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Nicole Hanselmann muss Pause machen – weil sie die Männer eingeholt hat. screenshot: facebook/proximussports

Radrennen wird unterbrochen – weil eine Schweizerin die Männer einholt



Dass Nicole Hanselmann schnell velofahren kann, ist bekannt. Schliesslich wurde die 27-Jährige 2017 Schweizer Meisterin im Strassenrennen und 2018 im Zeitfahren. Dass sie aber derart schnell unterwegs sein würde, wie am Samstag beim belgischen Frühjares-Klassiker Omloop Het Niewsblad, damit hatte niemand gerechnet. Also zumindest die Organisatoren nicht. Oder waren am Ende einfach die Männer zu langsam?

Beginnen wir von vorne:

Gut 30 Kilometer nach dem Start wird die Zürcherin von der Rennjury angehalten. Der Grund: Sie hat das Peloton der Männer, welches zehn Minuten vor ihr gestartet ist, eingeholt. Die Männer gehen ihr 200 Kilometer langes Rennen von Merelbeke über nach Ninove zunächst sehr gemütlich an und drücken noch nicht voll aufs Tempo.

Hier wird Hanselmann gebremst

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Video: facebook/proximussports

Ganz im Gegensatz zu Hanselmann, welche ihr Glück mit einem Solo-Ausriss nach sieben Kilometern versucht. Die Schweizerin muss ihren Speed drosseln und wird später gar ganz angehalten. Das Feld der Frauen kann so zur Leaderin aufschliessen.

Nachdem der Abstand der Herren wieder genügend gross ist, darf Hanselmann weiterfahren. Ihr werden zwei Minuten Vorsprung gegenüber dem Feld gewährt. Doch den Vorsprung kann sie nicht halten und landet am Ende auf Rang 74. Der Sieg geht an Chantal Blaak.

Mit dem Entscheid einverstanden

Hanselmann ist aber keineswegs sauer auf die Organisatoren. Im Gegenteil. «Für mich ist die Story, die darum gemacht wird, eigentlich viel kurioser als der Vorfall selbst», sagt die Schweizerin dem Spiegel. Es sei eine normale Rennsituation gewesen. Die Entscheidung, sie anzuhalten, sei «okay» gewesen.

Sicherheitsbedenken seien offenbar der Grund gewesen, weshalb es zum Rennunterbruch kam. «Die Strassen waren schmal, mit Kopfsteinpflaster-Abschnitten. Unsere Begleitfahrzeuge wären nicht am Konvoi vorbeigekommen.»

Auch will Hanselmann den Grund für ihr mässiges Abschneiden nicht auf die Zwangspause zurückführen. «Die Neutralisation war nach 35 Kilometern, es waren noch 90 Kilometer zu fahren, und die rennentscheidenden Passagen kamen erst noch», erklärt sie dem Spiegel.

Sie habe damit gerechnet, dass sie irgendwann vom Peloton eingeholt würde, nun sei es wohl einfach etwas früher geschehen.

Die Schweizerin sieht es zudem positiv, dass die Frauen kurz nach den Männern starten. So würden am Streckenrand mehr Fans stehen. «Wir fordern immer gleiche Startzeiten und Strecken für Männer und Frauen. Jetzt wurde das versucht, das war eigentlich top.»

Das Einfachste wäre wohl, wenn die Männer etwas schneller starten würde, scherzt die 27-Jährige. Denn sie und ihre Konkurrentinnen seien gar nicht «übermässig schnell unterwegs gewesen». (cma)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chili5000 05.03.2019 09:59
    Highlight Highlight Ich kann den Radsport nicht mehr ernst nehmen. Diese Sportart ist den Dopingtod gestorben...
    • hoffmann_15@hotmail.com 05.03.2019 12:22
      Highlight Highlight Sie haben den Radsport wohl eh nie ernst genommen, sonst würden Sie nicht erst heute so eine Aussage treffen. Und selbst mit Doping wird nicht aus jedem Esel ein Rennpferd.
  • Kramer 04.03.2019 23:06
    Highlight Highlight Die Frau hat eine gute Einstellung. Und so tragisch das eigentlich ist, soviel Aufmerksamkeit wie heute wird sie nicht so bald wieder haben.
  • The oder ich 04.03.2019 22:31
    Highlight Highlight Lohnkürzung bei den Männern wegen Arbeitsverweigerung?


    nur so als Gedanke
    • Pümpernüssler 05.03.2019 08:26
      Highlight Highlight männer 200km
      frauen 125km

      🙃
    • Barracuda 05.03.2019 09:14
      Highlight Highlight Zum Glück sind alle gleichberechtigt beim "unqualifiziertes Zeug quatschen" 🙄 Ich bin eigentlich für Gleichberechtigung, aber Sie sind ein Paradebeispiel, weshalb einige übers Ziel hinausschiessen und das Gegenteil bewirken...

      Die Frauen hatten eine massiv kürzere Strecke zu bewältigen, daher das andere Tempo.
  • N. Y. P. 04.03.2019 21:45
    Highlight Highlight Man kann nicht von der Anzahl km auf die Leistung der Fahrer / Fahrerinnen schliessen, wie in einem Teil der Kommentare zu lesen ist.

    Die Frage ist, wie intensiv die Rennen gefahren werden. Ein 70 km Sprintrennen der Männer, zum Beispiel, kann den Protagonisten mehr abverlangen als eine 225 km - Etappe.
  • N. Y. P. 04.03.2019 21:29
    Highlight Highlight Es ist bekannt, dass Frauen ihre Rennen von km 0 an voll fahren.

    Die Männer, das ist auch bekannt, brauchen (in der Regel) die ersten 30 - 50 km zum einrollen. Dafür sind die letzten 20 km in mörderischem Tempo.

    Wenn also eine Frau mit 37 - 40 km/h blocht und die Männer noch keinen Bock haben, sind die 10 Minuten schnell aufgeholt.
    • zeromaster80 04.03.2019 23:04
      Highlight Highlight Es ist allgemein bekannt, dass man 200km Rennen etwas anders angeht als 125km Rennen und das Ergebnis dieser Frau zeigt doch wunderbar, dass man auch 125km Rennen nicht so angehen sollte. Dein Geblubber ist daher Feministinnen-Bullshit. Frauen haben eigene Disziplinen, weil sie körperlich komplett anders ausgelegt sind.
    • N. Y. P. 04.03.2019 23:26
      Highlight Highlight @zeromaster80

      Heilge Maria ! Selten so einen Nonsens gelesen.

      Was hast du für einen
      Hintergrund ?

      Besitzt du Rennräder ? Kennst du die internationale Profiszene ? Kennst du die Mannschaften ? Ihre Fahrer ? Kennst du die Renntaktiken ? Hast du Verbindungen in den Radsport ?

      Kennst du überhaupt die grundsätzlichen Unterschiede zwischen dem Frauen- und Männerradsport?

      Stell mir eine Frage..
    • zeromaster80 05.03.2019 00:49
      Highlight Highlight Wozu? Du leugnest gerade einen Unterschied zwischen der Taktik eines 125km vs 200km Rennens mit der Begründung "Frauen geben von Km0 Vollgas und die Männer haben da noch keinen Bock"... Aber gut, nenne mir zu den Verschiedenen Distanzen die Rekorde der Männer und Frauen. Auch interessiert mich die Zeit der Männer für die 125km Teilstrecke (200km) im Vergleich zu den Frauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 04.03.2019 20:17
    Highlight Highlight Warum nicht beide gleichzeitig starten lassen...
    • T. aus B. 05.03.2019 01:06
      Highlight Highlight ein doppelt oder anderthalbfach so grosses Fahrer/innen-Feld mit ganzem Begleittross (Motorräder, Team-Fahrzeuge u.a.) dürfte schon alleine vom Sicherheitsaspekt schwierig sein. Zudem fahren die auch auf eher engen Landstrassen mit unterschiedlichen Beschaffenheit. Ist schon bei getrennten Fahrergruppen für die Fahrer teilweis schwierig zu fahren.
    • Heinzbond 05.03.2019 07:06
      Highlight Highlight Danke das war zwar Ehe als rhetorische Frage gedacht gewesen... Aber traurig das es so kommen musste...
  • RandyRant 04.03.2019 19:08
    Highlight Highlight Strecke der Männer: 200km
    Strecke der Frauen: 125km
    Ja sowas aber auch dass die Gruppe die 75km mehr zurücklegen muss um das Ziel zu erreichen sich nicht gleich auf den ersten 35km verausgabt...
    • RandyRant 04.03.2019 19:51
      Highlight Highlight lol, weswegen genau die Blitze?
    • Matthias Calvin Trüb 04.03.2019 21:28
      Highlight Highlight Weil gewisse einfach gerne Blitzen. Leider.
  • w'ever 04.03.2019 18:54
    Highlight Highlight und warum genau können die damen nicht gleichzeitig mit den herren starten?
    • RandyRant 04.03.2019 19:38
      Highlight Highlight Warum genau fahren sie nur 125km und nicht die ganzen 200? ;)
    • JasCar 04.03.2019 22:56
      Highlight Highlight Muss das denn immer und überall diskutiert werden? Frau/Mann Sticheleien gehen mir so was von auf den Keks.
      Immer jammern, weil Frauen Gleichberechtigung fordern, aber selber immer am "wäffele"...
    • T. aus B. 05.03.2019 00:59
      Highlight Highlight @w'ever
      Die Grösse des Damen-Teilnehmerfeldes habe ich nicht gegoogelt. Aber ein doppelt oder ein anderthalbfach so grosses Peloton wie wenn Männer und Frauen getrennt starten, dürfte organisatorisch hinsichtlich des ganzen Begleittrosses usw. rein vom Sicherheitsaspekt noch schwieriger zu handhaben sein als die getrennten Teilnehmerfelder.

  • Militia 04.03.2019 17:47
    Highlight Highlight Wow, Hut ab! Wortwörtlich eine Ehrenfrau. Ich kann ihre Leistung nicht einschätzen, sie selber aber mit Sicherheit. So schätzen faire Sportler eine Situation und ggf. eine Niederlage ein.
    Alles Gute für die Zukunft, das Rad ist rund!
  • Cityslicker 04.03.2019 17:44
    Highlight Highlight Also bei nem 200 km Rennen ist nicht eingeplant, dass die schnellste Frau 10 min schneller sein könnte als der langsamste Mann?! Sehr skurril... Bei denn Setup wäre es immerhin fairer gewesen, wenn der Besenwagen die langsamsten Männer „abgeräumt“ hätte, um die Strecke freizumachen (ein Grossteil hätte dann sicher lieber beschleunigt)
    • michiOW 04.03.2019 18:30
      Highlight Highlight Peloton=Feld=Grossteil der Fahrer

      Bei dieser Phase sind noch alle im Feld ausser ein paar Ausreissern.
    • specialized 04.03.2019 18:48
      Highlight Highlight Bitte zuerst informieren, dann (falls noch nötig) Kommentar schreiben.
    • Cityslicker 04.03.2019 19:56
      Highlight Highlight Genau das hatte ich vorausgesetzt. Hätte vielleicht präziser schreiben sollen „Ein Grossteil DES PELETONS hätte dann sicher lieber beschleunigt...“. Diese taktischen kollektiven Langsamfahrten zu Beginn des Rennens sind eh Gift für einen echten Wettbewerb, etwas Schwung reinbringen kann da nicht schaden. (umgekehrt sehe ich auch nicht, was gegen einen Puffer von z.B. 30 min sprechen würde - warum sollte das Publikum derart ungeduldig sein?)
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