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Federer über das windige Spiel: «Es soll keine Entschuldigung sein, aber es war verrückt»

Rafael Nadal auf dem Pariser Sand bleibt für Roger Federer eine unlösbare Aufgabe. Mit Respekt und Bewunderung spricht er nach der Niederlage von seinem Rivalen.



Switzerland's Roger Federer waves goodbye after losing his semifinal match of the French Open tennis tournament against Spain's Rafael Nadal in three sets 3-6, 4-6, 2-6, at the Roland Garros stadium in Paris, Friday, June 7, 2019. (AP Photo/Michel Euler)

Roger Federer verabschiedet sich aus Paris und ist bald auf seinem geliebten Rasen Bild: AP/AP

Zwei Faktoren machten Federer das Leben am Freitagnachmittag schwer. Beide thematisierte der Basler ausführlich - Nadal und der Wind. Der Wind pfiff über den Court und wirbelte immer wieder mal den Sand auf. Es sei schwierig gewesen, sich an die Bedingungen anzupassen. «Es war einfach verrückt. Es soll keine Entschuldigung sein, aber es war verrückt. Man kommt an den Punkt, da ist man bloss froh, wenn man den Ball übers Netz bringt, ohne lächerlich auszusehen.» Der Wind habe wohl seinen Aufschlag etwas entschärft. Eine These, die die lediglich drei Asse im gesamten Match, stützen.

Es sei aber für beide windig gewesen, unterstrich Federer: «Deshalb akzeptiere ich das auch.» Unter Umständen hätten die Wetterverhältnisse für ihn sogar ein Vorteil sein können. Zumindest tönte er das an: «Mit dem Wind war alles möglich.» Auf die Frage, ob denn im nächsten Jahr, wenn das schliessbare Dach zur Verfügung steht, bei solchen Verhältnissen indoor gespielt werden soll, meinte er: «Nein, wenn man kann, muss das Dach offen bleiben.»

Federer, der nach Niederlagen auch mal etwas weniger gesprächig sein kann, war diesmal bemerkenswert entspannt. «Ich bin 37 Jahre alt. Ich kann mit solchen Situationen umgehen. Ich werde heute Abend nicht weinen.» Selbst zum Scherzen war er aufgelegt, meinte, die Organisatoren müssten aufpassen, dass das neue Dach nicht gleich wieder davonfliege. Und sagte: «Es sei wie im Sandkasten gewesen. Rafa und ich werden uns die Augen waschen müssen, um zu sehen, was wir essen.»

Ernsthafter fuhr Federer dann fort:« Es ist nie lustig, in drei Sätzen zu verlieren. Ich hätte einen der beiden ersten zwei Sätze gewinnen können. Ich bedaure vor allem, dass ich im zweiten Satz den Aufschlag bei 2:0 mit dem Wind im Rücken abgegeben habe. Vielleicht hätte es etwas geändert, wenn ich 3:0 geführt hätte. Aber Rafa war besser als ich, da gibt es keinen Zweifel

Es sei fantastisch, wie Nadal auf Sand spiele: «Er hat alle Optionen, sowohl im Angriff als auch in der Defensive.» Es sei beeindruckend, wie gut er von weit hinter der Grundlinie retournieren könne und sich dann wieder vorarbeite. Oder wie gut er den Platz abdecke. «Die Ballwechsel entwickeln sich ganz anders als gegen andere Spieler. Die Bälle kommen zurück, wie ich es die ganze Saison sonst nie sehe. Man muss sich Schlag für Schlag anpassen.»

Bald kehrt Federer auf sein Terrain zurück. Nach einer kurzen Pause plant er, Ende nächster Woche nach Halle zu reisen, wo er seinen zehnten Titel anstrebt. Und in weniger als einem Monat findet in Wimbledon schon das nächste Grand-Slam-Turnier statt. Dort stehen die Chancen von Federer nicht nur gegen Nadal wieder deutlich besser. (bzbasel.ch)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The oder ich 08.06.2019 12:07
    Highlight Highlight Das ist der Unterschied zwischen Federer und Djokovic: Federer mault nicht und akzeptiert die Umstände; der Djoker steckt die Regeln bis zur Unkenntlichkeit und erzwingt den Abbruch.
  • Hü Hopp Hü 07.06.2019 20:36
    Highlight Highlight Ein wahrer Sportsmann. Oder frei Schnauze. E geile siech!
  • Der Rückbauer 07.06.2019 19:56
    Highlight Highlight The winner takes it all....
  • Sonar 07.06.2019 19:51
    Highlight Highlight Wegen dieser Reaktion auf eine Niederlage ist Federer einer der besten Sportler - neben dem, dass er sehr gut Tennis spielt :)
  • front2back 07.06.2019 19:38
    Highlight Highlight Ich masse mir an zu behaupten, dass Roger heute auch ohne Wind und mit seinem besten Tennis gegen Nadal untergegangen wäre. Auf Sand gegen Nadal braucht es auch eine gehörige Portion Glück, nebst Können. Und heute hat Roger sowohl das Glück als auch die nötige Konstanz gefehlt. Es war trotz allem ein tolles Turnier von ihm und er darf bestimmt zufrieden sein mit seiner Leistung. In Wimbledon spricht in dieser Form einiges für Roger als (Mit-) Favorit.
  • dmda 07.06.2019 19:11
    Highlight Highlight & Was ist das Resultat?

Die Familie hat ihren Papa und Ehemann wieder – wie Federer sich von Wimbledon erholt

Erstmals in seiner Karriere verliert Roger Federer einen Grand-Slam-Final, in dem er einen Matchball nicht nutzen kann. Er unterliegt Titelverteidiger Novak Djokovic mit 6:7, 6:1, 6:7, 6:4, 12:13. Geknickt ist nicht nur er, sondern seine ganze Familie.

Fast fünf Stunden hatte sich Roger Federer mit Novak Djokovic duelliert, am Ende deutlich mehr Punkte gewonnen, zwei Matchbälle gehabt – doch zum dritten Mal nach 2014 und 2015 verlor er gegen den Serben einen Wimbledon-Final. Es ist auch der erste seiner 31 Grand-Slam-Finals, den Federer nach Matchball verliert.

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