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Bei einer Frage zur umstrittenen Karikatur wäre Williams aus dem Studio gelaufen. bild: screenshot youtube

Erstes Williams-Interview seit dem US Open – bei der Frage zum Wutausbruch kommt das Veto

Serena Williams hat im australischen Fernsehen ihr erstes Interview seit dem kontroversen US-Open-Final gegen Naomi Osaka gegeben. Fragen dazu sollte die einstige Weltnummer 1 eigentlich nicht beantworten müssen, doch die TV-Moderatorin hielt sich nicht an die zuvor getroffene Abmachung. 



Vor Interviews mit internationalen Sportstars werden die Themen-Felder, die im Gespräch behandelt werden, fast immer im Voraus besprochen. Damit soll verhindert werden, dass der oder die Interviewte böse Überraschungen erlebt und unangenehme Fragen beantworten muss. 

So war das auch bei Serena Williams, als sie in der TV-Show «The Project» erstmals seit ihrem US-Open-Ausraster im Final gegen Naomi Osaka wieder vor die Kameras trat. 

Das Management von Williams verfügte, dass über den Final und vor allem über die Karikatur des Comic-Zeichners Marc Knight keine Fragen gestellt werden dürfen. Doch Interviewerin Lisa Wilkinson dachte nicht daran, sich daran zu halten. Nach Fragen über Körpergefühl, die Mode bei Meghan Markles Hochzeit und Mutterschaft wandte sich die TV-Frau dem Tabuthema «US Open» zu.

«Das sind vier Fragen zum US Open ...»

Zunächst ging es um das Coaching ihres Trainers Patrick Mouratoglu, das zur ersten Verwarnung geführt und das dieser vor kurzem zugegeben hatte. Williams will aber weiterhin nichts davon wissen. «Ich verstehe nicht, wovon er geredet hat. Wir haben keine Signale, wir hatten nie Signale. Ich habe seine Bewegung überhaupt nicht gesehen. Ich denke, das war auch für ihn einfach ein sehr verwirrender Moment.»

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Der Ausraster von Serena Williams im US-Open-Final. Video: streamable

Dann folgte eine Frage zu ihrem Ausraster, während dem sie Schiedsrichter Carlos Ramos beschimpft und zwei Rackets zertrümmert hatte. Doch bevor Williams die Frage beantworten konnte, schritt das Management ein: «Das sind jetzt vier Fragen zu den US Open. Wenn wir bitte das Thema wechseln könnten», war aus dem Hintergrund zu hören.

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Nach der vierten Frage zum US Open wird das Interview unterbrochen. Video: streamable

Williams führte das Interview danach fort, nahm zu ihrem Wutausbruch aber keine Stellung. Wilkinson beliess es in der Folge bei einer letzten, harmlosen zum US Open. Williams verpasste so die Chance, sich für ihr Fehlverhalten zumindest teilweise zu entschuldigen.

Wilkinson hätte das Interview übrigens auch eskalieren lassen können. Williams' Management habe ihr vor dem Gespräch mitgeteilt, dass die beste Tennisspielerin aller Zeiten das Interview sofort beenden würde, falls sie auf die umstrittene Karikatur von Marc Knight angesprochen würde. «Das wäre dann grossartiges Boulevard-TV gewesen», sagte Wilkinson, die sich hier aber an die Vorgaben hielt. Wieso, erklärt sie gleich selbst: «Ich war mehr an ihren Antworten als an ihrer Reaktion auf die US-Open-Fragen interessiert», so die Journalistin.

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Das komplette Interview mit Serena Williams. Video: YouTube/Showbiz Mojo

Unangenehme Fragen muss Williams in dieser Saison wohl nicht mehr viele beantworten. Die 23-fache Grand-Slam-Siegerin ist nicht zum WTA-Turnier in Peking angetreten, womit sie sich kaum mehr aus eigener Kraft für die WTA Finals in Singapur qualifizieren kann. Ihr letztes Spiel des Jahres bleibt für Williams damit der legendäre Final beim US Open gegen Naomi Osaka.

Die Tennisspielerinnen mit den meisten Grand-Slam-Siegen – seit Beginn der Open Era

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 27.09.2018 13:48
    Highlight Highlight Ganz gut, dass sie in Singapur bei den WTA-Finals nicht dabei ist. So kann man schauen, ohne sich über ihr Gehabe ärgern zu müssen.
  • TodosSomosSecondos 27.09.2018 13:46
    Highlight Highlight Von was für einer Steffi Graf Karikatur ist hier die Rede? Die kenne ich gar nicht...
  • Cytat 27.09.2018 13:20
    Highlight Highlight Sie gehört von Sport weg. Aber wird nie passieren weil es um Kohle geht. Wie bei Fussball.
    • riotgirl71 27.09.2018 13:45
      Highlight Highlight warum?
      und warum nicht federer?
    • Mia_san_mia 27.09.2018 16:48
      Highlight Highlight @riotgirl71: Warum diese Frage?
  • N. Y. P. 27.09.2018 13:09
    Highlight Highlight Wieso darf die Karrikatur nicht angesprochen werden ?

    Weil Marc Knight mit der Karrikatur schlichtweg ins Schwarze getroffen hat.

    Sonst hätte Serena schon längst einen riesen Radau gemacht..
    • Lukas Hässig 27.09.2018 13:54
      Highlight Highlight ins Schwarze getroffen, hehehhehehe
    • Volande 27.09.2018 14:25
      Highlight Highlight Was für ein rassistischer Scheisskommentar.
    • N. Y. P. 27.09.2018 15:24
      Highlight Highlight @Volande

      Echt jetzt ?

      Ich darf dieses Sprichwort nur anwenden, wenn es sich um Weisse handelt ?

      Ich hätte wirklich gerne ein Ja oder Nein von Dir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 27.09.2018 13:01
    Highlight Highlight Es wird immer langweiliger und niemand will solche Interviews sehen. Vorgefertigte und unwichtige 08/15 Fragen vom Management bewilligt....ein Interview tönt wie das andere, die Fragen und die Antworten dazu.
    Kann man also getrost weglassen.

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