federer zeigte sich besorgt, die Situation sei «explosiv» und unsicher. «Ich habe viele Fragen.»

Auch Rafael Nadal zeigte sich düpiert, zückte das Telefon und sagte: «Hier, mein Telefon. Sehen Sie, niemand hat Kontakt mit mir aufgenommen.» Er, Federer, Wawrinka und Konsorten hatten sich alle für eine Wiederwahl Kermodes ausgesprochen, wie der Grossteil der Spieler, die öffentlich Stellung bezogen haben. Gleichwohl sprachen sich die drei Spielervertreter gegen eine Vertragsverlängerung aus.

Als Drahtzieher gilt Novak Djokovic, der sich auf die «Vertraulichkeit» der Diskussionen im Spielerrat berief. Danach gefragt, weshalb er das Gespräch mit den anderen Grössen des Sports nicht gesucht habe, sagte er: «Wenn sie etwas wollen, können sie zu mir kommen.» Als einer von drei Spielervertretern stimmte Justin Gimelstob gegen eine Zukunft mit Kermode. Der Amerikaner, der sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten muss, gilt als Verbündeter Djokovics.

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

Unvergessene Tennis-Geschichten

06.01.1996: Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

20.01.2013: Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

21.01.1999: «Yips» beschert Anna Kurnikowa trotz Sieg einen unglaublichen Negativrekord 

Link zum Artikel

24.01.2001: Hingis macht Kleinholz aus Serena und Venus und stürmt in den Australian-Open-Final

Link zum Artikel

26.01.2002: Martina Hingis' Traum schmilzt bei 50 Grad im Glutofen von Melbourne weg

Link zum Artikel

01.02.2009: Federer verpasst Sampras' Rekord und weint nach Pleite gegen Nadal bittere Tränen

Link zum Artikel

13.02.2000: Roger Federer verliert seinen ersten Final, weint bittere Tränen und jammert, er werde nie mehr in ein Endspiel kommen

Link zum Artikel

30.03.2002: Roger Federer bodigt zum ersten Mal die Weltnummer 1 – und diese ist sich sicher: «Er kann den Durchbruch schaffen»

Link zum Artikel

30.04.1993: Wie ein Messerstich die Tenniswelt veränderte

Link zum Artikel

31.05.2009: Robin Söderling fügt Rafael Nadal die einzige Niederlage an den French Open zu und ebnet Roger Federer den Weg zum Karriere-Grand-Slam

Link zum Artikel

01.06.2009: Gedanklich ist Federer wohl schon ausgeschieden. Dann rettet ihn eine unglaubliche Vorhand auf dem Weg zum Karriere-Slam 

Link zum Artikel

05.06.1989: Mondbälle, Krämpfe und ein «Uneufe»-Aufschlag – der 17-jährige Michael Chang treibt Ivan Lendl mit seinem Psychokrieg in den Wahnsinn

Link zum Artikel

05.06.1999: Hingis' schwärzeste Stunde – zwei «Uneufe»-Aufschläge, gellende Pfiffe und bittere Tränen

Link zum Artikel

06.06.2005: Nadals erster erster Streich am French Open – ganz Paris verliebt sich in das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

05.07.1997: Martina Hingis ist mit 16 Jahren die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

07.07.1985: Als jüngster Spieler aller Zeiten gewinnt Boris Becker Wimbledon und löst so einen Tennis-Boom in Deutschland aus

Link zum Artikel

08.07.2001: Die Weltnummer 125 triumphiert in Wimbledon: Goran Ivanisevics grosser Traum wird doch noch wahr

Link zum Artikel

08.08.1992: Marc Rosset holt sich an Roger Federers 11. Geburtstag den einzigen grossen Titel, der dem «Maestro» noch fehlt

Link zum Artikel

10.08.2003: Andy Roddick ist einen Sommer lang der beste Tennisspieler des Planeten – dann vergeht ihm das Lachen für lange, lange Zeit

Link zum Artikel

04.09.1977: Bei McEnroes drittem US-Open-Auftritt wird ein Zuschauer mitten im Stadion durch eine Pistolenkugel verletzt

Link zum Artikel

05.09.1996: Sampras kotzt gegen Corretja auf den Court – denkwürdigstes US-Open-Tiebreak aller Zeiten 

Link zum Artikel

20.09.2009: «Who ist the beeest? Better than the reeest?» Federer outet sich nach dem Davis-Cup-Sieg gegen Italien als Party-Tiger

Link zum Artikel

25.10.2002: Nach Roger Federers Gegensmash wirft ihm Andy Roddick frustriert das Racket vor die Füsse

Link zum Artikel

24.11.2009: Das kommt uns Spanisch vor – im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachflash

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Danke für dieses Geschenk! Federer will auch 2020 noch spielen

Diese Nachricht hören Schweizer Sportfans natürlich extrem gerne: Roger Federer plant, auch 2020 noch Turniere zu bestreiten. Das sagte er nach seinem 100. Turniersieg heute in Dubai.

Vor Roger Federer gewann erst ein Tennisspieler 100 oder mehr Turniere. Der Amerikaner Jimmy Connors sammelte von 1972 bis 1989 109 Turniersiege. Seinen letzten Titel holte Connors in Tel Aviv als 37-Jähriger, Federers aktuellem Alter. Sein letztes Profiturnier bestritt Connors mit 43. Auch Federer macht weiter: In Dubai gab er offiziell bekannt, dass er auch im nächsten Jahr wieder antreten wird – und sicher nicht nur in Dubai.

Dabei ist eins sicher: Federer liebt seine Heimturniere. Den 99. …

Artikel lesen
Link zum Artikel