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Und wieder zappelt der Ball im Netz. bild: iff

Rekord! Schweden siegt 61:0 – beste Spielerin beim Gegner? Die Torhüterin!



Die Schweizer Unihockey-Nati der Frauen hat es gut: Weil die WM vom 7. bis 15. Dezember 2019 in Neuenburg stattfindet, sind die Schweizerinnen automatisch qualifiziert. Weniger gut haben es die Französinnen: Als Weltnummer 27 mussten sie gestern in der Qualifikation gleich gegen Schweden ran – und der Rekordweltmeister kannte kein Pardon.

Mit sage und schreibe 61:0 fertigten die «Tre Kronor» den Aussenseiter ab. Es war der höchste Sieg in einem offiziellen Länderspiel in der 33-jährigen Geschichte der IFF (International Floorball Federation). Die Schwedinnen hielten den Rekord schon zuvor: Vor zwei Jahren besiegten sie Frankreich mit 36:0. Das Rekordspiel bei den Männern? Auch Schweden vs. Frankreich, 43:1 ging es aus.

Aber zurück zur neuen Rekordmarke: Bereits nach 16 Sekunden gingen die Schwedinnen in Führung, bis zum Ende des ersten Drittels kamen 21 weitere Treffer dazu. Im Mittelabschnitt hielten sich die Französinnen mit 14 Gegentreffern wacker, im Schlussdrittel drehte der aktuelle Vizeweltmeister dann wieder auf und setzte nochmals 25 Treffer obendrauf.

Im Schnitt erzielten die Schwedinnen also pro Spielminute etwas mehr als ein Tor. Die ergiebigste Minute war die 57. Minute, als der Favorit innert 45 Sekunden dreimal traf. Die besten Skorerinnen waren Sofia Joelsson (10 Tore/5 Assists), Anna Wijk (3 Tore/11 Assists) und Sara Steen (10 Tore/2 Assists). Joelsson wurde nach dem Rekordsieg auch zur besten schwedischen Spielerin gewählt, bei den Französinnen kam Lucie Thevenet die Ehre zuteil – eine der beiden Torhüterinnen.

Thevenet erhielt die Auszeichnung aber völlig zu Recht, die bald 27-Jährige hielt während ihres rund 35-minütigen Einsatzes nämlich 45 (!) Schüsse. Ihr Backup Amelia Gabriel zeigte in 25 Minuten ausserdem 18 Paraden. Nicht auszudenken, wie hoch die Französinnen verloren hätten, wenn Thevenet nicht einen so guten Tag gehabt hätte … Einen ruhigen Tag verlebten dagegen die beiden schwedischen Keeperinnen. Beide kamen für je 30 Minuten zum Zug und mussten jeweils einen französischen Torschuss parieren.

Macht das noch Sinn?

Bei so einem krassen Resultat kommt natürlich automatisch die Frage nach dem Sinn solcher Duelle auf. Auf Social Media kritisierten viele User den Weltverband, dass ein 61:0 den Unihockey-Sport im Hinblick auf die erhoffte Aufnahme ins olympische Programm nicht wirklich weiterbringen würde und man sich doch Gedanken über einen anderen Modus machen soll.

Die IFF sah sich dadurch gezwungen, ein Statement abzugeben. Die Probleme seien bekannt, hiess es da, und erste Massnahmen bereits ergriffen. Ab 2023 finden im Januar-Fenster erstmals die Euro Floorball Championships statt. Dort nehmen nur noch die sieben besten europäischen Teams der letzten WM teil, diese und der Gastgeber sind automatisch für die nächste WM qualifiziert. Die restlichen zwei WM-Plätze werden dann in einem Turnier der restlichen europäischen Teams ausgespielt. «Damit wird es deutlich unwahrscheinlicher, dass Schweden und Frankreich erneut aufeinandertreffen und die Gefahr eines 61:0 kleiner und kleiner», meldet die IFF.

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