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Lanzarote

Ein «Gümmeler»-Traum: Blick nach Haria auf der Insel Lanzarote. Bild: Ralf Meile

5 Ideen zur Verlängerung der Velo-Saison, von denen keine «Mallorca» heisst

Wir können es nicht leugnen: Nach einem phänomenalen und langen Velo-Sommer ist die warme Jahreszeit vorbei. Aber vielleicht hast du ja das Glück und machst im Spätherbst in einem dieser Gebiete Ferien – die sich wunderbar mit einer Runde auf dem Rennvelo verbinden lassen.



Der Herbst sei zum Geniessen da, heisst es oft. Während im Winter und im Frühling an der Kondition gearbeitet wird, damit diese im Sommer stimmt, soll zur Zeit der fallenden Blätter in erster Linie das schöne Erlebnis im Vordergrund stehen. Gut, das sollte es eigentlich immer. Aber im Herbst weiss man eben nie, wann man das letzte Mal in kurzen Hosen und kurzem Trikot fahren kann, ohne danach tagelang zu husten. Und mit diesem Nichtwissen im Kopf geniesst man die Sonnenstrahlen umso mehr.

Aber vielleicht hast du ja in weiser Voraussicht Ende Oktober oder im November Ferien an einem Ort gebucht, wo es üblicherweise noch schön und mild ist. Dann spricht nichts dagegen – aber sehr viel dafür – dort ein, zwei schöne Touren zu machen. Velo-Verleiher finden sich fast überall. Weil wir uns ans Gebot des Genusses halten, kommen hier fünf Runden, bei denen wir uns mit den vielen Kilometern des Sommers in den Beinen nicht all zu sehr quälen müssen.

Tessin

Die Runde durchs Centovalli ist ein Klassiker. In Locarno geht's los nach Intragna, wo es ganz kurz etwas steiler hoch geht. Ansonsten ist die Steigung mässig. Herrlich schlängelt sich die wenig befahrene Strasse bis ins italienische Malesco. Von dort geht's über den Piano di Sale (auch als «Passo Pantani» bekannt) und einer grandiosen, 20 Kilometer langen Abfahrt zurück an den Lago Maggiore und diesem entlang wieder nach Locarno. Es sei denn, die Strasse ist vor Cannobio wegen Steinschlags gesperrt, so wie im vergangenen Herbst. Wenigstens ist auch der Rückweg durchs Centovalli schön.

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75 km, 800 Höhenmeter. karte: mapmyride

Rhodos

Die griechische Insel ist ein noch eher unbekanntes Paradies für Rennvelofahrer – völlig zu Unrecht, denn meine Touren da waren ausserordentlich schön. Im Prinzip ist nur die Schnellstrasse an der Ostküste sehr stark befahren, alle (dank EU-Geldern oft hervorragend ausgebauten) Strassen in der Inselmitte sind so gut wie verkehrsfrei. Diese Tour führt einmal von der Ost- an die Westküste und wieder zurück. Vom Meer hinauf, an einem Kloster vorbei, in Richtung Mesanagros (zweiter Aufstieg) begegnete ich genau einem einzigen Auto.

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55 km, 830 Höhenmeter. karte: mapmyride

Andalusien

Im sonnigen Süden Spaniens, in der Region um Marbella, geht's von der Küste oft steil ins Hinterland. Für diese Tour legen wir diesen Teil im Auto zurück und stellen es im Dorf Alozaina ab. Im Uhrzeigersinn geht's über zwei Pässe wieder dorthin zurück. Viel los ist in dieser Gegend nicht – umso besser für uns: So haben wir die Strassen in den Olivenhainen fast ganz für uns allein.

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50 km, 1250 Höhenmeter. kartE: mapmyride

Lanzarote

Die von Vulkanen geprägte Kanaren-Insel bietet ein Highlight, das je nach Windverhältnissen wehtun kann: Eine fünf Kilometer lange, schnurgerade und leicht ansteigende Strasse in den Timanfaya-Nationalpark. Links und rechts begleiten einen Lavafelder – ein eindrückliches Erlebnis, das wie die ganze Fahrt durch diese karge, aber dennoch reizvolle Landschaft in Erinnerung bleiben wird. So stellt man sich den Mond vor!

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55 km, 750 Höhenmeter. karte: mapmyride

Ibiza

Schau dir mal das Profil unten an: «Je gezackter, desto geiler», heisst das Motto. Es geht fast pausenlos auf und ab, wie auf einer Achterbahn. Dazu gibt's immer wieder wunderschöne Ausblicke aufs Meer. Die kleinere Nachbarinsel von Mallorca hat definitiv mehr zu bieten als Party-Tempel und ist genügend gross, um dort eine Woche lang Velo zu fahren.

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51 km, 570 Höhenmeter. kartE: mapmyride

Und deine Tipps?

Wie verbringst du den Herbst/Winter? Draussen, auf der Rolle oder im warmen Ausland? Welches Revier kannst du empfehlen, wenn es in Mitteleuropa kalt und dunkel ist? Schreibe deine Tipps ins Kommentarfeld!

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    Alle Leser-Kommentare
  • roadie84 25.10.2018 13:57
    Highlight Highlight Cambrils an der Costa Daurada - absolut traumhaft, ob Frühling oder Herbst.
    2 0 Melden
  • dä dingsbums 24.10.2018 22:41
    Highlight Highlight Frage an die aktiven (Renn-)Velofahrer hier. Ich hab bisher nur Tagestouren in der Schweiz gemacht, wo ich am Abend wieder zu Hause war oder am Abend mit dem Zug wieder zurück bin

    Wie macht Ihr das wenn Ihr im Ausland fahren geht?
    Ist das mitnehmen vom Velo z.B. im Flugzeug kompliziert?
    Oder lieber ein Velo im Zielland mieten?

    Wie ist es so mit Pannenausrüstung auf der Tour? Schlauch, Flickzeug und Minipumpe?

    Ich möchte nächstes Jahr meinen Radius erweitern und ein paar mehrtägige Touren machen und bin dankbar um Tipps.
    10 0 Melden
    • Seni 24.10.2018 23:25
      Highlight Highlight Ich war bisher nur 1x in Teneriffa mit dem Bike als ich dort ein Praktikum gemacht habe. Hab das Bike mitgenommen, mann muass das Bike anmelden und für das Check-in gibt es einen extra Schalter, esmuss gut verpackt sein fürs Flugzeug, entweder Velotasche oder im Karton, kostete bei der Swiss 50.- (weiss nicht mehr ob nur ein Weg oder retour)

      Wie meinst du das mit der Pannenausrüstung? Ob es unterwegs irgendwelche Flickstandorte gibt? Ich war mit dem Mtb unterwegs, hab nichts solches gesehen aber in den Dörfern der Bikeregion hat es gute Läden und auch tolle Guides


      1 0 Melden
    • bendr 25.10.2018 04:41
      Highlight Highlight Die Mitnahme im Flugzeug macht meistens nur Sinn wenn,
      a) man im Ferienland von A nach B reist.
      b) die Ferien länger als zwei Wochen dauern.

      Für die Mitnahme müssen in der Regel die Pedale, die Räder sowie der Lenker abmontiert werden. Ist allerdings alles halb so schlimm 😉
      Eine Fahrradtasche würde ich empfehlen zu mieten. Du kannst aber auch ein Karton verwenden.

      Je nach Airline ist das Fahrrad gratis (Edelweiss) in der Freigepäckmenge ( z.B. BA) oder kostet ein Vermögen (Swiss, LH Gruppe).

      Schlauch und Minipumpe? Ja, macht sinn 😉
      1 0 Melden
    • Ralf Meile 25.10.2018 07:05
      Highlight Highlight Das muss jeder selber wissen, wie er es möchte. Ich habe an diesen Orten (ausser natürlich im Tessin) jeweils dort ein Velo gemietet.

      Mir ist der Aufwand mit Demontage, Verpacken, Montage – dann ist man da – Demontage, Verpacken, Montage – man ist wieder daheim – zu gross. Zudem kostet das Sportgepäck im Flieger meist soviel wie die Miete. Ein Vorteil ist auch, dass die Angestellten einem gute Tipps zu Strassen- und Verkehrsverhältnissen geben können.

      Flickzeug und Pumpe nehme ich das eigene, vertraute Material mit, obwohl man alles auch beim Verleiher erhalten kann. Gute Fahrt!
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juan95 24.10.2018 21:25
    Highlight Highlight Andalusien kann ich nur empfehlen. Auch cool als Road-Trip in einem Mietcabrio. Kein Verkehr, gute Strassen und mega Aussichten und halt der andalusische Flair.
    6 1 Melden
  • Ziltoid 24.10.2018 20:46
    Highlight Highlight Die Provence ist im Herbst auch wunderschon. Sowohl für Rennvelo, als auch Mountainbike. War letzte Woche zum Beispiel auf dem Mont Ventoux östlich von Orange. Geile Tour...
    5 0 Melden
  • AdmPWN 24.10.2018 17:02
    Highlight Highlight Ich selber fahre nicht Velo habe aber angefressene Kollegen. Die Region um den Comersee ist für Schweizer interessant, da nah und meistens auch wärmer als auf der Alpennordseite, ähnlich dem Tessin. Vor allem auch die Strecke der Lombardeirundfahrt mit der Muro di Sormano und dem Ghisallo mit der Kirche und dem Velomuseum.
    Auch die Region um Girona an der Costa Brava ist anscheinend spannend für Velofahrer.
    Beide Regionen sind auch bei Profis beliebt, welche in diesen Regionen auch wohnen.
    8 0 Melden
  • Magnum 24.10.2018 16:25
    Highlight Highlight War vor einem Jahr in Sizilien im November - mit Edelweiss nach Catania und zurück. Region Catania ist komplett verkehrsverseucht und darum NICHT zu empfehlen. Ganz anders sieht es an der Nordküste aus: Von Cefalu aus kann man den Küstenstrassen folgen oder aber ins Landesinnere in Richtung der Madonie Höhenmeter fressen.
    Und das beste am Ganzen: Im November sind die Tarife überall am tiefsten, und Touristenfallen sind geschlossen. Alles sehr sympa! Aber diesen November gehe ich zur Abwechslung in Taiwan Mountainbike fahren. Dort war ich bisher immer nur am Rennrad fahren.
    17 3 Melden
  • Friendo-86 24.10.2018 16:07
    Highlight Highlight Bitte einen analogen Artikel mit MTB-Destinationen...
    55 14 Melden
    • Garp 24.10.2018 16:43
      Highlight Highlight Bist Du zu faul um selber zu suchen oder ist Dein Vertrauen in Ralf Meile grenzenlos?
      17 12 Melden
    • trichie 25.10.2018 08:56
      Highlight Highlight Gran Canaria! Man kann von jeder Seite der Insel auf den rund 1950 m hohen Pico de las Nieves fahren. Vom Süden (playa del ingles) oder Osten (Ingenio) aus in je rund 50 km machbar (runter kann man ja rollen lassen). Schöne abwechselnde Landschaften - von karg bis Pinienwälder alles dabei😊
      1 0 Melden

Lieber Arno, ich glaube leider, es ist wirklich an der Zeit zu gehen

Auch nach der Nationalmannschaftspause scheint der HC Davos immer noch tief in einer Krise zu stecken. Es ist Zeit für einen drastischen Schritt.

Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz mal so schreibe. Aber es scheint tatsächlich, als wäre es an der Zeit, dass du, Arno Del Curto, den HCD verlassen musst.

Seit 1996, seit 23 Jahren, stehst du in Davos oben an der Bande. Du hast viele Erfolge gefeiert, gewannst sechs Mal die Meisterschaft und fünf Mal den Spengler Cup. Du hast auch einige schwierige Momente, gar Krisen durchlebt. Doch so ratlos wie in diesen Tagen haben du und dein ganzes Umfeld noch nie gewirkt.

Selbst als …

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