Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
CORRECTS NAME epa05218934 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi of the Garage Plus Interwetten team in action during a free practice session second day for the Motorcycling Grand Prix of Qatar at Al Losail International Circuit in Doha, Qatar, 18 March 2016. The 2016 MotoGP World Championship season's first race will be held in Doha on 20 March.  EPA/-

Das passt noch nicht: Lüthi in Katar.
Bild: EPA

Tom Lüthi und die vergebliche Suche nach dem letzten Puzzle-Teilchen

Er wollte alles und hat viel verloren: Die Suche nach der perfekten Einstellung hat Tom Lüthi (29) zum Saisonauftakt die erste Startreihe gekostet.

klaus zaugg, katar



Es geht in einer Klasse, in der alle die gleichen Motoren (Honda), die gleichen Reifen (Dunlop) und fast alle das gleiche Fahrwerk (Kalex) haben, um Details. Die perfekte Abstimmung entscheidet über Sieg und Niederlage. Die Titanen sind unablässig auf der Suche nach den Details, die den Sieg bringen, die eine Differenz zu den Konkurrenten machen.

«Wir wollten die perfekte Abstimmung finden und haben etwas probiert, das sich nicht bewährt hat.»

Tom Lüthi

Tom Lüthi will gewinnen. Er war bei allen Vorsaisontests und schliesslich auch hier bei den drei freien Trainings am Donnerstag und am Freitag unter den Schnellsten. Ein freies Training hat er dominiert, auf den ersten drei Plätzen war er immer. Die erste Startreihe schien programmiert. Aber Tom Lüthi (29) startet heute aus der vierten Reihe zum GP von Katar.

epa05219041 Swiss Moto2 rider Thomas Luethi of the Garage Plus Interwetten team in action during a free practice session second day for the Motorcycling Grand Prix of Qatar at Al Losail International Circuit in Doha, Qatar, 18 March 2016. The 2016 MotoGP World Championship season's first race will be held in Doha on 20 March.  EPA/-

Tom Lüthi hat im Abschlusstraining zu viel experimentiert.
Bild: -/EPA/KEYSTONE

Was ist passiert? Wie konnte es im Abschlusstraining zu diesem unerwarteten Rückschlag (10.) kommen? Der WM-Mitfavorit erklärt es so: «Wir wollten die perfekte Abstimmung finden und haben etwas probiert, das sich nicht bewährt hat. Ich musste in die Box zurück und die Maschine wieder umbauen. Wir haben dieses Abschlusstraining verhauen. Wir suchten das letzte Puzzleteilchen und dabei verrutschten drei, vier andere Teilchen.»

Lowes verlangsamte bewusst

Als er nach einem Boxenaufenthalt von gut und gerne einer Viertelstunde (bei einer Trainingsdauer von 45 Minuten) und einem weiteren Stopp für Reifenwechsel zum Endspurt ansetzte, passierte das, was in solchen Situation immer wieder passiert: Eine schnelle Zeit im Schlussspurt war wegen zu viel Verkehr auf der Piste nicht mehr möglich. «Ich fuhr hinter Lowes (2. – die Red.) her und als er das realisierte, verlangsamte er auf der Ideallinie. Er wollte mir nicht zu einer besseren Rundenzeit verhelfen …»

«Es fehlen viele Details.»

Dominique Aegerter

Die Suche nach der perfekten Einstellung hat zu einem Rückschlag geführt. Die Hoffnung gibt Tom Lüthi nicht auf. Eine Spitzenklassierung ist ja mit einem guten Start auch aus der vierten Startreihe möglich.

Die fünfte Startreihe (15.) entspricht ungefähr dem, was Dominique Aegerter (25) nach den Tests und den freien Trainings (gesamthaft nur auf Rang 21) erwarten konnte bzw. befürchten musste. Zufrieden ist er ganz und gar nicht. «Es fehlen viele Details und wir sind daran herauszufinden, ob ich meinen Fahrstil anpassen soll oder ob wir die Maschine meinem Fahrstil anpassen können.»

epa05218972 Swiss Moto2 rider Dominique Aegerter of the CarXpert Interwettenteam in action during a free practice session second day for the Motorcycling Grand Prix of Qatar at Al Losail International Circuit in Doha, Qatar, 18 March 2016. The 2016 MotoGP World Championship season's first race will be held in Doha on 20 March.  EPA/-

Muss Dominique Aegerter seinen Fahrstil anpassen?
Bild: -/EPA/KEYSTONE

Immerhin hat er teamintern einen Erfolg zu verbuchen. Der holländische Fahrwerksspezialist Tim de Bot, den Teamchef Fred Corminboeuf für diese Saison neu Tom Lüthi zugewiesen hat, arbeitet jetzt wieder für Dominique Aegerter.

Alle Schweizer Töff-GP-Sieger

Auch zwei Räder, aber kein Motor

30.01.2011: «Dummi huere Ruederer» und «Schiiss-Ponys» machen Reporter Hans Jucker zur Legende

Link zum Artikel

14.02.2004: Der Pirat geht von Bord – aber in den Herzen der Fans lebt Marco Pantani ewig

Link zum Artikel

17.06.1981: «Dä Gottfried isch für mich gschtorbe!» – 2 Tage nach dem Zitat seines Lebens fliegt Beat Breu ins Leadertrikot

Link zum Artikel

14.07.2003: Armstrong rettet sich nach dem Horrorsturz von Beloki mit einem Höllenritt querfeldein über das Kornfeld

Link zum Artikel

20.07.2006: Floyd Landis begeistert die Sportwelt mit einer historischen Flucht – und wird kurz nach dem Tour-Sieg als Doper entlarvt

Link zum Artikel

11.10.1998: Ein halbes Jahrhundert nach Ferdy Kübler trägt mit Oscar Camenzind endlich wieder ein Schweizer das Regenbogentrikot

Link zum Artikel

15.10.2011: Für einen Tag schlüpft Oliver Zaugg aus der Rolle als Helfer und feiert den grössten Triumph seiner Karriere

Link zum Artikel

22.07.2001: Sven Montgomery erlebt an der Tour den schönsten Moment seiner Karriere – und nur drei Tage später den schlimmsten

Link zum Artikel

24.04.1993: Järmann schlägt im Sprint Weltmeister Bugno und gewinnt das Amstel Gold Race

Link zum Artikel

13.07.1967: Tom Simpson stirbt am Mont Ventoux – und sein Name wird zu einem Mahnmal für alle Radsport-Profis

Link zum Artikel

09.04.2006: Ein Lenkerbruch und ein Albtraumsturz zerstören den grossen Traum von Armstrongs Edelhelfer

Link zum Artikel

22.03.1995: Du kannst im Fitness-Center strampeln wie du willst – an den durchdrehenden Nüscheler kommt keiner ran

Link zum Artikel

17.07.1992: Der Thurgauer Rolf Järmann bodigt Ex-Gesamtsieger Pedro Delgado und gewinnt die längste Tour-Etappe

Link zum Artikel

21.07.2009: Jens Voigt stürzt fürchterlich und gibt drei Tage später ein obercooles Interview

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Vollgas!» – ein Wort vom Vater aus dem Spitalbett beflügelt Dominique Aegerter

Zum ersten Mal stehen zwei Schweizer in der ersten Startreihe eines Töff-GP. Die beste Ausgangslage aller Zeiten. Gelingt Tom Lüthi nach einer aufwühlenden Woche in Assen die Soloflucht zum Sieg oder fährt Dominique Aegerter für seinen Vater im Spital einen Erfolg ein?

Auf den ersten Blick ist nichts mehr so, wie es einmal war. «Blochen in Assen» – das ist der Titel der berühmten Reportage von Niklaus Meienberg (1940 bis 1993) über Assen. Exakt 40 Jahre sind seither ins Land gezogen. Das, was einst ein faszinierender Kosmos zwischen lustigem Zigeunerleben und Todesgefahr war, ist heute ein durchorganisierter Sport geworden. Und die Piloten haben im Wesen und Wirken kaum noch etwas Abenteuerliches: Es sind hochprofessionelle Athleten. Politisch korrekt …

Artikel lesen
Link zum Artikel