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Stefan Kueng from Switzerland of team Groupama-FDJ raises his arms after crossing the finish line to win the second stage, a 174,4 km race between Le Locle and Morges at the 73th Tour de Romandie UCI ProTour cycling race in Morges, Switzerland, Thursday, May 2, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

An der Tour de Romandie feierte Stefan Küng im Mai einen Solosieg. Schlägt er auch an der Tour de Suisse zu? Bild: KEYSTONE

Hier rollt die Tour de Suisse – Schweizer Cracks stellen die Etappen vor



Die Tour de Suisse führt ab Samstag vom Emmental in die Nordwest- und weiter in die Ostschweiz. Danach müssen im Zentrum der Alpen die hohen Pässe bezwungen werden. Im offiziellen Magazin der Landesrundfahrt präsentieren neun Schweizer Fahrer die neun Etappen:

Bild

bild: tourdesuisse.ch

1. Etappe

15. Juni: Langnau – Langnau, Einzelzeitfahren 9,5 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Die erste Hälfte des kurzen Rennens geht leicht bergab, es ist ein Highspeed-Kurs. Anschliessend geht es ins Ziel sanft ansteigend. Der Schweizer Zeitfahr-Meister Stefan Küng sagt:

«Es ist wichtig, vom Start an keine einzige Sekunde zu verschenken, vom ersten Meter an voll anzugreifen und die Kurven perfekt zu fahren. Denn am Ende entscheidet jede Sekunde, Fehler können im Gegensatz zu langen Zeitfahren nicht korrigiert werden.»

Swiss cyclist Stefan Kueng of the Groupama FDJ cycling team poses for the photographer with his against the clock bicycle during a training camp before the beginning of the season, in Calpe, Valencia, eastern Spain, Wednesday, February 6, 2019.(KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

2. Etappe

16. Juni: Rundkurs mit Start und Ziel in Langnau, 160 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Michael Schär gilt seit Jahren als einer der besten Helfer im Profifeld. Auf eigene Rechnung kann er nur selten fahren. Seine Einschätzung zur 2. Etappe:

«Diese Etappe ist für mich eine Definition des modernen Radsports. Solche Circuits sind attraktiv für die Zuschauer, da sie uns nicht nur einmal vorbeisausen sehen. Der Parcours ist sehr selektiv. Das Chuderhüsi ist so steil und kurz vor dem Ziel, dass die reinen Sprinter kaum überleben. In meinen Augen haben Puncher wie Peter Sagan, Michael Albasini oder mein Teamkollege Greg van Avermaet die besten Chancen.»

3. Etappe

17. Juni: Flamatt – Murten, 162 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Das Teilstück führt über Strassen, die der Allrounder Danilo Wyss aus dem Training gut kennt, er kommt aus Estavayer-le-Lac:

«Im Normalfall endet diese Etappe mit dem flachen Finale rund um den Murtensee mit einem Massensprint. Die einzige Gefahr besteht darin, dass es zu Beginn hügelig ist: Bildet sich da eine starke Fluchtgruppe mit mehr als zehn Fahrern, wird es schwierig, sie wieder einzuholen. Die Fahrt entlang dem Murtensee bietet ein wunderschönes Panorama. Als Fahrer können wir das leider nicht richtig geniessen.»

Danilo Wyss from Switzerland of team Dimension Data reacts during the 4th stage, a 107,6 km race between Lucens and Torgon at the 73th Tour de Romandie UCI ProTour cycling race in Lucens, Switzerland, Saturday, May 4, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

4. Etappe

18. Juni: Murten – Arlesheim, 164 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Diesen Etappenplan hatte sich Silvan Dillier bestimmt gut eingeprägt, da die Strecke ihm durchaus liegt. Doch der Aargauer fehlt wegen einer Verletzung am Start der Tour de Suisse:

«Das ist eine sehr interessante Etappe für eine Fluchtgruppe, zumal in den folgenden Tagen der Kampf um den Gesamtsieg beginnt und so die Möglichkeit besteht, dass man ein paar Fahrer ziehen lässt, um hinten im Feld Ruhe zu bekommen.»

Silvan Dillier le coureur cycliste suisse de lÕequipe AG2R La Mondiale pose lors dÕune conference de presse avant le depart du Tour de Romandie ce lundi 29 avril 2019 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

5. Etappe

19. Juni: Münchenstein – Einsiedeln, 177 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Vor wenigen Wochen schloss Tom Bohli mit dem Giro d'Italia seine erste dreiwöchige Rundfahrt ab. Am Schlusstag gelang ihm mit Rang 12 im Zeitfahren ein starkes Ergebnis. Zur 5. Etappe der Tour de Suisse meint er:

«Sie beinhaltet zwar einige nicht allzu lange Steigungen, richtig beginnen wird das Rennen aber ab Kilometer 130, wenn es in Richtung Sattel geht. Da erwarte ich Attacken und eine Selektion. Ob es die reinen Sprinter mit der Spitze bis ins Ziel schaffen, ist fraglich. Weil es nach dem grössten Anstieg noch über 30 Kilometer bis ins Ziel geht, kann es sein, dass Sprinterteams Fahrer abstellen, um ihren endschnellen Mann zurück an die Spitze zu führen.»

6. Etappe

20. Juni: Einsiedeln – Flumserberg, 120 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Der steile Schlussanstieg ist prädestiniert für einen Bergfahrer wie Mathias Frank. 2013 vergab er im Bergzeitfahren in der Steigung hinauf nach Flumserberg den Gesamtsieg. Heute spricht er von einer wichtigen Erfahrung – und davon, dass er an diesem Berg etwas gutzumachen habe:

«Es ist ein ziemlich steiler Anstieg, im Durchschnitt rund neun Prozent, aber gleichzeitig relativ regelmässig. Wenn es einem gut läuft, ist diese Regelmässigkeit positiv, da kann man in den Rhythmus kommen. An einem schlechten Tag zählt man dagegen jeden Kilometer … Bis zu diesem Tag wird das Gesamtklassement über gewisse Konturen verfügen, so dass einige Fahrer schon ziemlich weit zurück liegen und probieren, mit einer Flucht den Tagessieg zu erobern. Die Fahrer fürs Gesamtklassement werden dagegen versuchen, bis Flums im Feld zu fahren und Energie zu sparen. Gegen Ende dieser Etappe erwarte ich einen ersten Schlagabtausch, da wird man sehen, wer für die schweren Etappen am Freitag und Sonntag Ambitionen hat.»

Mathias Frank le coureur cycliste suisse de lÕequipe AG2R La Mondiale pose lors dÕune conference de presse avant le depart du Tour de Romandie ce lundi 29 avril 2019 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

7. Etappe

21. Juni: Unterterzen – Gotthardpass, 216 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Eine Etappe, die es in sich hat, nicht nur wegen der langen Distanz. Bis hinauf auf den Lukmanier geht es fast immer nur bergauf und auch der Weg von Biasca auf den Gotthardpass ist beinahe 50 Kilometer lang. Alles andere als ein Zuckerschlecken, findet Routinier Michael Albasini:

«Es geht vor allem auch darum, die Zeit und die Kräfte einzuteilen. Wir sind es uns gewöhnt, solche Strecken zu fahren, dennoch gibt es für mich spannendere Etappen, denn für mehr als 80 Prozent der Fahrer ist sie nicht entscheidend. Die Tremola ist spektakulär, aber gleichzeitig schon fast nur ein Dessert eines langen Tages und Weges. Für die meisten Fahrer ist der Mist da schon geführt, sie müssen einfach hochfahren. Im Kampf um das Gesamtklassement ist die Tremola sehr wichtig. Für Fahrer mit Ambitionen auf den Tour-Sieg geht die Etappe ab Biasca richtig los. Hier sind die Bergfahrer und ihre Helfer gefragt. Eine Flucht macht für mich wohl kaum Sinn, ich denke, nicht einmal ein Vorsprung von sieben Minuten in Biasca würde reichen.»

8. Etappe

22. Juni: Ulrichen – Ulrichen, Einzelzeitfahren 19 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Der Tag wird einer für die Spezialisten und für diejenigen, die sich im Gesamtklassement noch Chancen ausrechnen. Alle anderen dürften nach dem schweren Vortag und vor dem noch schwereren Schlusstag nicht ans Limit gehen. Zu diesen Fahrern dürfte auch der Einheimische Kilian Frankiny gehören:

«Der Parcours ist flach, verfügt über lange Geraden und ist ein Fall für die Spezialisten wie Stefan Küng, die über diese 19 Kilometer powern können. Da wird es keinen Zufallssieger geben. Berühmt ist im Goms der «Grimsler», der teilweise starke Wind, der eine Rolle spielen könnte. Allerdings vermute ich, dass die Zeitfahrspezialisten mehr oder weniger zur selben Zeit unterwegs sind und ähnliche Bedingungen haben. Im Kampf um den Gesamtsieg erwarte ich keine grossen Zeitdifferenzen, da wird die Entscheidung am Sonntag fallen.»

Kilian Frankiny from Switzerland of team Groupama-FDJ  reacts during the first stage, a 168,4 km race between Neuchatel and La Chaux-de-Fonds at the 73th Tour de Romandie UCI ProTour cycling race in Neuchatel, Switzerland, Wednesday, May 1, 2019. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

9. Etappe

23. Juni: Rundkurs mit Start und Ziel in Goms, 144 km

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Video: YouTube/Tour de Suisse

Als Hobby-Gümmeler ist dieser Alpen-Circuit an einem schönen Sommertag ein herausforderndes Vergnügen. Im Renntempo gefahren dürfte sich dieses trotz grandiosen Panoramen bei der Befahrung von Furka-, Susten- und Grimselpass in Grenzen halten. Der Walliser Steve Morabito träumt davon, dass er vorne mitmischen kann:

«Die letzte Etappe mit den drei Pässen wird ein Grosskampf um den Gesamtsieg, da wird sie entschieden. Furka, Susten und Grimsel in dieser Richtung – das ist extrem schwer, da müssen alle nochmals die letzten Reserven anzapfen, da es auch die Tage zuvor schon in sich haben. Nach dieser Saison trete ich zurück, 2006 konnte ich als NeoProfi in Leukerbad meinen einzigen Etappensieg an der Tour de Suisse feiern. Es wäre natürlich ein Traum, als alter Fuchs im Wallis, in meiner letzten Etappe, die zudem mein letztes Rennen im Trikot des Schweizer Meisters ist, zuoberst zu stehen und es im Gesamtklassement zum vierten Mal unter die besten Zehn zu schaffen.»

Der Walliser Steve Morabito gewinnt die Rad-Schweizermeistersterschaft in Schneisingen (ZH) am Sonntag, 1. Juli 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

(ram)

Die Tour de Suisse 2019 vorgestellt mit Postkarten von einst

Ein Foto-Velo, das Dreck scannt

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 15.06.2019 14:19
    Highlight Highlight Die fahren sogar den "chöibrächer" (Kniebrecher) hinab :D Schade nicht hinauf ^^. Es ist eine Strasse über einen Hügel im Ort ich aufwuchs. Für Hobbyradfahrer ein "Knietöter" wenn man nicht aufpasst.
  • Astrogator 15.06.2019 08:40
    Highlight Highlight Ich war früher ein grosser Radsportfan. Aber machen wir uns nichts vor, systematischer Drogenmissbrauch zur Leistungssteigerung ist nichts was man in den Medien bejubeln oder als Zuschauer unterstützen sollte.

    Wer glaubt denn heute noch, dass auch nur einer der 50 Besten in einem Feld sauber ist?
    • specialized 15.06.2019 10:05
      Highlight Highlight Ich glaube es solange es keinen positiven Dopingbefund gibt.

      Das lustige an deinem Kommentar ist ja, dass früher ebendieser Drogenmissbrauch viel grösser war als er heute ist.

      Dopingskandale im Radsport werden in den Medien leider sehr gehypet. Das ist erstens komisch, da man sonst nicht wirklich bedacht ist gross über den Radsport zu berichten. Weiter ändert es das Bild, das vielen vom früheren Radsport haben, nicht.
    • Finöggeli 15.06.2019 10:48
      Highlight Highlight Heute wenn schon: Mechanical Doping > body doping
    • Nasi 15.06.2019 12:49
      Highlight Highlight Was viele der "es sind eh alle gedopt - ich schaue nicht mehr"-Menschen einfach nicht verstehen ist, dass die Fahrer auch ohne Doping schaffen würden. Die Durchschnittsfahrgeschwindigkeit wäre halt einfach grundsätzlich ein paar wenige km/h tiefer.... denn alle die mitmachen, sind natürlich trotzdem top Athleten.

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