Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
CHICAGO - 1991: Michael Jordan #23 of the Chicago Bulls jumps to shoot a basket against the Detroit Pistons as Cliff Levingston #53 of the Bulls, Dennis Rodman #10 of the Pistons and Isiah Thomas #11 of the Pistons watch the shot at the Chicago Stadium during the 1991 NBA Playoffs in Chicago, Illinois. (Photo by Focus on Sport/Getty Images)

Michael Jordan überragt alle – den «Bad Boys» Dennis Rodman (links) und Isiah Thomas bleibt das Nachsehen. Bild: Focus on Sport

Unvergessen

Air Jordans Chicago Bulls laufen die Gegner wortwörtlich davon

27. Mai 1991: In der NBA geht eine grosse Ära zu Ende und eine noch grössere beginnt. Als das Ausscheiden gegen die Chicago Bulls nur noch Sekunden entfernt ist, verlassen die Stars der Detroit Pistons einfach so das Feld.



7,9 Sekunden sind noch zu spielen in Detroit. Die Bulls aus Chicago führen bei den Pistons deutlich. Sie werden auch Spiel vier der Playoff-Serie gewinnen und den amtierenden NBA-Champion in die Ferien schicken. Pistons-Star Isiah Thomas und seine Kollegen können es offenbar kaum erwarten. Sie verlassen die Halle, um den Siegern nicht die Hand schütteln zu müssen. Nur noch fünf nominelle Ersatzspieler bleiben als Vertretung auf dem Parkett zurück.

Thomas und Co. begründen ihren Entscheid mit der fortwährenden Kritik der Bulls an ihrem Spielstil. Die Pistons sind damals als «Bad Boys» berühmt-berüchtigt, spielen sehr körperbetont und oft auch jenseits der Grenze des Erlaubten.

abspielen

Ein schwacher Abgang: Die Stars der Detroit Pistons verlassen kurz vor Ende der Partie das Feld (ab 6:30 Minuten im Video). Video: YouTube/kOrOne79

Krass überlegene Bulls im Halbfinal

In den Jahren 1989 und 1990 holen sich die Detroit Pistons mit ihrer Art den Meistertitel. Aber die Chicago Bulls sind auf dem Vormarsch. Michael Jordan ist zwischen 1987 und 1990 vier Mal in Folge der beste Skorer der Liga (insgesamt wird er diesen Titel zehn Mal gewinnen).

Als Phil Jackson im Sommer 1989 in der «Windy City» übernimmt, ist dies der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Zwar scheitern die Bulls in der ersten Saison unter dem neuen Trainer noch an den Pistons, doch in der Saison 1990/91 schlägt ihre erste grosse Stunde.

In den Playoff-Halbfinals kommt es zur Revanche gegen Detroit. Zuhause lässt Chicago in den beiden ersten Spielen nichts anbrennen, auch Spiel 3 in Detroit holen sie sich. Krass überlegen sind die Bulls in Spiel 4, das sie letztlich 115:94 gewinnen.

Es ist das Spiel, dessen Ende Isiah Thomas und einige andere nicht miterleben. Der Point Guard begründet den Abgang kurz vor der Schlusssirene mit dem mangelnden Respekt der Gegner: «Immer und immer wieder haben sie gejammert und über unsere harte Spielweise geklagt.» Also verhält sich auch Thomas respektlos.

Jordans erster von sechs Titel mit den Bulls

Später bereut der zwölffache NBA-All-Star seine Idee, die ihm damals nur logisch schien. «Wir hätten nicht einfach weglaufen sollen», sagt Thomas mittlerweile. Diese Einsicht sei ihm aber erst ein gutes halbes Jahr später gekommen.

Zu diesem Zeitpunkt tragen die Chicago Bulls schon längst einen Meisterring am Finger. Sie haben nicht nur die Detroit Pistons überrollt. Angeführt von «Air Jordan» gewinnen sie auch die Finalserie gegen die Los Angeles Lakers mit 4:1 Siegen und starten eine Ära. Dem Titel von 1991 lassen sie 1992 und 1993 zwei weitere folgen, in den Jahren 1996 bis 1998 folgen drei weitere Meisterschaften.

Chicago Bulls' Michael Jordan, left,  waves to the crowd as he arrives for a Bulls victory rally with his wife, Juanita, right,and son Jeffrey, in Grant Park in Chicago, June 14, 1991. On Friday, Dec. 29, 2006, the couple announced they had divorced after 17 years of marriage.  (AP Photo/Mark Elias)

Air Jordan lässt sich nach dem ersten Titelgewinn gemeinsam mit der damaligen Gattin Juanita feiern, Little Jordan Jeffrey hält sich die Ohren zu. Bild: AP

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
Um nichts zu verpassen, like uns auch auf Facebook!

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die besten NBA-Punktesammler der Geschichte

Basketballwurf Weltrekord

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Janis11 27.05.2020 07:04
    Highlight Highlight "The Last Dance" auf Netflix ist sehr empfehlenswert!
    • NotWhatYouExpect 27.05.2020 07:50
      Highlight Highlight Jap gefällt mir gut... nur ab und zu sind mir die Zeitsprünge hin und her etwas zu viel.
    • H1tchh1k3r 27.05.2020 08:01
      Highlight Highlight etwas vom Sehenswertensten dieses Jahr auf Netflix. Die Bulls Ära fiel voll in meine Teenie-Zeit, daher hatte ich da den vollsten Bezug dazu.

Unvergessen

Die Buffalo Sabres erfinden einen Japaner, um beim NHL-Draft alle reinzulegen

28. Mai 1974: Es ist eine der kuriosesten Episoden der NHL-Geschichte. Im Draft 1974 ziehen die Buffalo Sabres den völlig unbekannten Taro Tsujimoto. Dass ihn niemand sonst auf der Rechnung hat, hat einen einfachen Grund: Der Japaner existiert gar nicht.

Den Stanley Cup haben die Buffalo Sabres noch nie gewonnen. Dafür aber die Herzen aller Fans mit Sinn für Humor.

Der Amateur Draft 1974 zieht sich ewig in die Länge. Die Klubvertreter treffen sich nicht an einem Ort, sondern werden Runde für Runde vom NHL-Präsidenten Clarence Campbell angerufen. Das dauert. Denn Campbell rattert erst die Namen der bereits gedrafteten Spieler herunter und bittet dann einen Klubvertreter um den Namen des Spielers, dessen Rechte sich sein Team sichern will.

George …

Artikel lesen
Link zum Artikel