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Wimbledon, Halbfinals

Anderson (8) s. Isner (9) 7:6 6:7 6:7 6:4 26:24
Djokovic (12) s. Nadal (2) 6:4 3:6 7:6 3:6 10:8

epa06888312 Novak Djokovic of Serbia (R) at the net with Rafael Nadal of Spain whom he defeated in their semi final match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 14 July 2018. EPA/NIC BOTHMA / POOL EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Djokovic nimmt nach dem Sieg im 52. Giganten-Duell die Gratulationen von Nadal entgegen. Bild: EPA/EPA POOL

Das nächste Halbfinal-Drama! Djokovic ringt Nadal nach über 5 Stunden nieder

Es ist sein erster Grand-Slam-Final seit 2016: Novak Djokovic ist in Wimbledon ins Endspiel eingezogen. Im Halbfinal gegen Rafael Nadal setzt er sich bei der Fortsetzung in fünf hart umkämpften Sätzen durch.



Der Männer-Final in Wimbledon steht fest: Am Sonntag trifft Novak Djokovic auf Kevin Anderson. Der Serbe setzte sich bei der Fortsetzung des spektakulären Matches gegen Rafael Nadal durch und gewann nach 5:17 Stunden 6:4, 3:6, 7:6, 3:6, 10:8. Die Partie hatte am Freitag verspätet begonnen, weil sich Anderson und John Isner zuvor in 6:36 Stunden ein historisches Match geliefert hatten – und musste gegen Mitternacht nach dem dritten Satz unterbrochen werden. Djokovic steht erstmals seit den US Open 2016 wieder in einem Endspiel eines Major-Turniers.

Der Matchball:

Etwa 14 Stunden lang hatten Nadal und Djokovic nach der Unterbrechung pausiert. Aber beide fanden bei der Fortführung sofort wieder zur hochklassigen Form des Vortags. Von Beginn an war die Begegnung geprägt von faszinierenden Ballwechseln. Gleich das erste Spiel des vierten Satzes dauerte rund 16 Minuten, Nadal brachte sein Aufschlagspiel mit Mühe durch.

Danach gelang dem Spanier zweimal ein Break, zum 2:0 und zum 5:3. Beim ersten Mal kam Djokovic noch zurück und nahm dem Spanier seinerseits den Aufschlag ab. Beim zweiten Mal aber ließ der Serbe drei Breakbälle ungenutzt. Nadal holte sich den Satz und erzwang den fünften Durchgang.

Dieser verlief zunächst weniger aufregend. Bei eigenem Aufschlag hatten sowohl Djokovic als auch Nadal kaum Probleme. Lange gab es nicht eine Chance zum Break. Die erste Gelegenheit (zum 5:3) verpasste Djokovic.

Mit zunehmender Dauer wurde der fünfte Satz spektakulärer. Nadal liess beim Stand von 7:7 drei Breakbälle ungenutzt, fünfmal ging es zudem über Einstand. Aber Djokovic rettete sich, brachte seinen Aufschlag durch und sicherte sich im anschliessenden Aufschlagspiel Nadals seinen ersten Matchball – diesen wehrte der Spanier mit einem unglaublichen Stopp ab.

Ein Verlierer mit Klasse:

Seinen zweiten Matchball verwandelte Djokovic dann aber zum 10:8. Es war im 52. Duell der beiden, das erst zum dritten Mal über fünf Sätze ging, der 27. Sieg von Djokovic. Die auf Platz 21 abgerutschte ehemalige Nummer 1 der Welt spielte dabei so gut wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Djokovic strebt in Wimbledon seinen vierten Titel nach 2011, 2014 und 2015 an, den ersten bei einem Grand-Slam-Turnier seit dem French Open 2016. In Wimbledon stand der Serbe zuletzt 2015 im Final. Damals gewann er gegen Roger Federer, der in diesem Jahr im Viertelfinal sensationell gescheitert ist. (pre/sda)

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Ticker: 13.7.2018 Wimbledon-Halbfinals

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 14.07.2018 21:03
    Highlight Highlight Rafa zieht gegen Nole meist den Kürzeren, wie es Roger jeweils gegen ihn macht.
    11 7 Melden
    • Victarion 15.07.2018 15:10
      Highlight Highlight Ihre Aussage ist korrekt, aber nur sehr knapp;). Im H2H steht es 27 zu 25. Ist jetzt meiner meinung nicht so die umgangsprachliche definition von meistens den kürzeren ziehen.
      2 0 Melden
  • DonSaiya 14.07.2018 19:41
    Highlight Highlight War einfach ein Klassespiel mit sehr hohem Niveau und brutalen Ballwechseln. Für jeden Tennisfan ein Genuss. Schade wars nicht Finale...
    20 1 Melden
  • Pana 14.07.2018 17:07
    Highlight Highlight Klasse, Nole is back. Freue mich für ihn (und das Tennis).
    37 10 Melden
  • Keepitsimple 13.07.2018 21:01
    Highlight Highlight Hatte ja schon gegen Federer Durchhaltevermögen und mentale Stärke gezeigt, wenn er im Finale nochmals so stark spielt hat er den Titel mehr als Verdient.
    37 7 Melden
    • Illuminati 14.07.2018 00:05
      Highlight Highlight Eigentlich ja hast du recht aber schaust du dir das Halbfinal Djoker vs Raffa an?
      Selten ein solch gutes Tennis gesehen ! Was für ein Niveau, wenn der Sieger von den zweien morgen auch so spielt dann wird Anderson weggefegt.
      52 7 Melden

Depressiv, oft verletzt und mit Rücktrittsgedanken – aber Del Potro ist wieder da

Auf dem Weg in seinen zweiten US-Open-Final in New York gegen Novak Djokovic profitierte Juan Martin Del Potro im Halbfinal von der Aufgabe von Rafael Nadal. Der Argentinier weiss, was es heisst, verletzt zu sein, und stand 2015 kurz vor dem Rücktritt.

Einer weiteren, vierten Operation am Handgelenk stimmte er zu. «Ich sagte mir, es ist die letzte. Eine weitere will ich nicht riskieren.» Sein rechtes Handgelenk hatte Juan Martin Del Potro 2010 operiert, zwei weitere Eingriffe folgten vier Jahre später an der linken Hand. Die Probleme aber blieben, Besserung war nicht in Sicht. «Es war der schlimmste Moment. Ich fand keinen Ausweg mehr und war mehrere Monate depressiv.» Del Potro stand kurz davor, seine Karriere zu beenden.

«Das ist nun aber …

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