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Players watch the ball go into the net, an own goal by Delfi Geli,  to give  Liverpool a 5-4  victory against Deportivo Alaves, Spain, during the UEFA Cup final in Dortmund, Germany, on Wednesday, May 16, 2001. (AP Photo/David Davies)UNITED KINGDOM OUT, , NO MAGS

Gleich schlägt es ein: Der Ball auf dem Weg zu Liverpools 5:4. Bild: PA

Ein «Schweizer» Trio holt mit Liverpool gegen Alavés auf dramatische Weise den UEFA-Cup

16. Mai 2001: Liverpool schlägt in einem rauschenden Final den spanischen Aussenseiter Deportivo Alavés mit 5:4 nach Verlängerung. Bei den «Reds» jubeln Nati-Verteidiger Stéphane Henchoz und die beiden späteren Super-League-Trainer Markus Babbel und Sami Hyypiä.



Und dann ist plötzlich alles aus. Ein mitreissendes Fussballspiel ist zu Ende. Eines, das keinen Verlierer verdient hat – und in dem dieser auf tragische Art und Weise ermittelt wird. Es ist ein Eigentor, das in der Verlängerung den Traum von Deportivo Alavés beendet, den UEFA-Cup gewinnen zu können.

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Die Highlights des Finals. Video: YouTube/UEFA

Deportivo Alavés? Alleine schon die Teilnahme am Uefa-Cup-Final ist eine Sensation. Der baskische Kleinklub erlebt die erfolgreichste Phase seiner Geschichte, als er 1998 in die Primera Division aufsteigt und die Saison im Jahr 2000 auf Rang 6 abschliesst. So gut ist Alavés vorher und nachher nie mehr.

Inter eliminiert, Kaiserslautern in Einzelteile zerlegt

Diesen Schwung nehmen die Spanier mit in die kommende Saison. Im UEFA-Cup räumen sie alles aus dem Weg, teils auf spektakuläre Weise. In der ersten Runde zieht Alavés den Kopf gerade noch aus der Schlinge, als es nach torlosem Hinspiel bei Gaziantepspor 1:2 zurückliegt und noch 4:3 siegt.

Es folgen torreiche Duelle mit norwegischen Klubs (5:3 gegen Lilleström und 4:2 gegen Rosenborg Trondheim), ehe im Achtelfinal Inter Mailand wartet. Die Italiener holen in Alavés ein 3:3, doch im San Siro scheitert der Favorit. Alavés feiert einen 2:0-Erfolg und zieht in die Viertelfinals. Dort wird Ligakonkurrent Rayo Vallecano eliminiert (3:0, 1:2), womit Alavés nur noch zwei Spiele vom Final in Dortmund entfernt ist.

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Alle Alavés-Tore in der UEFA-Cup-Saison 2000/01. Video: YouTube/sergiosvk96

In den Halbfinals liefern die «Albiazules» zwei Gala-Vorstellungen ab. Gleich mit 5:1 wird der 1. FC Kaiserslautern aus dem Estadio de Mendizorroza gefegt. Und im Rückspiel auf dem Betzenberg gibt es für die «Roten Teufel» ebenfalls nichts zu holen: Alavés siegt mit 4:1 und zieht mit dem Gesamtskore von 9:2 mit Pauken und Trompeten in den Final ein.

Liverpools frühe Führung

Und dann also das Endspiel. Gegen den FC Liverpool, der im Halbfinal Barcelona rausgekegelt hat und zuvor schon die AS Roma. Die Engländer sind der klare Favorit und dieser Rolle werden sie von Beginn auch gerecht.

FC Liverpool players line prior to the UEFA Cup final against Deportivo Alaves at the Westfalen Stadium in Dortmund on Wednesday, 16 May 2001. Back from left  - Stephane Henchoz, Sami Hyypia, Emile Heskey, Sander Westerveld, Markus Babbel, Gary McAllister, Dietmar Hamann. Front from left - Michael Owen, Danny Murphy, Steven Gerrard, Jamie Carragher. Liverpool won a thrilling match by Golden Goal 5-4.      EPA PHOTO          EPA/ANJA NIEDRINGHAUS

Liverpools Startelf, hintere Reihe (von links): Henchoz, Hyypiä, Heskey, Westerveld, Babbel, McAllister, Hamann. Vorne: Owen, Murphy, Gerrard, Carrager. Bild: EPA

Der spätere Luzern-Trainer Markus Babbel köpft Liverpool schon nach vier Minuten in Führung. Und als der 20-jährige Steven Gerrard nach einer Viertelstunde auf 2:0 erhöht, scheint der Final früh entschieden zu sein.

Aber Alavés gibt nicht auf und kommt zum Anschlusstor durch Ivan Alonso. Auch auf das 1:3 (Gary McAllister mittels Penalty) finden die Spanier eine Antwort: Mit einem Doublette kurz nach der Pause gleicht Javi Moreno die Partie auf 3:3 aus.

Fowler erhöht, Cruyff gleicht aus

Doch es fallen noch mehr Tore in einem Spiel, in dem Nati-Verteidiger Stéphane Henchoz nach 56 Minuten ersetzt wird. Für ihn kommt der tschechische Offensivspieler Vladimir Smicer. Und Trainer Gérard Houillers Mut zum Risiko wird belohnt. Robbie Fowler bringt Liverpool in der 73. Minute wieder in Führung.

Sollte es bei diesem 4:3 bleiben? Nein. Der prominenteste Name in Alavés' Elf hat etwas dagegen. Jordi Cruyff, der Sohn der holländischen Legende Johan Cruyff, gelingt in der 89. Minute der erneute Ausgleich. 4:4 – das Spiel geht in die Verlängerung.

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Wer Zeit hat: Hier gibt's das ganze Spiel zu sehen. Video: YouTube/Dave Waller

Entscheidung durch «Golden Goal»

Der Modus sieht damals vor, dass die Partie beim ersten Tor in der Verlängerung beendet ist: «Golden Goal» heisst die Regel. Und sie kommt im Dortmunder Westfalenstadion zur Anwendung.

Kurz bevor es ins Penaltyschiessen geht, fällt Liverpools Siegtreffer zum 5:4 – durch ein Eigentor. Delfi Geli heisst der Unglücksrabe, der eine Freistossflanke mit dem Kopf am eigenen Goalie vorbei abfälscht.

Liverpool-Captain Sami Hyypiä, der als FCZ-Totengräber später traurige Berühmtheit erlangt, darf den Pokal in die Höhe stemmen. Der unheimliche Lauf von Deportivo Alavés ist gestoppt.

DRT22 - 20010516 - DORTMUND, GERMANY : FC Liverpool players celebrate after winning the UEFA Cup final against Deportivo Alaves at the Westfalen Stadium in Dortmund on Wednesday, 16 May 2001. Liverpool won the thrilling match with a Golden Goal 5-4.      EPA PHOTO              EPA/ANJA NIEDRINGHAUS/GH/mda

Henchoz (links) und Hyypiä (rechts) feiern … Bild: EPA

Dutch soccer legend Johann Cruyff (right) hugs his son Jordi Cruyff of Deportivo Alaves during the awarding ceremony of the UEFA Cup final between FC Liverpool and Deportivo Alaves at the Westfalen Stadium in Dortmund on Wednesday, 16 May 2001. Liverpool won the match 5-4 with a Golden Goal.     EPA PHOTO        EPA/ANJA NIEDRINGHAUS

… während Johan Cruyff Sohn Jordi tröstet. Bild: EPA

Alavés ist wieder da!

Die Finalteilnahme bleibt das einsame Highlight der Klubgeschichte. In der Saison nach diesem Triumph steigt Alavés ab und ist nur noch für eine Spielzeit (2005/06) zurück in der Primera Division. Danach geht es sogar bis in die dritte Liga hinunter.

Doch die «Babazorros» kehrten zurück und stiegen in der Saison 2015/16 wieder in die Primera Division auf. Seither gibt es wieder Duelle mit Real Madrid und dem FC Barcelona. Für das internationale Geschäft reichte es seit dem Wiederaufstieg jedoch nicht mehr.

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Smicer und McAllister erinnern sich an den Triumph (englisch). Video: YouTube/UEFA

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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Die wichtigsten Titel, die Steven Gerrard gewonnen hat

12.02.2011: Wayne Rooneys perfekter Fallrückzieher gegen ManCity lässt sogar Sir Alex schwärmen

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09.10.1996: Schottland spielt in Estland gegen sich selber und wird von der «Tartan Army» lautstark gefeiert

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25.01.1995: King Cantona flippt aus – er setzt zum legendärsten Kick der Fussball-Geschichte an

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14.04.1999: Ryan Giggs schiesst ein Wahnsinns-Tor und entblösst sein Brusthaar. Arsène Wenger hat davon noch immer Alpträume

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11.11.2011: Der estnische Ersatzspieler, der hier den Ball weitergereicht hat, ist in Wahrheit ein cleverer irischer Fussballfan

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09.11.1997: Der Windarsch kassiert in einem einzigen Fussball-Spiel gleich drei Rote Karten – und ist auch sonst ein liebenswerter Rüpel

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12.05.2013: Der Wahnsinn von Watford: «Ja, Sie haben gerade die dramatischste Schlussminute aller Zeiten gesehen!»

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