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Belinda Bencic hat gut lachen, ihre Fersenprobleme scheinen überstanden zu sein. Bild: EPA

Bencic übersteht Startrunde am US Open souverän – Tsitsipas scheitert an Federer-Schreck



Belinda Bencic ist nach ihrer Fersenverletzung noch nicht bei 100 Prozent. Die 2. Runde des US Open erreichte sie gegen die Luxemburgerin Mandy Minella dennoch sicher. Sie schöpft auch aus den Erinnerungen an 2014 Motivation.

Der Auftakt war noch etwas wacklig, am Ende war Minella (WTA 142) aber kein echter Gradmesser für Bencics Fitness. Nach einem 0:2-Rückstand brauchte die Weltnummer 12 nur 67 Minuten zum 6:3, 6:2-Sieg gegen die Mutter einer knapp zweijährigen Tochter

Völlige Entwarnung konnte sie danach nicht geben. Die Entzündung an der linken Ferse, die sie vor zwei Wochen in Cincinnati zur Aufgabe gezwungen hatte, ist zwar so weit abgeklungen, dass Bencic zumindest eine Stunde pro Tag trainieren kann. «100 Prozent gut ist es allerdings noch nicht.» Vor allem die Stop-und-Go-Bewegungen bereiten ihr noch etwas Mühe.

Nun gegen Cornet

Da der Fuss aber mit jedem Tag etwas besser werden sollte, darf die 22-jährige Ostschweizerin dennoch zuversichtlich in die nächsten Partien gehen. Am Donnerstag trifft sie auf die Französin Alizé Cornet (WTA 64), eine erfahrene und wesentlich solidere Spielerin als Minella. Bencics Ambitionen sind aber natürlich höher. Nach drei Vierteln einen bis jetzt «ziemlich perfekten Saison, die ich mir so nicht erhofft hätte», liegt die in Wollerau wohnhafte Bencic auf Platz 7 des Jahresrankings.

Und auch an das US Open hat sie gute Erinnerungen. Als erst 17-Jährige erreichte sie hier mit den Viertelfinals ihr bis heute bestehendes Grand-Slam-Bestresultat. «So genau weiss ich nicht mehr, wie ich mich damals fühlte», gibt sie zu. «Alle Siege waren überraschend. Jetzt weiss ich eher, was ich gegen welche Gegnerin erwarten kann.» Was sie aber auf jeden Fall mitgenommen hat: «Die guten Gefühle für dieses Turnier bleiben.»

Weiter als auf die Zweitrunden-Partie gegen Cornet will Bencic partout nicht vorausblicken. Die Aussichten sind aber durchaus rosig, falls der Fuss wieder eine hundertprozentige Belastung zulässt. Auch die designierte Achtelfinal-Gegnerin, die Titelverteidigerin und Weltranglistenerste Naomi Osaka, schleppt eine Knieverletzung mit sich herum und zeigte sich in der 1. Runde bei ihrem mühevollen Dreisatz-Sieg gegen Anna Blinkowa (WTA 84) alles andere als überzeugend.

Tsitsipas wieder in der 1. Runde out

Stefanos Tsitsipas steckt in einer veritablen Krise. Am US Open verliert der griechische Jungstar zum dritten Mal in Folge in der 1. Runde. In der ersten Saisonhälfte war Tsitsipas der grosse Aufsteiger, der mit erfrischendem Tennis, wehenden Haaren und einer coolen Ausstrahlung die Herzen schmelzen liess. Der 21-Jährige aus Athen verblüffte am Australian Open mit einem brillanten Sieg gegen Roger Federer und dem Halbfinal-Einzug, gewann in der Folge zwei Turniere und stand in zwei weiteren im Final.

Seit einem respektablen French Open, wo er im Achtelfinal in fünf hochklassigen Sätzen an Stan Wawrinka scheiterte, ist aber der Wurm drin. In Wimbledon kam das Ende in der 1. Runde gegen den Italiener Thomas Fabbiano. In Nordamerika erreichte er zwar in Washington den Halbfinal, danach folgten aber in Montreal und Cincinnati zwei weitere Startpleiten. Nun war auch am US Open bereits in der 1. Runde Endstation.

Die Auslosung hatte eine schwierige Aufgabe befürchten lassen – und der Russe Andre Rublew (ATP 43) erwies sich als die erwartet (zu) hohe Hürde für den Griechen. In Cincinnati hatte Rublew bereits Roger Federer überrascht, nun rang der US-Open-Viertelfinalist von 2017 auch Tsitsipas in vier Sätzen nieder. Am Ende verlor die Weltnummer 8 die Nerven und die Kraft. Physisch angeschlagen, wurde er zweimal verwarnt und erhielt Mitte des vierten Satzes sogar einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung.

Mit dem Spanier Roberto Bautista Agut, in diesem Jahr Halbfinalist in Wimbledon und Viertelfinalist am Australian Open, scheiterte ein zweiter Top-10-Spieler in der 1. Runde. Der Weltranglisten-10. verlor in fünf Sätzen gegen den Kasachen Michail Kukuschkin (ATP 47). (pre/sda)

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