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Norwegischer Nimmersatt

Biathlet Bjørndalen ist schon jetzt der erfolgreichste Wintersportler – in Sotschi will er das Dutzend voll machen



Keiner hat an Olympischen Winterspielen mehr Medaillen gewonnen als Ole Einar Bjørndalen. In Sotschi jagt und schiesst der Norweger seinem Edelmetall Nummer zwölf nach. Andere Zahlen seiner Karriere sind noch viel eindrücklicher.

Am 11. Januar 1996 gewinnt Ole Einar Bjørndalen im italienischen Antholz sein erstes Weltcuprennen. Es folgen bis heute Siegerpokale ohne Ende:

Ole Einar Björndalen Pokale 124 Weltcupsiege

Bild: Shutterstock

Bei 124 Biathlon-Weltcuprennen steht Ole Einar Bjørndalen zuoberst auf dem Podest und kann sich über den Siegerpokal freuen. Wie unvorstellbar diese Zahl ist, zeigt der folgende Vergleich.

In der Zeitspanne zwischen Bjørndalens erstem Erfolg und heute haben alle Schweizer Skirennfahrer – Frauen und Männer zusammen – bloss fünf Weltcuprennen mehr gewonnen:

Bjørndalen gewann 93 Einzel- und 31 Staffelrennen, bei denen er sehr oft massgeblich für den Erfolg verantwortlich war. Hinzu kommt ein Weltcupsieg bei einem Ausflug zu den Langläufern.

Sagenhafte 230 Mal steigt der Norweger aufs Podest, wenn nach einem Weltcuprennen die besten drei geehrt werden. Eine dermassen gute Bilanz, dass man versucht zu sagen ist, dass sie nie mehr ein Wintersportler toppen kann.

Ganz so dominant wie zu seinen allerbesten Zeiten ist der Oldie im Feld naturgemäss nicht mehr. Doch dass er in Sotschi ein Kandidat für Medaillen ist, hat er im laufenden Winter unter Beweis gestellt: mit einem (Staffel-)sieg, zwei zweiten Rängen und einem dritten Platz in Einzelstarts.

Norway's Ole Einar Bjoerndalen, left, leaves the shooting gallery during the men's 15k race at the Biathlon World Cup in Ruhpolding, southern Germany, on Sunday, Jan. 14, 2007. Bjoerndalen won the competition. (AP Photo/Christof Stache)

Während vielen Jahren eine klassische Biathlon-Szene: Während alle anderen noch schiessen, jagt Ole Einar Bjørndalen schon wieder davon. Bild: AP

Alles abgeräumt in Salt Lake City

An den Olympischen Spielen 2002 flog Simon Ammann sensationell zu zwei Goldmedaillen. Doch der wahre Überflieger der Spiele war Ole Einar Bjørndalen. Er gewann alle vier Goldmedaillen, die es bei den Biathlon-Bewerben zu gewinnen gab.

Insgesamt sieht die Abteilung «Olympia» in seiner Vitrine so aus:

Ole Einar Björndalen Biathlon Olympia Medaillen

Bilder: IOC, Keystone

Björndalen gewann in Nagano 1998 je 1 Gold- und Silbermedaille. Er räumte in Salt Lake City 2002 gross ab und errang 4 Goldmedaillen. Die Bilanz von Turin 2006 mit 2 Silber- und 1 Bronzemedaille spornte ihn an, weiter zu machen. 2010 brachte er aus Vancouver 1 Gold- und 1 Silbermedaille mit nach Hause.

Mit 11 Olympiamedaillen, davon 6 aus Gold, ist Ole Einar Bjørndalen hinter seinem norwegischen Landsmann Bjørn Dæhlie der zweiterfolgreichste Athlet an Winterspielen. Der Langläufer gewann insgesamt 12 Medaillen, wovon 8 aus Gold.

Unerreichte WM-Bilanz

Auch an Biathlon-Weltmeisterschaften ist der mittlerweile 40-jährige Bjørndalen stets als Medaillen-Hamsterer par excellence in Erscheinung getreten.

Besonders imposant ist der Vergleich zwischen ihm alleine und sämtlichen Schweizer Skifahrern, Langläufern und Skispringern im gleichen Zeitraum. Bjørndalen hat mehr Medaillen gesammelt als sie alle zusammen. Der Norweger entscheidet diesen Vergleich mit 39:37 für sich.:

 

Second placed Ole Einar Bjoerndalen of Noway prepares for shooting during the warm up at the men's 10 km sprint competition at the Biathlon World Cup in Oberhof, Germany, on Friday, Jan. 3, 2014. (AP Photo/Jens Meyer)

Nach dem Schiessen ist vor dem Schiessen: Ole Einar Bjørndalen schultert seine Waffe. In Sotschi gehört er nicht zu den absoluten Topfavoriten, doch aufgrund seiner einzigartigen Erfahrung ist immer mit ihm zu rechnen.  Bild: AP

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