Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Los Angeles Lakers forward Kobe Bryant waves to the fans after his introduction before the start of the first quarter of an NBA basketball game against the Utah Jazz Monday, March 28, 2016, in Salt Lake City. (AP Photo/Rick Bowmer)

«Thank you Kobe»: Bryant erfährt auf seiner Abschiedstournee auch auswärts grosse Sympathie.
Bild: Rick Bowmer/AP/KEYSTONE

Kobe Bryants zwiespältiger Abschied – viele Sympathien, aber historisch schlechte Lakers

Am Mittwoch fällt für Kobe Bryant mit dem Heimspiel gegen die Utah Jazz der NBA-Vorhang. Die Abschiedstournee des 37-jährigen Superstars verläuft neben dem Platz erfreulich, sportlich ist sie jedoch ein Desaster: Seit dieser Woche ist klar, dass die Los Angeles Lakers die schlechteste Saison ihrer Geschichte spielen. 

Donat Roduner
Donat Roduner



Man soll bekanntlich auf dem Höhepunkt gehen. Dann, wenn es am schönsten ist. Sicherlich hat das auch Kobe Bryant im Kopf. Doch er, einer der besten Basketballer aller Zeiten, hat diesen Moment verpasst. Er hätte 2010 nach dem Gewinn seines fünften Meisterrings aufhören sollen – das lässt sich nachträglich einfach sagen. Doch sein Ehrgeiz liess das nicht zu. Bryant strebte nach dem zweiten «Three-peat» (drei Titel in Serie), aber stattdessen ging es nur noch abwärts.

Los Angeles Lakers' Kobe Bryant holds the Larry O'Brien championship trophy and finals MVP trophy after the Lakers beat the Orlando Magic 99-86 in Game 5 of the NBA basketball finals Sunday, June 14, 2009, in Orlando, Fla. (AP Photo/David J. Phillip)

Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft: Kobe Bryant 2009 mit dem Meister- und Final-MVP-Pokal.
Bild: AP

In den kommenden Jahren setzten ihm Verletzungen stark zu. Ein Achillessehnenriss 2012, dann 2013 nach nur sechs Spielen ein Schienbeinkopfbruch und zuletzt 2015 noch ein Riss der Rotatorenmanschette. Bryant kam zwar noch einmal zurück, aber es war offensichtlich, dass er nicht mehr der Alte ist.

Im November vergangenen Jahres kommt der drittbeste Werfer aller Zeiten dann zur Einsicht, dass seine 20. Saison als Laker seine letzte sein wird. «Mein Herz kann die Prügel ertragen. Mein Geist kann mit der Schinderei umgehen. Aber mein Körper weiss, dass es Zeit ist, Adieu zu sagen», schreibt er in einem Brief an die Fans.

«Es fühlt sich gut an, so behandelt zu werden»

Der Entscheid löst eine riesige Sympathiewelle aus. Bei jedem Auftritt wird die legendäre Nummer 24 seither gefeiert. In den Auswärtsspielen bekommt Bryant mehr Zurufe als die heimischen Stars, dazu vor und nach dem Match andauernde Ovationen. «Es fühlt sich gut an, so behandelt zu werden», freut er sich.

abspielen

Kobe Bryant erhält in seiner Geburtsstadt Philadelphia vor dem Spiel stehende Ovationen.
YouTube/NBA

Sportlich aber nahm die Saison nicht den Lauf, den sich der in Italien aufgewachsene Maestro wünschte. Am Mittwoch setzte es die 62. Niederlage ab, was heisst, dass mit erst 16 Siegen die schlechteste Saison in der Geschichte der Franchise Tatsache ist. Die damaligen Minneapolis Lakers beendeten die Saison 1957/58 mit 19 Siegen und 53 Niederlagen. Und die letzte Niederlage der aktuellen Lakers fügten ihnen ausgerechnet die Los Angeles Clippers zu, die lange belächelten Stadtrivalen. Das Derby haben die Clippers nun zum zehnten Mal in Serie für sich entschieden.

Nach wie vor Lakers-Topskorer

Bryant kam auch nicht mehr auf die Werte seiner besten Jahren. Mit 16,8 Punkten pro Spiel (Karrierebestwert 2005/06: 35,4) ist er zwar noch immer bester Skorer seines Teams. Das liegt aber auch daran, dass er nicht weniger wirft als früher. Das sportliche Darben der Lakers ist aber keineswegs Bryant allein zuzuschreiben, der 16-fache Meister hat momentan schlicht kein gutes Team. Ob sich die Entwicklung der jungen Talente in eine positive Richtung verändern wird, wenn der dominante Leitwolf weg ist, wird sich zeigen.

Los Angeles Lakers guard Kobe Bryant (8) celebrates with teammate Shaquille O'Neal (34) during the team's win over the  San Antonio Spurs  in San Antonio, Wednesday, Dec. 3, 2003. Los Angeles won 90-86. (AP Photo/Eric Gay)

Zusammen mit Shaquille O'Neal gewann Bryant drei Titel in Serie (2000-2002).
Bild: AP

Kobe Bryant hat bald seinen letzten Auftritt im Staples Center von Los Angeles, ein letztes Mal wird er am Mittwoch in der NBA spielen. Seinem Auftritt gegen Utah sieht er indes gelassen entgegen: «Ich werde aufkreuzen und das Spiel spielen – und hoffen, dass sich mein Körper dabei gut anfühlt», sagte die «Black Mamba» an einer Pressekonferenz.

Nach dieser verkorksten Saison wünscht man Kobe Bryant mindestens ein würdiges allerletztes Spiel. Danach werden immerhin seine Schmerzen weniger – für die Lakers dagegen eher mehr.

Los Angeles Lakers forward Kobe Bryant (24) waves as he walks off the court during the second half of an NBA basketball game, Monday, March 28, 2016, in Salt Lake City. The Jazz won 123-75. (AP Photo/Rick Bowmer)

Goodbye, für immer: Kobe Bryant verlässt das NBA-Parkett.
Bild: Rick Bowmer/AP/KEYSTONE

Höhlenmensch, Schrei-Baby, Bikini-Beauty, lahmer Gaul: So sehen wir Federer, Djokovic und Co.

Link zum Artikel

«Keiner schlägt seine Frau ausser Yassine, der denkt sich, das Chikhaoui» – wir haben mal wieder unseren Spass mit Fussballer-Namen

Link zum Artikel

Und jetzt die besten User-Memes: «Ich habe noch keinen Spieler zu Hause besucht – ausser bei Daniel Davari» 

Link zum Artikel

«Egal wie viele Medis er schon hat – Admir will Mehmedi» – die besten Egal-Memes mit Schweizer Sportlern

Link zum Artikel

«In allen Ehen weiss es der Mann besser, ausser bei Andrew hat das Weibrecht» – wir haben unseren Spass mit Skifahrer-Namen

Link zum Artikel

Shaqiri als Käse, Drmic als Katzenfutter oder Magnin als Guetzli: 10 Fussballernamen, die sich als Marke eignen

Link zum Artikel

Ideal fürs Transferfenster: Shaqiri und Co. geben ultimative Bewertungen für Fussball-Klubs ab

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Die Entwicklung des einzigen Männerschuhs, den jeder kennt: der Air Jordan seit 1985

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kimbolone 09.04.2016 14:52
    Highlight Highlight An der Draftfront sieht es auch nicht unbedingt rosig aus. Der kommende Erstrundenpick ist bereits verschifft nach Philly und nur Top-3 protected. Mit der schlechten Bilanz wäre es in der Lottery zwar gut möglich, dass eine Top-3 Position rauskommt, der kommende Draftjahrgang ist aber alles andere als gut besetzt.

    Die Lakers werden noch ein paar Jahre dort unten rumgurken. Man hat quasi 0 Assets um zu traden und auch keine tollen Draftpicks. Vielleicht klappts mit dem rasanten Anstieg des Salary Cap nächste Saison, aber ihre Strahlkraft als "Showtime Lakers" haben sie längst verloren.
  • DrPop 09.04.2016 14:48
    Highlight Highlight Mit einem jungen Kern plus ein paar Free Agents, die mit Kobe's wegfallendem Gehalt gekauft werden können, sieht die Zukunft der Lakers rosiger aus. Ich freu mich auf die neue Ära in Purple and Gold!
  • DrPop 09.04.2016 14:48
    Highlight Highlight Es war ziemlich früh in der Saison klar, dass diese Spielzeit Kobe gewidmet ist und der Erfolg des Teams zweitrangig ist. Kobe sollte noch einmal das NBA Parkett geniessen dürfen nachdem er 20 Jahre seines Lebens einem einzigen Team gewidmet hatte, was auch durchaus angebracht ist. Je näher es gegen Ende der Saison geht, desto mehr schaut man auf den Draft und hofft mit einer schlechten Platzierung einen hohen Pick zu erhalten und so das Team weiter zu stärken.
  • Kimbolone 09.04.2016 14:46
    Highlight Highlight Hier hätte man noch die durchaus interessante Affäre rund um D'Angelo Russell erwähnen können, der ja eins der beschriebenen jungen Talente ist - und wohl nächste Saison einen neuen Arbeitgeber hat. 😃 Ob Kobe Freude daran hat, wie sich die Lakers diese Saison nach aussen präsentieren?

    Den Abschied, wie er ihn momentan duchläuft, hat er auf jeden Fall verdient. Ein ganz Grosser tritt ab.
  • Fokuzx2 09.04.2016 10:58
    Highlight Highlight die letzte vertragsverlängerung war kalkül um die jersey sales nochmal zu pushen.bin gespannt auf die lakers nach der kobe ära.ein ganz grosser tritt ab...

«Es ist lächerlich, wie gut er ist» – James Harden dominiert die NBA

James Harden definiert offensive Brillanz in der NBA gerade neu. Der 29-jährige ist in Houston zum Alleinunterhalter aufgestiegen und dürfte auch in diesem Sommer wieder zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt werden.

Es ist ratsam, vorsichtig zu sein, wenn es in Nordamerika um Superlative geht. In Zeiten von Donald Trump, und gerade im Milliardengeschäft des Profisports, wo Überhöhungen zur Tagesordnung gehören, weil das gut ist fürs Geschäft. Und doch lohnt es sich, Daryl Morey zuzuhören. Der General Manager der Houston Rockets sagt: «Man könnte argumentieren, dass James Harden der beste Offensivspieler in der Geschichte des Basketballs ist.»

Grosse Worte, ja, aber ihnen sind ja auch grosse Taten …

Artikel lesen
Link zum Artikel