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Switzerland's Roger Federer, left, talks with Australia's Lleyton Hewitt during a practice session on Rod Laver Arena ahead of the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Friday, Jan. 15, 2016.(AP Photo/Mark Baker)

Lleyton Hewitt (r.) und Roger Federer sehen die Davis-Cup-Reform kritisch. Bild: AP

Hewitt eilt Federer zu Hilfe: «Piqué weiss gar nichts über Tennis, das ist lächerlich»

Am Wochenende startet der Davis Cup erstmals nach neuem Format. Die Schweiz empfängt in Biel Russland. Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze, der Final im November an neutralem Ort ausgetragen. Traditionalisten ist das noch immer ein Dorn im Auge.

simon häring / ch media



Die Umwälzungen sind fundamental, und sie Sorgen noch immer für hitzige Diskussionen. Nach 118 Jahren wird der Davis Cup in diesem Jahr erstmals nach neuem Format ausgetragen. Spiele über fünf Sätze gehören der Vergangenheit an, Heim- und Auswärtspartien gibt es nur noch in der Qualifikations-Runde, die an diesem Wochenende ausgetragen wird. Entschieden wird der Teamwettbewerb in einer Finalwoche im November auf neutralem Boden.

Die Duelle vom kommenden Wochenende:

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Hinter der Reform steht die Kosmos-Gruppe, präsidiert von Barcelona-Fussballer Gerard Piqué. Das Konsortium, in dem neben Rakuten-Gründer Hiroshi Mikitani auch Larry Ellison, mit 60 Milliarden Dollar Vermögen einer der zehn reichsten Menschen der Welt, und die China Media Capital als Investoren auftreten, schiesst in den nächsten 25 Jahren drei Milliarden Dollar in den Davis Cup ein. Für kleine Verbände war das Argument genug, der Reform zuzustimmen.

Federer nicht bei Olympischen Spielen?

Entschieden haben Funktionäre, die Opposition aus Spielerkreisen ist ungebrochen. Alexander Zverev spielt zwar an diesem Wochenende, doch während des Finalturniers mache er lieber Ferien auf den Malediven. Seine Teilnahme liegt primär darin begründet, dass wer an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen will, im Vorjahr einen Einsatz im Davis Cup vorweisen muss. Was das für die sechs für das Finalturnier Gesetzten bedeutet, ist indes ungeklärt.

Roger Federer, left, and Stanislas Wawrinka of Switzerland react after winning their match against Bob Bryan and Mike Bryan during the semi final of the men's double tennis at the Beijing 2008 Olympics in Beijing, Friday, Aug. 15, 2008. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Federer und Wawrinka droht das frühe Olympia-Aus. Bild: KEYSTONE

Sollte sich die Schweiz erwartungsgemäss nicht qualifizieren, würden auch Roger Federer und Stan Wawrinka die Qualifikations-Kriterien für Tokio nicht erfüllen. Eine Woche nach seinem siebten Sieg bei den Australian Open verzichtet Novak Djokovic auf die Qualifikation und probt damit den Aufstand. Der Präsident des ATP-Spielerrats protestierte Anfang Jahr mit einem Schreiben an das Olympische Komitee gegen die Kriterien und drohte einen Boykott an.

Der Zielkonflikt mit dem Laver Cup

Kein Blatt vor den Mund nimmt auch Australiens Davis-Cup-Captain Lleyton Hewitt. «Wir werden von einem Fussballer fremdbestimmt. Das ist, als würde ich die Champions League umkrempeln wollen», sagt der 37-Jährige. «Dieser Piqué weiss nichts über Tennis. Und dass der Final auf neutralem Boden stattfindet, ist schlicht lächerlich.» Er rechne nicht damit, dass die Tospieler am Final Ende November in der Caja Magica in Madrid teilnehmen werden.

Roger Federer spielte seit 2015 nicht mehr im Davis Cup und hat für Familie und Karriere längst andere Prioritäten gesetzt. Erst, als es um die Verlegung des Finals in den September ging, wenn auch sein Laver Cup stattfindet, äusserte er Kritik, als er sagte: «Für uns Tennis-Spieler ist es komisch, einen Fussballer in unserer Welt zu haben. Darum muss er vorsichtig sein, was er wie sagt.» Unwahrscheinlich, dass Federer je wieder im Davis Cup spielen wird.

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Dieses Jahr in Genf – für Federer hat der Laver Cup absolute Priorität. bild: laver cup

Für die Finalwoche (19. bis 24. November) in Madrid qualifizieren sich die zwölf Sieger der Playoff-Runde. Gesetzt sind die vier Halbfinalisten des Vorjahrs (Kroatien, Frankreich, Spanien, USA) sowie Grossbritannien und Argentinien, die eine Wildcard erhielten. Das Finalturnier wird in sechs Dreiergruppen gespielt, danach folgen in der gleichen Woche Viertelfinals, Halbfinals und Final. Alles auf zwei Gewinnsätze. Der Davis Cup ist tot. Geblieben ist nur der Name.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Celio 30.01.2019 16:47
    Highlight Highlight ...und Shakira singt in der Finalwoche für einige Millionen jeweils die Nationalhymnen. Die Geldmafia sagt dem Tennis wo es lang geht.
  • My Senf 30.01.2019 16:30
    Highlight Highlight Sollten Sie doch schmollen!

    Mit Ellison und Rakuten (Barca Sponsor) im Rücken werden die Spieler 2. machen! Es ist ja nicht so, dass Piquét regiert...

    Das eröffnet Chancen für die 2. Reihe von Tennisspielern.
    Und die Finals werden Society Events, sprich Erfolg garantiert!
  • peeti 30.01.2019 16:24
    Highlight Highlight Finalwoche auf neutralem Boden in Madrid...
    ...gesetzt sind die Halbfinalisten des Vorjahres, unter anderem Spanien🤔
  • Christof1978 30.01.2019 12:58
    Highlight Highlight scheint so, als wolle piqué eine "nationen-champions league" einführen... er wird damit scheitern.
  • Arnoli 30.01.2019 12:12
    Highlight Highlight Ja der Tennissport, mit samt seinen Liebhabern, ist halt noch der Tradition verpflichtet. Gibt es nach gefühlten 490 Jahren mal Änderungen im System, kann es schon mal Kritik hageln. Die Reformer heutzutage, in allen Bereichen, haben es nicht leicht. In 3 Jahren ist die Aufregung um diese Geschichte wieder verflogen und Piquet wird als Hardliner und guter Reformer bekannt sein. 45:15 tststs
    • MacB 30.01.2019 14:24
      Highlight Highlight Gegen sinnvolle Reformen hat niemand was, hier geht es aber schlicht und einfach nur um Geld, weshalb alle Funktionäre den Hofknicks machen, ohne mal die Spieler zu fragen.

    • My Senf 31.01.2019 08:12
      Highlight Highlight Aha MacB
      Und im Laver Cup geht es um Tradition 🤔🙄
    • MacB 31.01.2019 09:22
      Highlight Highlight Das ist auch keine reform sondern eifach ein Turnier...
    Weitere Antworten anzeigen
  • B. Bakker 30.01.2019 11:44
    Highlight Highlight Ich hoffe Piquet fällt so richtig auf die Nase damit. Seine Arroganz ist mir nicht nur auf dem Fussballplatz ein Dorn im Auge.
    • Töfflifahrer 30.01.2019 15:12
      Highlight Highlight Es liegt hier ausschliesslich bei den Spielern.
      Sage die ab, oder kommt nur die 3te Garnitur, wird das scheitern. Winkt man jedoch mit genug Geld, ....... wer weiss.
  • Raemy 30.01.2019 11:35
    Highlight Highlight Geld regiert die (Sport-) Welt.

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