Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Photo: Jason Pickering / SUP magazine

Als wäre Robinson Crusoe von seiner einsamen Insel getürmt: Chris Bertish. bild: jason pickering/sup magazine

Dieser Stand-up-Paddler hat soeben den Atlantik überquert

Was für eine Leistung! Chris Bertish hat nach 93 Tagen Fahrt über den Atlantik wieder festen Boden unter den Füssen. Bewältigt hat der Südafrikaner die Distanz von rund 7500 Kilometern auf seinem Paddle Board.



Endlich wieder etwas richtiges zu essen! Kaum ist Chris Bertish in English Harbour auf der Karibik-Insel Antigua angekommen, schnappt er sich einen Burger und beisst herzhaft ab. Kein Wunder, dass er Heisshunger hat: Denn er hat soeben mit reiner Muskelkraft den Atlantik überquert. Mit insgesamt mehr als zwei Millionen Paddel-Schlägen.

abspielen

Das Wichtigste im Video. Video: watson.ch

Bertish ist der erste Mensch, der es geschafft hat, den atlantischen Ozean als Stand-up-Paddler zu überqueren. Mehr als drei Monate lang war er auf hoher See: 93 lange Tage lang, ohne Begleitung. Sein Rezept, um das Vorhaben durchzustehen? «Du brichst einfach alles herunter, nimmst Stunde für Stunde, Minute für Minute. Du musst einfach an dich glauben», sagte der 42-jährige Südafrikaner nach seiner Ankunft. Aufgebrochen zum Abenteuer war Bertish im marokkanischen Agadir – mit rund zehn Kilogramm mehr auf den Rippen und noch ohne Robinson-Crusoe-Gedächtnisbart.

Bild

Fensterplatz: Bertish in seiner Koje. bild: chris bertish

Sein Gefährt ist natürlich kein Paddle Board, wie man es von Schweizer Seen kennt – damit wäre das Unterfangen unbegleitet nicht möglich gewesen. Die Spezialanfertigung kostete rund 100'000 Franken und hat eine wasserdichte Mini-Koje, in der Bertish sich schlafen legen konnte. Sie bot ihm Schutz vor der Hitze oder bei stürmischem Wetter und in ihr bewahrte er GPS- und Funkgeräte sowie seine Astronauten-Nahrung und Nüsse auf. «Ich ass eigentlich jeden Tag das gleiche, 93 Tage lang.»

Begegnung mit einem Hai: «Tolle Geschichte …»

Die raue See machte die Reise teils zur Tortur. Mehr als einmal kenterte der Stand-up-Paddler. Es lohnte sich also, dass sein Board über eine Vorrichtung verfügt, die es in so einem Fall automatisch wieder umdreht. 

Bild

Von Marokko an den Kanaren vorbei übers weite Meer bis in die Karibik: Bertishs langer Weg. bild: the sup crossing

Zu bis zu sechs Meter hohen Wellen kam auch noch die Gefahr eines Hai-Angriffs. Bertish beschreibt in seinem Log-Buch, wie ein grosser, vier bis fünf Meter langer Weisser Hai sein Board ins Visier genommen habe: «Er kam mir so nahe, dass ich ihn hätte anfassen können. Doch er war kamerascheu: Als ich meinen Apparat bereit hatte, war er weg.» Ein Adrenalinschub jagt durch den Körper des Abenteurers, der Puls schnellt in die Höhe. «Ich habe mein Messer sicher mindestens zwanzig Minuten lang in der Hand gehalten.»

Bild

«Jetzt bin ich ein Pirat», schreibt Bertish augenzwinkernd zu diesem Selfie, das nach der Hai-Begegnung enstand. bild: chris bertish

Bertish hakte die Begegnung ab unter der Rubrik «Unvergessliches Erlebnis und eine tolle Geschichte». Und er bilanzierte: «Was soll ich sagen … ich war seither nicht mehr oft schwimmen!»

Alles ist möglich. Alles!

Täglich ist Bertish mit seinem Team an Land in Kontakt, das ihn mit neuen Wetterdaten versorgt. Dazu liest er auch viele Nachrichten von Fans, die seine Reise verfolgen. «Wenn sie schreiben, wie meine Geschichte ihr Leben beeinflusst, wie sie nun auch daran glauben, dass alles möglich ist, dann inspiriert das auch mich», schreibt er unterwegs.

Es ist das, was Chris Bertish angetrieben hat: Allen zu beweisen, dass alles möglich ist im Leben. «Wenn dir jemand sagt ‹es geht nicht› oder ‹das kann man nicht machen›, dann kannst du ihm antworten: ‹Vielleicht für dich, du kannst es nicht. Aber ich kann es versuchen!›»

Noch mehr Abenteurer

Plastikmüll im Meer 😢

86 Kilometer lang, 3275 Meter hoch: Der brutale Aufstieg mit dem Velo auf den Wuling-Pass in Taiwan

Link zum Artikel

Dieser Ort mit den drei Wasserfällen ist etwas vom Spektakulärsten, das ich in der Schweiz gesehen habe

Link zum Artikel

Ascension Island: Eine Reportage vom Ende der Welt, dem letzten kleinen Rest von Atlantis

Link zum Artikel

Airbnb zeigt die 10 beliebtesten Häuser 2018 auf Instagram

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

Heute wird es noch heisser ++ Spitäler bereiten sich auf Ansturm vor

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Wegen Song: SRF-Ombudsmann rügt Radio SRF 3 

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

79-Jährige mit zwei Promille auf Felgen unterwegs

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 11.03.2017 09:00
    Highlight Highlight Was macht man (n) nicht alles, um beeindruckt zu sein und zu beeindrucken!
    Ein Lob dem Imponiergehabe!
    Es ist ein Antrieb für die Evolution...
    (Und für die Preisträger des Britischen "Darwin Award":
    Gewinner des Darwin Award verbessern den Menschlichen Genpool, indem sie sich selber aus der Evolution rausnehmen, wenn sie beispielsweise einsam und auf hoher See kentern und von einem Haifisch gefressen werden.)
    Oder anders gesagt:
    Heldentum und Dummheit liegen so nah beieinander, dass manchmal ein kleiner Zufall darüber entscheidet, ob man als Held, oder als Volldepp in die Geschichte eingeht...
  • John Smith (2) 10.03.2017 19:29
    Highlight Highlight Endlich wieder etwas richtiges zu essen! Und dann isst er als erstes … einen Hamburger! Wenn es noch einen Beweis für den kulturellen Niedergang der Menschheit gebraucht hätte, wäre er hiermit erbracht.
    • Der müde Joe 10.03.2017 22:45
      Highlight Highlight Du magst ihm nach 93 harten Tagen auf dem Atlantik nicht mal einen Burger gönnen?! Die frage ist eher was mit dir nicht stimmt!
  • Don Huber 10.03.2017 19:17
    Highlight Highlight Baaa mit diesem Paddel Boot hätte ich das locker auch geschafft. Ich könnte den Atlantik locker mit einem Paddelboot von Aldi überqueren !! Pffff
    • Der müde Joe 10.03.2017 22:52
      Highlight Highlight Beweis es uns! ;)
  • Domino 10.03.2017 14:57
    Highlight Highlight Respekt für die Leistung. Hannes Lindemann machte das 1955 mit einem Einbaum, ein Jahr später mit einem Faltboot. Mit dabei ein Sextant, 72 Bier und Anglerubehör. Der Fisch wurde natürlich roh gegessen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Lindemann
    • Swarup 10.03.2017 17:51
      Highlight Highlight Hauptsache 72 Bierdosen dabei 😂 mein Held😎.
      Danke für die Info
  • rYtastiscH 10.03.2017 13:49
    Highlight Highlight Wiiiiiiiiillssoooooooon.... ;)

Das haut dich aus den Schienen: Die besten Bahnrekorde der Welt

Vor 150 Jahren wurden in den USA der Atlantik und der Pazifik durch eine Bahnstrecke verbunden – die erste transkontinentale Eisenbahnverbindung der Welt. Zum Jubiläum stellen wir die spektakulärsten Bahnrekorde vor.

Am 10. Mai 1869 wurde im Norden des US-Bundesstaates Utah die letzten Schiene verlegt: Ein Meilenstein in der Geschichte der Eisenbahn. Die Reise von New York nach Sacramento dauerte dazumal rund siebeneinhalb Tage.

In dieser Zeit absolviert man in der heutigen Zeit die rund doppelt so lange Strecke Moskau – Wladiwostock, und damit kommen wir zum ersten Bahnrekord ...

Mit ihren 9288 Kilometern ist die Linie der transsibirische Eisenbahn die längste der Welt. Sie verbindet die russische …

Artikel lesen
Link zum Artikel