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epa05733724 Daniel Evans of Great Britain celebrates winning against Bernard Tomic of Australia at the end of their Men's Singles third round match for the Australian Open tennis tournament, in Melbourne, Australia, 20 January 2017.  EPA/TRACEY NEARMY AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Sieg gegen Tomic: Evans überrascht down under weiter. Bild: EPA/AAP

Sponsor lief davon: Daniel Evans kaufte T-Shirts selber und ist so gut wie nie

Der Engländer Daniel Evans verblüfft am Australian Open weiter. Vor dem Turnier musste der 26-Jährige seine Kleider im Sportartikelgeschäft kaufen gehen. Nun steht er erstmals in einem Grand-Slam-Achtelfinal.

20.01.17, 14:35 21.01.17, 09:04


Evans hatte 2016 die beste Saison seiner Karriere und erreichte in Wimbledon und am US Open die 3. Runde, wo er gegen Roger Federer respektive Stan Wawrinka ausschied. Der Waadtländer musste dabei auf dem Weg zu seinem US-Open-Triumph einen Matchball von Evans abwehren. Als Nummer 51 der Welt ist er der zweitbeste Brite – und doch verlängerte Nike den Ende Jahr ausgelaufenen Ausrüstervertrag mit dem 26-Jährigen aus Birmingham nicht.

So kaufte Evans am Wochenende in einem Melbourner Laden 18 Shirts für «19.90 Dollar (ca. 15 Franken) das Stück» und Shorts dazu. Nach der Weltnummer 7 Marin Cilic bezwang er darin heute mit Bernard Tomic (Nummer 27) den zweiten gesetzten Gegner.

epa05733527 Daniel Evans of Great Britain in action against Bernard Tomic of Australia during their Men's Singles third round match for the Australian Open tennis tournament, in Melbourne, Australia, 20 January 2017.  EPA/TRACEY NEARMY AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Spartanisch: Evans' Outfit in Melbourne. Bild: EPA/AAP

Lange nur ein ewiges Talent

«Neue Angebote sind noch keine reingekommen», sagte er nach dem Sieg gegen Cilic. So spielte er auch gegen Tomic in einem komplett weissen Shirt ohne jegliche Werbeaufschrift oder Logo und so wird er wohl auch im Achtelfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga antreten.

Dabei spielt Evans derzeit das beste Tennis seines Lebens. Zum Jahresauftakt hatte er in Sydney seinen ersten ATP-Final erreicht (Niederlage gegen Gilles Muller). Mit 26 Jahren scheint das einstige Riesentalent, das es mit dem Arbeitsethos nicht immer so genau genommen hatte, sein Potenzial endlich auszuschöpfen. Bis auch wieder ein Ausrüsterdeal Tatsache wird, dürfte es ebenfalls nicht mehr lange dauern. Ein paar zusätzliche Gratisshirts hat er schon mal erhalten. (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ben_fliggo 21.01.2017 15:53
    Highlight Nur mal so Angedacht: Wieso braucht er 18 Shirts? Könnte er sie nicht waschen? ;-)
    1 0 Melden
  • Charlie Brown 20.01.2017 16:56
    Highlight "Sponsor lief davon: Daniel Evans kaufte T-Shirts selber und ist so gut wie nie".

    Was ist er denn so gut wie nie? Ich versteh den Titel nicht. Wer hilft mir?
    3 40 Melden
    • Lukas Blatter 20.01.2017 17:18
      Highlight @Charlie Brown: Nun, nachdem er ohne Sponsor dasteht, scheint er plötzlich besser Tennis zu spielen als noch zuvor.
      43 2 Melden
    • Charlie Brown 20.01.2017 17:34
      Highlight Aaaaahhhh! Danke. Ich stand voll auf der Leitung... my bad ;-)
      6 0 Melden
  • lilie 20.01.2017 16:33
    Highlight Coole Socke.

    Ich finde, das könnte Schule machen. Die Topspieler, welche auch ohne Sponsorenverträge Geld wie Heu machen, könnten doch ruhig in Outfits ohne Markennamen antreten.

    Das wäre mal ein schönes Zeichen!
    13 23 Melden
    • Binnennomade 20.01.2017 16:51
      Highlight Naja, die machen eben ohne Sponsoren nicht Geld wie Heu.. Im Gegenteil ist es ziemlich schwierig bis unmöglich, ohne Sponsoren auf Weltklasseniveau zu spielen..
      37 1 Melden
    • JonathanFrakes 20.01.2017 17:19
      Highlight Wieso sollte das Schule machen? Das wäre wirtschaftlich gesehen ziemlich dämlich von einem Topspieler😂 Ausserdem macht der gute Evans das nur solange, bis er wieder einen neuen Sponsorenvertrag hat. Aber der jetzige Erfolg ist ihm natürlich zu gönnen, gerade in seiner derzeitigen Lage!:)
      5 0 Melden
    • lilie 20.01.2017 21:05
      Highlight @Binnennomade: Naja, ich glaube, ein Federer macht so viel Preisgeld plus Werbekampagnen, dass er vermutlich auf die Sponsorenverträge verzichten könnte. Bei anderen Topspieler dürfte es ähnlich sein.
      0 7 Melden
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