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Die zweite Weltmeister-WG betritt die Bühne – in Anlehnung an die Argentinier – geknickt.  Bild: ARD

«So gehen die Gauchos»

Siegestrunkene Weltmeister verhöhnen die Argentinier und Brasilianer

Lange mussten sich die rund 300'000 Fans auf der Berliner Fanmeile beim Brandenburger Tor gedulden, bis sie die deutschen WM-Helden endlich zu Gesicht bekamen. Mit einer Stunde Verspätung um 10.08 Uhr landete der #Siegerflieger der «Fanhansa» – die Lufthansa hatte sich kurzerhand umgetauft – auf dem Flughafen Tegel. 

» Der Liveticker des Empfangs zum Nachlesen

Der Sonderflug hatte Rio de Janeiro erst mit zweistündiger Verspätung verlassen, weil ein Gepäckwagen die Maschine berührt hatte. Es wurde aber nur ein Lackschaden festgestellt. Nach der Landung ging's dann aber erst im Bus, dann im offenen Truck durch die Innenstadt zur Fanmeile. 

Germany's national soccer team players wave from an open-top bus during a celebration parade in Berlin July 15, 2014. Germany's victorious soccer team led by coach Joachim Loew returned home on Tuesday after winning the 2014 Brazil World Cup. A triumphant Germany team landed in Berlin on Tuesday to a hero's welcome, greeted by hundreds of thousands of jubilant Germans waving flags and wearing the national colours, revelling in the nation's fourth World Cup victory on Sunday in Brazil.   REUTERS/Morris Mac Matzen (GERMANY  - Tags: SOCCER SPORT TPX IMAGES OF THE DAY WORLD CUP)

Auf dem offenen Bus durch die Innenstadt. Bild: REUTERS

Dort angekommen zeigten sich die frischgebackenen Weltmeister um Punkt 13 Uhr endlich den sehnsüchtig wartenden Fans. In den Wohngemeinschaften vom Teamhotel in Brasilien betraten die Fussballer offensichtlich nicht mehr ganz nüchtern die Bühne. 

In den Wohngemeinschaften auf die Bühne

Die erste WM-WG mit Mertesacker, Podolski, Boateng, Özil, Khedira und Torhüter Zieler tänzelt sich nach vorne und wird mit tosendem Applaus empfangen. «Ich bin stolz, Berliner zu sein», ruft Boateng.

Dann kommen Klose, Weidenfeller, Götze, Kroos, Schürrle und Mustafi. Sie können sich einen kleinen Seitenhieb gegen den geknickten Finalgegner Argentinien nicht verkneifen. «So gehen die Gauchos, die Gauchos gehen so», singen sie mit gekrümmtem Rücken, bevor sie dann tanzend und hüpfend johlen: «So gehen die Deutschen, die Deutschen die gehen so!»

Bei den letzten Turnieren hatten sich Fans des DFB-Teams mit diesem Gesang nach einem Sieg jeweils über die gegnerische Mannschaft lustig gemacht.

Die dritte WG mit Schweinsteiger, Grosskreutz, Neuer, Ginter, Draxler und Höwedes macht sich über die Brasilianer lustig. Wie die Seleção vor ihren Spielen laufen sie mit der Hand auf dem Rücken des Vordermanns ein. 

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Video: Youtube/watson_ch

Die letzte WG bringt schliesslich den Pokal auf die Bühne. Captain Lahm versteckt sich lange hinter Hummels, Durm, Kramer und Müller, dann prescht er vor und zeigt das Ding den Massen. Anschliessend tanzen alle zusammen ein von Müller orchestriertes «Humba Täterä».

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Lahm schleicht mit dem Pokal heran. Gif: ARD

Nach dem Auftritt von Schlager-Königin Helene Fischer («Atemlos durch die Nacht») geben die Weltmeister zusammen mit den Fans ein paar Hits zum besten, dann ist der grosse Empfang nach weniger als einer Stunde auch schon zu Ende. (pre)

Zum Abschluss noch ein Gruss aus dem Wallis

13 sterne wallis weltmeister

Bild: twitter/@Oberwalliserin



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    Alle Leser-Kommentare
  • Oli G. 15.07.2014 21:37
    Highlight Highlight Wenn es sich nicht um Deutschland handeln würde, wäre die Polemik nur halb so gross. Diese Gesten und Gesänge wurden auch schon in Schweizer Stadien "produziert" und sind gang und gäbe. Nur regt sich niemand darüber auf.
    Sicher waren die Spieler schlecht beraten aber so schlimm ist das ganze nicht und es ist die ganze Aufregung nicht wert.
  • massi.lucca 15.07.2014 18:31
    Highlight Highlight Es ist nicht mal die Geste in sich, die störend ist, weil vermutlich der hohe Adrenalinspiegel und nicht wenig Alkohol relativ schlechter Wegbegleiter sind. Es ist viel mehr eine andere Sichtweise: Als Sympathieträger hatte es Deutschland nie wirklich einfach, sie kämpften und tun das immer noch gegen eine Vielzahl an (berechtigten?) Vorurteile. Diese WM Feier war in meinen Augen so was wie eine gute Chance für Deutschland, sich von der sympathischen Seite zu zeigen. Dies auch, weil die halbe Welt zuschaut und insgeheim nur auf solche "Fehler" wartet und eine ganze Nation zu verurteilen. Und genau das ist passiert in meinen Augen: Dee Herren auf der Bühne sind mit ihrer gewollten oder ungewollten Parodie ins offene Messer gelaufen und haben der Welt wieder Futter zum kritisieren gegeben.

    In meinen Augen liegt die Dummheit nicht in der Geste selber, sondern in der verpassten Chance ein sympatisches Deutschland zu zeigen...
  • JayAge 15.07.2014 18:03
    Highlight Highlight Ein Ausrutscher sei ihnen im Freudentaumel gegönnt. Von wahrer Grösse zeugen solche einstudierten Aktionen aber schon nicht.
  • Peter Nietlispach 15.07.2014 16:45
    Highlight Highlight Das nennt sich ausgelassenes Feiern! Auf dem Spielfeld herrschte FairPlay! Muss ein Schreiberling immer alles "moralisieren" und wer setzt den Massstab? Der Schreiberling? Mit welchem recht?
    • Romeo 16.07.2014 09:59
      Highlight Highlight FairPlay im Spiel? Die Bilder und Videos sagen das nicht.
  • Michèle Seiler 15.07.2014 16:26
    Highlight Highlight Im ersten Moment war ich unangenehm berührt und ich halt's grundsätzlich nach einem WM-Titel auch nicht für nötig, sich über den Gegner lustig zu machen ...

    Aber ich glaube auch nicht, dass die sich wirklich aufgrund ihrer Herkunft für besser halten und anderswo ist/war diese scherzhafte Veralberung wohl auch üblich, ohne, dass das irgendwer zu ernst genommen hat.

    Von daher: Ich fand's unnötig und auch ungut, dass die das vor der breiten Öffentlichkeit gemacht haben - wer weiß, welche Spinner das gesehen und falsch verstanden haben, wobei die Mannschaft vielleicht gar nicht an solche Leute gedacht hat -, aber grundsätzlich finde ich, dass man nicht vorschnell etwas als (potenziell) nationalistisch darstellen sollte - was anderorts leider getan wurde. Das ist nicht nur unfair, sondern schafft auch Abneigung gegen die, die sich dagegen einsetzen und verführt zu extremistischem Denken derer, die gegen Rassismus sind.
  • massi.lucca 15.07.2014 15:48
    Highlight Highlight Der Unterschied zwischen einem echten Gewinner und einem Gewinner mit Ablaufdatum liegt im Respekt gegenüber dem Gegner.

    Und wenn selbst renommierte deutsche Medien diese Geste hirnlos finden, sagt schon alles, Spass hin oder her...

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-party-in-berlin-nationalmannschaft-verhoehnt-argentinien-a-981132.html
    • Romeo 16.07.2014 09:52
      Highlight Highlight WM 1982 Sieger Italien. Ich war auf Albarella. Eine italienische Ferieninsel mit vielen Deutschen Urlaubern. Italien hat damals im Final vs DE gewonnen. Es wurde ein Trauermarsch mit Sarg organisiert, der eine DE Flagge drauf hatte. Wir feierten nachher mit den Deutschen. Es war lustig. Nur; im TV, hätten wir das nie gemacht!
  • Exilsummi 15.07.2014 15:14
    Highlight Highlight Etwas polemisch, die Überschrift. Das ist doch kein bös gemeinter Hohn, sondern ganz normales Fan-Abfeiern.
    Wenn einer wirklich fies einen abbekommen hat, dann der Großkreutz mit dem Döner-Lied und dem "Pisser!" von Podolski über die Schulter. Hab ich gelacht! Aber selber schuld isser ;-)
    • Romeo 16.07.2014 09:53
      Highlight Highlight Ich finde feiern ja, aber mit Stil!

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