Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Bild: Getty Images

Unvergessen

Das brutalste WM-Foul der Geschichte: Toni Schumacher streckt Patrick Battiston nieder

8. Juli 1982: Ein Fussballtorhüter unbeliebter als Adolf Hitler: Der WM-Halbfinal zwischen Frankreich und Deutschland (3:4 n.P.) ist ein Jahrhundert-Spiel der anderen Art.



Es gibt Spiele von denen nichts im Gedächtnis haften bleibt als das Resultat. Andere beschäftigen uns noch nach Jahrzehnten, weil sie menschliche und unmenschliche Geschichten erzählen von Triumph und Tragödie, von Recht und Unrecht. Der WM-Halbfinal 1982 zwischen Deutschland und Frankreich gehört zu diesen unvergessbaren Spielen.

Die Deutschen liegen in der Verlängerung scheinbar hoffnungslos 1:3 zurück und siegen schliesslich fünf Minuten vor Mitternacht mit 8:7 im ersten Penaltyschiessen der WM-Geschichte. Es war eines jener Spiele, die die Zuschauer aufpeitschen bis zur Ekstase. Was da geschah, liess den Trainern die Haare zu Berge stehen.

Bild

Michel Platini zaubert, Deutschlands Captain Manny Kaltz staunt. Bild: Getty Images

«Da wird alles ausser Kraft gesetzt, was sonst gilt», hat Erich Ribbeck, der Assistent des Deutschen Trainers Jupp Derwall gesagt. Er vergass hinzuzufügen: «In jeder Beziehung alles ausser Kraft gesetzt.» Denn dieser Partie kam es zu einem der brutalsten Zweikämpfe der WM-Geschichte.

«Ich weiss nicht, ob das Gerechtigkeit ist», sagt Frankreichs Trainer Michel Hidalgo nach der Niederlage. Die Szene, die die Frage nach Gerechtigkeit provoziert hat und bis heute die Gemüter erhitzt: In der 57. Minute, es steht 1:1 durch die Tore von Pierre Littbarski und Michel Platini, fliegt der Ball in den Rücken der deutschen Verteidigung. Der gerade eingewechselte Patrick Battiston sprintet dem Ball hinterher. Harald «Toni» Schumacher stürmt aus dem Tor und springt rücksichtslos auf den Franzosen zu, obwohl dieser schon geschossen hat.

Mannschaftsarzt : «Ich habe geglaubt, er ist tot»

Der Ball trudelt am Tor vorbei, als Schumacher Battiston mit der rechten Hüfte und mit angewinkelten Ellenbogen im Gesicht trifft. Der Franzose wird bewusstlos vom Platz getragen. Er hat eine Platzwunde und einen Halswirbelbruch erlitten und drei Zähne verloren. «Ich habe gedacht, er ist tot», sagt Mannschaftsarzt Maurice Vrillac nach der Partie. «Ich habe zwei Minuten lang keinen Puls gespürt.» Toni Schumacher wird nicht einmal verwarnt.

abspielen

Video: streamable

In der französischen Presse tauchen in der Kommentierung zu diesem Spiel die Worte «Panzer», «Gestapo», «SS» und «Nazis» auf. «Toni Schumacher, Beruf Unmensch» titelt die berühmte Sportzeitung «L’Equipe». In einer Umfrage nach dem unbeliebtesten Deutschen setzen die Franzosen unmittelbar nach dem Turnier Toni Schumacher auf Platz eins – vor Adolf Hitler.

Frankreichs Präsident François Mitterand und der deutsche Kanzler Helmut Schmidt sehen sich sogar genötigt, eine gemeinsame Medienerklärung herauszugeben, um die Wogen zu glätten. Bis heute gilt dieses Halbfinale von Sevilla als «Jahrhundert-Spiel», als ein Mythos und ein Trauma zugleich.

Battistons Zähne

The teeth of French player Patrick Battiston lost when he clashed with German goalkeeper Toni Schumacher in the World Cup 1982 semi final are exhibited in the gallery 'The Aquarium' in Berlin, Germany, Friday, 9 June 2006. The object is one of the exhibits Mike Draegert collected to the exhibition '11 friends World Cup museum'.  EPA/Wolfgang Kumm

Bild: EPA

Schlimmer noch als die Tat scheinen damals die Reaktionen des Torhüters zu sein. Während sich die Betreuer um den schwer verletzten Battiston kümmern, steht Schumacher Kaugummi kauend am Fünfmeterraum, jongliert mit dem Ball und wartet offensichtlich ungerührt auf die Fortsetzung des Spiels. Hinterher rechtfertigt er sich ohne ein Wort des Bedauerns: «Ich stecke ein und teile aus.» Berüchtigt wird sein Satz: «Wenn es nur die Jacketkronen sind – die bezahle ich ihm gerne.»

Bild

Toni Schumacher 1982. Bild: Getty Images

Später wird er sich in einem Interview differenzierter äussern. «Ich würde heute genauso aus meinem Tor kommen und versuchen, den Ball zu kriegen. Es war eine unglückliche Aktion, aber kein Foul. Battiston kam mit dem Ball auf mich zu, wollte ihn über mich heben und ich bin hochgesprungen. Er hat den Ball nicht richtig getroffen, ich war schon in der Luft, konnte den Schwung nicht mehr abbremsen und flog mit angezogenen Knien auf ihn zu. Ich habe mich noch etwas abdrehen können und Battiston zum Glück nicht frontal erwischt, sondern mit der Hüfte.»

«Ich war dem nicht gewachsen. Aus Hilflosigkeit bin ich im Tor geblieben.»

Toni Schumacher

Seine scheinbare Gleichgültigkeit begründet er so: «Wenn ich jetzt hingehe, dachte ich, gibt’s richtig Zoff. Die schubsen oder treten mich, vielleicht spuckt mich einer an, ich schlage zu und das Ganze eskaliert. Ich war dem nicht gewachsen. Aus Hilflosigkeit bin ich im Tor geblieben.» Er bedauert hingegen, dass er Battiston im Krankenhaus nie besucht hat.

Bild

Die Teamkollegen machen sich grosse Sorgen um Battiston. Bild: Getty Images

Patrick Battiston of France is carried off the field on a stretcher badly injured with a damaged vertebrae, a broken jaw and the loss of four of his front teeth after a contentious collision with goalkeeper Harald Schumacher of the Federal Republic of Germany during the 1982 FIFA World Cup semi final on 8 July 1982 at the Ramon Sanchez Pizjuan stadium in Seville, Spain. The Federal Republic of Germany defeated France 5-4 in a penalty shootout. (Photo by Steve Powell/Getty Images)

Schumachers «Opfer» wird mit der Trage abtransportiert. Bild: Getty Images Europe

Sieht man die Aufzeichnung des Spiels nochmals an, erkennt man: Schumacher schadet seiner Mannschaft. Nach Battistons Verletzung spielen die Franzosen mit dem Mut der Empörung. Sie führen schliesslich in der Verlängerung nach 98 Minuten scheinbar uneinholbar 3:1. Aber sie stürmen weiter, sie wollen das 5:1 und das 6:1 und die Deutschen geraten in die kuriose Situation, dass sie mit zwei Toren im Rückstand gegen einen weiter anstürmenden Gegner kontern können.

In der 108. Minute gelingt Klaus Fischer mit einem Fallrückzieher aus zehn Metern das 3:3. Im Elfmeterschiessen scheinen die Deutschen erneut besiegt, als Michel Platini zum 7:6 trifft und Uli Stielike verschiesst. Aber anschliessend scheitern auch Didier Six und Maxime Bossis und Horst Hrubesch macht mit dem 8:7 alles klar. Toni Schumacher hält zwei Elfmeter. Es wäre auch ohne seine Attacke gegen Battiston ein «Jahrhundert-Spiel» gewesen.

Mit 42 Jahren nochmals deutscher Meister

Die Deutschen verlieren anschliessend den Final gegen Italien 1:3 und die Franzosen unterliegen in der Partie um den 3. Platz Polen 2:3. Patrick Battiston, damals bei St.Etienne unter Vertrag, kann seine Karriere nach einer längeren Pause fortsetzen und spielt auch bei der WM 1986 für Frankreich. Er beendet seine Laufbahn 1991 in Bordeaux. Über den Vorfall hat er nie mehr gesprochen. 

Stefan Klos, Harald Schumacher und Wolfgang de Beer (v.r.n.l.) bei der Meisterfeier von Borussia Dortmund im Westfalenstadion mit der begehrten Schale. Alle drei haben aktiv Anteil am Gewinn des Titels, denn

Toni Schumacher feiert mit Teddy de Beer und Stefan Klos die deutsche Meisterschaft 1996. Bild: dpa

Toni Schumacher spielt auch 1986 bei der WM für Deutschland (Finalniederlage gegen Argentinien) und bestreitet sein letztes Länderspiel am 15. Oktober 1986 gegen Spanien (2:2). Nach der Veröffentlichung seiner Autobiographie «Anpfiff» wird er für weitere Länderspiele gesperrt. 1992 beendet er seine Karriere, wird Torhütertrainer in Dortmund und 1996 zwei Minuten vor Ende des letzten Saisonspiels beim 3:2 gegen Freiburg noch einmal eingewechselt. So wird Schumacher mit 42 Jahren zum zweiten Mal deutscher Meister.

Unvergessen

In der Serie Unvergessen blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.

Die Telegramme aller bisherigen WM-Finals von 1930 bis 2014

Fussball-WM 2018 in Russland

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wir haben alle WM-Spiele analysiert – eine Spielminute hat es besonders in sich

Link zum Artikel

Weltmeister der Outfits: Nigeria ist jetzt schon das stylischste Team der WM 2018

Link zum Artikel

Nicht schön, aber ruhig – so lebt es sich im Schweizer WM-Camp in Togliatti

Link zum Artikel

So funktioniert der Videobeweis bei der WM-Premiere in Russland

Link zum Artikel

Du willst im WM-Tippspiel gewinnen? Dann mach, was die Forscher dir raten

Link zum Artikel

Nochmals 12 Prozent mehr – soviel Preisgeld verteilt die FIFA an der WM

Link zum Artikel

Fasten your seat belt! So war der Flug der Nati ins WM-Quartier

Link zum Artikel

Nur ein WM-Star pro Rückennummer und die Frage: Welchen wählst du aus?

Link zum Artikel

Nehmt euch in acht, Fussballfans: Die Saison der Temporär-Fans hat wieder begonnen

Link zum Artikel

Die schönsten und bemerkenswertesten Nationalhymnen der 32 WM-Teams

Link zum Artikel

Diese Fussballer musst du im Auge haben – die Schlüsselspieler der 32 WM-Teilnehmer

Link zum Artikel

Die 23 besten WM-Momente, die du schon wieder vergessen hast

Link zum Artikel

«Extrem durch Social Media geprägt» – Hummels kritisiert «Generation Sané»

Link zum Artikel

Fünf Volltreffer und eine «Kanterniederlage» – so daneben liegt Panini mit seinem WM-Album

Link zum Artikel

Keine Ahnung von Fussball? Mit diesen 11 Floskeln wirkst auch du wie ein Profi

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

FIFA-Schiriboss Busacca: «Mit dem Videobeweis wird der Fussball korrekter»

Link zum Artikel

So hast du die besten WM-Momente aller Zeiten noch nie gesehen

Link zum Artikel

Die offizielle WM-Hymne heisst «Live It Up»  – und ist ... hach, wir geben auf

Link zum Artikel

Wären wir Nati-Trainer, so würden wir gegen Brasilien aufstellen – und du?

Link zum Artikel

Alkohol, Party und Sex in DJ-Antoines Fan-Song: «Wir haben die Leitplanken breit gesetzt»

Link zum Artikel

Die Schweiz hat einen neuen WM-Song – er ist das Gegenteil von DJ Antoines Olé-Olé-Lied

Link zum Artikel

Flirt-Tipps für Russland, dann Shitstorm – Argentiniens Fussballverband entschuldigt sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • deed 08.07.2018 16:57
    Highlight Highlight Es wäre noch zu erwähnen, dass sich Schumacher und Battiston später versöhnt haben, und Schumacher gar Gast an Battiston's Hochzeit war.
    • leroy 08.07.2018 23:47
      Highlight Highlight https://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_70066306/patrick-battiston-immer-noch-boese-auf-toni-schumacher-.html

      Nun ja, Versöhnung klingt anders ...
  • leroy 08.07.2018 16:01
    Highlight Highlight Ich war 16 damals und hab vor Wut geheult. Am schlimmsten war tatsächlich Schumachers Unfähigkeit, sich zu entschuldigen. Ich erinnere mich an einen Zeitungsartikel zwei oder drei Tage nach dem Spiel, in dem er verlauten liess, seine Mutter habe ihm am Telefon gesagt, sein Einsteigen sei zu hart gewesen, was ihn dazu gebracht habe, doch noch einmal darüber nachzudenken, ob er sich bei Battiston melden solle. Offensichtlich sieht er sich bis heute als Opfer der Medien. Entschuldigung ja, von Einsicht aber keine Spur. Nein, Hitler ist er nicht, aber ein grobfahrlässiger Irrer allemal.
  • #10 08.07.2018 10:22
    Highlight Highlight Bei aller begründeter Wut über Schumachers Foul: die Formulierung "ein Fussballtorhüter unbeliebter als Adolf Hitler" ist unterirdisch! Völlig unverständlich, dass Watson so was publiziert.
    • Sandro Zappella 08.07.2018 12:09
      Highlight Highlight Hast du nur den Lead oder auch den Text gelesen?
      Im Text wird die Aussage nämlich erläutert: «In einer Umfrage nach dem unbeliebtesten Deutschen setzen die Franzosen unmittelbar nach dem Turnier Toni Schumacher auf Platz eins – vor Adolf Hitler.»
    • Mia_san_mia 09.07.2018 00:38
      Highlight Highlight Lies doch den Artikel...
  • mazzli 08.07.2018 09:40
    Highlight Highlight Einen Fußballspieler mit Adolf Hitler (liess 6 Mio Menschen grausam töten) zu vergleichen, ist geschmacklos und völlig unnötig. Mit solchem Schwachsinn schadet der Autor leider dem gesamtem Watson Team.
    • Sandro Zappella 08.07.2018 12:09
      Highlight Highlight Hast du nur den Lead oder auch den Text gelesen?
      Im Text wird die Aussage nämlich erläutert: «In einer Umfrage nach dem unbeliebtesten Deutschen setzen die Franzosen unmittelbar nach dem Turnier Toni Schumacher auf Platz eins – vor Adolf Hitler.»
    • mazzli 08.07.2018 12:44
      Highlight Highlight Zugegeben, den Abschnitt mit der Umfrage in FR direkt nach der WM82 hab ich erst jetzt im Fliesstaxt gelesen. Ohne diesen Kontext zu geben, einfach „Adolf Hitler“ in den Lead zu droppen, find ich nicht guten Journalismus, sorry.
    • Typu 08.07.2018 12:51
      Highlight Highlight Trotzdem unnötig so ein lead. Erklärung hin oder her. Ein lead ist ein lead.
    Weitere Antworten anzeigen

George Weah dribbelt einfach alle aus und schiesst ein Wundertor

8. September 1996: George Weah eröffnet die neue Serie-A-Saison mit einem Paukenschlag. Beim 4:1-Sieg Milans gegen Hellas Verona trifft Afrikas Fussballer des Jahrhunderts nach einem unfassbaren Solo über den ganzen Platz.

In Erinnerung habe ich von George Weah drei Sachen. Erstens: Er hatte Oberschenkel wie ein Pferd. Zweitens: Er wollte nach seiner Karriere Staatspräsident werden. Und drittens: Er schoss ein Tor für die Ewigkeit.

Von Beinmuskulatur und politischen Ambitionen wird etwas später die Rede sein. Primär war George Tawlon Manneh Oppong Ousman Weah ein herausragender Fussballer. Mamma mia, was war er für ein grossartiger Stürmer!

1995 wird er als erster und bis heute einziger Afrikaner zum …

Artikel lesen
Link zum Artikel