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epaselect epa07765014 Alexander Zverev of Germany throws his tennis racket after he lost a set against Karen Khachanov of Russia during the Men's Singles quarter-final at the Rogers Cup tennis tournament in Montreal, Canada, 09 August 2019.  EPA/VALERIE BLUM

Zverev schmeisst in Cincinnati frustriert seinen Schläger weg. Bild: EPA

20 Doppelfehler in einem Match – leidet Sascha Zverev an «Yips»?



Alex «Sascha» Zverev hat keine einfache Zeit hinter sich: Eigentlich galt er nach seinem Sieg bei den ATP-Finals in London im letzten Herbst als grösster Herausforderer der «Big 3» und kommender Grand-Slam-Sieger. Doch statt durchzustarten, rutschte die damalige Weltnummer 3 in eine tiefe Krise. Als Auslöser gilt der Rechtsstreit mit seinem Ex-Manager Patricio Apey.

Nach der Niederlage in der Startrunde von Wimbledon gegen die Weltnummer 124 Jiri Vesely erklärte der Deutsche: «Mein Selbstvertrauen ist gerade unter Null.» Ende Juli folgte die Trennung von Trainer Ivan Lendl, doch der drastische Schritt hatte nicht die gewünschte Wirkung – im Gegenteil.

Wie schon zwischendurch im Frühling hat Zverev seither beim zweiten Aufschlag komplett den Faden verloren. Vor Cincinnati servierte er in vier Partien 36 Doppelfehler, der Negativ-Höhepunkt folgte gestern beim Auftakt in Ohio gegen den Qualifikanten Miomir Kecmanovic (ATP 58).

Bei der 7:6, 2:6, 4:6-Niederlage unterliefen dem 22-jährigen Deutschen unfassbare 20 Doppelfehler. Er schrammte damit nur knapp am Negativ-Weltrekord des Argentiniers Guillermo Coria vorbei, der das Ranking für ein Spiel über zwei Gewinnsätze mit 23 Doppelfehlern anführt.

«Es ist unfassbar, was da mit Zverev passiert», erklärte TV-Experte Jim Courier bei «Tennis Channel». Kecmanovic reichten am Ende 98 Punkte zum Sieg, mehr als einen Fünftel davon wurden ihm von Zverev also geschenkt. Neben den Doppelfehlern gab er bei eigenem Aufschlag nur 18 weitere Punkte ab.

Zverevs letzte Matches:

Hamburg:
Basilashvili: 9 Doppelfehler bei 45 zweiten Aufschlägen
Montreal:
Norrie: 5 Doppelfehler bei 29 zweiten Aufschlägen
Basilashvili: 14 Doppelfehler bei 33 zweiten Aufschlägen
Khachanov: 8 Doppelfehler bei 19 zweiten Aufschlägen
Cincinnati:
Kecmanovic: 20 Doppelfehler bei 35 zweiten Aufschlägen

Doppelfehler-Orgien sind im Tennis keine Seltenheit, immer wieder schlagen sich Topspieler beim Aufschlag mit einem besonderen Phänomen herum: «Yips». Bei dieser motorischen Störung treten bei hoher Konzentration unwillkürliche und ruckartige Muskelzuckungen auf, die sich beim Service natürlich extrem störend auswirken.

Einmal von «Yips» betroffen, müssen diese aber nicht ständig auftreten – der mentale Stress beim Wettkampf scheint die Erkrankung aber zu verstärken. Anna Kurnikowa litt ebenfalls unter der Störung und stellte deswegen 1999 den traurigen Tour-Rekord von 31 Doppelfehlern in einem Spiel auf.

Die Italienerin Sara Errani traf es Anfang dieses Jahres. Beim zweitklassigen WTA-Turnier in Bogota servierte sie in ihren ersten drei Partien 54 Doppelfehler, worauf sie zu einem drastischen Mittel griff. Die 32-Jährige servierte gegen Bibiane Schoofs beim zweiten Aufschlag von unten und gewann schliesslich klar. Doch immer funktioniert das nicht: Die einstige Weltnummer 5 ist in der Weltrangliste mittlerweile auf Rang 241 abgerutscht.

Ob auch Zverev an «Yips» leidet, ist allerdings nicht klar. Bislang hat sich das deutsche Nervenbündel nicht öffentlich zu seiner Doppelfehler-Orgie geäussert. «Es hat mit den ganzen Themen zu tun, die es ausserhalb des Courts gab», versuchte Zverev seine Formkrise zuletzt zu erklären. «Yips» oder eine mentale Blockade? So schnell wird die aktuelle Weltnummer 6 seine Probleme nicht lösen können.

epa07765024 Alexander Zverev of Germany walking back after he lost a point against Karen Khachanov of Russia during the Men's Singles quarter-final at the Rogers Cup tennis tournament in Montreal, Canada, 09 August 2019.  EPA/VALERIE BLUM

Zverev wirkt ziemlich ratlos. Bild: EPA

Immerhin kann sich Zverev damit trösten, dass er auf dem Weg zum Doppelfehler-König des Jahres noch einen harten Konkurrenten hat. Benoit Paire hat in seinen 45 Matches der bisherigen Saison schon 293 Doppelfehler produziert. Damit liegt er noch einen vor Zverev (47 Matches). Den Allzeit-Rekord stellte in dieser Sparte übrigens Nikolay Davydenko auf: Der Russe – wie Zverev einst Sieger der ATP-Finals – produzierte im Jahr 2001 unfassbare 476 Doppelfehler.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pixrick 15.08.2019 22:32
    Highlight Highlight yips kann auch beim anbaggern stören.
    Play Icon
  • Jamaisgamay 15.08.2019 16:40
    Highlight Highlight 20 Doppelfehler schaffe ich locker, auch ohne 'Yips' 🤣
  • Clank 15.08.2019 14:55
    Highlight Highlight Im Titel heisst Sascha, im Artikel dann wieder Alex.
    • ManuJot 15.08.2019 15:10
      Highlight Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alexander_Zverev
    • DäPublizischt 15.08.2019 15:21
      Highlight Highlight Alex Zverevs Eltern stammen aus Russland. Dort ist Sascha ein Kosename für Alex und wird auch bei Zverev so verwendet.
  • wasps 15.08.2019 14:43
    Highlight Highlight Das Problem von Zverev ist seine Persönlichkeit. Viel zu früh wurde er in den Himmel gelobt, das hat beim ihm bleibende Schäden hinterlassen. Er trägt die Nase sehr hoch. Wer sich mit 22 Jahren als potenzielle Nr. 1 sieht und fühlt, verliert halt rasch mal den Blick auf die harte Realität.
    • MacB 15.08.2019 14:59
      Highlight Highlight Federer war mit 23 die Nr. 1, Nadal mit 22.

      Wann - wenn nicht mit 22 - soll man das Gefühl bekommen, mal die Nr. 1 zu werden? Das nennt man Ehrgeiz ;)

      Ich habe ihn btw auch schon als potenzielle Nr. 1 gesehen.
    • FrancoL 15.08.2019 15:15
      Highlight Highlight Jeder topten Spieler sieht sich als potentielle nr.1, wenn nicht dann ist er da fahl am Platz.
    • wasps 15.08.2019 15:53
      Highlight Highlight Sich als solche sehen oder es sein ist ein himmelweiter Unterschied. Zverev ist weder ein Federer noch ein Nadal. Ihm fehlt es eindeutig an der professionellen Einstellung.
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